Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie

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Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V.
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Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 11. November 1949

Ort Berlin
Vorstand Vorsitzender: Wolfgang Ingold
Stellv.: Christian von Boetticher
Stellv.: Werner Hildenbrand
Geschäftsführer Christoph Minhoff (HGF)
Peter Feller (R.A.)
Mitglieder 18 Verbände und 49 Unternehmen (2016)[1]
Website http://www.bve-online.de/

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. (BVE) ist ein Interessenverband der Fachverbände und Unternehmen der Ernährungsindustrie in Deutschland.

Der Verband mit Sitz in Berlin vertritt die Mitglieder in Berlin, Bonn und Brüssel. Über Fachverbands- und Unternehmensmitgliedschaften im Dachverband repräsentiert die BVE rund 90 Prozent der Branche. Branchenspezifische Aufgaben werden in den Fachverbänden bearbeitet. Hauptgeschäftsführer ist der Journalist Christoph Minhoff.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1934 erfolgte die Anerkennung der Wirtschaftsgruppe Lebensmittelindustrie durch den Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft als alleinige Wirtschaftsvertretung für die Ernährungsindustrie. Die WG Lebensmittelindustrie war der Reichsgruppe Industrie der Reichswirtschaftskammer untergliedert.

1945 wurde die Verbindungsstelle der Ernährungsindustrie in der britischen Zone bei der Militärregierung in Detmold errichtet, 1946 ein Zentralverband mit der Bezeichnung Wirtschaftsvereinigung der Ernährungsindustrie in der britischen Zone gegründet unter Auflösung der Verbindungsstelle.

BVE[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BVE wurde im Jahr 1949 als Vereinigung der deutschen Ernährungsindustrie gegründet. Im Jahr 1953 erfolgte die Umbildung zur Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie.[2]

Seit 2017 ist der Verband auch einer der Stifter der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) gemäß § 24 Verpackungsgesetz mit Sitz in Osnabrück.

Leitbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre zentrale Aufgabe sieht der Verband in der Sicherung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie. Weniger Bürokratie, weniger Regulierung, mehr Freiraum für Unternehmer und Eigenverantwortung für die Bürger – mit dieser Grundhaltung wirbt die BVE in der politischen Diskussion für ihre Anliegen. Dazu steht sie in engem Dialog mit ihren Mitgliedern, mit Politik und Verwaltung und den Medien.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Partner in der Lebensmittelkette arbeitet die Ernährungsindustrie mit Agrarwirtschaft, Lebensmittelhandel, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Zulieferindustrien und Dienstleistern zusammen.

Der Verband vertritt die Interessen der deutschen Lebensmittelindustrie unter anderem als Mitglied in der Confederation of the Food and Drink Industries of the EU, kurz FoodDrinkEurope (bis 2011 als Confédération des Industries Agro-Alimentaires de l’Union Européenne, kurz CIAA, bezeichnet), der europäischen Dachorganisation der Branche. Arbeitsbeziehungen der BVE bestehen zum Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), der sich mit rechtlichen und naturwissenschaftlichen Fragen für die gesamte Lebensmittelwirtschaft befasst und zum Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI). Zusammenarbeit pflegt die BVE auch mit der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG), die die sozialpolitischen Interessen der Ernährungsindustrie vertritt.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband ist in drei Säulen organisiert:

  • Fachverbände: Die Fachverbände bilden die klassischen Mitglieder der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie, dadurch wird die Funktion der BVE als Spitzenverband konstituiert. Ein wesentlicher Teil der deutschen Fachverbände der Ernährungsindustrie ist in der BVE organisiert.
  • Direktmitglieder: Neben den Fachverbänden können in den Fachverbänden organisierte Unternehmen der Ernährungsindustrie zusätzlich eine direkte Mitgliedschaft in der BVE erwerben und sich damit aktiv in die Verbandsarbeit einbringen.
  • Förderverein: Der Förderverein der deutschen Ernährungsindustrie (FDE) unterstützt die BVE ideell und finanziell und fördert den Austausch zwischen der BVE und den Mitgliedern des FDE. Die Mitgliedschaft kann erworben werden durch Unternehmen, Institutionen und Personen, die der Verbandsarbeit der BVE nahestehen (Messegesellschaften, Dienstleistungsunternehmen, Zulieferer etc.).

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BVE: Mitgliedsverbände und -unternehmen 2016.
  2. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland: Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie.