Bundeswaldinventur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Bundeswaldinventur (BWI) ist eine durch das Bundeswaldgesetz vorgeschriebene forstliche Großrauminventur, die deutschlandweit durchzuführen ist. Mit der Bundeswaldinventur werden die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten in Deutschland erfasst. Ihre Ergebnisse sind eine unentbehrliche Grundlage für forst-, handels- und umweltpolitische Planungen und Entscheidungen.

Die Bundeswaldinventur wurde das erste Mal in den Jahren 1986 bis 1989 in Westdeutschland durchgeführt. Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde jedoch eine Wiederholung notwendig, die in den Jahren 2001 bis 2003 erfolgte. Die Feldaufnahmen zur dritten Bundeswaldinventur haben im April 2011 begonnen und sollten bundesweit bis spätestens Ende 2012 abgeschlossen sein. Ergebnisse sind aber erst 2015 zu erwarten.

Die Bundeswaldinventur ist eine terrestrische Stichprobeninventur mit permanenten Probepunkten. Hierzu wurde ein Gitternetz mit einem Linienabstand von 4 km (Basisnetz) über das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gelegt und an den Schnittpunkten der Linien Trakte für die Stichproben eingerichtet. In einigen Gebieten wurde die doppelte oder vierfache Stichprobendichte angewendet.

Die Rechtsgrundlage für die Durchführung ist § 41a Bundeswaldgesetz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bundeswaldgesetz vom 2. Mai 1975 (BGBl. I S. 1037) zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 1 des Gesetzes vom 26. August 1998 (BGBl. I S. 2521)
  • Schmitz, F.; Polley, H.; Hennig, P.; Schwitzgebel, F.; Kriebitzsch, W.-U.: Die zweite Bundeswaldinventur – BWI2: Das Wichtigste in Kürze. Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (Hrsg.), Bonn 2004

Weblinks[Bearbeiten]