Bundeswehrkrankenhaus Hamburg

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Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
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Trägerschaft Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr
Ort Hamburg, Deutschland
Koordinaten 53° 35′ 40,1″ N, 10° 4′ 33,6″ OKoordinaten: 53° 35′ 40,1″ N, 10° 4′ 33,6″ O
Chefarzt Generalarzt Joachim Hoitz
Versorgungsstufe Regelversorgung
Betten 307
Mitarbeiter 780
davon Ärzte 250
Fachgebiete 15
Gründung 1958
Website http://hamburg.bwkrankenhaus.de
Lage in Hamburg
Zufahrt zum Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
Neubau mit Zentraler Notaufnahme

Das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ist eines der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Deutschland und befindet sich im Hamburger Stadtteil Wandsbek, Ortsteil Wandsbek Gartenstadt.

Derzeitiger Status[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Krankenhaus sind rund 780 Mitarbeiter beschäftigt, davon ungefähr 250 Ärzte, hauptsächlich Sanitätsoffiziere der Bundeswehr. Pro Jahr werden rund 11.800 Patienten stationär behandelt.[1] Chefarzt ist seit September 2012 Generalarzt Joachim Hoitz, nachdem er das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ab Juni 2012 kommissarisch geleitet hat.

Das BwKrhs ist ein Krankenhaus der Regelversorgung und verfügt über die Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Dermatologie, Augenheilkunde, HNO, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Fachzahnärztliches Zentrum, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, Plastische Operationen, Radiologie, Neurochirurgie, Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Urologie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Tropenmedizin. Die Zentralen Abteilungen Krankenhausapotheke, Zentrallabor und Militärseelsorge unterstützen diese Arbeit.

Die Abteilung für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie ist eines der Behandlungszentren der Bundeswehr für jene 1600 Bundeswehrangehörigen, die als Folge ihrer Kriegserlebnisse an schwersten psychischen Störungen, insbesondere der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), leiden.

In enger Zusammenarbeit mit dem Hamburger Bernhard-Nocht-Institut entwickelt sich das Bundeswehrkrankenhaus zum führenden Zentrum der Streitkräfte für die Behandlung von Tropenkrankheiten. Den Einsatz deutscher Soldaten bei der Kongomission begleiteten unter anderen 16 Tropenmediziner aus dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.

Seit Januar 2007 gibt es eine Kooperation in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Krankenversorgung des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Den Besatzungen des ehemaligen SAR 71 ist 2008 am BWK Hamburg dieses Denkmal gewidmet worden

Am Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg ist neben mehreren Rettungsdienstfahrzeugen von Bundeswehr und Feuerwehr Hamburg auch der Rettungshubschrauber Christoph 29 (bis 2006 SAR 71) stationiert. Dieser wird vom Bundesministerium des Innern gestellt und von der Bundeswehr mit medizinischem Personal besetzt. Durch die Fernsehserie Die Rettungsflieger erlangte das BWK große Bekanntheit, wenngleich für die Dreharbeiten als Stützpunkt nicht das tatsächliche Areal des Hamburger BWK gezeigt wurde.

Ende 2014 wurde der Beschluss bekanntgegeben, dass das Schiffahrtsmedizinische Institut der Marine mit seinen 77 Mitarbeitern, mittelfristig von seinem Standort in Kronshagen bei Kiel auf das Gelände des Bundeswehrkrankenhaus Hamburg zu verlegen. Schwerpunkte in Forschung und Lehre des Institutes bilden die Tauch- und Überdruckmedizin, die Präventivmedizin und die Psychologie.  Das Bundeswehrkrankenhaus wird damit auch über eine Druckkammer verfügen, der einzigen in Hamburg.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. August 1937 wurde das Haus nach anderthalbjähriger Bauzeit als Standortlazarett des Heeres eingeweiht. Es wurde nach Plänen des Architekten Hermann Distel gebaut und verfügte über 400 Betten. Nach Kriegsende nutzte das britische Militär das Haus bis es am 24. Februar 1958 Bundeswehrlazarett wurde. Gemäß dem Begriff „Lazarett“ wurden zunächst nur Soldaten behandelt. Geleitet wurde das Bundeswehrlazarett Hamburg von Oberstarzt Hans-Joachim Zierach bis 1964, danach von Ewald Kleist.

Nach Durchführung einiger Erweiterungen wurde das Bundeswehrlazarett am 1. Oktober 1969 in „Bundeswehrkrankenhaus“ umbenannt und gleichzeitig für die Behandlung von Zivilpatienten geöffnet.[3]

Chefärzte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung Dienstgrad
1 Ewald Kleist seit Umgliederung zum BwKrhs März 1971 Generalarzt
2 Hans-Hartwig Clasen April 1971 März 1975 Generalarzt
3 Dietrich Tuschy April 1975 März 1979 Admiralarzt
4 Klaus Penner April 1979 September 1981 Admiralarzt
5 Dietrich Hallbauer Oktober 1981 September 1983 Generalarzt
6 Rolf Kirchem Oktober 1983 März 1986 Admiralarzt
7 Alfons Grutzka April 1986 September 1990 Generalarzt
8 Gerhard Schöner Oktober 1990 Juni 1993 Generalarzt
9 Ulrich Philipp Juli 1993 März 2006 Oberstarzt
10 Michael Zallet April 2006 August 2008 Oberstarzt
11 Johannes Nakath September 2008 Juni 2012 Oberstarzt
11 Joachim Hoitz September 2012 Generalarzt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundeswehrkrankenhaus Hamburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vom BWK auf seiner Homepage veröffentlichte Zahlen. Abgerufen am 15. Oktober 2015.
  2. Hamburger Abendblatt - Hamburg: Mediziner der Marine ziehen von Kiel nach Hamburg. In: www.abendblatt.de. Abgerufen am 31. Mai 2016.
  3. http://www.klinikinfo.de/einblick/hamburg-bw/ueberuns.htm