Bunte

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bunte (Begriffsklärung) aufgeführt.
BUNTE
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Beschreibung Illustrierte
Verlag Hubert Burda Media
Erstausgabe 1954
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2016)
475.929 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 1/2016) 479.209 Exemplare
Reichweite (MA 2009 II) 4,06 Mio. Leser
Chefredakteurin Patricia Riekel
Herausgeber Hubert Burda
Weblink www.bunte.de
ISSN 0407-923XVorlage:Infobox Publikation/Unspezifische ISSN-Angabe

Bunte (Eigenschreibweise: BUNTE) ist eine wöchentlich erscheinende Illustrierte. Sie wird von Hubert Burda Media herausgegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1948 erschien unter Franz Burda erstmals die Zeitschrift Das Ufer. Sie wurde 1954 in Bunte Illustrierte umbenannt, als begonnen wurde, in der Zeitung farbige Fotostrecken zu drucken. Seit der Ausgabe 40/1957 erschien die Illustrierte wöchentlich. Nach Übernahme der „Deutschen Illustrierten“ im Februar 1958 firmierte das Blatt als „Bunte Deutsche Illustrierte“. und erweiterte ihre Redaktion. Anfang Oktober 1960 wurde die „Münchner Illustrierte“ erworben und das Blatt in „Bunte Münchner Illustrierte“ umbenannt. Mit einer Zweitredaktion in München entstand der Burda Verlag in München.

Am 1. Januar 1963 übernahm die „Bunte Münchner Illustrierte“ die „Frankfurter Illustrierte“ und firmierte als „Bunte Münchner Frankfurter Illustrierte“. Am 1. Juli 1972 erschien die „Bunte Illustrierte“ zum ersten Mal unter dem Titel Bunte, dessen Chefredaktion zuerst von Bernd Ruland und ab dem 3. März 1976 von Hubert Burda geleitet wurde. Ende Oktober 1983 zog die Redaktion von Offenburg in das neue Verlagshaus im Münchner Arabellapark.

1985 machte die Illustrierte aus dem vom Burda-Verlag für eine Million D-Mark (umgerechnet ca. eine halbe Million Euro) von Rolf Mengele gekauften, mehrere tausend Seiten umfassenden handschriftlichen Nachlass des Vaters Josef (KZ-Arzt des Vernichtungslagers Auschwitz, berüchtigter Mit-Verantwortlicher für pseudomedizinische Experimente an lebendigen Menschen), eine Artikelserie.

1995 wurden unter anderem in Bunte Fotos von Prinzessin Caroline von Hannover (damals Caroline von Monaco) abgedruckt, die zu einem jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Burda-Verlag und Prinzessin Caroline führten.

Seit 1998 vergibt die Bunte jährlich mit dem New Faces Award einen Nachwuchspreis in den Kategorien Film/Fernsehen und Mode. Die Sieger werden von einer Expertenjury bestimmt.

2008 rügte der Deutsche Presserat die Illustrierte wegen Verstoßes gegen den Pressekodex. Sie hatte über ein neues Automodell berichtet und dabei nach Feststellung des Presserats die Grenzen zur Schleichwerbung bei einem neuen Produkt überschritten.[1]

Im Februar 2010 enthüllte der Stern, dass die Bunte eine Agentur beauftragt hatte, das Privatleben bestimmter Spitzenpolitiker auszuspähen.[2]

2011 debütierte die Zeitschrift nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung noch vor Eröffnung des Prozesses gegen Jörg Kachelmann mit einem Interview der Ex-Freundin, die dafür mit 50.000 Euro entlohnt worden sein soll.[3]

2013 erwirkt Christian Wulff eine einstweilige Verfügung gegen die Bunte beim Landgericht Köln, das ein Verbot bezüglich der Behauptung einer Paarbeziehung zwischen Wulff und einer Musikmanagerin sowie die beiden abbildenden Fotos aussprach, wie die Berliner Zeitung berichtete.[4]

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hubert Burda, 1974–1986
Franz Josef Wagner, 1988–1992
Beate Wedekind, 1992–1993
Franz Josef Wagner, 1993–1996
Patricia Riekel, seit 1. Januar 1997, die auch das Magazin „Amica“ verantwortet. Mitglied der Chefredaktion und Chefreporter der Zeitschrift war Paul Sahner.

Auflagenstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im vierten Quartal 2012 lag die durchschnittliche verbreitete Auflage nach IVW bei 559.958 Exemplaren. Das sind 34.339 Exemplare pro Ausgabe weniger (−5,78 %) als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Abonnentenzahl nahm innerhalb eines Jahres um 4.920 Abonnenten auf durchschnittlich 94.068 pro Ausgabe ab (−4,97 %); damit bezogen rund 16,8 % der Leser die Zeitschrift im Abo.

Anzahl der durchschnittlich im Quartal verbreiteten Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl der durchschnittlich im Quartal verkauften Exemplare durch Abonnements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bunte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eigentor geschossen. Verletzungen des Trennungsgebots Mitteilung des Deutschen Presserats vom 19. September 2008
  2. Johannes Röhrig und Hans-Martin Tillack: „Die falschen Dementis der CMK“; „Müntefering und Lafontaine – verfolgt und ausgespäht“
  3. Kachelmanns Ex-Geliebte bekam 50.000 Euro für Interview
  4. Ex-Bundespräsident Christian Wulff Wulff geht gegen Zeitschrift Bunte vor