Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives
— ATF —
US-AlcoholTobaccoFirearmsAndExplosives-Seal.svg
Staatliche Ebene Bundesbehörde
Stellung Zivile Justizbehörde
Aufsichtsbehörde Justizministerium
Gründung 1. Juli 1972[1]
Hauptsitz Washington, D.C.
Behördenleitung Thomas E. Brandon, Acting Director[2]
Bedienstete 4.559
Website www.atf.gov
Zentrale der ATF in Washington, D.C.

Das Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF, dt. Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe) ist eine dem Justizministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Bundespolizeibehörde.

Aufgaben[Bearbeiten]

Das ATF ist zuständig für die Bekämpfung der Schwarzbrennerei von Alkohol und des Schmuggels von Alkohol, Tabak und Waffen. Es soll den illegalen Besitz, die Modifikation und die unzulässige Benutzung von Schusswaffen eindämmen. Im Bereich der Sprengstoffe bekämpft es unerlaubte Herstellung, Kauf und Verkauf, Besitz und Verwendung. Außerdem befasst sich die Behörde mit Brandermittlungen und der Überwachung und Einhaltung der mit ihren Aufgabengebieten verbundenen Gesetze.

Das ATF arbeitet regelmäßig mit dem Federal Bureau of Investigation (FBI) zusammen.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgängerbehörde war das Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms (bis März 2003), aus deren im Namen enthaltenen Zuständigkeitsbereichen sich das Kürzel ATF ableitet, also A für Alcohol (dt. „Alkohol“), T für Tobacco (dt. „Tabak“) und F für Firearms (dt. „Schusswaffen“).

Untersuchungen des ATF und der Versuch einer Durchsuchung wegen illegalem Waffenbesitzes bei der Sekte Branch Davidians in Waco, Texas führte 1993 zu einer 51-tägigen Belagerung, in deren Verlauf vier ATF-Agenten und insgesamt 81 Davidianer, darunter auch Kinder starben.

Ende des Jahres 2011 wurde die ATF auf Grund ihrer Praktiken bei der Bekämpfung des Drogenkriegs in Mexiko kritisiert. In Presseveröffentlichungen wurde den Beamten vorgeworfen, sie hätten in großem Umfang illegal Waffen an die Drogenkartelle geliefert und sich erhofft, auf diese Weise u.a. den Weg von Maschinengewehren verfolgen zu können. Diese Berichte stellten sich als politisch motivierte, falsche Darstellung der Operation Fast and Furious heraus; die berechtigte Tätigkeit des ATF war von der Bundesanwaltschaft massiv behindert worden.[3] Die republikanische Partei im Kongress versuchte, einen Skandal um US-Justizminister Eric Holder zu inszenieren. Nach der Aufdeckung der tatsächlichen Zusammenhänge wurden einige Prozesse im ATF umgestaltet.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. www.atf.gov History (Engl.). Aufgerufen am 11. Juni 2010.
  2. www.atf.gov Executive Staff (Engl.). Aufgerufen am 3. Juni 2015.
  3. Fortune: The truth about the Fast and Furious scandal, 26. Juni 2012
  4. United States Department of Justice – Office of the Inspector General: A Review of ATF’s Operation Fast and Furious and Related Matters (PDF; 4,7 MB), September 2012