Burg-Reuland

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Burg-Reuland
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Burg-Reuland (Lüttich)
Burg-Reuland
Burg-Reuland
Staat Belgien
Region Wallonien
Provinz Lüttich
Bezirk Verviers
Koordinaten 50° 12′ N, 6° 8′ O50.1969444444446.1336111111111Koordinaten: 50° 12′ N, 6° 8′ O
Fläche 108,96 km²
Einwohner (Stand) 3998 Einw. (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km²
Postleitzahl 4790 (Reuland)
4791 (Thommen)
Vorwahl 080
Bürgermeister Joseph Maraite (GI)
Adresse der
Kommunalverwaltung
Gemeindeverwaltung Burg-Reuland
Thommen, 64
4790 Burg-Reuland
Webseite www.burg-reuland.be

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Ortschaft Burg-Reuland mit der Burg im Hintergrund

Burg-Reuland, benannt nach der Burg Reuland, ist die südlichste Gemeinde der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien. Sie liegt im äußersten Südosten der Provinz Lüttich südlich von Sankt Vith im Tal der Our.

Gemeindestruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde Burg-Reuland besteht aus 26 weit verstreuten Dörfern und Weilern. Verwaltungssitz der Gemeinde ist Thommen.

Einwohnerzahlen der Dörfer, Weiler und Einzelhöfe (Stand: 17. Januar 2014[1]):

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt östlich des Plateau des Tailles, der mit 652 m höchsten Erhebung der Ardennen in der Westeifel. Im Osten liegen die Ortsteile Auel, Steffeshausen und Weweler im Tal der Our. Der Ort Reuland mit der namengebenden Burg liegt im Tal des Our-Zuflusses Ulf, der mehr als drei Viertel der Gemeinde entwässert. Im Nordwesten des Gemeindegebietes entspringt der Our-Zufluss Braunlauf, der den Westen der Gemeinde St. Vith entwässert. Der südlichste Teil des Gemeindegebiets mit der Ortschaft Ouren bildet ein Dreiländereck mit Deutschland und Luxemburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Westen grenzt Burg-Reuland an Gouvy und an den südlichsten Teil der Gemeinde Vielsalm. Nördlich liegt das Gebiet Sankt Viths. Im Osten liegen jenseits der deutsch-belgischen Grenze die Verbandsgemeinden Prüm sowie Arzfeld und im Süden das Großherzogtum Luxemburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Geschichte der Ortschaft Burg-Reuland

Das Gemeindegebiet wurde 1815 auf dem Wiener Kongress der preußischen Rheinprovinz zugeschlagen und kam 1919 durch den Friedensvertrag von Versailles an Belgien. Die heutige Gemeinde Burg-Reuland entstand am 1. Januar 1977 durch die Gemeindefusion aus den damaligen Gemeinden Reuland und Thommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Im Kulturhaus Burg-Reulands – der ehemaligen Schule des Ortes − ist ein Heimatmuseum beheimatet, das Alltagsgegenstände ländlichen Lebens zeigt. Dazu gehören Haushaltsgeräte, Werkzeuge alter Berufe und landwirtschaftliche Gerätschaften. In diesem Gebäude ist auch das Paul-Gerardy-Museum untergebracht. Dort sind Ausstellungsstücke zum Leben und Werk des Schriftstellers zu sehen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Burg Reuland

Im Ort Burg-Reuland steht die Burg Reuland, eine der größten Burgruinen der Eifel.

Im Ortsteil Bracht steht die kleine Rektoratskirche der Schmerzhaften Mutter sowie das 1782 erbaute Schloss Bracht.

Das Europadenkmal in Ouren steht inmitten eines kleinen Parks und wurde im Oktober 1977 eingeweiht.

In der Gemeinde Burg-Reuland gibt es insgesamt 19 Kirchen und Kapellen. Mit der Peterskirche in Ouren, der St.-Hubertus-Kapelle in Weweler, der St.-Stephanus-Kirche in der Ortschaft Burg-Reuland sowie der St.-Remaklus-Kirche in Thommen stehen vier von ihnen unter Denkmalschutz.[2]

Natur[Bearbeiten]

Das ländliche Gemeindegebiet wird durch das Tal der Our geprägt. Es ist ein beliebtes Ziel für Wanderer sowie Mountainbiker und das wichtigste Standbein des dortigen Tourismus.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde beschränken sich auf Bäckereien und Schlachtereien. Die Gemeinde gehört zum Einzugsbereich eines Einkaufszentrums, das in Schmëtt in der Nordspitze des Großherzogtums Luxemburg errichtet wurde. Der nächste Bahnhof befindet sich ebenfalls in Luxemburg, in Troisvierges (lux.: Elwen/dt.: Ulflingen).

Von 1889 bis 1952 führte eine Zweigstrecke der Vennbahn durch Reuland. Sie verband Aachen mit Luxemburg, war also von überregionaler Bedeutung. In Troisvierges hatte sie Anschluss an die luxemburgische Nordbahn (Bahnstrecke Luxemburg–Spa). Zwischen dem Burg-Reulander Ortsteil Lengeler und dem Ulflinger Ortsteil Wilwerdange (Wilwerdingen) führte sie durch einen 700 m langen Tunnel. Bei der Ardennenoffensive in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs wurde die Strecke von der deutschen Wehrmacht durch Brückensprengungen unterbrochen. Danach wurde bis zur Stilllegung nur noch das Teilstück von Reuland nach Troisvierges befahren. Jetzt wird die Trasse Stück für Stück als Teil des RAVeL-Netzes für Radler und Wanderer hergerichtet, welcher wiederum ein Abschnitt des Vennbahnradweges ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.burg-reuland.be/die-gemeinde/bevoelkerungsstatistiken
  2. GrenzEcho, Artikel vom 4. Februar 2014