Burg Bieberstein

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Burg Bieberstein
Burg Bieberstein im Jahr 1865

Burg Bieberstein im Jahr 1865

Entstehungszeit: 14. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Felshanglage
Erhaltungszustand: Umfassungsmauern, Mauerreste
Bauweise: Bruchsteinbau
Ort: Bieberstein
Geographische Lage 50° 56′ 4″ N, 7° 36′ 51″ O50.9344444444447.6141666666667210Koordinaten: 50° 56′ 4″ N, 7° 36′ 51″ O
Höhe: 210 m ü. NHN
Burg Bieberstein (Nordrhein-Westfalen)
Burg Bieberstein

Die Burg Bieberstein ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 210 m ü. NHN hohen Felshang über dem Tal der Wiehl bei Bieberstein im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Die Burg wurde im 14. Jahrhundert erbaut, ihre ersturkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1342. Sie war einst ein mächtiger Bruchsteinbau von erheblichen Mauerstärken und erhielt ihre heutige noch sichtbaren Gestalt im späten Mittelalter. Die Burg war bis in das 19. Jahrhundert bewohnt, wurde dann aber aufgegeben, so dass sie sehr stark verfiel.

Bei Nachforschungen im Jahr 1933 wurde eine terrassenförmige Unterkellerung freigelegt. Die Sage von einem unterirdischen Gang, der Bieberstein mit der Ortschaft Grünenbach verband und über den sich die Burginsassen bei Belagerung mit frischer Nahrung versorgt haben sollen, fanden die Forscher nicht bestätigt. Außerdem gibt es die Sage, dass im siebten Keller der Burg ein goldener Pflug stehen soll. Dies konnte weder bestätigt noch widerlegt werden. Von der Ruine sind heute nur Mauerreste und Umfassungsmauern erhalten. Der Eingang zum Keller ist jedoch nicht mehr erhalten.

Die Besitzer[Bearbeiten]

Die Besitzer der Burg Bieberstein waren schon im 16. Jahrhundert als Homburgische Amtsleute von der Herrschaft Homburg abhängig. Die Burg ist aus diesem Grund ein interessantes Zeugnis zur Territorialgeschichte des Bergischen Landes, auch wenn sie vielleicht burgenkundlich in ihrer heutigen ruinösen Gestalt keinen hohen Denkmalwert mehr besitzt, so haftet ihr doch dieser Geschichtswert für die Landeskunde im Bereich der Herrschaft Homburg an.

In der Marienhagener Kirche sind drei Grabplatten des 16./17. Jahrhunderts erhalten geblieben, die sich auf die ehemaligen Herren der Burg Bieberstein beziehen, und zwar Gerlach von Karthusen, Albert von Lixfelt und Just Lixfelt.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag über Burg Bieberstein bei „Alle Burgen“ (Ein Verzeichnis der festen Häuser)