Burg Bubenheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Burg Bubenheim
Burg Bubenheim – Ansicht von Westen

Burg Bubenheim – Ansicht von Westen

Entstehungszeit: 1237
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Rommelsheim
Geographische Lage 50° 46′ 18″ N, 6° 33′ 4″ OKoordinaten: 50° 46′ 18″ N, 6° 33′ 4″ O
Burg Bubenheim (Nordrhein-Westfalen)
Burg Bubenheim

Die Burg Bubenheim liegt bei Rommelsheim im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde am 22. März 1985 in die Denkmalliste der Gemeinde Nörvenich unter Nr. 68 eingetragen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niederungsburg liegt in einer Gehölzinsel in der sonst baumlosen Bördelandschaft, etwa einen Kilometer südlich von Rommelsheim. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zum Verlauf der Krönungsstraße von Frankfurt nach Aachen. Neben der Burg mit ihrem Hofgut befindet sich eine weitere Ansiedlung, das Gut Bubenheim und etwa 500 Meter entfernt der Haltepunkt Bubenheim der Bördebahn.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1377 war die Burg als Besitz des Geschlechts Spies von Büllesheim erwähnt, es bildete sich ein Familienzweig Spies von Büllesheim zu Bubenheim (Bobbenheim). 1699 heiratete Philippina Isabella Clara Spies zu Büllesheim und Bubenheim, ehemaliges Stiftsfräulein in Gerresheim, den Freiherrn Johann Franz von Berghe genannt Trips, wodurch der Besitz auf diese Familie überging.[2][3] Er war ein Vorfahre des früheren Formel-1-Piloten Wolfgang Graf Berghe von Trips. 1757 wurde die Burg von dessen Sohn Adolf Karl an den Jülicher Bürger und Rotgerber Zantis verkauft. Nach mehrfachen Besitzerwechsel gelangte das Anwesen 1878 an die Freiherren von Nellessen aus Aachen.[4] Seit 1935 besitzt Familie Schmitz-Peiffer die Burg. Die Burg wurde im Jahre 2002 „Burg des Monats“.[5]

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im vergangenen Jahrhundert wurde die Burg als landwirtschaftliches Anwesen genutzt. Heute ist die Landwirtschaft nur noch Nebenerwerb.

Die junge Generation entdeckte eine Marktlücke. Im größtenteils renovierten Hauptgebäude können in mittelalterlicher Ritterumgebung Hochzeiten, Betriebsfeste etc. gefeiert werden. Für die Kinder aus nah und fern steht ein Spieleland zur Verfügung, das heißt, es können für Veranstaltungen verschiedene Räume angemietet werden. Weit über das Rheinland hinaus bekannt ist das Bubenheimer Spieleland mit Spielgeräten, einer 3.000 m² großen Indoor-Spielehalle und einem Maislabyrinth.

Im August 2016 wurde in der Burg ein Schulungscenter der Kreisjägerschaft Düren eingerichtet. [6]

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burganlage besteht aus der Hauptburg und der westlich vorgelagerten Vorburg, die nach vielen Umbauten kaum noch als solche zu erkennen ist. An der Westseite und der Nordseite des ehemaligen Rittersitzes sind Reste des heute noch etwa zehn Meter breiten und bis zu 2,6 Meter hohen Walles erhalten, der unmittelbar vor den Wassergräben lag.

Die frühere Burgkapelle, die dem heiligen Nikolaus geweiht war, musste 1883 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden und wurde nicht wieder aufgebaut.

Gut Bubenheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar westlich an die Burg angrenzend und teilweise in die Gehölzinsel der Burg integriert, befindet sich ein Bauernhof. Nachdem 2008 das Wohnhaus des Gutes neu erbaut wurde, konnte das daneben befindliche und wohl aus dem Mittelalter stammende alte Haus völlig abgebrochen werden. Der Hof wird landwirtschaftlich genutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Heinz Türk, Straßennamen in der Gemeinde Nörvenich, Heft 3, 1985, Selbstverlag Gemeinde Nörvenich
  2. Stammbaum auf genealogieonline.nl
  3. Akte T 490/1581 des Reichskammergerichts (Archivseite NRW)
  4. Paul Hartmann, Edmund Renard: Die Kunstdenkmäler des Kreises Düren. In: Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 9. L. Schwann, 191, S. 175
  5. Karl Heinz Türk: Kirchen und Burgen in der Gemeinde Nörvenich bei Düren. Neusser Druckerei und Verlag, Neuss 1983; ISBN 3-88094-455-5
  6. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/kreisjaegerschaft-neuer-raum-erfreut-1.1429135