Burg Dhronecken

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Blick aus dem Tor der Ruine der Burg Dhronecken auf den Glockenturm der Gemeinde
Eckturm, Burg Dhronecken

Burg Dhronecken ist eine frühere Burg und heutiges Schloss in der Ortsgemeinde Dhronecken in Rheinland-Pfalz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1300 wird erstmals schriftlich ein Ritter Conrad von Tronecken erwähnt, etwas später die "Feste Troneck", die aber wahrscheinlich viel älter ist. Manchen gilt sie auch als Stammsitz des Helden des Nibelungenliedes Hagen von Tronje. Die Burg in Dhronecken war Verwaltungssitz des Amtes Dhronecken, das auch Mark Thalfang genannt wurde. Ab 1309 diente sie als Altersruhesitz des letzten Templer-Provinzmeisters bzw. Großpriors für Oberdeutschland, Friedrich Wildgraf von Kyrburg.[1] Die wildgräfliche Burg wurde 1403 durch den Trierer Kurfürsten erfolglos belagert. Sie war bis 1798 Wohnsitz des Amtmanns des Wildgrafen. Nach der Zeit der französischen Herrschaft wurde sie im Jahr 1817 Amtssitz eines preußischen Oberförsters. Mehrfach zerstört, durch kölnische, kaiserliche und französische Truppen, schließlich durch ein Erdbeben, sind nur noch Reste vorhanden, ein Eckturm kann aber noch bestiegen werden.

Auf den Fundamenten der alten Burg wurden in der Neuzeit Wirtschaftsgebäude errichtet, auch ein größeres, hochragendes Gebäude, das "Schloss" genannt, heute als Forstamt genutzt wird. Daneben dient eine Scheune mit Balkengefüge als Bürgerhaus der Gemeinde Dhronecken. Die Schlossgärten sind seit 1985 durchgehend bepflanzt und gepflegt.

Unterhalb der Burg befindet sich ein Naturspielplatz auf beiden Seiten eines Bachs. Eine Wasserfurt mit Springsteinen, ein im Hang aufsteigender forumartiger Spiel- und Versammlungsort, aus mächtigen Steinblöcken, hölzerne Stege über naturbelassenes sumpfiges Gelände, Spielhäuser, eine Hängebrücke sowie eine Gleitbahn, sie sind erste Attraktionen für Kinder und auch Erwachsene.


Siehe auch: Dhronecken, Kultur und Sehenswürdigkeiten

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Thon, Stefan Ulrich u. Achim Wendt, „… wo trotzig noch ein mächtiger Thurm herabschaut“. Burgen im Hunsrück und an der Nahe, Regensburg: Schnell & Steiner 2013, ISBN 978-3-7954-2493-0, S. 52-55.
  • Carla Regge: Burg, Amt und Dorf Dhronecken. Ortsgemeinde Dhronecken [Hrsg.]. Trier 1991.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leopold von Ledebur: Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates, Band 16, 1835, S. 112; (Digitalscan)

Koordinaten: 49° 43′ 33″ N, 6° 59′ 7″ O