Burg Festenstein

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Burg Festenstein
Festenstein 2.JPG
Entstehungszeit: frühes 13. Jh.
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Unbekannte Zuordnung
Geographische Lage 46° 30′ 43,2″ N, 11° 13′ 7,6″ OKoordinaten: 46° 30′ 43,2″ N, 11° 13′ 7,6″ O
Burg Festenstein (Südtirol)
Burg Festenstein

Die Burg Festenstein ist eine Burgruine westlich oberhalb von Andrian in Südtirol (Italien).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ruine liegt auf einem steilen Porphyrfelsen über der Gaider Schlucht, etwa 450 Meter über dem Talboden der Etsch, auf dem Gemeindegebiet von Eppan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Besitzer und der Zeitpunkt der Erbauung der ältesten Teile der Burg sind unbekannt. Die Burg wird ersturkundlich im Jahr 1395 genannt, als es Hans von Vilanders als Lehen erhielt, sie dürfte aber bautypologisch noch aus dem frühen 13. Jahrhundert stammen.[1] 1503 wurde die Burg als „verbrannter Burgstall“ von den Tiroler Landesfürsten an Hans Übelhör übertragen und in der Folge vermutlich von diesem selbst wiederhergestellt.[1] In der Mitte des 17. Jahrhunderts übernahm ein Franz Lanser den Besitz. 1897 kaufte der deutsche Kommerzienrat Julius Vogel (1838–1926) die Halbruine und ließ sie um 1910 restaurieren. Nach seinem Tod war die Burg dem Verfall überlassen.[2] 2008 ging die Ruine in das Eigentum von Meinhard Graf Khuen-Belasi über. In den Jahren 2012 und 2013 kam es zu aufwendigen Restaurierungen, die im Wesentlichen der Sicherung des Mauerbestandes dienten.[3]

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Felsen wurde ein nur eingeschossiger Turm erbaut. Die Felswand bildete die Rückseite des Palas. Vorgelagert war ein Burghof und ein Vorbau mit Schlitzscharten. Im Mittelalter war der Zugang zu dem in einigen Metern Höhe liegenden viereckigen ersten Burgtor nur durch eine ausgeklügelte Zugbrückenkonstruktion, die heute kaum mehr erkennbar ist, möglich.

Der Burgweg steigt nach Passieren des – heutzutage verschlossenen – ersten Tores zwischen den Wehrmauern am Fels entlang nach oben. Erst nach Passieren eines zweiten und dritten Tores steht man in dem kleinen, beengten Kehr der Wehranlage. Die Anlage selbst ist aber ausgedehnt und zieht sich weit den Hang auf der dem Angreifer abgewandten Seite hinab.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magdalena Hörmann-Weingartner, Jürgen Fricker, Meinhard Khuen-Belasi: Festenstein. In: Magdalena Hörmann-Weingartner (Hrsg.): Tiroler Burgenbuch. X. Band: Überetsch und Südtiroler Unterland. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 2011, ISBN 978-88-8266-780-1, S. 50–64.
  • Jürgen Fricker: Die Burg Festenstein oberhalb von Andrian. Die Restaurierung einer Burgruine in Eppan. In: Arx 40, Nr. 1, 2018, S. 19–22.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Josef Weingartner: Bozner Burgen. 2., vollst. umgearb. Aufl. Bozen: Athesia 1953, S. 75–79.
  2. Jürgen Fricker: Kulturdenkmal wird restauriert. In: in Andrian. Nummer 5, 2010, S. 2–3.
  3. Helmut Rizzolli: Vom Felsenschloss zur romantischen Ruine. In: WIR – Die Bezirkszeitung im Überetsch & Unterland. Nummer 3, März 2012, S. 16–17.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Festenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien