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Burg Langenstein (Bräunlingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Burg Langenstein
Staat Deutschland
Ort Bräunlingen-Mistelbrunn
Entstehungszeit 13. Jahrhundert
Burgentyp Niederungsburg
Erhaltungszustand abgegangen
Ständische Stellung Adlige

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Die Burg Langenstein ist eine abgegangene Turmhügelburg (Motte), südöstlich des Gemeindeteils Mistelbrunn der Stadt Bräunlingen im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg.

Vermutlich wurde die kleine Turmhügelburg im 13. Jahrhundert erbaut, da hier eine örtliche Adelsfamilie unter einem Hug von Langenstein im Jahre 1281 urkundlich erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass diese Stammesvetter der Herren von Almshofen waren. Die Herren von Langenstein verkauften das Waldgebiet Habseck noch vor dem Jahre 1310 an die Herren von Aitlingen. Das schon als „öd“ bezeichnete Waldgebiet wurde am 29. Juli 1310 an das Kloster Neudingen veräußert und ging dann als Siedlung wieder ab. Die Burganlage, sowie der dazu gehörende Meierhof wurden höchstwahrscheinlich dem Verfall überlassen, als es zu Beginn des 14. Jahrhunderts zu größeren Wüstungen auf der Baar kam.

Die Burg Langenstein ist ein typisches Beispiel eines niederadeligen Wohnsitzes. Sie bestand wahrscheinlich nur aus einem zentralen Wohnturm von viereckiger oder runder Form und einer Umwallung samt Graben. Die letzten Reste der Burganlage wurden im Jahre 1879 durch Forstbeamte wiederentdeckt, die am südlichen Ende des Waldgebiet Habseck, nahe dem „Bruderbächle“, überwachsenes Mauerwerk fanden. Auf der nördlichen Seite fanden sich noch Spuren von Wall und Graben.[1]

Ob es sich bei der Burg Langenstein um eine bedeutende Wehranlage gehandelt hat, wird von anderer Seite bezweifelt. Der Historiker Karl Siegfried Bader weist darauf hin, dass die Burg in keiner bekannten Quelle genannt wird, und bezeichnet die Anlage nur als festes Haus. Das Geschlecht der Langenstein hatten einen größeren Besitz mit Burg im Gebiet des Hegau zwischen Stockach und Singen (siehe Schloss Langenstein). Von Bader wird nicht angenommen, dass es sich im Waldgebiet Habseck um einen größeren Landesausbau der Herren von Langenstein gehandelt hat.[2]

Auf Grund der Größe der festgestellten Wüstung im Bereich der Burg Langenstein und der „öden Kirche“ ist anzunehmen, dass dieses Gebiet einst dicht besiedelt war.

Einzelnachweise

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  1. Siegmund Riezler: Die öde Kirche und die Burg Langenstein. In: Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar und der angrenzenden Landesteile in Donaueschingen. III. Heft 1880, S. 288 f. (Digitalisat).
  2. Karl Siegfried Bader: Kürnburg, Zindelstein und Warenburg – Stützpunkte der Zähringerherrschaft über Baar und Schwarzwald. 1937, S. 104 (Digitalisat [PDF]).