Burg Limburg (Baden)

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Burg Limburg
Burg Limburg von Westen

Burg Limburg von Westen

Alternativname(n): Limpurg
Burgentyp: Höhenburg, Hanglage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Adlige, Grafen
Ort: Sasbach am Kaiserstuhl-Limberg
Geographische Lage 48° 8′ 54,5″ N, 7° 36′ 7,6″ OKoordinaten: 48° 8′ 54,5″ N, 7° 36′ 7,6″ O
Höhe: 272 m ü. NN
Burg Limburg (Baden-Württemberg)
Burg Limburg
Torbogen im Osten der Anlage
Kellergewölbe
Bergfriedstumpf

Die Burg Limburg, auch Limpurg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 272 m ü. NN hohen Ausläufer des Kaiserstuhls, dem Limberg, 40 Meter über dem Rhein auf der Gemarkung der Gemeinde Sasbach am Kaiserstuhl im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hangburg ist vermutlich der Nachfolgebau der wenige hundert Meter entfernten Alten Limburg und wurde zwischen 1215 und 1221 erstmals urkundlich erwähnt, eine weitere Erwähnung folgte als „castrum de Limberch“ 1239. Ehemalige Besitzer der Burg waren die Zähringer, Habsburger, Freiburger und 1498 bis 1590 die Grafen von Tübingen. Aus dem 16. Jahrhundert ist sie noch als bewohnbar, aus dem Jahr 1701 dann als Ruine überliefert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg 1945 bombardiert, wobei unter anderem wesentliche Teile des Bergfrieds zerstört wurden.

Die Annahme, der Geburtsort Rudolfs von Habsburg sei die Burg Limburg gewesen, ist nicht zeitgenössisch, sondern geht auf eine willkürliche Angabe bei Fugger-Birken zurück.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg diente der Überwachung des Rheinübergangs und erstreckte sich über drei Terrassen, wobei sich auf der unteren mehrere Gebäude und ein Brunnen, auf der mittleren repräsentative Wohnbauten und auf der oberen ein Bergfried mit daran angelehntem Wohnbau befanden. Insgesamt umfasste der Kernbereich der Burg 40 mal 80 Meter. Die Anlage, die von einer bis zu zwei Meter dicken Mauer geschützt wurde, ist im Norden und Westen von steilen Felsabhängen und im Süden und Osten von einem tiefen Burggraben umgeben. Der Zugang zur Burg lag vermutlich im Süden. Von der Burganlage sind noch erhebliche Teile erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Burg Limburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Limpurg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. dazu Oswald Redlich: Rudolf von Habsburg. Das deutsche Reich nach dem Untergang des alten Kaisertums. Innsbruck 1903, S. 16 (Digitalisat im Internet Archive, Neudruck: Aalen 1965).