Burg Monterberg

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Burg Monterberg
Burg Monterberg 1575

Burg Monterberg 1575

Entstehungszeit: um 1260
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Kalkar
Geographische Lage 51° 43′ 17″ N, 6° 18′ 17″ OKoordinaten: 51° 43′ 17″ N, 6° 18′ 17″ O

Die Burg Monterberg war neben der Klever Schwanenburg die wichtigste Residenz der Grafen von Kleve.

Vorgängerin der Burg soll die im 11. Jahrhundert angelegte Feste Munna gewesen sein. Um 1260 wurde die Höhenburg von den Klever Grafen wiederaufgebaut und übernahm zeitweise die Funktion als wichtigster Sitz des Grafenhauses. Um 1242 wurde nahe der Burg die Stadt Kalkar gegründet. 1327 gründete Graf Dietrich IX. von Kleve in der Vorburg von Monterberg das landesherrliche Marienstift, das aber bereits 1341 in die Stadt Kleve verlegt wurde. Seit dieser Zeit diente Monterberg vornehmlich als Witwensitz der Altgräfinnen von Kleve. 1624 begann der endgültige Abbruch der Anlage.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts bildete Monterberg ein klevisches Amt, zu dem Kalkar, Altkalkar, Till, Wisselward und Wisselfeld sowie Hanselaer gehörten. In späterer Zeit gehörte Monterberg zum Richteramt Altkalkar.

Unter der Fundortbezeichnung „Monreberg“ bzw. „Monterberg“ sind eine Gürtelgarnitur des frühen 5. Jahrhunderts n. Chr.[1][2] und eine Goldmünze des 7. Jahrhunderts bekannt.[3][2] Sie belegen, dass der Monreberg schon im frühen Mittelalter besiedelt war.

Heutiger Zustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mauerreste sind nicht mehr vorhanden. Die Burganlage befindet sich eingezäunt im Wald am Ende der Straße Monreberg.

Ende 2014 wurde der Verein Monterburg e. V. in Kalkar gegründet. Er ist als gemeinnützig anerkannt und hat sich die Erforschung und denkmalgerechte Erhaltung der Monterburg zum Ziel gesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Peter Hilger: Die Denkmäler des Rheinlandes. Kreis Kleve. Band 1: Altkalkar - Huisberden. Düsseldorf 1964, S. 23

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Monterberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Horst Wolfgang Böhme: Germanische Grabfunde des 4. bis 5. Jahrhunderts zwischen Unterer Elbe und Loire. Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte 19. München 1974, S. 276, Taf. 147,11-14.
  2. a b Frank Siegmund: Merowingerzeit am Niederrhein. Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag, Köln 1998, S. 274 mit Taf. 57.
  3. Arent Pol: De verspreidingsgebieden van in Nederland geslagen merowingische gouden munten der 7 eeuw. Westerhem 27, 1978, S. 145–155, hier: Nr. 35.