Burgauberg-Neudauberg

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Burgauberg-Neudauberg
Wappen von Burgauberg-Neudauberg
Burgauberg-Neudauberg (Österreich)
Burgauberg-Neudauberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 10,91 km²
Koordinaten: 47° 9′ N, 16° 8′ O47.157516.126666666667350Koordinaten: 47° 9′ 27″ N, 16° 7′ 36″ O
Höhe: 350 m ü. A.
Einwohner: 1.360 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 125 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8291, 8292
Vorwahl: 03326
Gemeindekennziffer: 1 04 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Höhenstraße 4
8291 Burgauberg-Neudauberg
Website: www.burgauberg-neudauberg.at
Politik
Bürgermeister: Franz Glaser (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
13
6
13 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg im Bezirk Güssing
Bildein Bocksdorf Burgauberg-Neudauberg Eberau Gerersdorf-Sulz Großmürbisch Güssing Güttenbach Hackerberg Heiligenbrunn Heugraben Inzenhof Kleinmürbisch Kukmirn Moschendorf Neuberg im Burgenland Neustift bei Güssing Olbendorf Ollersdorf im Burgenland Rauchwart Rohr im Burgenland Sankt Michael im Burgenland Stegersbach Stinatz Strem Tobaj Tschanigraben Wörterberg BurgenlandLage der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortschaft Burgauberg
Ortschaft Burgauberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Gemeindehaus samt Kindergarten und Volksschule von Burgauberg. Rechts im Hintergrund ist Burgau zu sehen.

Burgauberg-Neudauberg ist eine Gemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Burgóhegy-Magashegy.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Katastralgemeinden der Gemeinde sind Burgauberg und Neudauberg.

Ortsteile von Burgauberg[Bearbeiten]

Bei der Registerzählung 2011 wurden in der Katastralgemeinde Burgauberg 791 Einwohner gezählt.[1]

  • Halmheu,
  • Hochkogel,
  • Oberungarfeld,
  • Sauberg,
  • Schwabenberg und
  • Unterungarfeld.

Ortsteile von Neudauberg[Bearbeiten]

Bei der Registerzählung 2011 wurden in der Katastralgemeinde Neudauberg 586 Einwohner gezählt.[1]

  • Guldner,
  • Eck,
  • Lies,
  • Limböcken,
  • Mitterberg,
  • Ringberg,
  • Wampl und
  • Wehr.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedlung der Orte Burgauberg und Neudauberg sowie einiger anderer Orte in der Umgebung erfolgte von den benachbarten steirischen Ortschaften aus. Hauptsächlich zogen Menschen aus Burgau und Neudau in die als Weinberge genutzten Hügel. Durch diesen historischen Hintergrund ist Burgauberg auch heute noch eine Streusiedlung.

Jahrelang war die Zugehörigkeit und Zuständigkeit für die Ortschaften nicht klar definiert. Unter anderem galt es auch, die Grenzlinie zwischen Österreich und Ungarn zu finden, welche dann der Lafnitzfluss wurde; es war auch eine Grenze entlang der Hügelkette in Betracht gezogen worden. Die Leute selbst hatten eine engere Bindung an die steirischen Grenzgemeinden: Die Kirche für die Burgauberger ist bis heute die in Burgau und für die Neudauberger die in Neudau, außerdem kamen noch Faktoren wie Verwandtschaft und gemeinsame Tätigkeiten hinzu. Auch die länderübergreifende Freiwillige Feuerwehr Burgau-Burgauberg (gegründet 1875) ist ein Beispiel für die Bindung der „Steira“ (hier insbesondere Dialektbezeichnung für Einwohner von Burgau und Neudau) und der „Bergla“ (hier insbesondere Einwohner von Burgauberg und Neudauberg). 1795 wurden die Ortschaften Burgauberg und Neudauberg selbstständig.

Die Orte gehörten wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 mussten aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest die ungarischen Ortsnamen Burgóhegy und Magashegy verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Nach der Landnahme des Burgenlandes durch die österreichische Gendarmerie am 28./29. August 1921 kam es unter anderem in Burgauberg zu Kämpfen mit ungarischen Freischärlern. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Während der NS-Zeit von 1938 bis 1945 waren die Gemeinden Burgauberg und Neudauberg ein Teil der Steiermark (Kreis Fürstenfeld). Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (in Europa) gab es einen vierwöchigen Stellungskampf in Burgauberg, wobei die Sowjets versuchten, sich die Übergänge zur Steiermark zu sichern und das Güssinger Hügelland hinter sich zu lassen.

Im Jänner 1971 bildete sich die Gemeinde Burgauberg-Neudauberg in der heutigen Form. In der Vergangenheit waren in Burgauberg und Neudauberg die armen Bevölkerungsschichten beheimatet, da die Böden weniger fruchtbar waren (keine Anschwemmung von Humusmaterial aus Bächen) und die Hügelfelder aufgrund der Hanglage schwieriger zu bestellen waren. Heute ist das nicht mehr so, die wohlhabendere Bevölkerung lässt sich auf den ruhigen Hügeln nieder.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
67,10 %
(-3,03 %p)
32,90 %
(+3,03 %p)
2007

2012


Bürgermeister ist Franz Glaser von der ÖVP, der sich bei der Bürgermeisterwahl 2012 mit 67 % durchsetzte. Vizebürgermeister ist Helmut Schabhüttl, Amtsleiterin ist Bettina Krammer-Schwarz.

Die ÖVP selbst verlor rund 3 %, konnte mit einem Stimmenanteil von mehr als 70 % jedoch die Zweidrittelmehrheit halten. Die SPÖ, die als einzige Partei neben der ÖVP angetreten war, erreichte 29,9 %.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die 1997 eröffnete Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal ist die größte Golfanlage Österreichs.[3] Das 190 Hektar große Areal erstreckt sich neben Stegersbach auch auf Neudauberg, Burgauberg und Ollersdorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Burgauberg-Neudauberg

Die „Warte“, eine Aussichtsplattform, wurde 2004 eröffnet. Sie bietet einen Blick über das Ramsar-Gebiet Lafnitztal und das Güssinger Hügelland – von ihr aus ist ein Fünftel der Fläche Österreichs (der gesamte Südosten) überblickbar. Die Warte soll außerdem an die Kuruzzen-Aufstände und Türkenkriege erinnern. Der Kuruzzenwanderweg führt an einer wiedererrichteten Tschartake an der Lafnitz vorbei, einem Wachturm zur Verteidigung gegen die Kuruzzen. Ein weiterer Wanderweg in Burgauberg-Neudauberg ist der Kräuterweg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Eduard Ehrenhöfler (* 1936), Tischlermeister und Politiker, Bürgermeister (1977–1987) von Burgauberg-Neudauberg
  • Eduard Ehrenhöfler (†)
  • Anna Pirch, Schriftstellerin
  • Josef Fassl (†)[4]

Ehrenringträger[Bearbeiten]

  • Gerhard Feigl
  • Karl Goger
  • Josef Krammer
  • Otmar Schwarz
  • Anna Pirch
  • Ignaz Hirschmann
  • Johann Gaar
  • Franz Laschet
  • Johann Popofsits
  • Franz Rath
  • Siegfried Potzmann[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burgauberg-Neudauberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistik Austria: Burgauberg-Neudauberg – Einwohner nach Ortschaften (abgerufen am 13. Jänner 2012; PDF; 8 kB)
  2. Amt der burgenländischen Landesregierung, Wahlservice
  3. Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal auf der Website von Südburgenland Tourismus, abgerufen am 17. Mai 2011.
  4. a b Gemeinde Burgauberg-Neudauberg: Ehrenbürger (abgerufen am 13. Jänner 2012)