Burgenlandkreis

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Wappen Deutschlandkarte

Koordinaten: 51° 9′ N, 11° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Verwaltungssitz: Naumburg (Saale)
Fläche: 1.414 km2
Einwohner: 176.333 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ
Kreisschlüssel: 15 0 84
Kreisgliederung: 33 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Schönburger Straße 41
06618 Naumburg
Website: www.burgenlandkreis.de
Landrat: Götz Ulrich[2] (CDU)
Lage des Burgenlandkreises in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis SalzwedelLandkreis StendalLandkreis BördeMagdeburgLandkreis Jerichower LandLandkreis HarzSalzlandkreisLandkreis Anhalt-BitterfeldDessau-RoßlauLandkreis WittenbergSaalekreisHalle (Saale)BurgenlandkreisLandkreis Mansfeld-SüdharzBerlinSachsenThüringenNiedersachsenBrandenburgKarte
Über dieses Bild
Naumburg ist Kreisstadt und zweitgrößte Stadt im Landkreis

Der Burgenlandkreis ist ein Landkreis in Sachsen-Anhalt, der im Zuge der zweiten Kreisgebietsreform am 1. Juli 2007 aus dem alten Burgenlandkreis und dem Landkreis Weißenfels entstand.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis liegt an der Südgrenze Sachsen-Anhalts, er grenzt im Westen und Süden an Thüringen sowie im Osten an Sachsen.

Im Norden grenzt er an den Saalekreis, im Nordosten an den sächsischen Landkreis Leipzig, im Osten an den thüringischen Landkreis Altenburger Land, im Süden an die thüringische kreisfreie Stadt Gera sowie die Landkreise Greiz, Saale-Holzland-Kreis und Weimarer Land und im Westen an die ebenfalls thüringischen Landkreise Sömmerda und Kyffhäuserkreis.

Die Landschaft ist hügelig und wird von Saale, Unstrut und Weißer Elster geprägt. In der Saale-Unstrut-Region wird Weinbau betrieben.

Die Unstrut überschreitet im Nordwesten des Landkreises bei Wendelstein die Grenze von Thüringen zu Sachsen-Anhalt und mündet bei Naumburg im Blütengrund in die Saale. Die Saale überschreitet bei Großheringen/Kleinheringen im Südwesten die Grenze von Thüringen zu Sachsen-Anhalt und verlässt im Nordosten bei Wengelsdorf den Landkreis in den Saalekreis. Von Südwest nach Nordost fließt von Crossen in Thüringen über Zeitz die Weiße Elster, die den Landkreis nordöstlich von Profen in Richtung Pegau in Sachsen verlässt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgenlandkreis entstand durch die im Oktober 2005 vom Landtag Sachsen-Anhalt beschlossene Kreisgebietsreform zum 1. Juli 2007. Dabei fusionierte der bis dahin bereits existierende Burgenlandkreis mit dem Landkreis Weißenfels. Als Planname hatte das Landesverwaltungsamt Landkreis Burgenland bestimmt. In der Kreistagssitzung vom 16. Juli 2007 wurde aber mehrheitlich für den alten Namen Burgenlandkreis gestimmt. Ausschlaggebend waren vor allem die Kosten der Umbenennung. Für die Umarbeitung der Ortsschilder sowie sämtlicher Drucksachen für Ämter und Behörden im ehemaligen Landkreis Weißenfels wurde für die offizielle Einführung des neuen Kreisnamens der 1. August 2007 bestimmt.

Der Kreisname spielt auf die zahlreichen mittelalterlichen Burgen im Kreisgebiet an. Er wurde 1994 als amtliche Bezeichnung eingeführt. Zuvor wurde die Region gelegentlich inoffiziell, etwa in touristischem Kontext, als Burgenland bzw. mitteldeutsches Burgenland bezeichnet.

Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Im Jahr 2015 wurden die Skelettreste eines alten Bewohners von Karsdorf, die in die Linearbandkeramische Kultur (ca. 5200 v. Chr.) gehören, analysiert, es stellte sich heraus, dass sie zur väterlichen T1a-M70 Abstammungslinie und zur mütterlichen H1-Linie gehören.[3][4]

Von überregionaler Bedeutung sind auch die folgenden Ereignisse, die sich (teilweise) im heutigen Burgenlandkreis abgespielt haben:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide für den Burgenlandkreis (Datenquelle: Zensus 2011[5])

Entwicklung der Einwohnerzahl (Gebietsstand vom 1. November 2014 / ab 1989 Stichtag 31. Dezember):

Jahr Burgenlandkreis
gesamt[6]
Weißenfels[7] Zeitz[8] Naumburg[9]
1964 314.331 66.486 59.043 50.291
1989 251.735 52.723 49.370 40.715
2000 222.262 46.021 38.991 37.362
2010 194.195 41.434 31.556 34.294
2020 177.590 39.958 27.187 32.053

Laut 4. Regionalisierter Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 30. Januar 2007 werden im Jahr 2025 noch 152.032 Einwohner im Burgenlandkreis leben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl im Burgenlandkreis 2019[10]
Wahlbeteiligung: 53,5 % (2014: 45,3 %)
 %
30
20
10
0
28,3 %
17,3 %
12,5 %
11,7 %
7,2 %
5,5 %
5,0 %
4,2 %
2,5 %
5,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
−13,0 %p
+13,5 %p
−2,5 %p
−4,3 %p
+4,4 %p
−0,5 %p
+1,9 %p
+4,2 %p
−2,2 %p
−1,6 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e Freie Wählervereinigung Burgenland
h Wir Weißenfelser

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzte Kommunalwahl fand am 26. Mai 2019 statt. Aufgrund des rechts dargestellten Wahlergebnisses ergab sich folgende Sitzverteilung im Kreistag:

Sitzverteilung im
Burgenländer Kreistag 2019
             
Insgesamt 54 Sitze
Übersicht über Ergebnisse vergangener Kreistagswahlen[11][12]
Parteien und Wählergemeinschaften Prozent 2019[13] Sitze 2019 Prozent
2014
Sitze
2014
Prozent
2007
Sitze
2007
Prozent
2004
Prozent
1999
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,2 15 41,3 22 38,7 23 33,2 40,3
AfD Alternative für Deutschland 17,3 9 3,8 2
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 12,5 7 15,0 8 18,3 11 24,5 28,1
DIE LINKE. DIE LINKE. 11,7 6 16,0 9 18,4 11 23,2 18,2
FW-BLK Freie Wählervereinigung Burgenland 7,2 4 2,8 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 5,5 3 6,0 3 4,2 3 3,0 2,2
FDP Freie Demokratische Partei 5,0 3 3,1 2 9,0 5 8,7 4,4
WW Wir Weißenfelser 4,2 2
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 2,5 1 4,7 3 4,7 3 3,8
ZLB/BDZ Zeitzer Liste-Bürger Bündnis Droißiger-Zeitzer Forst 1,9 1 1,0 1
BFW/Landgemeinden Bürger für Weißenfels/Landgemeinden 1,7 1 3,1 2
BL BLK Bürgerliste Burgenlandkreis 0,8 1
VBL Vereinte Bürgerliste für Naumburg, Bad Kösen und die angeschlossenen Gemeinden 0,7 1
FWZ/FFW/BIT Freie Wähler Zeitz/Freiwillige Feuerwehr/Bürgerinitiative Theißen 1,1
BV-BLK Behindertenverband e.V 0,8 2,3 1 0,9
BLZ-DZF Bürger-Liste-Zeitz/Droißiger-Zeitzer Forst 0,5
WBB Weißenfelser Bürgerbund – Wählergemeinschaft für ein freies, sicheres und demokratisches Weißenfels 0,3
BBB BürgerBündnisBurgenland 1,2 1
BfW Bürger für Weißenfels 0,6 1
STATT Partei STATT Partei Die Unabhängigen 0,4
KPD Kommunistische Partei Deutschlands (1990) 0,2
WASG Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative 0,2
EB Einzelbewerber 0,8 0,6 1,9 1 1,1 0,5
Sonst. Sonstige 1,5 6,3
Gesamt 100 54 100 54 100 60 100 100
Wahlbeteiligung 53,6 % 45,3 % 37,3 % 59,5 % 52,8 %
Weißenfels ist mit ca. 41.000 Einwohnern die größte Stadt
Zeitz ist mit ca. 31.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt
  • EB: Einzelbewerber 2014: Volker Kohlmann; 2007–2014: Volker Kohlmann; 2004: Volker Kohlmann, 1999: k. A.
  • Die Ergebnisse von 1999 und 2004 wurden auf den Gebietsstand von 2007 umgerechnet.

Im Kreistag wurden folgende Fraktionen gebildet: CDU/FDP (18 Mitglieder), AfD (9 Mitglieder), SPD (incl. ZLB/BDZ, 8 Mitglieder), DIE LINKE. (6 Mitglieder), FW/BfW/Landgemeinden (5 Mitglieder), GRÜNE/VBL (4 Mitglieder), WW/BL BLK (3 Mitglieder). Ein Mitglied (NPD) ist fraktionslos.

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Landratswahl am 11. April 2021 konnte sich der seit 2014 amtierende Götz Ulrich (CDU) bereits im ersten Wahldurchgang mit 55,35 % der abgegebenen Stimmen gegen 7 weitere Mitbewerber für eine zweite Amtszeit durchsetzen. Die Wahlbeteiligung betrug 37,2 %.[14]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Burgenlandkreis.svg
Blasonierung: „In Silber eine schwarzgefugte rote Burg, die erniedrigte Burgmauer besetzt mit 2 oben anstoßenden und in den Außenrand verschwindenden Zinnentürmen, zwischen den Türmen eine sechsbeerige (3:2:1) blaue Weintraube mit zwei grünen Blättern, die Burgmauer belegt mit einem goldenen Schild, darin ein schwarzes Bergmannsgezähe.“[16]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Jörg Mantzsch aus Magdeburg gestaltet und am 19. Februar 2008 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Wappenbegründung: Die Farben des Landkreises sind Rot - Weiß (Silber). Das neue Wappen des Burgenlandkreises reflektiert dessen Namen ebenso wie die Eigenheit seiner wirtschaftlichen Struktur. So steht die dargestellte Weintraube für den besonders hier in der Saale-Unstrutregion betriebenen Weinanbau. Der Bergbau im Landkreis wird durch das Bergmannsgezähe symbolhaft wiedergegeben. Das Wappen schlägt somit eine Brücke von der Historie zur Gegenwart bis in die Zukunft hinein.

Die Wappen der Verwaltungsgemeinschaften, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Burgenlandkreis.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist rot - weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Landkreiswappen belegt.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen und Klöster, Schlösser und Burgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgenlandkreis gehört zum mitteldeutschen Wirtschaftsraum Halle-Leipzig-Dessau (Metropolregion Mitteldeutschland). Die Region kann auf eine traditionelle Wirtschaftsstruktur mit einem Branchenmix aus Industrie, Mittelstand und Handwerk zurückgreifen.

Bei der Neuansiedlung von Investoren, insbesondere in den Gewerbegebieten an der Bundesautobahn 9 (z. B. Zorbau oder Oberkaka), wurde der Schwerpunkt auf den Bereich Logistik gelegt. Für die verkehrsintensiven Branchen bestehen an diesen Standorten hervorragende Bedingungen.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Burgenlandkreis Platz 383 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „hohen Zukunftsrisiken“.[17] Dieses Bild spiegelt auch der Zukunftsatlas 2019 wider, in dem der Burgenlandkreis auf Rang 382 gelistet ist.[18]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betriebsgebäude der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg

Der größte Teil des 760 ha umfassenden Weinbaugebiets Saale-Unstrut, des nördlichsten Qualitätsweinanbaugebiets Deutschlands, liegt im Burgenlandkreis, und zwar überwiegend in den Tälern der Unstrut und der Saale. Zentrum des Weinbaus und der Weinverarbeitung ist Freyburg. Die dort seit dem 19. Jahrhundert ansässige Rotkäppchen Sektkellerei gehört zu den wenigen ehemaligen Volkseigenen Betrieben der DDR, die nicht nur die Aktivitäten der Treuhandhanstalt in der Wendezeit und den frühen 1990er Jahren als Unternehmen überlebten, sondern auch wirtschaftlich stark genug waren, um Konkurrenzunternehmen im Westen Deutschlands aufzukaufen. Nach dem Erwerb der rechtlich weiterhin selbstständigen Unternehmen Godefroy H. von Mumm & Co. Sektkellereien in Hochheim, Matheus Müller Sektkellereien und Chantré & Cie in Eltville wurde 2002 das in Freyburg ansässige Unternehmen Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien gegründet. Besichtigungen der Rotkäppchen-Sektkellerei gehören für viele Touristen zum Standard-Programmteil eines Besuchs der 1993 ins Leben gerufenen Weinstraße Saale-Unstrut.

Kliniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asklepios-Klinik in Weißenfels

Im Kreis gibt es drei Akutkliniken, und zwar die Asklepios-Klinik in Weißenfels sowie die, seit 2020,[19] zur SRH Klinikum Burgenlandkreis GmbH gehörenden Kliniken in Naumburg und Zeitz. Die Rehakliniken konzentrieren sich in Bad Kösen: Die Burgenlandklinik ist eine SRH-Tochter, während die drei Kliniken der Lielje-Gruppe (Saale-Rehaklinikum mit Klinik I und II sowie die Kinder-Rehaklinik) von den Median Kliniken übernommen werden.[20]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Burgenlandkreis gibt es einen Fernsehsender BLK Regional TV, der über das lokale Kabelnetz und das Internet empfangen werden kann. Außerdem gibt es noch die Internet-Radiosender Burgenland-Welle & Radio Zeitz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein ICE überquert die Saale bei Saaleck
Die Unstrutbahn unter der Unstruttalbrücke

Durch den Landkreis verlaufen die Hauptstrecken Halle–Erfurt, Leipzig–Großkorbetha und Saaleck–Saalfeld. Auf dem gemeinsamen Abschnitt GroßkorbethaSaaleck, in dem auch die Städte Weißenfels und Naumburg liegen, finden sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr gebündelt und damit in hoher Frequenz statt.

Mit dem Wegfall des Fernverkehrs wurde vom Land Sachsen-Anhalt ein umfangreiches Ersatzangebot an beschleunigten Nahverkehrsverbindungen bestellt, die von Abellio Rail Mitteldeutschland und DB Regio betrieben werden. Dazu gehören die Linien RE 16 Halle–Naumburg–Erfurt, RE 17 Naumburg–Erfurt, RE 18 Halle–Naumburg–Jena und RE 42 Leipzig–Naumburg–Jena–Nürnberg sowie RB 20 Leipzig–Naumburg–Erfurt–Eisenach und RB 25 Halle–Naumburg–Jena–Saalfeld. Ferner gibt es im Landkreis die Regionalbahnstrecken Unstrutbahn Naumburg–Wangen (Abellio), Weißenfels–Zeitz (DB Regio Südost) und Leipzig–Zeitz–Gera (Elster-Saale-Bahn). Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Naumburg–Teuchern–Zeitz wurde 2010 abbestellt.

Der Landkreis gehört, wie seine Vorgänger, zum Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV). Seit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 gelten die Fahrscheine des MDV auch in der tagsüber halbstündlich verkehrenden Straßenbahn in der Kreisstadt Naumburg.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Erfurt–Leipzig/Halle führt durch den Westen des Landkreises. Seit deren Fertigstellung im Dezember 2015 sowie der anschließenden Strecke nach Nürnberg im Dezember 2017 verkehren nur noch einzelne Fernverkehrszüge im Saaletal. Die Unstruttalbrücke bei Karsdorf als Teil der Neubaustrecke ist mit einer Länge von 2668 m nach der Saale-Elster-Talbrücke die zweitlängste Eisenbahnbrücke in Deutschland.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Schkortleben überquert die A 38 die Saale

Die Bundesautobahn 9 führt zwischen Schkeuditzer Kreuz und Hermsdorfer Kreuz in Nord-Süd-Richtung durch den Osten des Landkreises (Abfahrten: Weißenfels, Naumburg, Droyßig). Am Autobahnkreuz Rippachtal befindet sich der Knoten zur Bundesautobahn 38, die den Norden tangiert (Abfahrt: Leuna/Weißenfels, Lützen). Gute Anbindungen des südlichen Landkreises bestehen weiterhin von der Bundesautobahn 4 (Abfahrten: Gera, Apolda).

Die Bundesstraße 180, eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in Sachsen-Anhalt, führt von Querfurt kommend durch den Landkreis von Nordwest nach Südost, kreuzt bei Pretzsch die A 9 und führt nach Meuselwitz in Thüringen.

Im Südosten des Landkreises treffen sich in Zeitz die aus dem Saalekreis kommende B 91, die aus Leipzig in Sachsen kommende und nach Gera in Thüringen verlaufende B 2 sowie die aus Richtung Naumburg kommende B 180.

Im Nordosten laufen in Weißenfels die Bundesstraße 91 (Halle–Zeitz), die B 87 (Weimar–Leipzig) sowie die B 176 (Kölleda/Thüringen–Borna/Sachsen) zusammen.

In Naumburg kreuzen sich die Bundesstraßen 87 (Weimar–Leipzig) und 180 (Eisleben–Altenburg), außerdem beginnt hier die B 88 (Naumburg–Jena).

Zu nennen ist schließlich noch die Bundesstraße 250 Querfurt–Nebra–Bad Bibra–Eckartsberga.

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugverkehr wird vom Flughafen Leipzig/Halle (in Sachsen, ca. 30 km von der Kreisgrenze entfernt) und vom Regionalflughafen Leipzig-Altenburg Airport (in Thüringen, ca. 15 km von der Kreisgrenze entfernt) bedient. Es gibt im Landkreis noch die Landeplätze Laucha (Unstrut) und Sprossen bei Zeitz.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SachsenThüringenSaalekreisAn der PoststraßeMeinewehBad BibraBalgstädtDroyßigEckartsbergaElsteraueElsteraueFreyburg (Unstrut)Finne (Gemeinde)Finne (Gemeinde)FinnelandGleinaGoseckGutenbornHohenmölsenKaiserpfalz (Gemeinde)Kaiserpfalz (Gemeinde)KarsdorfKretzschauLanitz-Hassel-TalLaucha an der UnstrutLützenMertendorf (Sachsen-Anhalt)Molauer LandNaumburg (Saale)Nebra (Unstrut)Osterfeld (Sachsen-Anhalt)SchnaudertalSchönburg (Saale)StößenTeuchernWeißenfelsWethauWetterzeubeZeitzMunicipalities in BLK.svg
Über dieses Bild

Einheitsgemeinden
(Städte sind fett hervorgehoben)
(* Sitz des Landkreises)

Wappen Gemeinde Einwohner[21] Fläche
in km²[22]
Wappen Elsteraue.png
Elsteraue 7983 79,95
Wappen Hohenmoelsen.png
Hohenmölsen 9405 75,31
Wappen Luetzen.png
Lützen 8443 96,49
Wappen Naumburg (Saale).svg
Naumburg (Saale) * 31.815 129,90
DE-ST 15-0-84-490 Teuchern 2009 COA.png
Teuchern 7974 81,36
Wappen Weissenfels.png
Weißenfels 39.745 113,57
Wappen Zeitz.png
Zeitz 27.003 87,18

Verbandsgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
(* Sitz der Verbandsgemeinde)

Verbandsgemeinde An der Finne
Wappen Mitgliedsgemeinde Einwohner[21] Fläche
in km²[22]
Führt kein Wappen.svg
An der Poststraße 1660 44,45
Wappen Bad Bibra.png
Bad Bibra * 2644 49,77
Wappen Eckartsberga.png
Eckartsberga 2302 35,97
Wappen Finne.png
Finne 1145 25,04
Führt kein Wappen.svg
Finneland 1048 29,43
Führt kein Wappen.svg
Kaiserpfalz 1542 41,10
Führt kein Wappen.svg
Lanitz-Hassel-Tal 1050 31,50
Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst
Wappen Mitgliedsgemeinde Einwohner[21] Fläche
in km²[22]
Wappen Droyssig.png
Droyßig * 1941 20,32
Wappen Gutenborn.png
Gutenborn 1723 33,92
Wappen der Gemeinde Kretzschau.png
Kretzschau 2385 27,76
Wappen Schnaudertal.png
Schnaudertal 907 20,73
Wappen Gemeinde Wetterzeube Burgenlandkreis.png
Wetterzeube 1710 41,46
Verbandsgemeinde Unstruttal
Wappen Mitgliedsgemeinde Einwohner[21] Fläche
in km²[22]
Führt kein Wappen.svg
Balgstädt 1095 32,58
Wappen Freyburg (Unstrut).png
Freyburg (Unstrut) * 4563 46,56
Sin escudo.svg
Gleina 1170 29,74
Führt kein Wappen.svg
Goseck 1016 14,56
Wappen Karsdorf.png
Karsdorf 1394 19,88
Wappen Laucha an der Unstrut.png
Laucha an der Unstrut 2790 31,17
Wappen nebra.png
Nebra (Unstrut) 2980 25,43
Verbandsgemeinde Wethautal
Wappen Mitgliedsgemeinde Einwohner[21] Fläche
in km²[22]
Wappen Meineweh.png
Meineweh 1032 25,25
Führt kein Wappen.svg
Mertendorf 1595 32,51
Führt kein Wappen.svg
Molauer Land 1024 33,94
Wappen Osterfeld.png
Osterfeld * 2407 27,61
Führt kein Wappen.svg
Schönburg 1050 14,60
Wappen Stoessen.png
Stößen 916 7,29
Wappen Wethau.png
Wethau 876 7,67
Hohenmölsen ist mit ca. 10.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt
Lützen ist mit ca. 9.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt

Gebietsänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veränderungen auf Gemeindeebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeneugründungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teuchern ist mit ca. 8.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt

Veränderungen bei Verwaltungsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich 15 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 2007 wurde dem Landkreis das am 1. Juli 1994 im bisherigen Burgenlandkreis eingeführte Unterscheidungszeichen BLK zugewiesen.

Aufgrund der Kennzeichenliberalisierung sind seit dem 29. November 2012 auch die Unterscheidungszeichen HHM (Hohenmölsen), NEB (Nebra (Unstrut)), NMB (Naumburg (Saale)), WSF (Weißenfels) und ZZ (Zeitz) erhältlich.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis ist Gesellschafter der PD – Berater der öffentlichen Hand.[23]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste von Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten im Burgenlandkreis

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Burgenlandkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2021 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Burgenlandkreis – der Landrat
  3. Our Far Forebears (Y-DNA haplogroups )
  4. Massive migration from the steppe is a source for Indo-European languages in Europe
  5. Datenbank Zensus 2011, Burgenlandkreis, Alter + Geschlecht
  6. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung vdes Burgenlandkreises
  7. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Weißenfels
  8. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Zeitz
  9. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Naumburg
  10. https://wahlergebnisse.sachsen-anhalt.de/wahlen/kw19/index.html
  11. Ergebnis der Kreistagswahl 2014 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  12. Ergebnisse der Kreistagswahlen 1999–2007 (Memento vom 8. September 2014 im Internet Archive)
  13. Ergebnis Kreistagswahl BLK 2019. In: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, abgerufen am 7. Juni 2019.
  14. [1] Bekanntmachung des Kreiswahlleiters: Ergebnis der Landratswahl vom 11. April 2021
  15. a b Amtsblatt des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt Nr. 5/2008 Seite 63 (Memento vom 16. Januar 2016 im Internet Archive) (PDF; 163 kB)
  16. [15]
  17. Zukunftsatlas 2016. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018.
  18. PROGNOS Zukunftsatlas 2019. In: Handelsblatt. Abgerufen am 24. Mai 2022.
  19. Deutscher Ärzteverlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt: SRH Konzern ist neuer Träger des Burgenlandklinikums. 1. April 2020, abgerufen am 29. März 2021.
  20. Pressemitteilung vom 18. Dezember 2015
  21. a b c d e Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2021 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  22. a b c d e regionalstatistik.de Regionaldatenbank des Bundesamtes für Statistik (Stand: 31. Dezember 2016)
  23. Vorstellung der PD. (PDF) In: pd-g.de. 12. Mai 2021, abgerufen am 21. Mai 2021.