Burgos

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Dieser Artikel behandelt die spanische Stadt Burgos. Für weitere Bedeutungen siehe Burgos (Begriffsklärung).
Gemeinde Burgos
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Burgos
Burgos (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Alfoz de Burgos
Koordinaten 42° 21′ N, 3° 42′ W42.35-3.7856Koordinaten: 42° 21′ N, 3° 42′ W
Höhe: 856 msnm
Fläche: 107,08 km²
Einwohner: 177.776 (1. Jan. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.660,22 Einw./km²
Gründung: 884
Postleitzahl: 09001 - 09007
Gemeindenummer (INE): 09059 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Javier Lacalle Lacalle (PP)
Website: www.aytoburgos.es

Burgos ist die Hauptstadt der Provinz Burgos der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León (Castilla y León). Sie liegt 856 m über dem Meeresspiegel am Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Burgos hat ein ausgesprochen kontinentales, trockenes Klima. Die Winter sind sehr kalt und die Sommer heiß.

Burgos
Brunnen vor der Kathedrale

Name[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Erklärungen für den Ursprung des Ortsnamens Burgos. Die meisten weisen auf das lateinische Burgus, das vom griechischen Πύργος/pyrgos gebildet wurde und Turm, Wachturm oder Burgberg bedeutet. Andere leiten den Stadtnamen aus dem deutschen borg, dt. Berg herab. Guadix fügt mit arabisch ‏ بورجوا‎/burgo (dt. Haus) einen möglichen arabischen Ursprung hinzu. Vegetius leitet den Namen von bergus, burgus ab, was kleine Burg bedeutet. Schließlich ist die Rede von einer Burg, die zum Synonym der sich daraus entwickelnden Stadt wurde. Ähnliche Etymologie hat auch der Name der bulgarischen Stadt Burgas.[2]

Vereinzelt wurde die Stadt auch Burgas genannt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Burgos wurde um 850 als wichtige Befestigung im Kampf gegen die Mauren gegründet und stieg im 11. Jahrhundert zur Krönungsstadt der Könige von Kastilien auf, was ihre besondere Bedeutung unterstreicht. Aus ihrer Nachbarschaft stammte auch der bekannte spanische Held des 11. Jahrhunderts, Rodrigo Díaz de Vivar, genannt El Cid, der mit seiner Frau Jimena in der Kathedrale von Burgos begraben liegt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurde. Außer diesem prächtigen gotischen Kirchengebäude aus dem 13. bis 16. Jahrhundert und einem sehenswerten alten Stadttor ist vor allem das Kloster Las Huelgas hervorzuheben, das König Alfons VIII. von Kastilien im Jahre 1187 gründete. Neben zahlreichen Königsgräbern befinden sich dort auch noch von den Mauren eroberte Banner aus der Schlacht bei Las Navas de Tolosa im Jahr 1212, einer der entscheidenden Schlachten der Reconquista.

Während des Spanischen Bürgerkriegs war Burgos die Basis von General Francos nationalistischer Regierung.

Bei einem Bombenanschlag am 29. Juli 2009 wurden vor einer Polizeikaserne gegen 4 Uhr Dutzende Menschen verletzt und umliegende Häuser schwer beschädigt.[4] Der Anschlag wurde mit einem mit Sprengstoff präparierten Fahrzeug verübt und wird der Eta zugeschrieben.[4]

Burgos ist auch eine wichtige Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Seit dem Mittelalter ist Burgos ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum im Norden Spaniens. Im zwanzigsten Jahrhundert gab es eine starke Industrialisierung, besonders mit der Schaffung von großen Industriegebieten in den 70er Jahren. Heute ist Burgos eine vorwiegend industrielle Stadt, aber der wachsende Dienstleistungsbereich hat Belegung und Entwicklung erhöht. In Burgos sind einige der Unternehmen mit dem höchsten Umsatz von Kastilien und Leon angesiedelt, etwa Grupo Antolin, Campofrío oder San Miguel.

Zwischen Burgos und Vitoria liegt das Kernkraftwerk Santa María de Garoña.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

Burgos ist bekannt für die Blutwurst Morcilla de Burgos, die aus Blut, Fett und Reis hergestellt wird. Der Queso de Burgos ist ein Frischkäse aus Schafmilch.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burgos (ciudad) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Muszla Jakuba.svg
Navigationsleiste Jakobsweg „Camino Francés

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Sergio Zamora: El origen del español. El Castellano, 1999, abgerufen am 1. September 2010.
  3. Gonzalo Torrente Ballester: Santiago de Compostela: Ein Pilgerlesebuch, Ludwig Verlag, 2007, ISBN 9783937719542S. 86
  4. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDutzende Verletzte bei Bombenanschlag in Spanien. Spiegel Online GmbH, abgerufen am 31. Juli 2015.; Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatViele Verletzte nach Anschlag in Nordspanien. ZEIT ONLINE GmbH, abgerufen am 31. Juli 2015.