Burg Immendingen

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Burg Immendingen
Alternativname(n): Burgstall
Entstehungszeit: vermutlich 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Immendingen
Geographische Lage 47° 54′ 42,6″ N, 8° 44′ 16,7″ OKoordinaten: 47° 54′ 42,6″ N, 8° 44′ 16,7″ O
Burg Immendingen (Baden-Württemberg)
Burg Immendingen

Die Burg Immendingen, auch Burgstall genannt, ist eine abgegangene Höhenburg am Südhang des Höwenegg, 400 Meter südwestlich der Ruine Hewenegg und circa 2900 Meter südlich der Gemeinde Immendingen im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde wohl während des 13. Jahrhunderts erbaut. Weitere Daten über die Anlage sind nicht bekannt, sie stand wohl in Zusammenhang mit der Burg Hewenegg. Nach 1917 wurde das Gelände als Steinbruch genutzt, wodurch die Reste der Burg endgültig vernichtet wurden.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Burgenforscher Konrad Albert Koch bestand die ehemalige Burganlage aus einer rechteckigen, 20 mal 24 Meter großen Hauptburg und einer trapezförmigen 1500 Quadratmeter großen Vorburg.

Die 400 Quadratmeter große Kernburg, deren Ecken etwa in die vier Himmelsrichtungen zeigten, hatte im Süden eine abgerundete Ecke, die nördliche Ecke bestand aus einem rechteckigen Turm mit einer Grundfläche von acht mal 8,5 Meter. Die Ringmauer hatte eine Mauerstärke von zwei bis 2,8 Meter. Die beiden südlichen Seiten waren durch Steilabfall des Geländes geschützt, der Nordwestseite war ein Sohlgraben vorgelegt, auf dem die Vorburg folgt. Der Nordostseite waren ein Gebäude und zwei Gräben vorgelegt, hier und im Südwesten befanden sich wohl frühere Zugänge.

Die 40 mal 48 Meter große Vorburg war ebenfalls von einer Ringmauer und einem Graben umzogen. Im Norden befand sich außerdem ein weiterer Turm.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters – Grundriss-Lexikon. Sonderausgabe. Flechsig Verlag, Würzburg 2000, ISBN 3-88189-360-1, S. 271.
  • Hans-Wilhelm Heine: Studien zu Wehranlagen zwischen junger Donau und westlichem Bodensee. In: Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.): Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg. Band 5. Stuttgart 1978, ISSN 0178-3262, S. 75–76.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Wilhelm Heine: Studien zu Wehranlagen zwischen junger Donau und westlichem BodenseeS. 75 f.
  2. Hans-Wilhelm Heine: Studien zu Wehranlagen zwischen junger Donau und westlichem Bodensee, S. 76