Burgruine Freudenburg

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Burgruine Freudenburg
Burgruine Freudenburg, aus dem Burggraben betrachtet

Burgruine Freudenburg, aus dem Burggraben betrachtet

Entstehungszeit: 1330 bis 1337
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Umfassungsmauern
Ständische Stellung: kurtrierische Landesburg
Bauweise: Bruchstein
Ort: Freudenburg
Geographische Lage 49° 32′ 23″ N, 6° 31′ 48″ OKoordinaten: 49° 32′ 23″ N, 6° 31′ 48″ O
Höhe: 440 m ü. NHN
Burgruine Freudenburg (Rheinland-Pfalz)
Burgruine Freudenburg

Die Freudenburg ist die Ruine einer Spornburg auf einem westlichen Bergsporn des Eiderberges am Ende der Burg- und der Balduinstraße innerhalb der Gemeinde Freudenburg im Landkreis Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burganlage steht auf der Spitze einer bugförmig zulaufenden Felszunge bei 440 m ü. NN, die durch einen künstlich angelegten Burggraben vom Dorf getrennt ist. Dieser stellt den einzigen Zugang zur Burg dar. Die ein gleichschenkliges Dreieck bildende Anlage gibt mit den in drei Geschossen über der Felskante stehenden Außenmauern ein imposantes Bild ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde 1330 bis 1337 von König Johann von Böhmen, Graf von Luxemburg, zur Sicherung des 440 Meter hohen Eiderberges als Teil eines größeren Burgenschutzsystems zwischen Trier und Luxemburg erbaut und später an seinen Onkel, den Trierer Erzbischof und Kurfürsten Balduin von Luxemburg, verkauft. Nachdem die Burg im 15. Jahrhundert verfiel, kam sie 1589 an die Trierer Reichsabtei St. Maximin und wurde unter Abt Reiner Biewer restauriert. 1646 wurde sie im Streit zwischen der Abtei und dem Kurfürstentum Trier von Kurfürst Philipp Christoph von Sötern besetzt und zerstört. Im Zuge der Säkularisation kam die Ruine in Besitz der Vereinigten Hospitien, die sie 1861 an die Gemeinde Freudenburg verkauften. 1908 und 1980 fanden Sicherungsarbeiten statt.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der gotischen Burganlage sind noch der 16 Meter breite und 51 Meter lange Halsgraben, der die Burg vom Burghof abgetrennte, und das Burgtor erhalten. Außerdem existieren noch Reste eines dreigeschossigen Bruchsteinbaus, eines Palas’ südöstlich des Burghofes (Wohnbauten mit großen Sälen und gehauenen Tür- und Fensterstürzen mit gotischem Maßwerk) und geringe Reste eines runden Bergfrieds. Obwohl die Hofmauern nicht mehr erhalten sind, lassen die vorhandenen Mauerdetails mit Balkenlöchern und Kaminabzügen, sowie Treppenpodeste, Kellergraben und Brunnenschacht einen guten Rückschluss auf den ursprünglichen Bestand zu.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lutz Dursthoff u. a.: Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe. Krüger, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6, S. 776.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgruine Freudenburg – Sammlung von Bildern
  • Eintrag zur Freudenburg in der EBIDAT, der wissenschaftlichen Datenbank des Europäischen Burgeninstituts