Burgruine Löwenstein

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Burgruine Löwenstein bei Wingen im Elsass. Für weitere Burgen bzw. Burgruinen dieses Namens siehe Löwenstein (Begriffsklärung).
Burgruine Löwenstein
Burg Löwenstein

Burg Löwenstein

Alternativname(n): Lindenschmitt
Château de Lœwenstein
Burgentyp: Felsenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Reichsburg
Ort: Wingen
Geographische Lage 49° 3′ 11″ N, 7° 47′ 11″ OKoordinaten: 49° 3′ 11″ N, 7° 47′ 11″ O
Höhe: 530 m ü. NN
Burgruine Löwenstein (Bas-Rhin)
Burgruine Löwenstein

Burg Löwenstein (auch Lindenschmitt; französisch Château de Lœwenstein) ist die Ruine einer mittelalterlichen Felsenburg bei Wingen im Elsass. Sie befindet sich in rund 530 Metern Höhe in unmittelbarer Nachbarschaft der Hohenburg, der Wegelnburg und des Fleckensteins.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde erstmals im 13. Jahrhundert als Reichslehen des Wolfram von Löwenstein erwähnt. Im Jahre 1283 wurde sie vom römisch-deutschen König Rudolf von Habsburg an Johann Ochsenstein verliehen.

1380 wurde die Burg mit Hensel Streif von Landenberg geteilt und 1383 zur Hälfte an Johannes (Hanemann) I. von Bitsch verpfändet.

Schon drei Jahre später, 1386, wurde die Burg wegen Raubritterei durch Reichsvikar Johann von Lichtenberg zerstört. Wahrscheinlich wurde sie nicht wieder aufgebaut.

Die Ruine befand sich später im Besitz der Puller von Hohenburg (1482), der Grafen von Zweibrücken-Bitsch (1485), der Grafen von Hanau-Lichtenberg (1570) und der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (1736).

Was noch übrig war wurde 1676/1677 von französischen Truppen unter General Monclar zerstört.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg erhebt sich auf zwei eng nebeneinanderliegenden Felsen, östlich die Hauptburg, westlich die Vorburg. Reste des Treppenturms, einiger Felsentreppen, weniger Mauern sowie einiger aus dem Fels geschroteter Räume und Durchgänge sind erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nicolas Mengus, Jean-Michel Rudrauf: Châteaux forts et fortifications médiévales d′Alsace. Dictionnaire d′histoire et d′architecture. La Nuée Bleue, Straßburg 2013, ISBN 978-2-7165-0828-5, S. 200−201.
  • Alexander Thon (Hrsg.): ... wie eine gebannte, unnahbare Zauberburg. Burgen in der Südpfalz, 2., verbesserte Auflage, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1570-5, S. 96–99.
  • Jürgen Keddigkeit, Jean-Michel Rudrauf, René Kill: Löwenstein (Lindenschmitt). In: Jürgen Keddigkeit, Ulrich Burkhart, Rolf Übel (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Bd. 3: I−N (= Beiträge zur pfälzischen Geschichte. Bd. 12.3). Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern, 2005. ISBN 3-927754-51-4, S. 465−476.
  • Rüdiger Bernges: Felsenburgen im Wasgau. Untersuchungen eines speziellen Burgentyps im Südlichen Pfälzer Wald und in den Nordvogesen. Warlich Druck, Wuppertal 2005, ISBN 3-930376-25-3, S. 79–83.
  • Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des Gerichts-Bezirkes von Zweibrücken im königl. Bayer. Rheinkreise, dermalen Pfalz, Neidhard, 1837. S.249f, Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]