Burgstall Gräfenberg

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Burgstall Gräfenberg
Mauerrest

Mauerrest

Alternativname(n): Burg Landesehre
Entstehungszeit: Mitte 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Gipfellage
Erhaltungszustand: Burgstall, Mauerreste
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Hösbach-Rottenberg-„Gräfenberg
Geographische Lage 50° 1′ 55,9″ N, 9° 13′ 50,9″ OKoordinaten: 50° 1′ 55,9″ N, 9° 13′ 50,9″ O
Höhe: 360 m ü. NN
Burgstall Gräfenberg (Bayern)
Burgstall Gräfenberg

Der Burgstall Gräfenberg, auch Burg Landesehre genannt, ist eine abgegangene Gipfelburg bei 360 m ü. NN auf dem Gräfenberg bei Rottenberg, einem Ortsteil der Marktgemeinde Hösbach im Landkreis Aschaffenburg in Bayern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde vermutlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts auf und neben einer Wallanlage der Latènezeit, wahrscheinlich nach der gegenüberliegenden Burg Klosterberg, errichtet. Bereits 1261 wurde die Burg im Zuge eines Konfliktes der Rienecker Grafen mit Kurmainz wieder zerstört. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg durch einen Steinbruch bis auf einige Mauerreste abgetragen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg hatte eine massive Ringmauer, die sich um die ganze Anlage herumzog und so den Bewohnern Schutz gewährte. Die etwa zwei Meter dicke und vermutlich über zehn Meter hohe Schildmauer mit hölzernem Wehrgang und Ziegeldach war in den frühmittelalterlichen Ringwall integriert. Die Gebäude im Burghof waren aus Stein und Holz gefertigt. Vom damals unbewaldeten Gipfel konnte das Aschafftal überblickt werden.

1904 führte der Aschaffenburger Apotheker Deinlein erste Ausgrabungen auf dem Gräfenberg durch. Heute finden sich Mauerzüge einer rechteckigen Gebäudeanlage, eine 5 Meter lange und 1,80 Meter breite Längsmauer, eine 4 Meter lange und 0,40 Meter breite Quermauer, die an eine noch nicht freigelegte Mauer anstößt. Erkennbar ist der Anfang eines Gewölbes, ein kreisrundes Mauerwerk, das auf eine Zisterne oder ein Burgverlies hinweist.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Gräfenberg – Forschungsgeschichte bei spessartprojekt.de