Burgthann

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Burgthann
Burgthann
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Burgthann hervorgehoben

Koordinaten: 49° 21′ N, 11° 19′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 39,21 km2
Einwohner: 11.366 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 290 Einwohner je km2
Postleitzahl: 90559
Vorwahlen: 09183, 09188, 09187Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 117
Gemeindegliederung: 17 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
90559 Burgthann
Website: www.burgthann.de
Erster Bürgermeister: Heinz Meyer (CSU)
Lage der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land
NürnbergNürnbergLandkreis RothLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthLandkreis ForchheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Amberg-SulzbachEngelthaler ForstZerzabelshofer ForstSchönberg (gemeindefreies Gebiet)Rückersdorfer ForstLaufamholzer ForstGünthersbühler ForstForsthof (gemeindefreies Gebiet)Fischbach (gemeindefreies Gebiet)Feuchter ForstBrunn (gemeindefreies Gebiet)Behringersdorfer ForstFeucht (Mittelfranken)Offenhausen (Mittelfranken)Alfeld (Mittelfranken)Altdorf bei NürnbergBurgthannEngelthalHappurgHenfenfeldHersbruckKirchensittenbachLauf an der PegnitzLeinburgOttensoosPommelsbrunnReichenschwandRöthenbach an der PegnitzRückersdorf (Mittelfranken)Schwaig bei NürnbergSchwarzenbruckVelden (Pegnitz)VorraWinkelhaidSchnaittachNeunkirchen am SandSimmelsdorfWinkelhaid (gemeindefreies Gebiet)Haimendorfer ForstNeuhaus an der PegnitzKarte
Über dieses Bild

Burgthann ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgthann

Die Gemeinde liegt ca. 20 Kilometer südöstlich von Nürnberg zwischen dem Ludwig-Donau-Main-Kanal und dem Flüsschen Schwarzach. Die Gemeinde Burgthann ist die sich am weitesten nach Süden erstreckende des Landkreises Nürnberger Land und grenzt im Süden und Osten an den Regierungsbezirk Oberpfalz.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der naturräumlichen Gliederung Deutschlands (gemäß Meynen/Schmithüsen et al.) liegt Burgthann in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Fränkisches Keuper-Lias-Land, das Bestandteil des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes ist (nach Ssymank). Das Gemeindegebiet von Burgthann befindet sich in der naturräumlichen Haupteinheit Vorland der mittleren Frankenalb.[2][3]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisensandstein (Dogger): Brentenberg bei Ezelsdorf (Burgthann)

Die Geologie des stark profilierten Burgthanner Landschaftsraumes wird durch Schichten des Keupers und des Lias (Schwarzer Jura) bestimmt. Im Südosten des Gemeindegebiets, der an die Oberpfalz angrenzt, sind zudem Schichten des Braunjuras (Dogger) dominierend. Im Schwarzachtal haben sich quartäre Talfüllungen abgelagert. Entlang der Schwarzach kommen die Feuerletten aus dem Mittleren Keuper (Trossingen-Formation) vor. Dieser tiefrote Tonstein und Tonmergelstein weist lokal konglomeratische Kalksteinbänke und -knollen sowie sandige Einlagerungen auf. Die Feuerletten und die darüberliegenden Rhätoliasschichten aus der Schwarzjura-Gruppe bilden die erste, zum Steilanstieg der Frankenalb vermittelnde Schichtstufe (Schichtstufenlandschaft).

Die höchste Schicht stellt der Dogger im Gemeindegebiet dar. Ein Höhenzug verläuft von Westhaid in Richtung Gespannberg. Östlich von Ezelsdorf, Osterhof führt ein bogenförmiger Dogger-Ausläufer zum Gespannberg. Der Hochpunkt dieser hügeligen Landschaft bildet der östlich des Gemeindegebiets befindliche Dillberg, dessen Gipfel aus Schichten der Weißjura-Gruppe (Malm) aufgebaut ist und eine Höhe von 595 m ü. NN aufweist.[4][5]

Der östlich von Ezelsdorf gelegene Brentenberg stellt die höchste Erhebung im Burgthanner Gemeindegebiet mit einer Höhe von 576 m ü. NN dar.[6] Der Brentenberg besteht aus Dogger-Schichten der Eisensandstein-Formation.[4] Der Dogger Beta-Eisensandstein wurde vor rund 174 bis 170 Millionen Jahren in einem flachen Meer abgelagert und kann zwischen 20 und 80 Meter mächtig sein. Das Eisen wurde bereits frühzeitig von Menschen genutzt.[7]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgthann liegt in der kühl-gemäßigten Klimazone und weist ein humides Klima auf. Die Burgthanner Landschaftsräume befinden sich im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima. Nach der Klimaklassifikation von  Köppen/Geiger zählt Burgthann zum warm gemäßigten Regenklima (Cfb-Klima). Dabei bleibt die mittlere Lufttemperatur des wärmsten Monats unter 22 °C und die des kältesten Monats über –3 °C. Die Lias-Dogger-Landschaft erwärmt sich im Frühjahr und Herbst schneller als die wiesengeprägten Aueflächen entlang des Schwarzachtales.[8]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus von Burgthann

Burgthann besteht aus 17 Ortsteilen:[9]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarkommunen sind die Kleinstadt Altdorf bei Nürnberg im Norden, die Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz im Osten, die Marktgemeinde Postbauer-Heng im Südosten, die Marktgemeinde Pyrbaum im Südwesten und die Gemeinde Schwarzenbruck im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des Ortes geht auf das 12. Jahrhundert zurück, als es im Umfeld der dort errichteten Burg Thann zur Gründung mehrerer Siedlungen kam. 1335 fiel das heutige Stadtgebiet an die Burggrafschaft Nürnberg. Während des Ersten Markgrafenkriegs und im Dreißigjährigen Krieg kam es zu zahlreichen Kampfhandlungen im Ort, die dortige Bauten stark in Mitleidenschaft zogen. 1791 fiel das Stadtgebiet wiederum an Preußen; 1796 besetzten preußische Husaren ganz Burgthann und das Umland. 1806 kam die Stadt wieder unter bayrische Verwaltung.

In der Endphase des Zweiten Weltkriegs kam es zu zahlreichen Tieffliegerangriffen der Alliierten. Dabei wurden am 20. und 28. Februar 1945 auch Reisezüge auf der nahen Bahnstrecke Burgthann–Mimberg getroffen; die dabei Getöteten wurden auf dem örtlichen Friedhof begraben. Im April bereitete sich der Volkssturm auf Kämpfe mit der näherrückenden US-Armee vor und legte Schützengräben an. Am 16. April rückten amerikanische Truppen über Altenthann heran und forderten vorab, dass als Zeichen der Kapitulation weißer Flagge oder Tücher gehisst werden sollten. Am 17. April zogen jedoch Soldaten der 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“ in Burgthann ein und forderten von Bürgermeister Andreas Fischer, seit 1935 im Amt, die Flaggen wieder abzunehmen. Als dieser sich weigerte, wurde er von einem Soldaten der Waffen-SS erschossen. Ein späterer Prozess gegen den Soldaten wurde 1958 eingestellt, da er nach damals gültigem Recht (konkret dem sogenannten „Flaggenbefehl“) gehandelt habe.[10][11][12][Anm 1] Am 19. April gab es schwere Kämpfe um den Ort. Durch Straßenkämpfe und den Beschuss des Ortes wurden Dutzende Gebäude und Stallungen zerstört oder in Brand geschossen. Am Tag darauf verlagerten sich die Kämpfe in den heutigen Ortsteil Pattenhofen, ehe die SS-Truppen schließlich vertrieben wurden.[13]

Im Jahr 1968 ersetzten Straßenbezeichnungen die "alten" Hausnummerierungen, welche erstmals 1796 eingeführt worden waren.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dörlbach, Ezelsdorf, Grub, Oberferrieden, Schwarzenbach und Unterferrieden eingegliedert. Dazu kam noch der vorher zur Gemeinde Altenthann gehörende Ortsteil Pattenhofen.[14]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 24 Gemeinderäten und dem Ersten Bürgermeister.

CSU SPD Grüne FWG WG Grub Gesamt
2008 12 6 2 3 1 24 Sitze
2014 11 6 3 3 1 24 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Sitzverteilung im Gemeinderat (Ergebnis 2014)
11
6
3
3
1
11 
Insgesamt 24 Sitze

Kommunalwahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe die Graphiken rechts

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 57,79 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,01 %
24,69 %
14,15 %
10,61 %
4,53 %

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnhöfe in Burgthann liegen alle an der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg und sind seit Ende 2010 an die S-Bahn Nürnberg angeschlossen. In Burgthann befindet sich eine S-Bahn Station der Linie S3 Nürnberg Hbf – Neumarkt (Oberpfalz). Von 1902 bis 1973 zweigte von Burgthann die heute stillgelegte Bahnstrecke Burgthann–Allersberg („Allersberger Bockl“) nach Allersberg ab.

Die Bundesstraße 8 quert den südlichen Teil des Gemeindegebietes. Um Burgthann gibt es nahe Anschlussstellen (AS) an das Bundesautobahnnetz: die AS Altdorf/Burgthann an die A 3 in etwa 5 km Entfernung im Nordosten, die AS Altdorf/Leinburg an die A 6 in etwa 9 km Entfernung in selber Richtung, die AS Feucht an der A 9 etwa 9 km im Westen, die über das nahe Autobahndreieck Nürnberg/Feucht den Wechsel auf die A 73 erlaubt. (Alle Entfernungen auf der Straße vom Dorf Burgthann aus gerechnet.) An Wochenenden und vor Feiertagen wird das Gemeindegebiet fast flächendeckend durch den VAG-Nightliner N15 von und nach Nürnberg bedient.

Schleuse 35 am Ludwig-Donau-Main-Kanal

Im vom Ludwig-Donau-Main-Kanal durchzogenen Gebiet der Gemeinde hat diese drei Schleusen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet sind vier Gewerbegebiete mit einer Fläche von insgesamt 37 Hektar ausgewiesen mit den Namen Ezelsdorf (4,4 ha), Am Breitenstock (5,5 ha), Am Espen (7,5 ha) und Espenpark (19,6 ha).

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer beträgt 320 % (Stand 2016).

Im heutigen Ortszentrum wurde am 23. November 1970 ein Schulungszentrum des LBB eröffnet, das bis 1999 bestand.[15] Auf dem ehemaligen Gelände der Bauschule befindet sich heute ein Lebensmitteldiscounter sowie das neue Wohngebiet "Hirschberger Gärten".

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg Thann, Blick aus dem Schwarzachtal

Burg Thann

Zentrum ist die aus dem 12. Jahrhundert (wahrscheinlich erbaut um 1160) stammende, von der Fördergemeinschaft Burg Burgthann restaurierte Burg Thann, die auch das Heimatmuseum beherbergt. Der in Franken bekannte Raubritter Eppelein von Gailingen wurde dort 1381 für eine Nacht gefangen gehalten, bevor er an den Neumarkter Scharfrichter übergeben wurde. Seit Juni 2010 können im Innenhof standesamtliche Trauungen durchgeführt werden.

Der sehenswerte Glockenturm zu Schwarzenbach steht im Burgthanner Ortsteil Schwarzenbach. Der Distellochdamm und Mühlbachdamm des Ludwigskanals südlich von Burgthann, ein Meisterwerk der historischen Ingenieurskunst.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 150-jährigen Jubiläum des Ludwig-Donau-Main-Kanals im Jahr 1995 wurde auf der Burg Thann das Bayerische Ludwig-Donau-Main-Kanal-Museum eröffnet, das durch die Fördergemeinschaft Burg Burgthann betreut wird. Hier werden Unikate und Originale der Wasserwirtschaftsämter Nürnberg, Ansbach und Regensburg ausgestellt. Ergänzend besteht die Möglichkeit, in den Sommermonaten mit dem Treidelschiff Elfriede den Kanal bei Schwarzenbach zu befahren. Unter anderem beherbergt das Museum eine Kopie des Goldblechkegels von Ezelsdorf-Buch und die Nachbildung eines Dinosaurier-Schädels, der beim Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals nahe Dörlbach gefunden wurde. Das Museum ist zudem Teil der Nordbayerischen Industriestraße.

Bau- und Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Teile des Gemeindegebietes sind Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes Schwarzachtal mit Nebentälern (LSG-Nr. LSG-00587.01; WDPA-Nr. 396136). Das Schwarzachtal ist hier auch Teil des Natura2000 Fauna-Flora-Habitat-Gebiets NSG 'Schwarzach-Durchbruch' und Rhätschluchten bei Burgthann (FFH-Nr. 6633-371; WDPA-Nr. WDPA ID).[16] Im Gemeindegebiet befinden sich zusätzlich zwei ausgewiesene geschützte Landschaftsbestandteile (GLB) und sechs Naturdenkmäler (ND).

  • GLB Burgberg, ein Halbtrockenrasen mit Hecken und einer traditionellen Form der Beweidung
  • GLB Sandgrube bei Heinleinshof, eine ehemalige Sandabbaufläche mit Verlandungsgewässer, mageren, trockenen Sandflächen und dazwischen liegenden Kontaktzonen.
  • ND Die 2 Kirchhofbergahorne beim Friedhof Oberferrieden
  • ND Die Burgthanner Alteiche beim Burgthanner Rathaus
  • ND Die 3 Burgeichen am Burghang der Burg Thann
  • ND Die Futterspiel Eiche wischen Dörlbach und Rasch
  • ND Dockelesgraben in einem Seitental der Schwarzach
  • ND Die 4 Friedenslinden von Dörlbach

Ergänzend befinden sich im Gemeindegebiet zwei ausgewiesene Geotope. Neben dem Dörlbacher Einschnitt liegt nördlich und nahe dem Burgthanner Rathaus der Straßeneinschnitt unterhalb des Rathauses in Burgthann.[17] Die Böschung ist hier auf einer Länge von 75 Metern aufgeschlossen. Die Sandsteinfelswand hat eine Höhe von bis zu 4 Metern. Die untere Hälfte der Wand wird den Rhätolias- Übergangsschichten zugeordnet und das Hangende besteht aus Arietensandstein.

Straßeneinschnitt Burgthann, Panoramablick

Siehe auch:

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Heinleinshof befinden sich die Mantaweiher.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einige örtliche Sportvereine, zudem werden im Winter über 30 Kilometer Langlaufloipen angelegt.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergärten und -krippen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelischer Kindergarten Burgthann Die Kinderarche
  • Evangelisches Haus der Kinder Mimberg Die Buchfinken
  • Evangelischer Integrativer Kindergarten Oberferrieden Pfiffikus
  • Evangelisches Haus für Kinder Unterferrieden Kleine Strolche
  • Evangelischer Kindertagesstätte Ezelsdorf Die Ezelmäuse
  • Evangelischer Kindergarten Schwarzenbach
  • Waldkindergarten Grashüpfer bei Ezelsdorf

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Burgthann
  • Grundschule Ezelsdorf
  • Grundschule Oberferrieden
  • Mittelschule Burgthann

Sonstige Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volkshochschule Schwarzachtal
  • Haus der Musik Unterferrieden
  • Gemeindebücherei Burgthann
  • Öffentliche Evangelische Bücherei Oberferrieden, Nürnberger Straße 45

Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Brandschutz in der Großgemeinde zu gewährleisten, haben viele der Ortsteile eigene Freiwillige Feuerwehren: Burgthann, Ezelsdorf, Mimberg, Oberferrieden, Unterferrieden, Grub, Schwarzenbach und Pattenhofen.

Seit 2003 haben die Feuerwehren von Ober- und Unterferrieden ein gemeinsames Feuerwehrhaus zwischen beiden Ortschaften. Die beiden Feuerwehren sind aber weiterhin eigenständig organisiert.

Die Freiwillige Feuerwehr Burgthann bezog im Jahr 2006 ihr neues Feuerwehrhaus am Schaffeldweg, nachdem sie jahrzehntelang in einer umgebauten ehemaligen Sporthalle mit angebauter Fahrzeughalle untergebracht war.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgthann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Im April 1945 erließ Himmler den sogenannten Flaggenbefehl, nachdem jede männliche Person aus einem Haus, an dem eine weiße Fahne hänge, unverzüglich zu erschießen sei. Dies erlaubte es Angehörigen von Wehrmacht und SS, Zivilisten auch ohne Standgericht und in willkürlicher Selbstjustiz schlicht zu exekutieren. Siehe Elisabeth Kohlhaas: »Aus einem Haus, aus dem eine weiße Fahne erscheint, sind alle männlichen Personen zu erschießen«. Durchhalteterror und Gewalt gegen Zivilisten. In: Cord Arendes, Edgar Wolfrum, Jörg Zedler (Hrsg.): Terror nach innen: Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkrieges (= Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte. Band 6). Wallstein-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3835300466, S. 65 (online in der Google-Buchvorschau).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Karte der Naturraum-Haupteinheiten und Naturraum-Einheiten in Bayern. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 25. Dezember 2018.
  3. Landschaften. Bundesamt für Naturschutz, abgerufen am 25. Dezember 2018.
  4. a b UmweltAtlas Bayern: digitale Geologische Karte von Bayern 1:25.000 (dGK25). Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), abgerufen am 23. Dezember 2018.
  5. Geologische Karte von Bayern 1:500.000. Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), abgerufen am 23. Dezember 2018.
  6. Karte Burgthann. OpenStreetMap - Deutschland, abgerufen am 25. Dezember 2018.
  7. Bernhard Häck: DER BRENTENBERG & DILLBERG und seine Denk mäler. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (BLFD), abgerufen am 25. Dezember 2018.
  8. Klima. Climate-Data.org, abgerufen am 25. Dezember 2018.
  9. bayerische-landesbibliothek-online.de
  10. Stephen G. Fritz: Endkampf: Soldiers, Civilians, and the Death of the Third Reich. University of Kentucky Press, 2004, ISBN 0-8131-2325-9, S. 130–131 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  11. Verfahren Lfd.Nr.466, in: Justiz und NS-Verbrechen Band XV, C.F. Rüter, D.W. de Mildt (Memento vom 17. August 2017 im Internet Archive)
  12. Bundesgerichtshof Urt. v. 22.10.1957, Az.: 1 StR 116/57 auf wolterskluwer-online.de, abgerufen am 4. Juni 2019, LG Nürnberg-Fürth vom 1.10.1958.
  13. Eintrag auf Burgthann.de zur Ortsgeschichte (Memento des Originals vom 6. Mai 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.burgthann.de
  14. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 542.
  15. Bayerische Baugewerbeverbände: Bayerische Baugewerbeverbände 1945–1995. Ein Rückblick. Druck+Verlag Ernst Vögel, Stamsried 1995, S. 83.
  16. Bundesamt für Naturschutz, Burgthann (Abgerufen am 14. November 2016)
  17. Geotop: Straßeneinschnitt (Abgerufen am 15. Januar 2016)