Myanmar

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Birma und Burma sind Weiterleitungen auf diesen Artikel. Zum Passagierschiff siehe Birma (Schiff, 1895). Zum bengalischen Schauspieler und Regisseur siehe Phani Burma.
Staatsbezeichnung in birmanischer Schrift
Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw
Republik der Union Myanmar
Flagge Myanmars
Siegel Myanmars
Flagge Siegel
Amtssprache Birmanisch
Hauptstadt Naypyidaw
Regierungssitz Naypyidaw
Staatsform Republik
Regierungssystem Parlamentsgebundene Exekutivgewalt
Staatsoberhaupt Staatspräsident
Htin Kyaw
Regierungschef Staatsberaterin
Aung San Suu Kyi
Fläche 676.578[1] km²
Einwohnerzahl 51.419.420 (Volkszählung 2014)
Bevölkerungsdichte 76 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016[2]
  • $ 66,32 Milliarden (73.)
  • $ 304,73 Milliarden (53.)
  • $ 1.269 (154.)
  • $ 5.832 (131.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,524 (150.)[3]
Währung Kyat (MMK)
Unabhängigkeit 4. Januar 1948
(vom Vereinigten Königreich)
Nationalhymne Gba Majay Bma
Zeitzone UTC+6:30
Kfz-Kennzeichen MYA
ISO 3166 MM, MMR, 104
Internet-TLD .mm
Telefonvorwahl +95
Japan Guam Osttimor Vanuatu Indonesien Hawaii Papua-Neuguinea Salomonen Norfolkinseln Neuseeland Australien Fidschi Neukaledonien Antarktika Frankreich (Kergulen) Philippinen Volksrepublik China Singapur Malaysia Brunei Vietnam Nepal Bhutan Laos Thailand Kambodscha Myanmar Bangladesch Mongolei Nordkorea Südkorea Indien Pakistan Sri Lanka Russland Republik China (Taiwan) Malediven Kasachstan Afghanistan Iran Oman Jemen Saudi-Arabien Vereinigte Arabische Emirate Katar Kuwait Irak Georgien Armenien Aserbaidschan Türkei Eritrea Dschibuti Somalia Äthiopien Kenia Sudan Madagaskar Komoren Mayotte Réunion Mauritius Tansania Mosambik Turkmenistan Usbekistan Tadschikistan Kirgistan Japan Vereinigte Staaten (Nördliche Marianen) Föderierte Staaten von Mikronesien Palau Japan Vereinigte Staaten (Wake) Marshallinseln KiribatiMyanmar on the globe (Southeast Asia centered).svg
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Myanmar, amtlich Republik der Union Myanmar (ပြည်ထောင် စု သမ္မတ မြန်မာနိုင်ငံတော်, Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw, [pjìdàʊɴzṵ θàɴməda̰ mjəmà nàɪɴŋàɴdɔ]), allgemeinsprachlich Birma oder Burma, ist ein Staat in Südostasien und grenzt an Thailand, Laos, die Volksrepublik China, Indien, Bangladesch und den Golf von Bengalen. Das Land stand seit 1962 unter einer Militärherrschaft, bis diese am 4. Februar 2011 einen zivilen Präsidenten als Staatsoberhaupt einsetzte.

Landesname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Aussprache von Myanmar gibt Duden [ˈmi̯anmaːɐ̯] an, also Betonung auf dem ersten a.[4] Im Deutschen ist jedoch die Betonung auf dem zweiten a üblich. Im Englischen variiert die Aussprache von Myanmar erheblich.[5] Myanmar ist im deutschen Sprachraum auch unter der früheren Bezeichnung Birma und im Vereinigten Königreich,[6] in Australien und den USA nach wie vor auch als Burma bekannt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burma und Myanmar sind eigentlich zwei Varianten derselben Bezeichnung. Die Schreibweisen Burma (englisch ausgesprochen) und davon abgeleitet Birma (in Deutschland) entsprechen dem birmanischen Namen Bama ['bɐma] mit verhältnismäßig dumpfem „a“ als erstem Vokal. Bama und Myanma sind seit jeher die einheimischen Bezeichnungen der größten Bevölkerungsgruppe, der Bamar, für sich selbst und für ihr Land. Der Übergang von „B“ zu „M“ ist fließend. Dazu kommen weitere Varianten je nach Dialekt. Die Form Myanma(r) entstammt der Schriftsprache und findet sich daher eher in historischen Dokumenten, während Bama umgangssprachlich verwendet wird. Vermutlich entstand Bama durch vereinfachte Aussprache aus Myanma.

Das -r in Myanmar wird im Birmanischen nicht gesprochen und auch nicht geschrieben: Myanma. Das -r wurde für die Schreibung im Englischen hinzugefügt, um die Länge der letzten Silbe anzuzeigen. Auch in Burma (englisch ausgesprochen) repräsentiert das r keinen zusätzlichen Konsonanten. Die Aussprache von Burma (englisch) ist tatsächlich sehr ähnlich wie die von Bama (birmanisch).

Die Etymologie des Namens ist ungeklärt. Als Bezeichnung des Volkes taucht der Name bereits in Inschriften aus dem 12. Jahrhundert auf:[7] zuerst in einer Mon-Inschrift aus dem Jahr 1102 (dort in der Form Mirma), dann im Jahr 1190 erstmals in einer burmesischen Inschrift (dort schon in der aktuellen Form Mranma [မြန်မာ], die auch heute noch benutzt wird – der scheinbare Wechsel von r zu y betrifft nur die Transkription, nicht die birmanische Rechtschreibung).

Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1920er Jahren hatte es Bestrebungen gegeben, einen einheitlichen Begriff für alle im jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen zu finden. So wurde mehrmals Bama durch Myanma ersetzt und umgekehrt.

Die offizielle Umbenennung des Landes in „Republik der Union Myanmar“ (Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw) durch das Militär erfolgte durch das Gesetz Nr. 15/89 vom 18. Juni 1989. Dies war in erster Linie ein Vorhaben mit Außenwirkung. Das Land sollte sich als selbstbewusster Staat präsentieren, der die Kolonialzeit endgültig überwunden hat. Durch das Gesetz Nr. 15/89 wurde auch die offizielle Schreibweise vieler Ortschaften neu bestimmt. Hierfür wurden die Namen in ihrer ursprünglichen Form, also ohne Veränderungen durch kolonialen Einfluss, und nach ihrer Aussprache ins lateinische Alphabet transkribiert.

Heutiger Sprachgebrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt. Die Vereinigten Staaten, Australien sowie weitere Staaten und nichtstaatliche Organisationen halten als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am Namen Burma fest. Auch die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sprach sich 1996 in einem Interview für das Magazin Marie Claire für die Beibehaltung von Burma aus, zum einen wegen der fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele.[8]

Die deutschschweizerischen und österreichischen Zeitungen verwenden vorwiegend Burma, während sich die deutschsprachigen Agenturen auf die Bezeichnung Birma geeinigt haben (Stand 2007).[9] Mehrere deutsche Medien, darunter Spiegel und FAZ, verwenden dennoch überwiegend die Variante Burma (neben Birma und Myanmar).[10] In der DDR wurde die Namensform Burma verwendet. Eine Person aus Myanmar wird Myanmare beziehungsweise Myanmarin genannt.[11]

Die Einwohner Myanmars bezeichnen ihren Staat meist kurz Myanma Naingngan („Myanmarischer Staat“).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage und Landschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myanmar grenzt im Norden und Osten an die Volksrepublik China sowie weiter südlich im Osten an Laos und Thailand und im Süden an den Indischen Ozean. Der südlichste Teil Myanmars liegt auf der Malaiischen Halbinsel. Das Andamanische Meer trennt Myanmar von den westlich gelegenen indischen Inseln der Andamanen und Nikobaren. Im Westen grenzt Myanmar an Bangladesch und die indischen Bundesstaaten Mizoram, Manipur, Nagaland und Arunachal Pradesh.

Im Norden liegt das Kachin-Bergland, ein südlicher Ausläufer des Himalaya, und an der Grenze Myanmar–Indien–China liegt der Hkakabo Razi. Mit seinen 5881 m ist er der höchste Berg Südostasiens. Entlang der Küste am Golf von Bengalen erstrecken sich Sumpfgebiete, dahinter liegt das Arakan-Joma-Gebirge mit bis zu 3000 m hohen Bergen. Im Osten des Landes liegt das Shan-Hochland mit Erhebungen von bis zu 2500 m. In der Mitte des Landes, entlang des Irrawaddy, liegt Zentralmyanmar mit seinen fruchtbaren Böden. Die bedeutendsten Flüsse neben dem Irrawaddy sind Thanlwin, Sittaung, Chindwin und Mekong.

40 % der Fläche werden von Primärwald bedeckt, wobei die Waldfläche jährlich um 1,2 % abnimmt. Vor der Westküste der Malaiischen Halbinsel liegt eine abgesunkene Gebirgslandschaft, der Mergui-Archipel mit rund 800 Inseln, eine noch weitgehend unberührte Inselgruppe.

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte Stadt des Landes ist Yangon (Rangun) mit rund 5.160.000 Einwohnern (2014). Rangun war früher auch die Hauptstadt von Myanmar (seit 2005 ist Naypyidaw die Hauptstadt). Weitere große Städte sind Mandalay, Mawlamyaing, Bago und Pathein.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myanmar befindet sich – mit Ausnahme des äußersten Nordens – im Einflussbereich des indischen Monsuns. Durch das Relief bedingt sind die Ausprägungen des Monsuns in den einzelnen Landesteilen unterschiedlich.

Im Wesentlichen lassen sich drei Jahreszeiten unterscheiden:

  • Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober
  • kühle Jahreszeit von Ende November bis Ende Februar
  • heiße Jahreszeit in den Monaten März bis Mai

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ethnolinguistische Karte nach Informationen der CIA (1972)

Demographische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bevölkerungswachstum hat sich in den letzten Jahren abgeschwächt. Lag es 1998 noch bei 1,5 Prozent, sank es über 1,2 Prozent 2002 auf 1,1 Prozent 2006 und 2011. Bei der letzten Volkszählung 2014 hatte Myanmer 51.486.253 Einwohner,[12] die sich auf folgende ethnische Gruppierungen aufteilen: Bamar 69 Prozent, Shan 8,5 Prozent, christliche Karen 6,2 Prozent, muslimische Rohingya 4,5 Prozent, Mon 2,4 Prozent, Chin 2,2 Prozent, Kachin 1,4 Prozent, Inder 1 Prozent, Chinesen 1–2 Prozent. Insgesamt gibt es rund eine Million Umgesiedelte im eigenen Land.

Die Lebenserwartung stieg von 57,2 Jahren 2002 auf 64,9 Jahre 2011, die Säuglingssterblichkeit sank von 77 pro Tausend Neugeborenen 2002 auf 49 pro Tausend 2011. Etwa 0,6–2 Prozent der Bevölkerung werden als HIV-positiv geschätzt. Die Alphabetisierungsrate betrug 2002 85,3 Prozent und 89,9 Prozent 2006.

Zum Bruttoinlandsprodukt trug die Landwirtschaft 43 Prozent, die Industrie 20 Prozent und der Dienstleistungssektor 37 Prozent bei.

Völker und Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myanmar ist ein Vielvölkerstaat mit rund 52 Millionen Einwohnern, die 135 verschiedenen Ethnien angehören. Die größte Ethnie ist mit 70 % Bevölkerungsanteil die der Birmanen (Bamar). Die Shan sind die zweitgrößte Volksgruppe (8,5 %) und leben hauptsächlich im Shan-Staat des Landes, in Gebieten ab etwa 1000 Metern Höhe.

6,2 % stellen die überwiegend christlichen Karen und 2,4 % gehören zu den Mon. Die Padaung gehören zur Sprachgruppe der Mon-Khmer und umfassen etwa 150.000 Personen. Sie leben im südlichen Kachin- und im Shanstaat. 2,2 % sind Chin (Tschin) und 1,4 % Kachin.

Hauptsächlich im Rakhaing-Staat leben etwa 730.000 Arakanesen. Andere Quellen geben ihren Anteil an der Gesamtbevölkerung sogar mit 4 % an. Ebenfalls im Rakhaing-Staat leben die muslimischen Rohingya, denen der Status als Volksgruppe verwehrt wird.[13] Die Rohingya werden vom Staat nicht als ethnische Gruppe anerkannt, erhalten nicht die myanmarische Staatsangehörigkeit und gelten laut den Vereinten Nationen als „am stärksten verfolgte Minderheit der Welt“.[14] Sie sprechen eine eng mit dem Bengali verwandte indogermanische Sprache. Viele von ihnen sind nach Bangladesch geflohen.

Ferner stellen Chinesen 1–2 % und Inder 1 % der Bevölkerung. Die einzelnen Völker sprechen ihre eigenen Sprachen, Englisch ist Handelssprache. Amtssprache ist die birmanische Sprache.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Shwedagon-Pagode in Yangon 2013

Anteile der Religionen an der Bevölkerung:

Die am weitesten verbreitete Religion in Myanmar ist der Buddhismus. Einige der berühmtesten buddhistischen Kunstwerke (Statuen) im asiatischen Raum befinden sich hier. Vorherrschend ist die frühbuddhistische Theravada-Schule, die im 20. Jahrhundert auch maßgeblichen Einfluss auf die Buddhismus-Rezeption im Westen hatte. So fußen viele der Standardwerke der Vipassana-Meditation (zum Beispiel Nyanaponika: „Geistesschulung durch Achtsamkeit“) auf den Lehren birmanischer Dharma-Meister wie Mahasi Sayadaw, Chanmyay Sayadaw U Janaka, Ledi Sayadaw oder Sayadaw U Pandita. Zu den wichtigsten Heiligtümern zählen vor allem die Shwedagon-Pagode in Rangun, der Goldene Fels südöstlich von Bago und der Mount Popa in der Nähe von Bagan.

In der buddhistischen Volksreligion ist der Geisterglaube an die Nats weit verbreitet. Nats haben menschliche Züge, Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse, sind gut, hilfreich oder böse und gehässig, vor allem aber mächtig. Sie können, wenn erzürnt, großes Unheil bringen. Während der ihnen gewidmeten Feste werden sie durch Nat-Gadaw, weibliche Medien (häufig auch Transvestiten) in Trance und Tanz verkörpert. Bei den niederen Nats ist der Bezug zu animistischen Vorstellungen deutlich, denn sie leben in oder bei alten Bäumen oder Steinen, auf Bergen oder an Flüssen. Häufig haben sie nichtmenschliche Gestalt. Die an Bäumen, Feldern, Gewässern oder in Dörfern errichteten Nat-Schreine (nat-sin) ähneln den Geisterhäuschen (san phra phum) in Thailand.

Zum Christentum bekennen sich nach offiziellen Angaben 4 % der Bevölkerung, vor allem in den Volksgruppen der Chin und der Karen, die einem im Jahre 2007 bekannt gewordenen Regierungsprogramm „zur Zerstörung der christlichen Religion in Myanmar“ zufolge, systematisch vertrieben werden sollen.[15]

Zum Islam gehören vor allem die Angehörigen der Volksgruppe der Rohingya.

Gesundheit, Bildung und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myanmar ist seit einigen Jahren eines der Länder mit besonders hoher AIDS-Zuwachsrate, die von der Junta lange bestritten wurde, was das Problem verschlimmerte. Ursachen sind vor allem die Prostitution, besonders in Rangun, und die verbreitete, traditionelle Drogenabhängigkeit, die infolge der durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg eingetretenen gesellschaftlichen Zerrüttung noch verschärft wird.

Der Bildungssektor ist in Myanmar, das eine ausgesprochene Bildungstradition hat, unter dem Militärregime besonders stark geschrumpft. Mehrere Hochschulen wurden vorübergehend oder ganz geschlossen, vor allem aus Angst vor Studentenaufständen und vor der Kritik einer intellektuellen Elite. Lernfreiheit und freie Fächerwahl bestehen nicht, dafür ist es möglich, gewisse Fächer per Fernkurs zu studieren. Auch die Verbreitung von Büchern im universitären Bereich ist stark beschränkt, so kann etwa ein Medizinstudent keine Geschichtsbücher ausleihen.

In Myanmar gilt noch das angloamerikanische Maßsystem, das weltweit sonst nur von den USA und Liberia verwendet wird. 2013 wurde jedoch der Übergang zum metrischen System beschlossen.[16]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Myanmars
Mingun-Tempel am Irrawaddy in Myanmar

Im 11. Jahrhundert gründete König Anawrahta das erste birmanische Reich. Im 19. Jahrhundert fiel Birma nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wurde mit seiner Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt, wo er auch starb. Birma wurde Teil von Britisch-Indien.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Birma von Japan okkupiert und ein Marionettenstaat errichtet. Nach Kriegsende 1945 wurde das Land von den Briten besetzt und erneut in ihr Kolonialreich integriert.

1948 wurde Birma in die Unabhängigkeit entlassen. Seither halten bewaffnete Konflikte in verschiedenen Landesteilen an, wo ethnische Minderheiten gewaltsam für mehr Autonomie oder Unabhängigkeit kämpfen. Nach einer kurzen demokratischen Phase bis 1962 wurde Birma von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.

Von 1961 bis 1971 war der birmanische Politiker Maha Thray Sithu U Thant der dritte Generalsekretär der Vereinten Nationen. Als es wegen der Weigerung der Regierung Ne Win, ihm ein Staatsbegräbnis auszurichten, in Rangun zu Unruhen kam, wurden diese gewaltsam niedergeschlagen.

Am 18. Oktober 1965 verabschiedete der Revolutionsrat ein Gesetz, nach dem alle Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht wurden. Wenig später wurden alle christlichen Missionare zum Ende des Jahres 1966 ausgewiesen.

Am 8. August 1988 gipfelten monatelange Unruhen (8888 Uprising) wegen der Wirtschaftspolitik des Militärs unter Führung von General Ne Win in der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt Rangun mit mehreren Tausend Toten. Ein neues Militärregime unter General Saw Maung etablierte sich als Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung (SLORC). 1989 wurde das Land in Myanmar umbenannt. Als 1990 bei demokratischen Wahlen die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg errang, wurden die Wahlen vom Militärregime für ungültig erklärt, und es kam zu einer blutigen Niederschlagung von friedlichen Studentenprotesten. Das Regime blieb an der Macht.

Im November 2005 begann die Regierung mit der Verlegung des Regierungssitzes von Rangun nach Naypyidaw in der Nähe der Stadt Pyinmana (Mandalay-Division). Begründet wurde der Schritt offiziell mit der gegenüber Rangun zentralen Lage der neuen administrativen Hauptstadt. Inoffizielle Spekulationen reichten von der Furcht vor einer ausländischen Invasion vom Meer aus, über Einflüsse von Astrologen auf die Militärmachthaber bis zur Abschottung des Regimes aus Furcht vor möglichen neuen Volksaufständen.

In der Reihe der Kritiker des Regimes erschienen im Dezember 2005 erstmals auch die ASEAN-Staaten. Bereits im März 2005 hatte Myanmar auf die turnusmäßige Übernahme des jährlich wechselnden Vorsitzes innerhalb ASEAN zugunsten der Philippinen verzichtet. Ein von den USA im Weltsicherheitsrat eingebrachter Resolutionsentwurf, der das Militärregime zur Einhaltung der Menschenrechte und zur Freilassung aller politischen Gefangenen auffordern sollte, wurde im Januar 2007 mit den Stimmen der Vetomächte Volksrepublik China und Russland abgelehnt.

Die im August 2003 vom damaligen Premierminister Khin Nyunt verkündete „Road Map“ für den Weg zur Demokratie nahm mit der erneuten Einberufung der Nationalen Versammlung, die eine neue Verfassung erarbeiten sollte, ihren Lauf. Nach knapp zehnmonatigen Beratungen zwischen dem 17. Mai 2004 und dem 3. September 2007 erklärte der Vorsitzende der Kommission für die Einberufung der Nationalen Versammlung, Generalleutnant Thein Sein, dass man sich auf eine neue Verfassung geeinigt habe, die einen ersten Schritt zur Demokratisierung des Landes darstelle. Einen Termin für ein Referendum über den Verfassungsentwurf oder für freie Parlamentswahlen nannte er jedoch nicht.

Proteste in Myanmar 2007

Am 15. August 2007 wurden sämtliche Subventionen auf Kraftstoffe gestrichen. Die hierdurch auf bis zu 500 Prozent ansteigenden Preise für flüssigen Treibstoff und Gas waren der Anstoß zu Protestdemonstrationen, die sich bis Ende September auf das ganze Land ausweiteten. Sie wurden am 26. September gewaltsam niedergeschlagen. Dabei wurden nach unterschiedlichen Angaben zwischen zehn und mehreren Tausend Mönche und Demonstranten getötet.

Im Februar 2008 setzte die Militärjunta ein Referendum über die neue Verfassung im Mai 2008 an. Nach dem Terminplan sollten demokratische Wahlen 2010 stattfinden.[17]

In der Nacht zum 3. Mai 2008 wurden Teile des Landes durch den Tropensturm Nargis verwüstet. Nach UNO-Schätzungen vom 9. Mai starben 63.000 bis 101.000 Menschen und rund eine Million wurde obdachlos. Nach Regierungsangaben vom 24. Juni starben 84.537 Menschen, 53.836 gelten als vermisst. Die Militärjunta verweigerte Helfern den Zugang zum Irrawaddy-Flussdelta und beschlagnahmte Hilfsgüterlieferungen aus dem Ausland.

Thein Sein, Staatschef von Myanmar bis 2016

Ungeachtet der Katastrophe führte das Regime am 10. Mai 2008 das Verfassungsreferendum wie geplant durch. Lediglich in den am schwersten betroffenen Gebieten wurde der Termin um zwei Wochen verschoben. Nach massiver Wahlfälschung und Einschüchterung verkündete das Militär schließlich eine 92,48-prozentige Zustimmung der wahlberechtigten Bevölkerung zur neuen Verfassung.

Am 7. November 2010 fanden die ersten Wahlen seit 1990 statt, woraufhin am 4. Februar 2011 der vorherige Premierminister Thein Sein zum ersten Präsidenten Myanmars seit 1988 ernannt wurde; dieser ist ein Than Shwe nahestehender General. Während die Parlamentswahlen von 2010 noch von der NLD boykottiert wurden, beteiligte sich die führende Oppositionspartei am 1. April 2012 erstmals seit 1990 wieder bei Parlamentswahlen. Bei den Nachwahlen wurden 45 der 664 Sitze in der Volksversammlung neu vergeben. 43 dieser 45 Sitze erhielt die Opposition mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militärdiktatur 1988 bis 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. September 1988 war die bisherige Verfassung der Sozialistischen Republik von 1974 außer Kraft gesetzt worden. Bis 2010 galt dieses Regierungssystem:

  • Staatsform: Militärdiktatur unter dem Namen „Staatsrat für Frieden und Entwicklung“ (State Peace and Development Council, SPDC), bestehend aus elf Mitgliedern
  • Staatschef: General Than Shwe (seit April 1992), Vorsitzender des „Staatsrats für Frieden und Entwicklung“
  • Regierungschef: General Thein Sein
  • Regierung: Kabinett bestehend aus 33 Ministern, überwiegend im Generalsrang, darunter Außenminister Nyan Win
  • Parlament: Volksversammlung mit 485 für vier Jahre gewählten Abgeordneten (derzeit ausgesetzt)
  • Politische Parteien: Nationale Einheitspartei (NUP), hervorgegangen aus der Burma Socialist Programme Party von General Ne Win, Union Solidarity and Development Association (USDA) (regierungsnah, jedoch offiziell ohne Parteienstatus) sowie die Nationale Liga für Demokratie (NLD) und weitere acht Minoritäten-Parteien. Die NLD als wichtigste Oppositionspartei war zwischenzeitlich aufgelöst worden.

Verfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1993 wurde über eine neue Verfassung beraten. Mit Verweis auf die fehlende Verfassung hatte die Militärregierung jahrelang freie Wahlen verhindert. Im Regierungsentwurf für eine neue Verfassung wurde als neuer offizieller Name Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan Daw (Republik der Union von Myanmar) vorgeschlagen. Außerdem wurde eine Änderung von Staatsflagge und Staatssiegel geplant. Die Diskussionen hierüber verzögerten die Fertigstellung der Verfassung bis zum 3. September 2007. Die Verfassung wurde im Mai 2008 zur Abstimmung vorgelegt. Diese schreibt immer noch Vorrechte des Militärs fest, etwa, dass ein Viertel der Parlamentsmandate an Militärangehörige vergeben werden müssen.[18] Nach offizieller Lesart wurde diese Verfassung mit 92,48 Prozent Jastimmen angenommen. Erst am 22. Oktober 2010, rund zwei Wochen vor den für den 7. November 2010 angesetzten Wahlen, wurde der o. a. Namensvorschlag umgesetzt, zusätzlich wurden Flagge und Wappen geändert.

Durch ein im März 2010 von der Militärregierung veröffentlichtes Wahlgesetz war die führende NLD-Politikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi von den Parlamentswahlen am 7. November 2010 ausgeschlossen worden. Das Gesetz besagt, dass Strafgefangene, zu denen in Myanmar faktisch auch politische Gefangene gezählt werden, nicht Mitglieder einer politischen Partei sein dürfen. Gleichzeitig wurde die NLD dazu gezwungen, Aung San Suu Kyi aus der Partei auszuschließen, sollte sie an den Wahlen teilnehmen wollen. Obwohl das neue Gesetz auf internationale Kritik stieß, annullierte die Militärregierung gleichzeitig das Ergebnis der Parlamentswahl aus dem Jahr 1990, da es nicht mehr mit der neuen Verfassung übereinstimme. Die NLD hatte die Wahl im Jahr 1990 mit großer Mehrheit für sich entscheiden können. Erst auf internationalen Druck entließ die Militärregierung Myanmars Aung San Suu Kyi am 13. November 2010 aus ihrem insgesamt 15 Jahre währenden Hausarrest.

Am 7. November 2010 wurden erstmals auf Grundlage der Verfassung von 2010 Allgemeine Wahlen 2010 in Myanmar durchgeführt. Die Union Solidarity and Development Party stellte vom 4. Februar 2011 bis zum 15. März 2016 den Staatspräsidenten Thein Sein. Das Amt des Ministerpräsidenten ist bislang unbesetzt, Than Shwe hat somit kein politisches Amt mehr inne. In der Verfassung von 2008 ist das Amt des Ministerpräsidenten nicht mehr vorgesehen. Der Staatspräsident wird durch ein spezielles Wahlkollegium bestimmt, das aus drei verschiedenen Parlamentariergruppen besteht.[19] Es handelt sich somit im weitesten Sinne um ein System parlamentsgebundener Exekutivgewalt.

Am 15. März 2016 wurde Htin Kyaw zum Staatspräsidenten gewählt.[20]

Demokratisierungsprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit April 2011[21] sind in Myanmar die Anfänge eines Demokratisierungsprozesses zu verzeichnen. Anlass und Nahziel dieser neuen Politik ist die Lockerung der internationalen Handelsblockaden, die das Land in der Vergangenheit stark isoliert hatten. Unter anderem wurden nach Informationen des Europäischen Auswärtigen Diensts die große Mehrzahl politischer Gefangener freigelassen, neue Vorschriften im Arbeits- und Investitionsrecht erlassen, die Kontrolle der Medien gelockert und mehr als 120 Gewerkschaften genehmigt.[21] Im Juli 2013 kündigte Thein Sein die Freilassung aller politischen Gefangenen bis zum Jahresende an, die ersten der etwa 150 Gefangenen kamen daraufhin eine Woche später frei.[22]

Am 1. April 2012 fanden Nachwahlen statt, nachdem zahlreiche Abgeordnete Regierungsämter übernommen und insgesamt 157 Kandidaten von 17 Parteien sich für die Nachbesetzung der freigewordenen 45 Parlamentssitze beworben hatten. Anteilmäßig waren lediglich sechs Millionen Wähler des 54-Millionen-Volks zu diesen Nachwahlen wahlberechtigt. An der Zusammensetzung des Parlaments hat die Nachwahl kaum etwas geändert, da die neu gewählten Abgeordneten mit 45 von insgesamt 664 Abgeordneten nur sieben Prozent aller Mandate innehaben.[23] Die vom Militär dominierte Union Solidarity and Development Party hat rechnerisch nach wie vor eine klare Mehrheit. Allerdings zog Aung San Suu Kyi als Spitzenkandidatin der Partei NLD im Ergebnis der Nachwahlen erstmals in das Parlament ein – nicht ohne sehr kritisch darauf hinzuweisen, dass die neue Verfassung immer noch Vorrechte des Militärs festschreibt, etwa dass ein Viertel der Parlamentsmandate an Militärangehörige vergeben werden müssen.[18] Suu Kyi wurde auch Vorsitzende des Unterausschusses für Rechtsstaatlichkeit.[21] Die NLD gewann laut Medienberichten in 112 von 129 Wahllokalen die meisten Stimmen.[24] Dies wird vielerorts als Aufbruchzeichen für eine weitere Demokratisierung gewertet.[23]

Bei der folgenden Wahl am 8. November 2015 gewann die NLD 77 % der Sitze im Parlament.[25] Aung San Suu Kyi konnte jedoch nicht selbst Präsidentin werden, da ihre beiden Söhne britische Pässe haben.[26] Im März 2016 wurde Htin Kyaw, ein enger Vertrauter von Aung San Suu Kyi, zum neuen Präsidenten gewählt. Aung San Suu Kyi wurde in der Folge zur Außenministerin ernannt.[27]

Menschenrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menschenrechtsorganisationen werfen Regierung und Armee Menschenrechtsverstöße wie Zwangsarbeit, Zwangsräumung von Dörfern, Folter, Vergewaltigungen und Einsatz von Kindersoldaten in den bis heute andauernden Kämpfen gegen Aufständische vor, vor allem gegen ethnische Minderheiten wie die Karen. Auch manche Rebellengruppen sollen Kinder rekrutiert und Zivilisten zur Zwangsarbeit verpflichtet haben.

Ende Juni 2007 hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) öffentlich der Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Normalerweise äußert das IKRK seine Kritik vertraulich, doch da die Machthaber Myanmars nicht auf die Vorwürfe reagierten, habe man die Vorwürfe publik gemacht. Neben der Misshandlung von Gefangenen wurde vor allem die Verfolgung der Karen kritisiert.[28]

Der muslimischen Minderheit in Myanmar, den Rohingya, wird die Staatsangehörigkeit verwehrt und ihre Bürgerrechte werden stark eingeschränkt. Von den Vereinten Nationen werden die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt bezeichnet.[29][30] Im Mai 2013 ordnete die Regierung „zum Abbau von ethnischen Spannungen“ an, dass die Rohingya im Rakhaing-Staat nicht mehr als zwei Kinder haben dürfen, da ihre nach Angaben der Regierung zehnmal so hohe Geburtenrate angeblich die buddhistische Mehrheit in eine Minderheit verwandeln könne. Dem gleichen Ziel diente das Verbot der Polygamie für die Muslime in den an Bangladesch angrenzenden Ortschaften Buthidaung und Maundaw.[31]

In der Rangliste 2011 von „Reporter ohne Grenzen“ zur Lage der Pressefreiheit lag Myanmar auf Platz 169 von 179,[32] verbesserte sich aber bis 2014 auf Rang 145 von 180[33] und steht 2016 auf Rang 143 von 180.[34] Im August 2012 wurden die strengen Zensurregelungen gelockert. Veröffentlichungen müssen demnach nicht mehr vorab von der staatlichen Prüfbehörde genehmigt werden, die Zensurbehörde wurde allerdings nicht aufgelöst und publizierte Texte müssen nachträglich auch weiterhin bei der Prüfstelle eingereicht werden.[35] Am 1. April 2013 erschienen erstmals seit 1962 wieder private Zeitungen in Myanmar, zuvor hatte das Informationsministerium acht von 14 Bewerbungen um eine Lizenz stattgegeben.[36][37][38]

Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner Lage befindet sich Myanmar seit seiner Unabhängigkeit in einer besonderen Beziehung zu seinen großen Nachbarn Indien und China.[39]

Myanmar unterhält seit 1988 eine besondere Beziehung zur Volksrepublik China, es besteht jedoch keine formelle Allianz. Die Volksrepublik China hat Überlandstraßen zwischen der chinesischen Grenze und dem Zentrum Myanmars in der Mandalay-Ebene finanziert und deren Ausbau logistisch unterstützt. Diese Straßen sind panzertauglich konstruiert und sichern den Chinesen den strategischen Zugang zum Indischen Ozean. Lange Zeit war auch in offiziellen Stellungnahmen die Auffassung verbreitet, China betreibe seit 1994 auf den Großen und Kleinen Kokosinseln nördlich der indischen Andamanen und Nikobaren einen Stützpunkt für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (SIGINT) und einen Flugplatz.[40]

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MiG-29

Die Streitkräfte von Myanmar, Tatmadaw genannt, umfassen rund 428.000 Soldaten und 72.000 paramilitärische Kräfte wie die Grenztruppen und Spezialpolizeikräfte. Der Verteidigungsetat belief sich 2012 auf etwa 2,5 Milliarden US-Dollar und entsprach 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes.[41]

Das Heer ist in 13 Regionalkommandos gegliedert und umfasst 30 Infanteriedivisionen, zwei Panzerdivisionen und zehn Artilleriedivisionen. Zu ihrer Ausrüstung zählen rund 130 Kampfpanzer vom Typ T-72, über 300 Kampfpanzer chinesischer Nachbauten des T-54, rund 150 amphibische Panzer vom Typ PT-76 und 140 Radpanzer EE-9 Cascavel. Die Artillerie verfügt über ein Arsenal an verschiedenen älteren Typen von Haubitzen, Geschützen und Mehrfachraketenwerfern aus verschiedenen Produktionsländern. Die Luftverteidigung verwendet ebenfalls ältere Systeme sowjetischer Herkunft, wie etwa SA-6 Gainful und SA-11 Gadfly. Bedeutende moderne Systeme sind die SA-16 Gimlet, SA-18 Grouse und das russische Kurzstrecken-Luftabwehrraketen-System SA-15 Gauntlet (Tor M1).

Der Luftwaffe gehören 15.000 Soldaten an, gegliedert auf acht Luftwaffenstützpunkte und sechs Luftverteidigungssektoren. Sie ist ausgerüstet mit 52 Jagdflugzeugen des chinesischen Typs Chengdu J-7, mehr als 12 Kampfflugzeugen vom Typ MiG-29, 48 NAMC Q-5 (Nanchang A-5) und weiteren Flugzeugen.

Über den Umfang und die aktuelle Ausrüstung der Marine gibt es keine aktuellen Daten. Zur Verfügung stehen den offenbar 16.000 Soldaten mindestens drei Korvetten und eine größere Anzahl an Patrouillenbooten und U-Boot-Begleitbooten.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Kachin-Staat Sagaing-Region Mandalay-Region Chin-Staat Magwe-Region Rakhaing-Staat Kayah-Staat Bago-Region Yangon-Region Yangon-Region Irawadi-Region Mon-Staat Kayin-Staat Tanintharyi-Region Shan-Staat Laos China China Bangladesch Indien Indien Thailand
Verwaltungsgliederung

Myanmar gliedert sich in sieben Staaten, sieben Regionen und ein Unionsterritorium. Die Landesteile, die überwiegend von der größten Volksgruppe Myanmars, den Bamar, besiedelt sind, heißen Regionen (bis 2008 Divisionen), die Bereiche, die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden, Staaten. Das Unionsterritorium umgibt die Hauptstadt des Landes.

Die Minderheiten-Staaten bilden zum überwiegenden Teil die Außengrenzen Myanmars; im Uhrzeigersinn beginnend im Südwesten:

Von den sieben Regionen verfügen zwei über Außengrenzen auf dem Festland, die übrigen fünf liegen entweder im Binnenland oder am Meer:

Das 2010 eingerichtete Unionsterritorium liegt zentral in Myanmar um die Hauptstadt des Landes:

Die Staaten und Regionen sind weiter untergliedert in Distrikte und Gemeinden.

Hauptstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptstadt war bis November 2005 Rangun, die größte Stadt des Landes. Ab Dezember 2005 wurden die Regierungsbehörden in eine neue Hauptstadt westlich der Kleinstadt Pyinmana verlegt, ungefähr 320 km nördlich von Rangun gelegen. Am 6. Februar 2006 war der Umzug sämtlicher Ministerien offiziell abgeschlossen. Die neue Hauptstadt bekam am 22. März 2006 den Namen Naypyidaw („Heimstatt der Könige“).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Täglicher Ölverbrauch einiger Länder in Südostasien, Liter pro Tag/Einwohner

Mit einem Bruttonationaleinkommen von 1400 Euro (2010) pro Einwohner gehört Myanmar zu den ärmeren Ländern der Welt. 70 % der Beschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft; in ihr werden 43 % des BIP erzeugt, während die Industrie 20 % und der Dienstleistungssektor 37 % beitragen. Vor der Diktatur stand das Land wirtschaftlich sehr gut da und wurde auch „Kornkammer Südostasiens“ genannt, bekannt auch als Kupfer- und Edelsteinlieferant.

Durch die politische Öffnung Myanmars werden ausländische Firmen wie Nissan[42] oder Coca-Cola[43] angezogen. Zuvor war Myanmar stark isoliert.

Wirtschaftslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myanmar kämpfte lange Zeit mit einer starken Inflation; die einheimische Währung Kyat verlor im Zeitraum von 1990 bis 2001 durchschnittlich 34,6 % pro Jahr an Wert; in den Jahren 2002/03 beschleunigte sich die Inflationsrate auf durchschnittlich 46,9 %. Durch die wirtschaftliche Öffnung des Landes durch die Regierung konnte die Inflation drastisch gesenkt werden. Im Jahr 2009 betrug sie nur circa 1,5 %, für 2010 wuchs sie jedoch erneut auf 9,6 % an. 2014 betrug die Inflation etwa 5,9 %, im Jahr 2015 etwa 11,5 %.[1] Der inoffizielle Wechselkurs zum US-Dollar spiegelt dies eindrücklich wider: Bis 2007 stieg der Preis für 1 US-Dollar auf 1.300 Kyat, während er 2010 im Mittel unter 1000 Kyat sank. Ende Juli 2011 lag er gar bei 785 Kyat/US-Dollar.[44]

Ein großes Problem des Staates ist der hohe Grad an Korruption. Myanmar belegte 2011 den vorletzten Platz von 183 Staaten, die in der Korruptionsstatistik der Organisation Transparency International gelistet sind.[45] Ein anderes großes Problem sind die exorbitanten Ausgaben für Militär, Polizei und Geheimdienste, die seit Jahren über 50 % des Staatsbudgets ausmachen.

Steigende Lebensmittel- und Treibstoffpreise und die Willkürherrschaft des Regimes sorgen bei den Einwohnern für große Unzufriedenheit, die sich zumeist hinter vorgehaltener Hand, aber auch öffentlich äußert. Stromausfälle sind recht häufig.[46]

Außenhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handelsbilanz war für das Jahr 2010 mit Importen im Wert von 4,532 Milliarden US$ und Exporten im Wert von 7,841 Milliarden Euro stark positiv. Beide Werte sind tatsächlich weitaus höher, da über die Grenzen zu Thailand, China, Indien und Bangladesch im großen Stil geschmuggelt wird. Wichtigste Exportgüter sind Erdgas sowie land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, während die Importe zu einem großen Teil aus Konsumgütern, Halbfertigwaren und Investitionsgütern bestehen. Aus dem Land geschmuggelt werden vor allem Drogen, Edelsteine, Holz und Reis, während ins Land vornehmlich Konsumgüter und Treibstoff gelangen. Eine ganze Reihe europäischer und amerikanischer Firmen haben sich wegen zu schlechter wirtschaftlicher Aussichten, wegen übertriebener Bürokratie oder der Menschenrechtslage aus Myanmar wieder zurückgezogen; dagegen expandieren besonders Firmen aus Japan, Korea, Singapur und China im Land.

Fast die Hälfte der Exporte geht nach Thailand (46,6 %); nächstkleinere Handelspartner sind Indien (12,9 %), China (9 %) und Japan (5,6 %). Größte Importländer dagegen sind China (33,1 %), Thailand (26,3 %) und Singapur (15,2 %). Der größte Importeur myanmarischer Waren in Europa ist Deutschland (Stand 2006: 102 Millionen Euro). Der Export nach Birma lag bei 32 Millionen Euro, was nach Meinung des Auswärtigen Amtes mit den schlechten wirtschaftlichen und politischen Bedingungen im Land zusammenhängt. Der Ostasiatische Verein, eine deutsche Unternehmerorganisation, ist seit 1997 in Rangun vertreten und plant eine Steigerung der unternehmerischen Aktivitäten.[47]

Energiewirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die installierte Leistung der Kraftwerke in Myanmar lag im Jahre 2010 bei 3.045 MW[48] und 2013 bei 3.735 MW, davon entfielen auf Wasserkraftwerke 2.780 MW (74 %).[49] Es gibt Schätzungen, dass das Wasserkraftpotential der 4 größten Flüsse in Myanmar – Irrawaddy, Thanlwin, Chindwin und Sittaung – bei 100.000 MW liegt.[49] Die Regierung Myanmars hat daher ehrgeizige Pläne, dieses Potential auch auszuschöpfen. Allerdings ist der aktuelle Status bei verschiedenen Projekten unklar, wie z. B. bei der Myitsone-Talsperre oder der Tasang-Talsperre.[50]

Bodenschätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Myanmar werden hochwertige Jade und Edelsteine gefördert. Berühmt sind die Taubenblut-Rubine aus den Minen in der Nähe der Stadt Mogok. Dort kommen auch Spinell, Saphir und einige andere Minerale und Edelsteine in hervorragender Qualität vor. Einzigartig ist das Vorkommen von Painit. Gold wird ebenfalls gewaschen, wobei eine beträchtliche Menge davon von Pilgern in Form von hauchdünnen Blättchen auf Zedis (Stupas), Buddha-Statuen und den Goldenen Felsen geklebt wird.

Zudem fördert Myanmar täglich etwa 20.000 Barrel Erdöl (Stand 2014) sowie jährlich 13,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas (2013). 25.000 Barrel Erdölprodukte wurden täglich verbraucht (2013) und rund 8.500 Barrel Erdölprodukte täglich importiert (2012).[1] Die Ausbeutung und Weiterverarbeitung wird einerseits von der staatlichen Ölgesellschaft MOGE (Myanmar Oil and Gas Enterprise) vorgenommen und andererseits von ausländischen Ölkonzernen wie den französischen Konzernen Total und Elf sowie Texaco, Unocal, Amoco, British Premier of UK, Nippon Oil. Total baut mit Unocal eine Gaspipeline von Myanmar nach Thailand. Zwei Milliarden Dollar sollen dafür veranschlagt sein.[51]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myanmar bietet ein großes Angebot an Sehenswürdigkeiten. Der Shwedagon-Stupa in der früheren Hauptstadt Rangun ist der größte und vermutlich wertvollste Stupa der Welt. Er ist vom Sockel bis zur Turmspitze mit Gold bedeckt.

Weitere Hauptattraktionen des Landes sind die weitläufigen Anlagen der alten Hauptstadt Bagan mit über 2000 Sakralbauten aus vier Jahrhunderten, der Goldene Fels bei Kyaikto im Mon-Staat, der Inle-See mit den schwimmenden Gärten, die Stadt Mandalay als kulturelles Zentrum mit vielen Sehenswürdigkeiten auch in ihrer Umgebung. Eine davon ist die zweitschwerste freihängende läutbare Glocke der Welt, die Mingun-Glocke. Sie wurde 1808 auf Veranlassung König Bodawpayas angefertigt. Der im Westen gelegene Rakhaing-Staat besitzt den Strand von Ngapali, der für Urlauber eines der beliebtesten Reiseziele ist.

Bekamen Touristen früher nur Visa für maximal eine Woche, so öffnete sich das Land vor einigen Jahren aus wirtschaftlichem Druck und wirbt zunehmend aktiv für den Devisen bringenden Tourismus. Dafür wurden Flughäfen und Straßen mithilfe von Zwangsarbeitern ausgebaut. Viele Menschenrechtsorganisationen und tourismuskritische Vereinigungen (beispielsweise Tourism Concern) riefen Touristen jedoch lange zum Boykott des Landes auf, da diese ihrer Ansicht nach durch Reisen nach Myanmar das Militärregime unterstützten und ihre Devisen nicht bei der Bevölkerung ankämen. Andere regierungsunabhängige Institutionen in Myanmar dagegen warnen vor einem Boykott, da viele Arbeitsplätze z. B. bei Hotels, Airlines, Restaurants, Souvenirgeschäften u. v. m. unmittelbar und mittelbar vom Tourismus abhängen und für diese Menschen von existenzieller Bedeutung sind. Auch sind Touristen eine wichtige Quelle unabhängiger Informationen, die sonst kaum den Weg in und aus dem Land finden.

In den vergangenen Jahren verzeichnete das Land einen starken Zuwachs der Besucherzahlen. In den Jahren 2007 und 2008 besuchten insgesamt 220.000 Touristen Myanmar, 2012 waren es bereits eine Million, 2013 zwei Millionen und im Jahr 2014 über drei Millionen Reisende. Für das Jahr 2015 haben sich die Tourismusverantwortlichen das Ziel von fünf Millionen Besuchern gesetzt.[52]

Schattenwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Grenze zu Laos und Thailand hat Myanmar Anteil am sogenannten Goldenen Dreieck, in dem Schlafmohn angebaut wird, um aus ihm Opium zur Heroinproduktion zu gewinnen. Die Bedeutung Myanmars als Lieferant für den weltweiten Heroinmarkt ist zuletzt (2010) durch große Ernteausfälle der Drogenproduktion in Afghanistan und einer Vergrößerung der Anbauflächen wieder gestiegen.[53] Myanmar nimmt in der Welt eine Spitzenposition bei der Produktion von Amphetaminen ein, die auf chemischem Weg leichter, billiger und von der Witterung unabhängiger als Mohn produziert werden können. Sie werden in schwer auffindbaren Dschungel-Fabriken tonnenweise hergestellt und vor allem über Thailand und China in die ganze Welt exportiert. Teilweise sollen die Regierungsvertreter daran mitverdienen, indem mit den involvierten aufständischen Ethnien Waffenstillstände gegen Beteiligungen an den Einnahmen aus dem Drogenhandel ausgehandelt wurden.

Auf Wildtiermärkten in Myanmar wird mit Elfenbein-, Nashorn-, und Tigerprodukten gehandelt. Myanmar ist Transit- und Herkunftsland illegaler Wildereiprodukte bedrohter Tierarten.[54]

Illegale Arbeit im benachbarten Thailand ist eine weitere inoffizielle Einkommensquelle. Insbesondere finden Menschen aus Myanmar als niedrig entlohnte Haushaltshilfen, Pflegerinnen und Kindermädchen Arbeit in Thailand.

Im März 2011 kam es im Grenzgebiet zu Thailand zu einem schweren Erdbeben. Das Militär hinderte ausländische Hilfskräfte daran, bis an den Ort des Epizentrums zu gelangen, was offensichtlich deswegen geschah, um Ausländern keinen Einblick in die Drogengeschäfte der Armee zu gewähren. Viele Bauern werden zum Opium-Anbau gezwungen. Es gibt andere Gegenden, in denen nicht das Militär das Sagen hat, sondern einzelne Rebellengruppen. Dort kontrollieren diese den Drogenanbau.[55]

Wirtschaftliche Verbindungen mit China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myanmar dient China als Transferroute für den Erdöl- und Erdgastransport aus dem Mittleren Osten sowie als Lieferant von Strom. Dabei besitzt das Land eine gehobene Relevanz für die chinesische Energiesicherheit, da über den Landweg die verwundbare Malakka-Straße zumindest zu einem Teil umgangen werden kann. Allein seit März 2010 wurden Investitionen der Volksrepublik China von knapp 8,2 Mrd. US-$ beschlossen, wovon rund 3,6 Mrd. US-$ auf den Bau des Myitsone-Wasserkraftprojekts im Kachin-Staat entfallen. Letzterer wurde 2011 unilateral von der Regierung Myanmars ausgesetzt, was zu einer deutlichen Abkühlung der bilateralen Beziehungen führte.

In der Bevölkerung Myanmars wird das chinesische Engagement als bedrohlich und ausbeuterisch angesehen. Es kursieren Berichte über Ausbeutung, Enteignungen, Zerstörung der lokalen Infrastruktur sowie Missachtung des Umweltschutzes,[56] so dass in vielen Gegenden des Landes eine anti-chinesische Stimmung herrscht.[57] Viele der reichsten Geschäftsleute in Myanmar haben chinesische Wurzeln, was bei den Geschäftsleuten aus der einheimischen Bevölkerung auf Missfallen stößt.[58]

Der Konzern Asia World[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma Asia World ist der größte Konzern in Myanmar. Er ist in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Bau und Transport sowie Import und Export aktiv. Außerdem gehört ihm eine Kette von Supermärkten. Ungefähr die Hälfte aller Investitionen in Myanmar stammen aus Unternehmen, die zu diesem Konzern gehören. Asia World erhielt den Zuschlag bei vielen sino-burmesischen Großprojekten im Land (Tiefseehafen in Kyaukpyu, Erdölpipeline, Dammprojekte).

Asia World gehört Htun Myint Naing, besser bekannt unter dem Namen Steven Law, der aus der Familie eines Drogenbarons stammt und als reichster Mann Myanmars gilt.[58] Steven Law steht, neben verschiedenen anderen, dem Militär nahestehenden Personen, seit 2008 unter US-amerikanischen Sanktionen. Im Mai 2016 wurden die US-Sanktionen gegen Steven Law verschärft.[59]

Staatshaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2015 Ausgaben von umgerechnet 4,47 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 2,68 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2,7 % des BIP. Für das Gesundheitssystem gab der Staat 2,3 % des BIP aus (2014).[1]

Die Staatsverschuldung betrug 2010 7,14 Mrd. US-Dollar und damit noch 16,6 % des BIP. Gegenüber dem Jahr 2004 (63,2 %) konnte sie damit stark abgebaut werden.[60]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flughäfen und Luftverkehrsgesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugfafen in Heho
Eine ATR 72-212 der Yangon Airways auf dem Flughafen von Heho

Myanmar verfügt derzeit über zwei internationale und 16 lokale Flughäfen, die von nationalen Fluggesellschaften bedient werden.[61] Der größte Flughafen befindet sich nördlich von Rangun. Auch die Stadt Mandalay besitzt einen internationalen Flughafen. Aufgrund des desolaten Straßennetzes und der Größe des Landes ist das Flugzeug das mit Abstand schnellste Verkehrsmittel im Land. Der Sicherheits- und Qualitätsstandard wird teilweise jedoch als rückständig beschrieben. 2011 wurde ein Kooperationsvertrag mit der deutschen Fritz Werner Werkzeugmaschinen AG geschlossen, einige der wichtigsten Flug- und Seehäfen auszubauen bzw. zu modernisieren.[62]

Myanmar verfügt über eine gemessen an der Größe des Landes relativ hohe Anzahl von Fluggesellschaften. Insbesondere seit dem Ende der reinen Militärdiktatur 2010 gab es viele private Neugründungen.

Mit Stand Juni 2015 betreiben folgende myanmarische Airlines Linien- und Charterflüge:

Ziele außerhalb Myanmars werden aktuell nur von MAI und Golden Myanmar Airlines angeflogen, die anderen Gesellschaften bedienen die über dreißig Flugziele innerhalb Myanmars.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung des fast ausschließlich in der Meterspur errichteten Eisenbahnnetzes geht auf die britische Kolonialzeit zurück. Die erste Eisenbahnlinie wurde 1869 zwischen Rangun und dem nordwestlich gelegenen Letpadan eröffnet. 1889 folgte die Linie von Rangun nach Mandalay, die später noch weiter nordwärts bis Myitkyina verlängert wurde.[63] Im Zweiten Weltkrieg ließen die Japaner von Kriegsgefangenen die sogenannte Todeseisenbahn von Thanbyuzayat nach Thailand errichten. Diese Strecke erlangte durch den Film Die Brücke am Kwai große Berühmtheit. Sie wurde aber bereits kurz nach Ende des Krieges demontiert. Heute hat das Streckennetz eine Länge von 5031 km (Stand 2008).[1] Grenzüberschreitende Linien existieren nicht. Rückgrat des Netzes ist die von Mawlamyaing über Rangun und Mandalay nach Myitkyina verlaufende Nord-Süd-Strecke. Innerhalb dieser Strecke kommt dem 622 km langen Abschnitt zwischen Rangun und Mandalay eine besondere Bedeutung zu, die sich unter anderem in seinem teilweise zweigleisigen Ausbau und dem Einsatz moderner und auch nach westlichen Gesichtspunkten komfortabler Expresszüge ausdrückt. Von der Nord-Süd-Strecke führen Stichstrecken unter anderem nach Lashio, Shwenyaung, Bagan und Pyay.

Fehlende Investitionen haben zum Verschleiß der Strecken geführt, so dass diese sich heute weitgehend in einem schlechten Zustand befinden. Der Verkehr wird von der staatlichen Gesellschaft Myanma Railways mit Diesellokomotiven abgewickelt. Dampflokomotiven wurden außerordentlich lange, bis etwa 2005 in großer Zahl eingesetzt. Die eingesetzten Züge erreichen oftmals nur Reisegeschwindigkeiten von 30 km/h oder weniger. Selbst die zwischen Rangun und Mandalay verkehrenden Expresszüge benötigen für die 622 km etwa 16 Stunden. Fahrpläne existieren zwar, sie sind aber für den täglichen Betriebsablauf kaum von Bedeutung, da Verspätungen von bis zu mehreren Stunden aufgrund des mangelhaften Streckenzustandes und wegen Unfällen an der Tagesordnung sind. Ebenso kommen aber auch Abfahrten mehrere Stunden vor dem Plan vor. Bei großen Verspätungen lässt die Bahngesellschaft auch schon einmal Züge ausfallen, um die Wagen- und Lokumläufe wieder zu ordnen. Angesichts einer Netzlänge von fast 4.000 km ist die Zahl der täglich eingesetzten Zugpaare mit etwa 100 vergleichsweise gering.

Myanma Railways hat seit 1988 folgende wichtige Strecken gebaut:

  • 199200000 Shwenyaung – Yauksauk (westlicher Shan-Staat (60,3 km))
  • 199300000 Aungban – Loi-kaw (164 km) (Kayah-Staat-Verbindung)
  • 1994–2006 Chaung-U – Pakokku – Kalaymyo (406 km) (Chin-Staat-Verbindung)
  • 1995–1998 Ye – Tavoy (177 km) (Tanintharyi-Region-Verbindung)
  • 1997–2003 Shwenyaung – Taunggyi – Mongne (Süd-Shan-Staat-Verbindung)
  • 199800000 Pyay – Aunglan – Satthwa (Magwe-Region) (145,4 km)
  • 201000000 Mong Nai – Keng Tung (Ost-Shan-Staat-Verbindung) (227,6 km)

Zurzeit sind die Strecken Kyangin (nördl. Irawadi-Region) – Pakokku (515 km) und Kathar – Bhamo (152 km) (Sagaing-RegionKachin-StaatVolksrepublik-China-Verbindung) im Bau.

Zum Zustand und Betrieb der Eisenbahn siehe die Reiseberichte.[64][65][66]

Straßennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Straßenverkehr hat sich in Myanmar zum wichtigsten Verkehrsträger entwickelt. Das Straßennetz ist insgesamt 34.377 km lang (Stand 2010), davon sind 358 km Autobahnen.[1] Nur ein geringer Anteil des Straßennetzes ist asphaltiert. Der Straßenverkehr wird oft durch die schwierigen klimatischen Verhältnisse behindert. Während der Regenzeit werden zahlreiche Straßen unterspült, in der Trockenzeit weicht die Hitze den Asphalt auf.

Das Benzin ist rationiert. Privatfahrer erhalten offiziell nur neun Liter Benzin am Tag.[67]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die klassische burmesische Musik unterscheidet sich trotz der frühen Einflüsse aus Indien und China und ab dem 18. Jahrhundert aus Thailand in Melodie und Rhythmus deutlich von der Musik der Nachbarländer. Zu den ersten Instrumenten, die mit der Ausbreitung des Buddhismus im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. aus Indien kamen, gehörten Vinas, das waren Stabzithern und Bogenharfen. Die alte Bogenharfe saung gauk hat als einzige dieser einst über Asien verbreiteten Instrumentengattung in Myanmar überlebt und genießt bis heute als Nationalinstrument höchste Wertschätzung. Die saung gauk ist ein Instrument für die Gesangsbegleitung in der feinen höfischen Kammermusik in geschlossenen Räumen, deren Tradition in der Liedsammlung Mahagita zusammengefasst ist. Ein großer Teil dieser Sammlung von etwa 500 heute bekannten Liedern geht auf Myawaddy Mingyi U Sa (1766–1853), den bedeutendsten Komponisten und saung-gauk-Spieler der Konbaung-Zeit zurück. Zur Kammermusik zählen auch kleine Instrumentalensembles, in denen außerdem das Xylophon patala (verwandt mit dem thailändischen ranat und dem kambodschanischen roneat), die Längsflöte palwe und die Zither do min eingesetzt werden.

Die klassische laute Musik für draußen, für Festveranstaltungen, Tänze und Geisteranbetungsrituale (Nat Pwe) bieten die hsaing-waing-Ensembles. Sie bestehen aus dem namensgebenden Melodieinstrument, einem Kreis von 21 gestimmten Trommeln; einem Kreis mit 21 Buckelgongs (kyi waing oder kyi naung); ein weiteres Gongspiel (maung zaing), ebenfalls in einem Holzgestell; der Doppelrohrblattoboe hne (abgeleitet von persisch surnai) und diverse Trommeln als Rhythmusinstrumente. Bei zwei weiteren, in ländlichen Regionen bei Festen und religiösen Prozessionen gespielten Ensembles stehen große Trommeln im Vordergrund: das Ensemble der bis zu drei Meter langen Bechertrommel ozi und der Fasstrommel dhopat. Beide Gruppen verwenden außerdem Buckelgongs, Paarbecken und Bambusklappern.

Die verschiedenen Volksgruppen haben eigene Instrumente und eine eigene traditionelle Musik. Die Mon verwenden ein aus alter Zeit stammendes Zupfinstrument, die dreisaitige Stabzither mí-gyaùng saung, die sich von hier weiter in Südostasien verbreitet hat. Nach dem Aussehen wird sie Krokodilzither genannt.

Als erstes westliches Musikinstrument wurde Ende des 19. Jahrhunderts das Klavier (burmesisch: sandaya) eingeführt, bis 1920 hatte es zu einem großen Teil die Liedbegleitung von der saung gauk übernommen. Ähnlich erfolgreich war die Geige (burmesisch: deyaw), später kam die Hawaii-Gitarre hinzu. Alle musikalischen Übernahmen aus dem Ausland, ob es sich um Melodien, Tonskalen (die pentatonische Stimmung stammt aus Thailand) oder Instrumente handelte, wurden grundsätzlich den einheimischen Hörgewohnheiten angeglichen und trugen zur Erweiterung der eigenen Musik bei.

Westliche klassische Musik konnte sich nicht durchsetzen. Einer Rückbesinnung auf die eigene Tradition seit Beginn der nationalen Unabhängigkeitsbewegung in den 1920er Jahren steht die Begeisterung für westliche Popmusik bei der jüngeren Generation gegenüber. Deren weit verbreitete, lautstarke und teilweise auch gelungene Nachahmung mit auf Burmesisch verfassten bzw. übersetzten Texten lässt sich als Ausdruck eines Freiheitswillens verstehen. Die Popmusik wird von der Regierung politisch kritisiert und von der älteren Generation moralisch verurteilt.

Seit 1993 findet das staatlich finanzierte Soyaketi-Festival der darstellenden Künste jährlich im Oktober/November statt. In zweieinhalb Wochen werden Wettbewerbe in den Sparten Gesang, Instrumentalmusik, Gesangskomposition, Tanz und Marionettentheater durchgeführt.[68] Seit 2007 findet die Veranstaltung nicht mehr wie zuvor in Yangoon, sondern am neuen Regierungssitz in Naypyidaw statt.[69]

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte und wichtigste Fest in Burma ist das burmesische Neujahrsfest Thingyan, das dem thailändischen Songkran entspricht. Im Volksmund auch als Wasserfest bezeichnet, wird es an drei hintereinanderfolgenden Tagen im April – dem heißesten Monat – mit viel Wasser gefeiert. Mit Wasserpistolen, Wassereimern und sonstigen mit Wasser gefüllten Behältern ziehen die Burmesen auf Ladeflächen von LKW oder zu Fuß durch die Stadt und machen jeden nass. Es gibt auch Umzüge, bei denen zu kräftigen Rhythmen getanzt wird.

Das farbenfrohe Phaungdaw U-Fest wird zu Ehren Buddhas im Herbst auf dem Inle-See gefeiert. Dabei wird eine Buddha-Statue auf einer geschmückten Barke über den See gefahren.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die traditionellen Kalagas sind kunstvoll bestickte Wandteppiche aus Seide, Flanell, Wolle, Filz und Spitze auf Baumwolle und Samt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Bless: „Divide et impera“? Britische Minderheitenpolitik in Burma 1917–1948. Steiner, Stuttgart 1990, ISBN 3-515-05654-8 (Zugleich Dissertation an der Universität Zürich 1989).
  • Alan Clements, U Kyi Maung, U Tin Oo: Der Weg der Freiheit. Aung San Suu Kyi – Friedensnobelpreisträgerin. Gespräche. Lübbe, Bergisch-Glattbach 1997, ISBN 3-7857-0884-X.
  • Jens Freyler: Road to Mandalay – Reisen in Myanmar/Birma. Traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag, Hamburg 2000, ISBN 978-3-937274-39-3.
  • Hans Wilhelm Finger: Dhammayangyi – eine Reise ins Herz Birmas. Die Biographie eines Tempels, seiner Menschen und des Königreichs Pagan. Wiesenburg, Schweinfurt 2008, ISBN 978-3-937101-49-1.
  • Mikael Gravers, Flemming Ytzen (Hrsg.): Burma/Myanmar – Where Now? (Nordic Institute of Asian Studies, Asia Insights series, no. 3) Nias Press, Kopenhagen 2014.
  • U. Khin Zaw: Myanmar Culture. Today Publishing House, Yangon 2006.
  • Ute Köster, Phuong Le Trong, Christina Grein (Hrsg.): Handbuch Myanmar. Gesellschaft – Politik – Wirtschaft – Kultur – Entwicklung. Horlemann, Angermünde 2014, ISBN 978-3-89502-361-3.
  • Bertil Lintner: Burma in Revolt – Opium and Insurgency since 1948. 1988, ISBN 974-7100-78-9.
  • Klemens Ludwig: Birma. Aktuelle Länderkunde. 1997, ISBN 3-406-39870-7, Neuauflage 2009, ISBN 978-3-406-58459-6.
  • Ma Thanegi: Pilgerreise in Myanmar. Unionverlag, Zürich 2002, ISBN 3-293-20289-6.
  • Rolf Opalka: Burma im Griff der Militärjunta. In: Gunter Schubert, Reiner Tetzlaff (Hrsg.): Blockierte Demokratien in der Dritten Welt. 1998, ISBN 3-8100-2011-7.
  • Inge Sargent: Mein Leben als Sao Thusandi – Prinzessin der Shan. 1997, ISBN 3-404-61920-X – Autobiographischer Bericht einer Österreicherin, die bis 1962 in Birma lebte.
  • Donald M. Seekins: Historical Dictionary of Burma (Myanmar). The Scarecrow Press, Lanham (Maryland) 2006, ISBN 0-8108-5476-7.
  • Martin Smith: Burma. Insurgency and the politics of ethicity. 1991.
  • Herbert Tichy: Keine Zeit für Götter. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1967.
  • Shelby Tucker: Among Insurgents – Walking through Burma. 2000, ISBN 0-00-712705-7.
  • Thant Myint-U: Burma: Der Fluss der verlorenen Fußspuren. Eine persönliche Geschichte. Bertelsmann, München 2009, ISBN 3-570-01101-1.
  • Hans J. Wehrli: Zur Wirtschafts-Geographie von Ober-Burma und den Nördlichen Shan-Staaten. In: Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band 6 (1905–1906), S. 41 ff. (e-periodica.ch)
  • Udo Witzens: Aufstand der Mönche, Hintergründe der „Safran-Rebellion“ in Birma. Helmes, Karlsruhe 2009, ISBN 978-3-940567-10-9.
  • Hans-Bernd Zöllner: Konflikt der Welt-Anschauungen: Die „Zwei Birmas“ seit Beginn der Kolonialzeit. regiospectra, Berlin 2011, ISBN 978-3-940132-30-7.
  • Hans-Bernd Zöllner: Birma zwischen „Unabhängigkeit zuerst – Unabhängigkeit zuletzt“. Lit, Münster 2000, ISBN 3-8258-4360-2.
  • Hans-Bernd Zöllner: Weder Safran noch Revolution – Eine kommentierte Chronologie der Demonstrationen von Mönchen in Myanmar/Birma im September 2007. Abera, Hamburg 2008, ISBN 978-3-934376-79-3.
  • Jaroslav Poncar: Burma/Myanmar. Reisefotografien von 1985 bis heute. Edition Panorama, Mannheim 2013, ISBN 978-3-89823-463-4.

Belletristische Werke:

Informativer, politischer Erlebnisbericht über 7 Tage mit Karte: „Burma: Ein Staat aus 67 verschiedenen Völkern.“   ISSN 0342-8311
  • Amy Tan: Der Geist der Madame Chen. München 2006. Originalausgabe: Saving Fish From Drowning. New York 2005.

Zum Namenskonflikt gibt es viele Meinungen und Ansichten in der wissenschaftlichen Literatur. Eine Auswahl:

  • Arthur Phayre: History of Burma. Bangkok 1998 (Nachdruck der Ausg. 1883), S. 2. (Bibliotheca orientalis – Burma; 7), ISBN 974-8299-00-7.
  • Christina Fink: Living Silence: Burma under military rule. Zed Books 2001. S. 4ff, 70 (Politics in Contemporary Asia), ISBN 1-85649-926-X.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Irrawaddy (Zeitung mit kritischem, fortschrittlichem Profil)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Myanmar – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Myanmar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Myanmar – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Myanmar – Reiseführer

Allgemein

Politik

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Burma im CIA World Factbook
  2. * Total ([[1]])
  3. Human Development Report Office: Mali – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 23. Oktober 2014
  4. Duden online: Myanmar. Hinweis: Die dort eingebundene Audio-Datei gibt nicht genau die angegebene Lautschrift [ˈmi̯anmaːɐ̯] wieder. Die Sprecherin spricht am Ende einfach ein langes a, als ob der letzte Buchstabe r nicht vorhanden wäre: [ˈmi̯anmaː]. Diese Art der Aussprache ist im Deutschen ebenfalls unüblich, genauso wie die Betonung auf dem ersten a.
  5. Vgl. How to Say: Myanmar: In diesem Beitrag der BBC werden zunächst vier verschiedene englische Aussprachen aus diversen Aussprache-Wörterbüchern zitiert. Anschließend wird als Empfehlung der BBC eine andere, fünfte Aussprache angegeben.
  6. Should it be Burma or Myanmar? BBC News, 26. September 2007 (englisch)
  7. Ethnic Minorities and Nationalism in Southeast Asia (Memento vom 28. Juli 2005 im Internet Archive)
  8. Interview mit Aung San Suu Kyi in Marie Claire (Memento vom 16. Juni 2006 im Internet Archive)
  9. Birma, Burma und Union Myanmar. Neue Zürcher Zeitung, 25. September 2007
  10. Beispielhaftes Suchergebnis im Archiv von Spiegel Online: Die Suche in Texten ab 2005 ergibt für Burma 770 Treffer, für Birma 138 Treffer, für Myanmar 164 Treffer (Stand 12. Oktober 2016).
  11. Duden online: Myanmare und Myanmarin
  12. The Republic of the Union of Myanmar – Ministry of Immigration and Population: The 2014 Myanmar Population and Housing Census. Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, Mai 2015, abgerufen am 8. Dezember 2016 (PDF-Datei; 9 MB, englisch).
  13. Myanmar’s Outrageous Racism Excused Asia sentinel, 12. Februar, 2009.
  14. Kim Son Hoang: Die am meisten verfolgte Minderheit der Welt. In: Der Standard, 30. Juli 2012 (Interview mit Ulrich Delius).
  15. Daily Telegraph: Burma 'orders Christians to be wiped out', 21. Januar 2007
  16. elevenmyanmar.com
  17. BBC News: Burmese junta sets voting dates, 9. Februar 2008.
  18. a b Länderinformation Myanmar: Innenpolitik auswaertiges-amt.de
  19. vgl. Kapitel III der Verfassung Myanmars.
  20. Myanmar parliament elects first civilian president in decades, BBC, 15. März 2016
  21. a b c Antwort der Hohen Vertreterin für Außenpolitik der EU auf eine parlamentarische Anfrage des unabhängigen EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin, abgerufen am 28. Februar 2013
  22. Myanmar lässt politische Gefangene frei
  23. a b Von Karl-Ludwig Günsche: Suu Kyis Wahlsieg in Burma: Triumph für die Demokratie. In: Spiegel Online. 1. April 2012, abgerufen am 23. Dezember 2014.
  24. Nachwahlen zum Parlament in Birma: Aung San Suu Kyi gewinnt ihren Wahlkreis haushoch. In: Focus Online. 2. April 2012, abgerufen am 23. Dezember 2014.
  25. Oliver Holmes: Final Myanmar results show Aung San Suu Kyi's party won 77% of seats. theguardian.com, 23. November 2015, abgerufen am 20. November 2016.
  26. Jonah Fisher: Myanmar's 2015 landmark elections explained. bbc.com, 3. Dezember 2015, abgerufen am 20. November 2016.
  27. 16-03-23: Suu Kyi to be new foreign minister of Myanmar. rstv.nic.in, abgerufen am 20. November 2016.
  28. Rotes Kreuz prangert Birma offen an Bei: netzeitung.de vom 29. Juni 2007 Rotes Kreuz stellt Birma an den Pranger (Memento vom 6. Juli 2007 im Internet Archive)
  29. Religiöse Kämpfe in Birma: UN zieht Mitarbeiter ab. In: Focus Online. 12. Juni 2012, abgerufen am 23. Dezember 2014.
  30. S.M. Hali: Burmese Muslims’ unabated genocide. The Nation, 1. August 2012
  31. Burmese Muslims given two-child limit – Rakhine state officials say limit on children will help ease tensions with Buddhists, whose population is growing at slower rate, The Guardian, 25. Mai 2013
  32. Reporter ohne Grenzen: Rangliste 2011
  33. Reporter ohne Grenzen: Rangliste 2014
  34. Reporter ohne Grenzen: Myanmar (Stand 2016)
  35. Myanmar gewährt mehr Medienfreiheit: Ende der Zensur sueddeutsche.de, 20. August 2012.
  36. Deutsche Welle: Erste private Tageszeitungen in Myanmar erschienen (abgerufen am 1. April 2013).
  37. tagesschau.de: Öffnung des Zeitungsmarktes in Myanmar (Memento vom 1. April 2013 auf WebCite) (abgerufen am 1. April 2013).
  38. Anderen Quellen zufolge wurden 16 Lizenzen erteilt, so etwa Reuters und UPI.
  39. Alexander Dörffel: Myanmar im Spannungsfeld indisch-chinesischer Rivalität. (PDF; 256 kB), Dokumentation auf einer Seite des GIGA German Institute of Global and Area Studies, Juli 2003, abgerufen am 16. Juni 2012
  40. Bericht bei Federation of American Scientists
  41. Angaben zu Burma im CIA World Factbook, Stand 2013
  42. Nissan plant Produktion in Myanmar. Archiviert vom Original am 5. Oktober 2013, abgerufen am 15. Oktober 2014.
  43. Flaschendrehen für die Freiheit. Abgerufen am 15. Oktober 2014.
  44. The Irrawaddy (englisch)
  45. Index 2011 von Transparency International
  46. Dokumentation der Heinrich-Böll-Stiftung vom 3. Mai 2012, abgerufen am 16. Juni 2012
  47. https://inmyanmar.de/, abgerufen am 16. Juni 2012
  48. Zin Linn: Burma’s largest hydropower plant inaugurated for stronger military rule. Asian Correspondent, 16. Dezember 2010, abgerufen am 25. März 2015 (englisch).
  49. a b Gregory B. Poindexter: World Bank’s US$100 million credit to Myanmar continues hydroelectric infrastructure development in Irrawaddy River Basin. www.hydroworld.com, 26. Februar 2015, abgerufen am 26. März 2015 (englisch).
  50. Current development of major hydropower projects. Myanmar Times, 20. August 2012, abgerufen am 25. März 2015 (englisch).
  51. Kurier online: Westen stützt Herrschaft des Militärs (Memento vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive), 26. September 2007
  52. Myanmar lockt drei Millionen Touristen ins Land. reisen EXCLUSIV, abgerufen am 15. Januar 2015.
  53. World Drug Report 2011; World Drug Report 2011. (PDF)
  54. Scorecard zu Wilderei und illegalem Handel (PDF) wwf.de
  55. Sascha Zastiral: Das Goldene Dreieck der Generäle. In: tagesspiegel.de. 28. März 2011, abgerufen am Dezember 2014.
  56. Arakan Suffering for China's Pipeline The Irrawaddy, 20. Juli 2011
  57. Dangerous Anti-Chinese Discontent Growing in Mandalay The Irrawaddy, 8. Juli 2011
  58. a b Steven Law’s Rising Empire The Irrawaddy, 22. Juli 2011
  59. Targeted Myanmar tycoon may profit from U.S. sanctions changes reuters.com, 18. Mai 2016
  60. Myanmar: Economic Policy Analysis
  61. Flughäfen in Myanmar
  62. Myanmar, Germany to cooperate in upgrading ports, airports (englisch)
  63. Mike’s Railway History: Burma’s Metre-gauge System, (Zugriff 30. September 2006)
  64. How to travel by train in Myanmar (Burma) – engl. Reisebericht
  65. Mit dem Salonwagen durch Myanmar – Reisebericht
  66. Deutsche Seite mit vielen Fotos von Dampflokomotiven (abgerufen am 13. Oktober 2009)
  67. Susanne Weingarten: Ein Land für die Götter. Die Zeit, 21. September 2006, S. 89.
  68. Gavin Douglas: The Sokayeti Performing Arts Competition of Burma/Myanmar: Performing the Nation. In: The World of Music, Vol. 45, No. 1, (Contesting Tradition: Cross-Cultural Studies of Musical Competition) 2003, S. 35–54
  69. National performing arts competition remains in limbo The Myanmar Times, 22. November 2010

Koordinaten: 21° N, 95° O