Burtenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Burtenbach
Burtenbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Burtenbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 20′ N, 10° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 37,63 km2
Einwohner: 3480 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89349
Vorwahl: 08285
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 122
Marktgliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausgäßchen 1
89349 Burtenbach
Website: www.burtenbach.de
Bürgermeister: Roland Kempfle (Bürger reden mit/Fr.Wgem.Kemnat)
Lage des Marktes Burtenbach im Landkreis Günzburg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Burtenbach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Günzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burtenbach liegt im Mindeltal zwischen Augsburg und Ulm, am nordwestlichen Rand des Naturparks Augsburg Westliche Wälder.

Die Gemeinde hat vier amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Burtenbach, Kemnat und Oberwaldbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burtenbach dürfte um 700 – 800 n. Chr. gegründet worden sein. Darauf deuten ehemalige Hügelgräber, Reste zweier Viereckschanzen sowie verschiedene Funde hin. Der Ortsname wird unterschiedlich gedeutet, als Burto oder Burgito am Bach, als Furt am Bach (Mindel) oder auch als Burren (Berg) am Bach.

Im 13. Jahrhundert gehörte der Ort zur hochadligen Herrschaft von Eberstall und später den Herren von Berg (Burgau), der späteren Markgrafschaft sowie den Herzögen von Baiern. Der 1471 zum Markt erhobene Ort Burtenbach war Sitz einer Herrschaft und gehörte seit 1532 den Freiherrn Schertlin von Burtenbach. Dieser führte 1546 die Reformation ein. 1556 erbaute er das Schloss neu, das 1731 abbrannte und in den Jahren bis 1740 von Franz Marquard Eusebius Freiherr Schertel von Burtenbach in seiner jetzigen Form wieder errichtet wurde.

Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Kemnat und von der aufgelösten Gemeinde Oberwaldbach der gleichnamige Hauptort und die Humprechtsmühle eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2595 Einwohner, davon 1555 in Burtenbach, 538 in Kemnat und 502 in Oberwaldbach[3]
  • 1970: 2721 Einwohner, davon 1698 in Burtenbach, 553 in Kemnat und 470 in Oberwaldbach[3]
  • 1987: 2990 Einwohner
  • 1991: 3094 Einwohner
  • 1995: 3248 Einwohner
  • 2000: 3344 Einwohner
  • 2005: 3307 Einwohner
  • 2010: 3178 Einwohner
  • 2015: 3361 Einwohner

mit Zweitwohnsitzen nach Gemeindeangaben:

  • 2. Januar 2008: 3490 Einwohner, davon 2359 in Burtenbach, 623 in Kemnat und 508 in Oberwaldbach

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Wahl 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:[4]

  • Bürger reden mit: 7 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Burtenbach: 4 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Kemnat: 2 Sitze
  • Bürgerliste: 3 Sitze

Bürgermeister ist Roland Kempfle (Bürger reden mit/FWG Kemnat). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Hans Rößner (Freie Wählervereinigung). Rößner hatte das Amt seit 1990 inne, sein Vorgänger wiederum war Walter Gruber.[5]

Kempfle (* 1967) wurde zuletzt 2014 im Amt bestätigt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der amtlichen Statistik gab es 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 33, im produzierenden Gewerbe 696 und im Bereich Handel und Verkehr 14 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 215 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1145. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 95 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1624 ha, davon waren 858 ha Ackerfläche und 756 ha Dauergrünfläche.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wird in Nord-Süd-Richtung von der Staatsstraße 2025 2025 durchquert, die 5 km nördlich die Autobahn A 8 kreuzt (AS 69 Burgau).

Im Mindeltal verläuft der Mindeltal-Radweg.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schule Schertlinhaus in Burtenbach 1944
Schulnadel Schertlinhaus

1895 gründete das Pfarrerehepaar Ernst Zech und Louise Zech-Mehl eine dem Reifensteiner Verband zugeordnete Bildungs- und Erziehungsstätte für Mädchen, die 1945 aufgelöst wurde.

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 124 Kindergartenplätze mit 129 Kindern
  • Volksschulen: Eine mit 14 Lehrern und 233 Schülern
  • Außenstelle Volkshochschule Günzburg
  • Gemeindebücherei

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramabild Burtenbach, von Westen aus betrachtet

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burtenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Burtenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 774 und 775.
  4. http://www.burtenbach.de/Marktgemeinde/Buergermeister-und-Gemeinderat
  5. http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Zwei-Altbuergermeister-werden-gefeiert-id40155557.htmlf