Buschbrände in Australien 2019/2020

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Brände Anfang Januar 2020.

Seit September 2019 herrschen extreme Buschfeuer im Südosten Australiens. Betroffen sind die Bundesstaaten New South Wales, Victoria, South Australia, Western Australia, Tasmanien sowie das Northern Territory. Vielerorts wurde der Ausnahmezustand verhängt. Die Ausdehnung der Brände beträgt mit Stand 22. Januar 2020 rund 180.000 km².[1] Die Wetterbedingungen mit sehr hohen Temperaturen und enormer Trockenheit wie auch die Intensität der Brände werden als beispiellos in der Geschichte der Buschfeuer in Australien beschrieben.[2] Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen[1] und Wissenschaftler weltweit sehen einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Feuerkastrophe und der gegenwärtigen globalen Erwärmung.[3]

Den Flammen fielen bisher 33 Menschen[4] zum Opfer, rund 5.900 Gebäude inklusive 2.800 Wohnhäuser brannten ab.[1] Vielerorts kam es zu Evakuierungen;[5] so wurden in Victoria am 10. Januar etwa 240.000 Menschen zum Verlassen bedrohter Gebiete aufgefordert.[6] Schätzungen zufolge starben auch etwa eine Milliarde (höherer) Tiere durch die Feuer (Stand Januar 2020).

In Teilen der betroffenen Regionen entspannte sich Mitte Januar die Lage durch starke Regenfälle, die vielfach Starkhagel und Sturzfluten mit sich brachten, jedoch stehen nach wie vor weite Teile des Landes in Flammen. Das Bushfire and Natural Hazards Co-operative Research Centre befürchtet, dass die Feuer noch wochenlang weiter brennen werden, da die Feuersaison bisher nicht ihren Höhepunkt erreicht hat, der für Februar erwartet wird.[7] Die Saison erstreckt sich bis in den März.[8]

Ein Urlaub des australischen Premierministers Scott Morrison zu einer Zeit, in der zwei freiwillige Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung zu Tode kamen, wie auch sein als Apathie wahrgenommenes Verhalten in dieser Situation führten zu politischen Kontroversen. Gegen die regressive Haltung der klimaskeptischen australischen Regierung regt sich in Teilen der australischen Bevölkerung Widerstand.[9]

Meteorologische Ausgangslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brände wurden durch außergewöhnliche Dürre und Hitze begünstigt. So war 2019 in Australien sowohl das heißeste als auch das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Bereits seit 2017 herrscht in Australien eine mehrjährige Dürre.[10] 2019 fielen im Schnitt nur 277 mm Regen, der niedrigste Wert seit Beginn der Messungen und etwa 40 Prozent weniger als in einem normalen Jahr und noch einmal 11 Prozent weniger als 1902, dem vorher trockensten Jahr. Zudem war es 2019 mit 1,52 Grad über dem langjährigen Durchschnitt auch außergewöhnlich heiß, in New South Wales lag die Temperatur sogar 1,95 Grad über dem langjährigen Durchschnitt und damit 0,3 über dem bisherigen Rekordjahr 2018. Der Dezember 2019 war der trockenste Monat seit Aufzeichnungbeginn, in dem auch die sechs heißesten jemals in Australien gemessenen Tage vorkamen. An elf Tagen wurden kontinentweit gemittelte Maximaltemperaturen von über 40 Grad Celsius gemessen; zwischen 1910 und 2017 hatte es nur vier solche Tage gegeben. Im Dezember 2019 erreichten mehr als drei Viertel des Landes absolute Rekordwerte bei der Feuergefahr, während der Rest des Landes weitestgehend sehr deutlich über dem Durchschnitt lag (entsprechend den obersten 10 Prozent der Skala).[11]

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Höchsttemperatur-Dezile, Januar bis November 2019
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Regenfall-Dezile, Januar bis November 2019
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McArthur Forest Fire Danger Index (FFDI) im Australischen Frühling 2019


Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brandbedingungen werden von Wissenschaftlern in mehrerlei Hinsicht als historisch beispiellos beurteilt.[12] Unter anderem begann die Feuersaison 2019/20 außergewöhnlich früh. Während Brände in Australien normalerweise erst im Hochsommer ab Dezember einsetzen, brachen sie 2019/20 bereits im September aus und verstärkten sich ab Oktober. Im Unterschied zu gewöhnlichen Bränden in Australien, die hauptsächlich nur spärlich besiedelte Gebiete betreffen, traten die Brände dieses Mal in der verhältnismäßig stark besiedelten Küstenregion an der Ostküste auf. Stark betroffen war auch der Wollemi-Nationalpark, in dem ein Feuer mit einer Ausdehnung von mehr als 5000 km² brannte, das als „eines der weitflächigsten zusammenhängenden Feuer […] in den mittleren Breitengraden“" bezeichnet wurde.[13] Zudem kam es zu den Bränden, ohne dass El Niño-Bedingungen vorlagen, während in der Vergangenheit derart großflächige Buschbrände typischerweise in El-Niño-Jahren auftraten.[14]

Ungewöhnlich ist ebenfalls, dass mit Regenwäldern auch Vegetationstypen betroffen sind, in den Brände üblicherweise nicht vorkommen und die im Gegensatz zum Buschland nicht an Brände angepasst sind.[15] Unter anderem kam es zu Feuern in den Gondwana-Regenwälder Australiens, in denen es teilweise seit mehr als 1000 Jahren nicht mehr gebrannt hatte. Des Weiteren traten Feuer auch in feuchten Eukalyptuswäldern, ausgetrockneten Sümpfen und Böden aus organischem Material auf, nachdem dort der Grundwasserspiegel gesunken war.[12]

Junges Känguru in den Armen eines US-Feuerwehrmanns, Januar 2020

In New South Wales kamen 3.000 Feuerwehrleute zum Einsatz,[16] in Victoria etwa 1.500.[17] Die Australian Defence Force (ADF) übernahm logistische Aufgaben wie die Versorgung der Krisengebiete mit Treibstoff und Wasser[18] sowie die Evakuierung betroffener Anwohner,[19] von denen Zehntausende vor den Flammen fliehen mussten.[20] Die australische Regierung mobilisierte Anfang Januar zusätzlich 3.000 Reservisten.[21] Im Rahmen der Operation Bushfire Assist transportierte die ADF unter Einsatz von Flugzeugen sowie Heeres- und Marinehubschraubern Feuerwehrleute und ihre Ausrüstung über die Bundesstaaten hinweg. Zudem führte sie Kartierungen zur Lageeinschätzung und Such- und Rettungsflüge durch. Verschiedene Militäreinrichtungen dienten als Koordinierungs- und Lagezentren und zur Verpflegung und Unterbringung der Feuerwehrleuten. Weiterhin übernahm die Organisation die Koordination zwischen staatlichen und bundesstaatlichen Diensten, das Umladen und Auftanken von Löschflugzeugen sowie die Bereitstellung von humanitären Hilfsgütern.[22]

Feuerwehrleute aus Neuseeland (über 50),[23] den Vereinigten Staaten (81)[24] und Kanada (87)[25] halfen bei der Bekämpfung der Brände. Singapur entsandte zwei Chinook-Hubschrauber und 42 Angehörige der Streitkräfte Singapurs.[26] Papua Neuguinea entsandte 100 Techniker der Papua New Guinea Defence Force.[17] Japan schickte zwei Lockheed C-130-Transportflugzeuge und 70 Helfer der Selbstverteidigungsstreitkräfte des Landes zur Transportunterstützung und der Bekämpfung der Feuer.[27] Malaysia entsandte über vierzig Feuerwehrmänner und zwanzig weitere Regierungsvertreter.[28] Die Vereinigten Arabischen Emirate schickten 200 Freiwillige von der Rothalbmond-Organisation der Föderation zur Hilfe bei der Brandbekämpfung.[29] Auch andere Länder boten ihre Unterstützung an, darunter waren Dänemark,[30] Frankreich,[31] Rumänien,[32] Türkei,[33] die Ukraine[34] und das Vereinigte Königreich.[8]

Um den 20. Januar 2020 zogen starke Gewitter mit heftigem Hagel über weite Teile der Ostküste des Landes hinweg. Stürme rissen Äste von den Bäumen, über den Städten Canberra und Melbourne fielen Hagelkörner in Golfballgröße, weite Teile Queenslands wurde von Sturmfluten heimgesucht. In Victoria brachte der Regen Entspannung in die Feuerlage, jedoch brannten dort noch immer einige Buschfeuer. Erdrutsche, die zu Straßensperrungen führten, erschwerten den Zugang in die von Feuer gefährdeten Gebiete mit schwerem Gerät.[35] Bis Januar 2020 starben durch die Feuer australienweit 33 Menschen.[4]

New South Wales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachmittagssonne in Gosford (NSW), November 2019
Brennendes Wohnhaus in Werombi, Dezember 2019

Ausdehnung 52.000 km²,[36] zeitweise brannten über 150 Feuer,[7] 25 Tote,[4] 2.136 Wohnhäuser brannten ab.[17]

Besonders betroffen waren die Gebiete North Coast,[37] Mid North Coast,[38] Blue Mountains und Hawkesbury,[39] Sydney Metropolitan Area,[40] Southern Highlands,[41] South Coast,[42] Riverina[43] und die Snowy Mountains.[44] Die Feuerfront erstreckte sich zeitweise auf eine Länge von 6.000 km. Als mehrere kleine Feuer ineinander übergingen, brannte im Nordwesten Sydneys ein sogenanntes megafire;[45] die Stadt lag mehrere Wochen lang[46] unter einer dichten Decke aus Rauch und Staub,[47] wobei der Luftqualitätsindex (AQI) das Maß „gesundheitsgefährdend“ teilweise um das zwölffache überschritt.[48] Am 22. November 2019 entstand über dem 4110 km² großen Gebiet Gospers Mountain in den Blue Mountains eine Blitze erzeugende Feuerwolke (Pyrocumulonimbus).[49] Vor Weihnachten rief die Premierministerin des Bundesstaates Gladys Berejiklian einen siebentägigen Ausnahmezustand aus.[50]

Die Regierung des Bundesstaates zeigte sich uneins in der Frage, ob das traditionelle Silvesterfeuerwerk über dem Hafen von Sydney stattfinden sollte; Premierministerin Berejklian befürwortete eine Freigabe, der stellvertretende Premierminister John Barilaro eine Absage. Der NSW Rural Fire Service gab letztendlich grünes Licht für das Feuerwerk, das ohne Zwischenfälle abgebrannt werden konnte.[51] Am 2. Januar 2020 wurde der Ausnahmezustand erneut ausgerufen.[52]

Ein nächtlicher Brand in der Gemeinde Cobargo verwüstete den größten Teil der Hauptstraße und die umliegenden Grundstücke, wobei drei Menschen umkamen.[53]

Teile von New South Wales verzeichneten Mitte Januar starke Regenfälle mit vereinzelten Überflutungen.[17] Die Feuerwehren konnten in den günstigen Bedingungen, die kühlere Temperaturen mit sich brachten, die Zahl der Buschfeuer von weit über Hundert auf 75 Brände reduzieren.[54]

Am 23. Januar stürzte ein amerikanisches Löschflugzeug des Typs Lockheed C-130 Hercules über dem Gebiet Peak View nordöstlich von Cooma ab. Drei Personen an Bord starben.[55]

Victoria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pyrocumulonimbus über dem Alpine-Nationalpark, 4. Januar 2020

Ausdehnung 14.000 km²,[36] zeitweise brannten über 40 Feuer,[56] 5 Tote,[57] 396 Wohnhäuser brannten ab.[58]

Besonders betroffen waren die Gebiete East Gippsland,[59] Mansfield, Wellington, Wangaratta, Towong, Alpine, Mount Buller, Mount Hotham, Mount Stirling, Falls Creek,[60] und French Island.[61]

Um die Jahreswende entstanden Pyrocumulonimbus-Wolken über Teilen Victorias.[62] Am 3. Januar erklärte Premierminister Daniel Andrews den Katastrophenzustand.[20] Die Stadt Mallacoota wurde Anfang Januar von Feuern eingeschlossen, über 4.000 Menschen suchten Zuflucht am Strand.[63] Etwa 1000 von ihnen wurden auf einem Schiff der Royal Australian Navy evakuiert.[64] Der Rauch der Feuer zog an mehreren Tagen über Melbourne, die Luftqualität in der Hauptstadt des Bundeslandes wurde mehrfach von „sehr schlecht“ bis „gesundheitsgefährdend“ eingestuft.[65]

Besonders der Norden und Nordosten Victorias sowie Melbourne verzeichneten Mitte Januar starke Regenfälle mit Hagel und heftigen Winden sowie vereinzelten Sturzfluten, wodurch sich die Feuersituation in diesen Gebieten entspannte.[66] Die Zahl der Brände reduzierte sich auf 14.[7]

South Australia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausdehnung der Feuer auf Kangaroo Island, 6. Januar 2020

Ausdehnung 49.000 km²,[36] zeitweise über 45 zeitgleiche Brände,[67] 151 Wohnhäuser[68] und 500 Wirtschaftsgebäude brannten ab, 3 Tote,[69] 33 Personen verletzt, Temperaturen um 40° C.[70]

Besonders betroffen waren die Eyre-Halbinsel,[71] die Yorke Peninsula,[72] die Adelaide Hills, die Mount Lofty Ranges,[73] und der der Flinders-Chase-Nationalpark auf Kangaroo Island,[74] der drittgrößten Insel Australiens. Hier löste kurz vor Weihnachten ein Blitzschlag Feuer aus. Fast die Hälfte der Insel war bis Januar abgebrannt,[75] immer wieder sorgten wechselnde Winde für erneutes Aufflammen der Brände.[76] Bis zu 100.000 Schafe kamen in den Flammen um.[77] Der Rauch der Feuer auf der Insel beeinträchtigte um den 10. Januar die Luftqualität in den Städten Adelaide, Port Augusta, Whyalla and Port Pirie stark.[78]

Zur Unterstützung der Brandbekämpfung traf am 18. Januar 2020 eine Erickson Aero MD 87 als erstes von vier Löschflugzeugen aus den Vereinigten Staaten in Adelaide ein.[79]

Queensland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brisbane River unter einer Rauchdecke, November 2019

Ausdehnung 25.000 km² (inklusive Steppenbrände),[36] zeitweise brannten über 75 Feuer,[80] 45 Wohnhäuser und 58 Schuppen brannten ab.[81]

Besonders betroffen waren die Sunshine Coast,[82] der Ravensbourne-Nationalpark[83] und u. a. der Ort Bundamba.[84] Am 9. November wurde in 42 Bezirken Queenslands der Feuernotstand ausgerufen.[85] Der Rauch der Feuer verursachte starke Luftverschmutzung mit kritischen Werten in Brisbane.[86]

Weite Teile von Queensland verzeichneten Mitte Januar schwere, intensive Regenfälle mit zahlreichen Überflutungen.[54] Die Feuerwehren wurden vielerorts von ehemaligen Brandherden abgezogen. Zahlreiche Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten.[87]

Western Australia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuer in der südlichen Vororten von Perth, November 2019

Ausdehnung 22.000 km² (inklusive Steppenbrände),[36] zeitweise brannten über 40 Feuer, ein Haus und zwölf Gebäude brannten ab.[81]

Besonders betroffen waren Geraldton,[88] der Yanchep-Nationalpark (hier explodierte eine Tankstelle)[89] sowie der Stirling-Range-Nationalpark.[90] In Caiguna mussten rund 400 Menschen um die Jahreswende aus der Luft versorgt werden, nachdem sie an einem abgelegenen, durch Brände abgeschnittenen Teil eines Highways gestrandet waren.[91]

Tasmanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rauch in Canberra, Dezember 2020

Ausdehnung 360 km²,[36] zeitweise brannten über 30 Feuer,[81] zwei Wohnhäuser brannten ab.[69]

Betroffen waren besonders die Orte Scamander, Elderslie, Lachlan, Swansea,[92] das Fingal Valley und Pelham.[93]

Northern Territory[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausdehnung 68.000 km²; eine übliche Fläche, auf der in dem Bundesstaat jährlich Steppengestrüpp verbrennt;[36] fünf Wohnhäuser brannten ab.[69]

Australian Capital Territory[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänglich gab es nur kleinere Feuer; der Alarmzustand wurde ausgerufen.[94] Wegen der starken Rauchentwicklung mussten Regierungsbüros, Kindertagesstätten und Museen in Canberra am 5. Januar schließen,[95] durch die Rauchentwicklung starb eine Person.[96]

Am 23. Januar kam es bei heißen und bis zu 90 km/h starken Winden zu zahlreichen Feuern in der Region, darunter auch in der Nähe des Flughafens von Canberra, der geschlossen wurde. Mehrere kleiner Feuer vereinten sich zu größeren Bränden. Der Alarmzustand wurde ausgerufen.[97]

Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ökologische Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berechnungen der Universität Sydney zufolge kamen in ganz Australien im gleichen Zeitraum etwa eine Milliarde Tiere (Säugetiere, Vögel und Reptilien, ohne Fledermäuse, Wirbellose, Insekten und Frösche) in den Flammen um.[98] Unter anderem wird geschätzt, dass bis dahin von den etwa 80.000 in Australien lebenden Koalas etwa 33.000 ums Leben kamen.[99] Im Macleay River kam es zu einem Massensterben von geschätzt mehreren Hunderttausend Fischen, nachdem Asche in den Fluss gespült wurde.[100]

Nach dem Feuer in Yamba (NSW), September 2019

Durch den Verlust ihres Lebensraums und ihrer Nahrungsquellen erwartet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen einen weiteren Verlust von überlebenden Tiere.[1] Brendan Wintle von der Universität Melbourne erklärte, dass die Brände zur Ausrottung einiger gefährdeter Arten führen können.[101][102]

Michael Clarke von der La Trobe University in Melbourne sagte: „Das Nachwachsen der Vegetation hängt vom Niederschlag ab, und der ist unvorhersagbar geworden. […] Wir sehen drei große Veränderungen“: Es gebe häufiger Brände, sie würden heftiger und das räumliche Ausmaß der Feuersbrünste nehme zu, was die Fähigkeit der Tierwelt vermindere sich wieder zu erholen. Gemäß Christopher Dickman von der Universität Sydney fehle es in der verbrannten Natur den Tieren an Nahrung und Schutz vor Regen oder sengender Sonne. Zudem könnten sie sich nicht vor Räubern wie verwilderten Katzen und Füchsen verstecken.[103] Nach Angaben der australischen Sektion des World Wide Fund For Nature (WWF) werden viele verbrannte Wälder Jahrzehnte benötigen, bis die Bäume wieder eine ausreichende Größe erlangen um Tieren Lebensraum zu bieten.[8] Für eine vollständige Erholung veranschlagte Dickman ein Jahrhundert,[104] der WWF mindestens zwei Jahrhunderte, manche Wälder seien jedoch unwiederbringlich verloren. Das volle Ausmaß der Schäden könne aber erst nach dem Ende der Feuer abgeschätzt werden.[8] Hingegen gelang es Feuerwehrkräften, den weltweit einzigen bekannten und aus nur circa 200 Bäumen bestehenden Wollemien-Bestand durch Einsatz von Hubschraubern und Bodenkräften weitestgehend vor der Vernichtung durch die Feuer zu bewahren.[99]

Ökonomische Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgebrannter Schuppen in Hillville (NSW), 14. November 2019

Etwa 5.900 Gebaeude inklusive 2.800 Wohnhäuser[1] fielen den Flammen zum Opfer; am 13. Januar belief sich die Zahl der den Versicherern gemeldeten Feuerschäden auf 10.550, mit Ansprüchen in Höhe von 939 Millionen A$.[105] Versicherer sehen deutlich Hinweise dafür, dass der Klimawandel ein Risikofaktor für große Buschfeuer ist.[106]

Der wirtschaftliche Schaden wurde auf von zwischen 1,5 und 2,5 A$ Milliarden (SGS Economics & Planning)[107] über 4,4 Milliarden A$ (Moody’s)[108] bis hin zu 5 Milliarden A$ (Westpac)[105] geschätzt.

Deloitte Access Economics berechnete für den Australian Business Roundtable for Disaster Resilience & Safer Communities den durch Feuer entstandenen materiellen Schaden auf 103 Milliarden A$ und den immateriellen Schaden auf 127 Milliarden A$. Der Ökonom John Quiggin von der University of Queensland lag mit seiner Schätzung für den materiellen Schaden bei 100 Milliarden A$.[109]

Das Finanzunternehmen AMP prognostizierte, dass die Feuer das Wirtschaftswachstum des Landes insgesamt spürbar beeinträchtigen werden. Es könne um 0,25 bis ein Prozent niedriger ausfallen, im Extremfall entspräche das 13 Milliarden A$.[110]

Sally Auld, Chefökonomin des US-amerikanischen Finanzhauses JPMorgan, stellte fest, dass die direkten negativen Auswirkungen derartiger Katastrophen auf das Bruttoinlandsprodukt hauptsächlich durch Produktionsverluste sowie durch Beeinträchtigung der Infrastruktur und des Produktivkapitals entstünden. Die meisten Brände seien jedoch bisher in Gebieten aufgetreten, die keinen erheblichen Produktionsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt leisteten und daher das Wirtschaftswachstum Australiens nicht beeinträchtigen dürften. Shane Oliver von AMP schätzte, dass der Flächenbrand das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 0,25 Prozentpunkte absenken könnte.[111]

Der Touristikverband Australian Tourism Industry Council teilte mit, dass die Buschfeuer die nationale Touristikbranche bereits „Hunderte von Millionen“ A$ gekostet hätten. Zudem hätte der Eindruck, dass „das ganze Land brenne“, die Marke Australien international beschädigt. In den ersten zwei Wochen des Jahres 2020 seien die internationalen Buchungen um 20 bis 30 Prozent zurückgegangen, wobei besonders Besucher aus umsatzstarken Märkten wie den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada, Deutschland, Frankreich und China dem Land ferngeblieben seien. Der Verlust der Industrie in 2020 wird von dem Verband auf 4,5 Milliarden A$ Dollar prognostiziert.[112][Anmerkung 1]

Auswirkungen auf die Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur australischen Buschfeuersaison 2019–2020 verhielten sich die Wälder Australiens klimaneutral, indem sie das durch Brände freigesetzte klimawandelverursachende Treibhausgas Kohlenstoffdioxid im Wesentlichen wieder aufnahmen.[1] Wissenschaftler der Global Fire Emissions Database schätzten im Januar 2020, dass durch die Brände 2019/2020 etwa 900 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Erdatmosphäre gelangten. Zum Vergleich: Stromerzeugung, Verkehr, Landwirtschaft und Industrie Australiens setzen von März 2018 bis März 2019 etwa 540 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid frei; im Jahr 2018 emittierten Verkehrsflugzeuge weltweit 918 Millionen Tonnen.[113]

Die durch die Buschfeuer gestiegenen Treibhausgasemissionen Australiens werden 2020 zu dem höchsten jährlichen Anstieg des weltweiten Kohlendioxidgehalts in der Erdatmosphäre seit Beginn der Messungen im Jahr 1958[114] und damit zur weiteren globalen Erwärmung beitragen, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit wiederkehrender „Megafeuer“ erhöht, welche wiederum durch steigende Intensivität und Häufigkeit weitere Emissionen freisetzen werden. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen sieht hierin „eine zutiefst beunruhigende Klima-Rückkopplung“.[1] Der Klimaforscherin Ina Tegen vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig zufolge wirken die Brände in Australien weltweit auf das Klima ein. Der Rauch dämpfe zwar zunächst die Sonnenstrahlen für einige Wochen; langfristig jedoch verstärke der der zusätzliche Ausstoß an Kohlendioxid den Treibhauseffekt.[103] Nach Mark Howden von der Australian National University, Mitglied des Weltklimarats, gibt es zwischen Pflanzen und Klima Rückkopplungen, die sich unmittelbar auf das Risiko für zukünftige Waldbrände auswirken. Bei Trockenheit vermindere sich zum Beispiel der Kühleffekt durch Verdunstung. Bäume geben normalerweise das meiste aus dem Boden aufgenommene Wasser über winzige Poren in ihren Blättern als Wasserdampf wieder ab und kühlen so die Umgebungsluft. Bei Trockenheit käme dieser Prozess ins Stocken, je trockener – desto heißer. Zudem trockne der Boden bei Hitze rascher aus.[103]

Rauchschleier in Sydney, Dezember 2019

Parallel kam es in Teilen des Landes infolge des Rauches zu einem starken Anstieg der Luftverschmutzung. Im Januar maß Canberra den schlechtesten Luftqualitätsindex aller Großstädte weltweit,[1] bereits am Neujahrstag hatte der Feinstaubgehalt der Luft in der Stadt die von der Weltgesundheitsorganisation als sicher eingestuften Werte um den Faktor 200 überschritten.[115] In Sydney wurden die Bewohner angewiesen, aufgrund des gesundheitsschädlichen Niveaus an Luftverschmutzung ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und bei Bedarf medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.[116] Die Luft in der Stadt beinhaltete zeitweise 734 Mikrogramm Feinstaub pro m³, was dem Rauch von 37 Zigaretten entsprach.[117]

In New South Wales und Victoria stieg die Zahl von Atemnotfällen wie Asthmaattacken Anfang Januar um etwa 50 Prozent an. Das Gesundheitsministerium von New South Wales verteilte mehr als eine Million Atemschutzmasken in betroffenen Gebieten.[118] Im Dezember 2019 erklärten Ärzteverbände in einer Stellungnahme, dass die Rauchbelastung einen Gesundheitsnotfall darstelle.[119]

Asche am Strand von Newcastle, Dezember 2019

Durch Brände verursachte Asche und andere Rückstände verteilten sich mit dem Wind in der Landschaft oder im Meer. So landeten große Mengen Asche an Australiens Stränden, in Trinkwasserspeichern und Wasserfassungen. Stauseen liegen in der Regel in bewaldeten Gebieten und sind daher besonders anfällig für Verschmutzung durch Asche, die Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor enthält. Erhöhte Konzentrationen von Nährstoffen stimulieren das Wachstum von Cyanobakterien, die eine Reihe von Problemen für die Qualität des Trinkwasser mit sich bringen, darunter schlechter Geschmack, Geruch und toxische Chemikalien.[1] So ist zum Beispiel der Warragamba-Staudamm außerhalb von Sydney ein Grund zur Besorgnis, dessen Einzugsgebiet zu 80 bis 90 Prozent verbrannt ist. Der Damm versorgt 3,7 Millionen Menschen mit Wasser.[120]

Durch die starken Regenfälle im Januar gelangten die Nährstoffe verbrannter Böden in Bäche und Flüsse; ins Meer gefallene Asche setzte diese Stoffe hier frei und düngte damit Wasserpflanzen und Algen. Die zusätzlichen Nährstoffe können in Maßen von Nutzen sein, zu viel hingegen führt zu einer Überdüngung und übermäßigem Algenwachstum. Wachsende Algen absorbieren Sauerstoff aus dem Wasser, wodurch Fische und andere Wasserlebewesen ersticken. Erfahrungen aus anderen Feuerkatastrophen zeigen, dass eine Überdüngung des Meeres zur Vermehrung von Plankton führen und so Korallenriffe erstickten kann.[1]

Eine Aufnahme des japanischen Wettersatelliten Himawari 8 zeigt, wie der Rauch der Feuer die Südinsel Neuseelands verdeckt, Januar 2020

Der von den Bränden verursachte Rauch konnte zeitweise noch in Neuseeland[121] und Südamerika[122] wahrgenommen werden. Die US-Raumfahrtbehörde NASA erwartet, dass der Rauch die Erde umrundet und nach Australien zurückkehrt.[123]

Mit dem Rauch der Feuer kam Asche nach Neuseeland, die sich über die auch im Sommer schneebedeckten Gletschergebiete des Landes verteilte und sie karamellfarben erscheinen ließ. Weißer Schnee hat ein hohes Rückstrahlvermögen und reflektiert das Sonnenlicht relativ stark. Je dunkler die Farbe des Schnees ist, desto mehr nimmt das das Rückstrahlvermögen ab und desto mehr Wärme absorbieren die Gletscher. Nach Andrew Mackintosh von von der Monash University in Melbourne hat die abgelagerte Asche das Potential, die Rate der Gletscherschmelze in Neuseeland in dieser Saison um 20 bis 30 Prozent zu erhöhen, wobei die Auswirkungen nicht viel länger als ein Jahr anhalten dürften. Seit den 1970er Jahren haben die Gletscher aufgrund der Erderwärmung bereits ein Drittel ihres Schnee- und Eisvolumens verloren.[124]

Psychologische Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brände verursachten nicht nur körperliche Schäden; viele Menschen wurden durch Erfahrungen wie Notfallevakuierung und den Verlust von Häusern, Haustieren, Habseligkeiten, Vieh oder anderen Lebensgrundlagen psychisch traumatisiert. So konnten Bewohner einiger Gemeinden Aufforderungen zur Evakuierung nicht rechtzeitig Folge leisten, da zum Beispiel Stromausfälle Tankstellen außer Betrieb gesetzt hatten; andere saßen bedingt durch Highway-Sperrungen in Hochrisikogebieten fest oder waren gezwungen, sich an Stränden und auf Booten in Sicherheit zu bringen, wo sie mit ihren Kindern die Nacht verbrachten und währenddessen Zeuge beispielloser Feuerstürme wurden. Gemäß dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen können durch derartige Erfahrungen nachhaltige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Bewohnern betroffener Gemeinden erwartet werden.[1]

Reaktionen der australischen Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liberal Party of Australia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Premierminister Scott Morrison

Premierminister Scott Morrison von der Liberal Party of Australia, der als Klimaskeptiker gilt,[125] stand während der Buschfeuer stark unter Kritik, nachdem er die Bedrohung durch den Klimawandel und den Anteil des Kohlebergbaus in Australien (Australien ist der zweitgrößte Kohleexporteur weltweit)[126] daran verharmlosend dargestellt hatte.[127] Es gebe „keinen glaubhaften Beweis“ für einen Zusammenhang zwischen der Klimakrise und den Buschfeuern.[125] Stand der Forschung ist hingegen, dass die globale Erwärmung einen klaren Einfluss auf derartige Extremereignisse hat. So hielt der Weltklimarat IPCC bereits in seinem 2007 erschienenen vierten Sachstandsbericht fest, es sei mit 99- bis 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit „nahezu sicher“, dass Hitzewellen und Feuer in Australien an Intensität zunehmen und häufiger auftreten werden.[128]

Morrison lehnte jedoch „unbesonnene“ Forderungen nach Einschränkungen für die Kohleindustrie[129] und Änderungen an den derzeitigen Klimazielen Australiens ab.[130] In dem Übereinkommen von Paris hatte sich Australien zu einer Verringerung von Kohlenstoffemissionen bis 2030 um 26–28 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 verpflichtet. Zur Erfüllung dieser Ziele nimmt das Land – als einziges der Erde – sogenannte „carryover credits“ (Übertragsgutschriften) in Anspruch, wobei es sich die Summe des Kohlendioxids, die es unter einer früheren Verpflichtung eingespart hatte, auf die Ziele 2030 anrechnen lassen will. Der Ausstoß soll so bis 2030 um 695 Mega-Tonnen verringert werden; 367 Mega-Tonnen davon – rund die Hälfte der Einsparung – sollen aus den Gutschriften stammen.[131]

Australien verdient mit dem Kohleexport rund 45 Mrd. Euro pro Jahr, es existieren enge Verbindungen zwischen der Kohleindustrie und der Regierung Morrison.[132] Australien stand bei seiner Bewertung im Klimaschutz-Index an 57. Stelle und belegte damit einen der hinteren Plätze. Die Regierung Morrison wurde hierin als „eine zunehmend regressive Kraft“ bezeichnet.[133] Morrison erklärte: „Australien und die australische Regierung werden ihre Politik an unseren nationalen Interessen ausrichten. Wir werden in Australien das tun, von dem wir denken, es ist richtig für Australien.“ Er sei nicht dafür da, „die Menschen in Übersee zu beeindrucken“.[131]

Schon zu Beginn der Brände hatte eine Gruppe aus ehemaligen Führungskräften der Feuerwehr aus verschiedenen Bundesstaaten den Premierminister kritisiert; der nach ihren Angaben ihre Warnung vor der nahenden Katastrophe und den Hinweis auf den Bedarf an Löschflugzeugen ignoriert hatte.[134] Morrison habe ein Treffen mit ihnen abgelehnt, weil seine Regierung „grundsätzlich nicht gerne über den Klimawandel“ spreche.[135] Morrison geriet unter politischen Druck, als er Fragen über einen Zusammenhang zwischen der Untätigkeit der Regierung bei der Bekämpfung des Klimawandels und den Buschbränden auswich. Letztendlich räumte er ein, dass der Klimawandel zu den Buschbränden beigetragen hat.[136]

Der Premierminister geriet im Dezember 2019 weiter unter Druck, als er während der Buschfeuer mit seiner Familie auf der Inselkette Hawaii Urlaub machte und die Reise durch sein Büro auch auf Nachfrage von Journalisten leugnen ließ.[137] Morrison entschuldigte sich später für den „Ärger, den sein Urlaub bei vielen Australiern verursacht“ habe[138] und reiste nach Sydney zurück.[139] Zahlreiche Medien hatten ihre Schlagzeilen in Anlehnung an Morrisons Tourismus-Slogan aus seiner Zeit als Leiter von Tourism Australia mit ScoMo, Where the Bloody Hell Are You? (ScoMo, wo zur Hölle steckst Du?) betitelt.[140]

Morrison wurde weiter kritisiert, als er Entschädigungen für den Einkommensausfall freiwilliger Feuerwehrleute beim Einsatz abgelehnte. Allein in New South Wales besteht die Feuerwehr zu 90 Prozent aus Freiwilligen. Er lenkte später ein und stimmte Entschädigungen zu.[141] So erhalten Freiwillige nun unter bestimmten Bedingungen steuerfrei 300 A$ pro Tag bis zu einer Gesamthöhe von 6000 A$.[142]

Der Premierminister kündigte am 5. Januar die Gründung einer National Bushfire Recovery Agency an, einer Bundesagentur mit der Aufgabe, die von den Buschbränden Betroffenen zu unterstützen. Die Organisation soll zunächst über ein Budget von 2 Milliarden A$ verfügen und unter der Leitung des ehemaligen Commissioners der Australian Federal Police Andrew Colvin stehen.[143] Die Ankündigung der neuen Agentur wurde von einem Video begleitet, das von Morrisons Büro in sozialen Medien gepostet wurde. Hierin wurde die Reaktion der Regierung auf die Brände, einschließlich der Höhe der Mittel für die Feuerlöschausrüstung, detailliert beschrieben. Parodien des Videos machten in den sozialen Medien schnell die Runde, in denen viele die Veröffentlichung als politische Werbung kritisierten, zu einer Zeit in der Feuerwehrleute vor einem der gefährlichsten Tage an der Feuerfront standen.[144]

Nach der Zwangseinberufung von 3000 Reservisten (der größten in der Geschichte Australiens) zur Unterstützung der Feuerwehren stand Morrison erneut heftig in der Kritik, da die Mobilisierung mit den Feuerwehren des Landes nicht abgestimmt war. Bald darauf veröffentlichte Morrison im Auftrag der Liberal Party ein Video über den Einsatz militärischen Personals und Geräts als Reaktion auf die Buschfeuer, das als unangemessene und unzeitgemäße politische Werbung weithin kritisiert wurde.[145]

Weitere Kritik erhielt die Liberal Party für einen Spenden-Knopf auf ihrer Website, der fälschlicherweise zu einer Spendenseite der Partei führte anstatt zur Website der Buschfeuerhilfe; der Knopf wurde später entfernt.[146]

Bei einem Besuch der von den Bränden heimgesuchten Stadt Cobargo in New South Wales versuchte Morrison zwei Einwohnern des Ortes die Hand zu schütteln, die sich jedoch weigerten seine ausgestreckte Hand anzunehmen. Morrison wurde kritisiert, weil er gegen ihren Willen die Hände ergriff und dann schüttelte.[147] Bei diesem Besuch wurde Morrison zusätzlich von einigen der Bewohner beschimpft.[148]

Demonstrationen am 10. Januar 2020
Brisbane Protest Sack Scomo! Fund Firies! Climate Action Now! (49361379636).jpg
Placards - Climate Emergency Bushfires rally Melbourne 10 Jan 2019 - IMG 4921.jpg
Climate crisis rally in Murray Street Mall (49361233632).jpg


Brisbane
Melbourne
Perth

In mehreren Großstädten des Landes kam es am 10. Januar zu Demonstrationen mit mehreren Zehntausend Teilnehmern[Anmerkung 2] gegen den kohlefreundlichen Kurs der Regierung. In Interviews zeigte sich Morrison darauf „enttäuscht“, dass Klimapolitik und die Buschbrände in der öffentlichen Debatte „zusammengeworfen“ würden. „Wir wollen keine Ziele und Vorgaben, die Arbeitsplätze und die Wirtschaft zerstören oder beschädigen“, sagte Morrison. Den Vorwurf, dass jemandes Klimapolitik direkt zu einem dieser Brandereignisse beigetragen habe, empfand er als „einfach lächerlich“[149] und „absurd“.[150]

In einem Interview vom 12. Januar sagte Morrison, dass die Australier nun erwarteten, dass die Bundesregierung und die Verteidigungskräfte direkter auf nationale Notfälle reagieren. Zudem stellte er eine Untersuchungskommission (Royal Commission) in Aussicht, die einen Zusammenhang der Feuer mit dem Klimawandel und das Zusammenspiel der Bundesstaaten betrachten solle, um eine langfristige Strategie gegen die Bedrohung durch weitere katastrophale Brände zu formulieren. Es sei „unstrittig“, dass der Klimawandel „längere, heißere, trockenere Sommer“ verursache, jedoch lehnte er eine Anhebung der Zielvorgaben seiner Regierung nach wie vor ab. Das Kabinett und seine Regierung werde bestehende Maßnahmen weiter entwickeln um diese Ziele zu erreichen oder zu übertreffen.[151] In einer am gleichen Tag erschienenen Meinungsumfrage hatte Morrison massiv an Zustimmung bei den Wählern verloren und war von Anthony Albanese der Australian Labor Party als bevorzugter Premierminister überholt worden.[152]

National Party of Australia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael McCormack, stellvertretender Premierminister und Koalitionspartner von der National Party of Australia (Vertreter meist ländlicher Wählerschaft), nannte im November 2019 Klimakritiker „völlig irre Städter“, die es wagten, den Klimawandel mit den Buschfeuern in Verbindung zu bringen. Die von den Bränden Betroffenen bräuchten jetzt „Verständnis und echte Hilfe“ wie „eine Unterkunft“ und nicht das „Geschwätz einiger reiner, erleuchteter, linker Greenies aus der Hauptstadt […]“.

Barnaby Joyce, Vorsitzender der National Party bis 2018, meinte kurz darauf, dass zwei der Brandopfer im gleichen Monat „wahrscheinlich“ Wähler der Australian Greens gewesen seien.[153] In Anspielung auf die Aktivistin Greta Thunberg kommentierte er: „Ich will nicht von kreischenden Skandinaviern hören, wie ich mit Buschfeuern umgehen soll. Das ist so, als würde ich Norwegen mit einem Bericht über Eisberge versorgen.“[131]

Opposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Australian Labor Party[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Führer der Opposition Anthony Albanese von der Australian Labor Party war im Dezember der Ansicht, dass Australien weiterhin Kohle exportieren und gleichzeitig eine starke Klimapolitik betreiben könne.[154] Die Einstellung der australischen Kohleexporte würde lediglich dazu führen, dass andere Länder ihre Lieferungen erhöhen würden.[155] Im Januar betonte er, dass der Klimawandel eine Rolle in der jüngsten Buschfeuerkrise spiele, als „einer von mehreren Faktoren“.[156] Er empfahl eine Orientierung an den Forschungsergebnissen von Wissenschaftlern und Experten. Sein Land könne angesichts des Klimawandels den Kopf nicht in den Sand stecken und so tun, als habe der Klimawandel keine Auswirkungen.[157]

Albanese forderte einen Preismechanismus für Emmisionen sowie eine Zielsetzung für erneuerbare Energien. Die durch die Brände verursachten wirtschaftlichen und gesundheitlichen Schäden entkräfteten die Ansicht, dass eine Senkung der Emissionen zu teuer sei. Es sei an der Zeit, „dass diejenigen, die jetzt sagen: ‚Oh, der Klimawandel ist Unsinn. Das Handeln gegen den Klimawandel wird uns teuer zu stehen kommen‘ eine Vorstellung über die Kosten des Nicht-Handelns bekommen, denn sie sind astronomisch. Es passiert gerade vor unser aller Augen.“[158]

Australian Greens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adam Bandt, einer der stellvertretenden Vorsitzenden der Australian Greens, führte im November 2019 aus, dass – sollte Australien weiterhin in dem bisherigen Umfang Kohle fördern – das Land damit zur Verschärfung der globalen Erwärmung beitrage, wodurch zukünftige Buschfeuer wahrscheinlicher und intensiver würden. Zuvor hatte das grüne Senatsmitglied Jordon Steele-John dort Kollegen aus der Regierungskoalition als „Brandstifter“ bezeichnet.[159] Bandt beschuldigte die Liberal Party und die Labor Party Kohle mehr wertzuschätzen als Menschenleben. „Kohle schürt die Brände, Kohle schürt die Dürre und Kohle schürt den Rauch über Sydney, Canberra und Brisbane. […] Wenn man keinen Plan zum Kohleausstieg hat, dann hat man keinen Plan um mit der Klimakrise fertig zu werden. Wir [Australien] haben den Verkauf von Asbest eingestellt und müssen auch den Export von Kohle einstellen“, sagte Bandt im Dezember 2019.[155]

Der Vorsitzende der Greens Richard Di Natale nannte die Behauptung, seine Partei würde Präventivmaßnahmen wie hazard-reduction burning nicht unterstützen, „eine Lüge“. Die Brände 2019/2020 würden aufgrund der „Klimakrise, mit der die Welt konfrontiert“ sei, auf „tragische Weise zur neuen Normalität“.[160]

Pauline Hanson’s One Nation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pauline Hanson, Parteivorsitzende der rechtspopulistischen und islamophoben Pauline Hanson’s One Nation und Mitglied des Australischen Senats, beschuldigte Mitte November 2019 die Australian Greens und Australian Labor Party die Entfachung der „Buschfeure-Krise“ in Australien mit verschuldet zu haben. „Linksgerichtete“ Parteien hätten mit ihrer Weigerung, Brandreduzierungsmaßnahmen wie die Beseitigung brennbaren Materials im Buschland durchzuführen, zur Ausweitung der Buschfeuer beigetragen. Die globale Erwärmung habe „nichts mit den […] Buschfeuern zu tun“.[161] Die Bereitstellung von 2 Milliarden A$ durch die Bundesregierung zum Wiederaufbau von zerstörten Wohnhäusern nannte sie „erbärmlich“.[162]

Desinformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die australische Bundesminister für Kommunikation Paul Fletcher appellierte im Januar an die australische Öffentlichkeit, eine „gesunde Skepsis“ gegenüber im Internet veröffentlichten Berichten rund um die Buschfeuer zu zeigen.[163] Grund hierfür war eine Desinformationskampagne auf sozialen Medien, die unter dem Hashtag #ArsonEmergency behauptete, Brandstiftung sei die alleinige Ursache für den australischen Buschbrandnotstand.[164]

Timothy Graham, Experte für sozialen Medien von der Queensland University of Technology, analysierte 1500 Tweets von über 300 Nutzerkonten mit dem Hashtag #ArsonEmergency auf Merkmale, die typischerweise mit Bots und Trollen in Verbindung gebracht werden. Seine Ergebnisse legten eine „koordinierte Desinformationskampagne“ nahe, in welcher die Theorie verbreitet wurde, dass allein Brandstifter die Feuer verursacht hätten.[165] Die Angaben waren einem Artikel der Zeitschrift The Australian (News Corp.) entnommen worden, der fälschlicherweise berichtet hatte, 183 Brandstifter seien seit Beginn der Buschfeuersaison verhaftet worden. Tatsächlich wurden nur 24 Personen beschuldigt, absichtlich Brände gelegt zu haben. Gleichzeitig versuche die Kampagne Berichte zu diskreditieren, nach denen der Klimawandel zur Schwere und Länge der Buschfeuer-Saison beigetragen habe.[166]

Präventives backburning in Townsville (QLD), 2001

Zahlreiche Posts beschäftigten sich mit der politischen Partei der Australian Greens, die vorgeblich präventive backburning-Maßnahmen verhindert hätten.[167] In der kühleren Jahreszeit ist es in Australien Praxis, im Buschland kontrolliert Feuer zu legen (sog. backburning, auch hazard-reduction burning oder fuel-reduction burning,[168] deutsch auch Vorfeuer), als Präventivmaßnahme zur Verhinderung intensiverer Brände während der Feuersaison. Tatsächlich unterstützen die Greens solche Präventivmaßnahmen,[169] zudem hat die Partei nicht die Möglichkeit zu einer derartige Blockade, da sie lediglich einen von 151 Sitzen im Australischen Parlament hält.[170] Der ehemalige Feuerwehr- und Rettungskommissar von New South Wales, Greg Mullins, stimmte zu, dass tatsächlich zu wenig Präventivbrände gelegt worden seien, um effektiv größere Buschfeuer in der Saison zu verhindern. Jedoch wies er darauf hin, dass der Klimawandel mit der extremen Dürre, die seit 20 Jahren von abnehmenden Niederschlägen begleitet werde, dazu geführt habe, dass das Zeitfenster für Maßnahmen zur Gefahrenreduzierung sehr klein geworden sei. Durch den Abbau von Forst- und Nationalparkpersonal lägen diese Maßnahmen nun in der Hand freiwilliger Helfer, die hauptsächlich nur an Wochenenden verfügbar seien. Richard Thornton, Leiter des Bushfire and Natural Hazards Cooperative Research Centre, fügte hinzu, dass viele dieser Maßnahmen nicht durchgeführt werden konnten, da die absichtlich gelegten Feuer außer Kontrolle geraten und so Schaden an Eigentum anrichten könnten, zudem würde die wachsende Bevölkerung besonders an den Stadträndern kritischen Mengen von Rauch ausgesetzt. Die Toleranzschwelle der Gemeinden für starken Rauch und mögliche Schäden an empfindlichen Ökosystemen sei sehr niedrig.[159]

Andere über das Internet verbreitete Theorien besagten, die Brände seien absichtlich zur Freilegung von Baugelände zugunsten einer Hochgeschwindigkeitsbahntrasse gelegt worden,[171] der Islamische Staat sei für die Feuer verantwortlich[172] oder die Brände seien bewusst von Klima- und Umweltschützern unter falscher Flagge gelegt worden.[173]

Timothy Graham erläuterte, dass Australien in der Folge der Umweltkatastrophe plötzlich mit Fehlinformationen und übertriebener Polarisierung überflutet werde, die es seinen Bürgern zunehmend erschwere die Wahrheit zu erkennen.[166] Die Kampagne sei in puncto Größe zwar nicht vergleichbar mit ähnlichen Kampagnen wie etwa zur Präsidentschaftswahl in den USA 2016, aber die bis dato größte in der australischen Geschichte. Ziel sei es, die wissenschaftliche Beleglage zum Klimawandel zu attackieren, um nahezulegen, dass dieser nicht real sei.[174]

Weitere Verwirrung entstand durch die Verbreitung von inkorrekt interpretiertem Bildmaterial, wie zum Beispiel eine vermeintliches Satellitenfoto der Buschbrände, das aus korrekten NASA-Daten erstellt worden war und alle Feuer zeigte, die in der Zeit vom 5. Dezember 2019 bis zum 20. Januar 2020 in Australien gebrannt hatten. Diese Brände hatten allerdings nicht zeitgleich stattgefunden, das Bild vermittelte aber in dieser Anordnung vielen einen übertriebenen gegenwärtigen Zustand, nicht letztendlich auch wegen der Repräsentation der Feuer durch glühende Farben. Das Bild wurde weltweit vielfach auf sozialen Netzwerken geteilt. Auch andere grafische Darstellungen wurden dort verbreitet und gerieten ebenso in die Kritik.[175]

In Murdoch-Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mehrheit der Medien, darunter Fernsehsender wie Sky News Australia oder der Pay-TV-Anbieter Foxtel, die Tageszeitung The Australian, landesweit verbreitete Boulevardzeitungen und zahlreiche Regional- und Lokalzeitungen,[176] wird vom neokonservativen Medienunternehmer Rupert Murdoch (News Corp.) kontrolliert und unterstützt den politischen Kurs der Regierungspartei Liberal Party of Australia. Die Murdoch-Pressegruppe berichtete wiederholt falsche Fakten und Zahlen zur Klima- und Feuerkrise, obwohl diese von unabhängigen Experten mehrfach widerlegt wurden.[177]

Damien Cave von The New York Times wies darauf hin, dass News Corp. in seinen Medien zunehmend Fehlinformationen über die glanzlose Reaktion der australischen Regierung auf die Brände verbreiten würde. Er nannte Beispiele, in denen die Murdoch-Presse die Verantwortung für die Brände auf das linke Spektrum abgeschoben, wohlwollend über konservative Politiker berichtet und die Aufmerksamkeit vom Klimawandel abgelenkt hätten. Hierzu gehöre die Mär, das die Greens präventive backburning-Maßnahmen verhindert hätten, was nun Wohnhäuser zerstöre und Leben koste. Außerdem wäre wiederholt berichtet worden, dass die Brände dieser Feuersaison nicht schlimmer ausgefallen seien als die der Vergangenheit. Die Rolle von Brandstiftung sei übertreiben dargestellt worden, zudem seien die Murdoch-Medien die lautesten Verteidiger von Premierminister Morrison gewesen, als er wegen seines Urlaubs auf Hawaii auf der Höhe der Feuer schwere Kritik einstecken musste. Auffällig sei hiebei, dass Online-Trolle und -Bots diese Argumente gerne übernehmen würden.[178] Auch der Tagesspiegel berichtete von einem „Verharmlosen einer Krise“ und „ausfälligen Kommentatoren“ in der Murdoch-Presse.[179]

Michael Mann, Atmosphärenwissenschaftler und einer der Hauptautoren der Gutachten des Weltklimarats, bemängelte, dass das „Murdoch-Medien-Imperium“ Hand in Hand mit der rechtskonservativen Regierung zusammenarbeite, sich für fossile Brennstoffe stark mache, die Wissenschaft hinter dem Klimawandel attackiere und Versuche blockiere, Maßnahmen gegen die Klimakrise zu ergreifen.[176]

Die Art und Weise der Berichterstattung erregte auch innerhalb der Mediengruppe Kritik. Eine Mitarbeiterin aus dem Management von News Corp. Australia beschuldigte die Organisation in einer E-Mail an den Vorstandsvorsitzenden Michael Miller, die sie auch an die dort Beschäftigten verteilte, einer „Fehlinformationskampagne“ mit „unverantwortlicher“ und „gefährlicher“ Berichterstattung über die Buschfeuer-Krise. Die E-Mail wurde binnen einer Stunde aus den Mailboxen der Beschäftigten entfernt. Die Mitarbeiterin schied im Dezember aus dem Unternehmen aus.[163] Am 15. Januar kritisierte Murdochs Sohn James News Corp. und Fox wegen der anhaltenden Leugnung der Rolle des Klimawandels auch in der Berichterstattung über die Buschfeuer in Australien.[180]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Spenden an verschiedene Hilfsfonds und Feuerwehrorganisationen kamen fast 500 Millionen A$ zusammen.[181]

Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) erhielt 86 Beschwerden über Betrügereien im Zusammenhang mit den Buschfeuern wie Aufforderungen zu bargeldlosen Spenden per Online-Crowdfunding über GoFundMe oder irreführende Links auf Twitter.[182]

Zahlreiche Sportveranstaltungen und Musikfestivals wurden wegen der Gefahrenlage und der Rauchentwicklung abgesagt.[183] Das Tennisturnier Apis Canberra International 2020 wurde zum Schutz der Spieler und Zuschauer von Canberra nach Bendigo verlegt.[184]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige australische Premierminister Tony Abbott von der Liberal Party sagte in einem Interview des israelischen Hörfunks am 15. Dezember 2019, dass sich die Welt „im Griff eines Klimakults“ befinde und bestritt, dass Kohlendioxid die globale Erwärmung vorantreibe. Der Gastgeber der Sendung Eran Mor-Cicurel zeigte sich überrascht über Abbotts Ansichten: „Ich hätte nicht erwartet, dass ein ehemaliger Premierminister Australiens inmitten einer Umweltkrise in Australien so unverblümt über Umweltfragen sprechen würde.“ Aufgebrachte Zuhörer hatten sich bei dem Sender darüber beschwert, dass derart „extremistischen Ansichten“ Sendezeit gegeben worden war.[185]

Der ehemalige australische Premierminister Malcolm Turnbull von der Liberal Party schrieb in einem Gastartikel für das amerikanische Nachrichtenmagazin Time: „Australiens Brände in diesem Sommer – beispiellos im Ausmaß ihrer Zerstörung – sind die grausame, aber unvermeidliche Realität der globalen Erwärmung. Ein heißeres, trockeneres Klima bedeutet mehr und längere Dürreperioden und mehr und heftigere Brände. […] Es gibt keine Ausreden mehr und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Australien und die Welt brauchen jetzt einen Grünen New Deal.“[186] In einem Interview mit der BBC am 22. Januar übte er harsche Kritik an seinem Nachfolger Morrison, der nicht so gehandelt habe „wie ein Premierminister handeln würde und sollte“, sondern statt dessen die Buschfeuerkrise „heruntergespielt“ hätte. Australien stehe „an vorderster Front der Konsequenzen“ der Klimakrise und müsse als „fortschrittliches, wohlhabendes, technologisch hoch entwickeltes Land“ sich mit diesem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen, auch als Vorbild für andere Länder.[135]

Der ehemalige australische Premierminister Kevin Rudd von der Labor Party nannte die Antwort der Bundesregierung auf die Buschfeuerkrise „ausweichend, lauwarm, gespürlos und vor allem zu spät“. Anstatt sich angesichts einer der schlimmsten Naturkatastrophen der australischen Geschichte mit einer starken Reaktion so richtig ins Zeug zu legen übe sich die Regierung lediglich in „Issue Management“.[187]

Der australische Autor Richard Flanagan meinte in der New York Times, dass Australien „Klima-Suizid“ beginge. Beide großen Parteien (Liberals und Labor) erhielten Spenden von der Industrie für fossile Brennstoffe.[188] Robinson Myer von der amerikanischen Zeitschrift The Atlantic argumentierte, dass Australien unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen „gegen den Klimawandel verlieren wird“. „Es ist durchaus möglich, dass die Feuer die australische Politik in eine zunehmend belagerte und noch rückschrittlichere Richtung drängen und damit Politiker wie Morrison dazu ermächtigen werden, gegen jedwede Veränderung anzustehen. So wird Australien wohl in der Klimaspirale hängen bleiben und sich mehr denn je an die Kohle klammern, während die Städte des Landes an der Asche einer brennenden Welt ersticken.“[189]

Als Premierminister Morrision 2017 noch das Amt des Treasurers (Finanzministers) bekleidete, stellte die Bundesregierung die Finanzierung des australischen Forschungsinstituts für die Anpassung an den Klimawandel (National Climate Change Adaptation Research Facility, NCCARF) nahezu ein. Die Direktorin des Instituts Jean Palutikof sah die Forschungslandschaft des Landes im Januar 2020 durch diese Entscheidung geschwächt und schlechter aufgestellt als vor 10 Jahren, um den Bränden, der Dürre und anderen Auswirkungen der Erderwärmung etwas entgegenzusetzen.[190]

Frank Jotzo, Professor an der Australian National University und Leiter des Centre for Climate and Energy Policy, hoffte, dass sich im Jahr 2020 die politische Debatte um den Klimawandel auf konkret Machbares konzentrieren werde und nicht darauf, ob man handeln solle oder nicht. Er prognostizierte „Politikern aller Couleur“ auf der Strecke zu bleiben, sollten sie keine vernünftige Klimapolitik betreiben. „Euer Vermächtnis steht auf dem Spiel. […] Ihr müsst führen. […] Euer größtes Problem werden die Murdoch-Medien, einige tollwütige Hinterbänkler und ein paar Kohleunternehmen sein. Aber schließlich habt Ihr ja das Sagen, nicht wahr?“[191]

Der australische Bergbau-Magnat Andrew Forrest wiederholte mehrfach seine unbelegte Behauptung, dass die Feuer in erster Linie auf die Belastung der Wälder durch brennbares Material und auf Brandstiftung zurückzuführen seien, der Klimawandel spiele hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Die Wissenschaft habe „noch noch einen weiten Weg vor sich“. Er rief internationale Spender zur Finanzierung seiner Stiftung auf, mit der im wissenschaftlichen Peer-Review abgesicherte, „neue Klimaforschung“ geleistet werden solle. Sein Spendenziel läge bei 500 Millionen A$, zu dem er mit 50 Millionen A$ für den Aufbau der Widerstandsfähigkeit gegen Naturkatastrophen beigetragen habe.[165]

Der politische Kommentator der Australian Broadcasting Corporation David Speers fasste Scott Morrisons Verhalten während der Buschfeuer zusammen: „Der Premierminister wird beschuldigt, zu spät [auf der Bildfläche] erschienen zu sein, den [Bundes]staaten die Schuld zuzuschieben und dann zu versuchen, politisches Kapital aus der Krise zu schlagen. […] Innerhalb der Regierung wird allgemein erkannt, dass dem Premierministers sein bisher glückliches Händchen nun während der Buschfeuerkrise verloren gegangen ist. Es war nicht sein bester Moment, um es milde auszudrücken.“[192]

Shane Fitzsimmons, der Leiter der Feuerwehr in New South Wales, bescheinigte Morrison einen Mangel an „grundlegender professioneller Höflichkeit“. Er empfand es als „sehr enttäuschend“,[193] dass er „an einem der schlimmsten Brandtage seit Beginn der Aufzeichnungen inmitten massiver Flüchtlingsströme und einer äußerst schwierigen Wetterlage“[144] von der Mobilisierung des Militärs aus den Medien erfahren musste.[193]

Der ehemalige australische TV-Moderator Barrie Cassidy bezeichnete das von Morrison veröffentlichte Video zur Mobilisierung der Reservisten als „absolut obszön“,[194] der australische Journalist Peter van Onselen sagte, es sei „mehr als unangemessen“,[194] der britische politische Reporter Piers Morgan sah hierin „eins der gespürlosesten Dinge“, die seiner Erfahrung nach „ein Führer eines Landes während einer Krise veröffentlicht“ habe.[146]

In einem im Januar von Piers Morgan durchgeführten Interview mit dem Politiker Craig Kelly von der australischen Liberal Party, der die Ursachen für die Feuer in den hohen Brennstofflasten der australischen Wälder und nicht im Klimawandel verortete, antwortete Morgan: „Der Klimawandel und die globale Erwärmung sind real und Australien zeigt der ganzen Welt gerade jetzt, wie verheerend sie sind. […] Es ist eine absolute Schande, dass führende Politiker in Australien immer noch so zu tun als gäbe es keine Verbindung.“[195] Kurz darauf untersagte Morrison den Abgeordneten der Liberal Party internationale Medieninterviews zu geben.[149]

Ross Garnaut, Professor für Ökonomie an der Australian National University und führender wissenschaftlicher Mitarbeiter für Ökonomie an der University of Melbourne, war der Ansicht, dass Australien sowohl Null Emissionen ausstoßen kann und trotzdem von seinen Bodenschätzen profitieren kann. Die Buschfeuerkrise hätte vermieden werden können, wenn Australien als Teil einer globalen Anstrengung „viel früher viel mehr getan hätte“. Die Tragödie habe sich über eine lange Zeit aufgebaut; die Lage würde sich solange weiter weiter verschlimmern, bis der Netto-Ausstoß der Welt and Treibhausgasen bei Null angelangt sei. Er schlug vor, unter Verwendung von erneuerbaren Energien Wasserstoff herzustellen, mit dem das Land anstatt mit Kohle vor Ort aus seinen Bodenschätzen wie Bauxit und Aluminiumoxid Stahl oder Aluminium produzieren werden könne. Australien könne auf diesem Gebiet Weltführer werden. „Australien ist bei weitem der größte Exporteur von Aluminium- und Eisenerzen. Wenn die Welt Aluminium und Eisen ohne Emissionen produziert, dann sind wir der Ort, an dem das getan werden sollte,“ was sich positiv für die Wirtschaft auswirken würde.[196]

Die Denkfabrik The Australia Institute plädierte dafür, dass der australische Steuerzahler nicht alleine für die immensen Schäden aufkommen solle. Auch die Kohle- und Erdgas-Industrie solle sich durch eine Abgabe daran beteiligen. Eine moderate Abgabe von 1 A$ pro Tonne Kohlenstoffemmission bei der Produktion fossiler Brennstoffe würde etwa 1,5 Milliarden A$ pro Jahr einbringen.[197]

Der deutsche Konzern Siemens wurde unter anderem von der Bewegung Fridays for Future unter Hinweis auf die Buschfeuer aufgefordert, sich nicht mehr an der Erschließung eines neuen Kohlenbergwerks, die Carmichael Mine (eines der größten Kohlebergwerke der Welt),[198] durch die indische Adani Group im Osten Australiens zu beteiligen. Siemens soll Signalanlagen für Gleise liefern.[199] Jedoch will Siemens an der Zulieferung festhalten, laut Vorstandschef Joe Kaeser sei man vertraglich dazu verpflichtet. Klimaschützer kritisieren die Entscheidung als „unentschuldbaren Fehler“.[200]

Deutsche Politiker wie Karl Lauterbach (SPD) und Thomas Hacker (FDP) sprachen sich angesichts der Brände für die Aussetzung der RTL-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! aus.[201]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zum Vergleich: Der Kohlebergbau beschäftigt 38.000 Menschen in Australien; die Touristikbranche 924.000 Personen.[1]
  2. Teilnehmerzahlen der Demonstrationen:
    Sydney – über 30.000 [2]
    Brisbane – über 3000 [3]
    Adelaide - über 3000 [4]
    Melbourne – mehrere Tausend [5]
    Perth - mehrere Hundert [6] bis 1500 [7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 2019–20 Australian bushfire season – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Ten impacts of the Australian bushfires. In: UN Environment vom 22. Januar 2020.
  2. David Bowman: The causes of unprecedented bushfires are complex but climate change is part of the puzzle. In: Australian Broadcasting Corporation vom 12. November 2019.
    Fires across Australia: Unprecedented disaster as we brace for a horror weekend. In: 7news.com.au vom 2. Januar 2020.
    Adam Morton: Yes, Australia has always had bushfires: but 2019 is like nothing we've seen before. In: The Guardian vom 25. Dezember 2019.
  3. Fergus Hunter: Australia’s top scientists urge government to do more on global warming. In: The Sydney Morning Herald vom 11. Januar 2020.
    Tara Law Australia’s Wildfires and Climate Change Are Making One Another Worse in a Vicious, Devastating Circle. In: Time vom 7. Januar 2020.
    Scientists paint Australia fires as red alert on climate change. In: The Japan Times vom 12. Januar 2020.
  4. a b c Kate Kachor: Bushfire crisis: South coast bushfire victim identified. In: 9news vom 25. Januar 2020.
  5. Als Beispiele sollen gelten:
    Calla Wahlquist, Helen Davidson, Luke Henriques-Gomes: Summary: Pleas to evacuate remain ahead of horror bushfire conditions. In: The Guardian vom 3. Januar 2020.
    Sara Garcia: Kangaroo Island scorched with ‚unprecedented‘ ferocity by bushfires as CFS saves township. In: Australian Broadcasting Corporation vom 10. Januar 2020.
    Firebugs blamed for destructive Queensland fires. In: 9news.com.au vom 20. Dezember 2019.
    Angelica Snowden, Rachel Baxendale, Stephen Lunn, Debbie Schipp: Bushfire emergency: Ten dead in NSW, Victoria, as evacuations continue at Mallacoota, South Coast. In: The Australian vom 4. Januar 2020.
  6. Australien fordert 240.000 Bürger zur Evakuierung auf. In: Spiegel Online com 10. Januar 2020.
  7. a b c Australia fires: Storms wreak damage but bushfires ‚far from over‘. In: British Broadcasting Corporation vom 20. Januar 2020.
  8. a b c d Australia fires: Your questions about arson, travel and recovery. In: British Broadcasting Corporation vom 20. Januar 2020.
  9. Johannes Korge: Australischer Premier relativiert Brandkatastrophe. Alles wegen der Kohle. In: Spiegel Online vom 2. Januar 2020.
    Lage in Australien spitzt sich zu: Flughafen in Canberra muss wegen Feuer schließen. In: Frankfurter Rundschau vom 23. Januar 2020.
    Bushfire crisis forces a reckoning on Australia’s ‚regressive‘ climate politics. In: France 24 vom 10. Januar 2020.
  10. Meteorologen melden trockenstes und heißestes Jahr der Geschichte. In: Süddeutsche Zeitung vom 9. Januar 2020.
  11. Australia records worst December fire conditions after its hottest, driest year. In: The Guardian vom 8. Januar 2020.
  12. a b Australia bushfires factcheck: are this year's fires unprecedented? In: The Guardian vom 22. November 2019.
  13. Es brennt und brennt und brennt. In: Die Zeit vom 10. Januar 2020.
  14. Joelle Gergis, Geoff Cary: Some say we’ve seen bushfires worse than this before. But they’re ignoring a few key facts. In: The Conversation vom 13. Januar 2020.
  15. Diesmal brennt es anders. In: Die Zeit vom 5. Januar 2020.
    „Die Reaktion der Politik ist schockierend.“ In: Süddeutsche Zeitung vom 22. November 2019.
  16. Frances Mao: Australia fires: The thousands of volunteers fighting the flames. In: British Broadcasting Corporation vom 24. Dezember 2019.
  17. a b c d Amaani Siddeek: Australia fires: heavy rain and cooler temperatures ‚unlikely‘ to end bushfire threat. In: The Guardian vom 17. Januar 2020.
  18. Brände in Australien: Kriegsschiffe sollen eingekesselte Urlauber befreien. In: Spiegel Online vom 2. Januar 2020.
  19. Sarah McPhee:‘Prioritisation list’: Navy to evacuate hundreds trapped in Mallacoota, East Gippsland. In: news.com.au vom 2. Januar 2020.
  20. a b NSW, Victoria fires: Australian bushfires cause tens of thousands to flee in mass evacuation – live. In: The Guardian vom 3. Januar 20120.
  21. Australian Defence Force Reserves called in to assist with bushfires. In: 7news.com.au vom 4. Januar 2020.
  22. Defence boosts bushfire support. In: Department of Defence vom 4. Januar 2020.
    Andrew McLaughlin: ADF mobilises for Operation Bushfire Assist. In: adbr.com.au vom 7. Januar 2020.
  23. James Fyfe: Australia fires: More New Zealand firefighters on their way to help battle blazes. In: newshub.co.nz vom 15. November 2019.
  24. Nick Bonyhady: ‚Call for help‘: International response to Australian fires. In: The Sydney Morning Herald vom 6. Dezember 2019.
    US sends veteran firefighters to battle Australia wildfires. In: apnews.com vom 5. Januar 2020.
  25. Maham Abedi: A look at the Australian wildfires Canadian firefighters are helping to battle. In: globalnews.ca vom 23. Dezember 2019.
    Bill Gabbert: U.S. and Canada send additional firefighters to Australia. In: wildfiretoday.com vom 1. Januar 2020.
  26. Singapore deploys two Chinook helicopters to help Aussie bush fire recovery efforts. In: The Straits Times vom 6. Januar 2020.
  27. Japan sends two Self-Defense Forces planes and personnel to help fight Australia fires. In: The Japan Times vom 15. Januar.
  28. Muhammad Zulsyamini Sufian Suri: Malaysian firemen to leave for Australia to help fight bushfires. In: New Straits Times vom 13. Januar 2020.
  29. Sarwat Nasir: UAE to send 200 volunteers to help fight Australian bushfires. In: Khaleej Times vom 9. Januar 2020.
  30. E.S. Ingvorsen: Australien brænder, men siger nej tak til danske brandmænd. In: Danmarks Radio vom 9. Januar 2020
  31. Nick Bonyhady: ‚Call for help‘: International response to Australian fires. In: The Sydney Morning Herald vom 6. Dezember 2019.
  32. Cine sunt pompierii români pregătiţi pentru lupta cu incendiile devastatoare din Australia. In: observator.tv vom 7. Januar 2020.
    Ministerul Afacerilor Interne răspunde apelului lansat la nivel european și are forțe pregătite pentru a fi trimise în Australia. In: mai.gov.ro vom 6. Januar 2020.
  33. Havva Kara Aydin: Turkey stands with Australia with bushfires raging. In: Anadolu Agency vom 7. Januar 2020.
  34. Ukraine offers Australia help to combat wildfires, ready to send 200 seasoned firefighters. In: UNIAN vom 7. Januar 2020.
  35. Golf ball-sized hail, a town engulfed by a giant dust storm, two people struck by lightning — and that’s just 24 hours in Australia. In: Australian Broadcasting Corporation vom 20. Januar 2020.
  36. a b c d e f g Freya Noble: Government set to revise total number of hectares destroyed during bushfire season to 17 million. In: news.com.au vom 14. Januar 2020.
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  39. Harriet Alexander, Nick Moir: ‚The monster‘: a short history of Australia's biggest forest fire. In: The Sydney Morning Herald vom 20. Dezember 2019.
    Sarah Thomas: Homes believed lost in NSW ‚mega blaze‘ as firefighters tackle 70-metre flames in windy conditions. In: Australian Broadcasting Corporation vom 16. Dezember 2019.
    Fire at Gospers Mountain extends to 500,000 hectares. In: movefm.com.au vom 28. Dezember 2019.
  40. NSW bushfires surround Sydney but conditions ease for now. In: Australian Broadcasting Corporation vom 8. Dezember 2019.
    Daniel McGookin: NSW Bushfires: Firefighters work to subdue out-of-control bushfire near Lake Burragorang. In: The Daily Telegraph vom 10. Dezember 2019.
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    Nadine Morton: Inmates, staff evacuated from jail as bushfire threatens. In: Western Advocate vom 11. Dezember 2019.
    Nadine Morton: Buildings destroyed as Caves House precinct falls victim to spot fires. In: Lithgow Mercury vom 3. Januar 2020.
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  43. Bellinda Kontominas, Jamie McKinnell: NSW fire threat to worsen as erratic winds bear down on several areas. In: Australian Broadcasting Corporation vom 11. Januar 2020.
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  46. Kevin Nguyen, James Bullen: Sydney smoke three times worse this NSW bushfire season, but health effects from ‚medium-term‘ exposure unclear. In: Australian Broadcasting Corporation vom 3. Dezember 2019.
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  49. Graham Redfearn: Scientists fear surge in supersized bushfires that create their own violent thunderstorms. In: The Guardian vom 19. Dezember 2019.
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  51. Sydney New Year’s Eve fireworks will go ahead despite deputy premier’s call to cancel event. In: The Guardian vom 30. Dezember 2020.
  52. New South Wales state of emergency declared as 17 missing in Victoria – as it happened. In: The Guardian vom 2. Januar 2020.
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  55. Kevin Nguyen, Matthew Doran: Three firefighters dead after Large Air Tanker crashes while fighting bushfires in southern NSW. In: Australian Broadcasting Corporation vom 23. Januar 2020.
  56. Ian Royall: Victorian fire threat escalates as nightmare conditions return. In: Herald Sun vom 10. Januar 2020.
  57. Victorian bushfires death toll rises as authorities confirm contractor’s death was fire-related. In: Australian Broadcasting Corporation vom 15. Januar 2020.
  58. Sumeyya Ilanbey: Crews to be pulled from fire zones as heavy rains tipped to lash state. In: The Age vom 19. Januar 2020.
  59. Fires threat rises in East Gippsland and Alpine communities with emergency evacuations. In: Australian Broadcasting Corporation vom 12. Januar 2020.
  60. Bushfires prompt Victorian Premier Daniel Andrews to declare state of disaster as blazes bring ‚unprecedented risk‘. In: Australian Broadcasting Corporation vom 2. Januar 2020.
  61. Victorian storms to hit as fire on French Island continues to burn. In: 7news vom 19. Januar 2020.
  62. Christopher Brito: Australian bushfires are creating „pyrocumulonimbus“ thunderstorms that can start more fires. In: CBS News vom 30. Dezember 2019.
    East Gippsland bushfire emergencies grow as extreme heat sweeps Victoria. In: The New Daily vom 30. Dezember 2019.
  63. Australia fires: Navy rescues people from fire-hit Mallacoota. In: British Broadcasting Corporation vom 3. Januar 2020.
  64. Victoria fires LIVE updates: Two dead, grave fears for 28 missing as unprecedented fire danger looms. In: The Age vom 3. Januar 2020.
  65. Paul Sakkal: Smoke from NSW bushfires blankets Melbourne as city swelters. In: The Age vom 20. Dezember 2019.
    Tate Papworth, Liam Mannix: EPA warns that smoke over Melbourne will turn air quality ‚hazardous‘. In: The Age vom 3. Januar 2020.
    Ross Stevenson, John Burns:Thick smoke haze set to linger across Melbourne until tomorrow evening. In: 3aw.com.au vom 14. Januar 2020.
  66. Lucy Mae Beers: Victoria thunderstorm: Rain, flash flooding hits state's northeast and Melbourne. In: 7news vom 19. Januar 2020.
    Sarah Swain: Victoria braces for more wild weather, as bushfire continues to burn north of Melbourne. In: 9news vom 20. Januar 2020.
  67. SA bushfires burn out of control during day of catastrophic conditions and record heat. In: Australian Broadcasting Corporation vom 31. Dezember 2019.
  68. Kangaroo Island → 65 Wohnhäuser
    Gabriel Polychronis, Jade Gailberger: Kangaroo Island bushfire likely to continue for weeks, with flare-ups every afternoon. In: The Advertiser vom 14. Januar 2020.
    Adelaide Hills → 86 Wohnhäuser
    Adelaide Hills bushfire has destroyed 86 homes, SA Premier says. In: Australian Broadcasting Corporation vom 23. Dezember 2020.
  69. a b c Australia bushfire latest: State-by-state breakdown of all areas affected by blazes. In: 7news.com.au vom 6. Januar 2020.
  70. SA bushfire that damaged 11 properties caused by ‚power network fault‘. In: Australian Broadcasting Corporation vom 21. November 2020.
  71. Emergency warning issued for uncontrolled bushfire travelling towards Port Lincoln. In: Australian Broadcasting Corporation vom 11. November 2019.
  72. Josephine Lim, Ben Harvy:Residents return to their homes after monster bushfire in Edithburgh and Yorkes. In: The Advertiser vom 22. November 2019.
  73. Cudlee Creek fire – December 2019. In: South Australian Government vom 20. Dezember 2019.
  74. Mitch Mott: Ravine fire burning on Kangaroo Island ‚virtually unstoppable‘ as major towns only safe place left on island. In: The Advertiser vom 3. Januar 2020.
  75. Sara Garcia: Kangaroo Island scorched with 'unprecedented' ferocity by bushfires as CFS saves township. In: Australian Broadcasting Corporation vom 10. Januar 2020.
  76. Ben Butler: Kangaroo Island fires: farmers shoot injured sheep after 'unfightable' bushfire ravages SA island. In: The Guardian vom 5. Januar 2020.
    Kangaroo Island fire roars back as wind change intensifies threat to Parndana and Vivonne Bay. In: The Guardian vom 9. Januar 2020.
  77. Up to 100,000 sheep killed in Kangaroo Island fires, as farmers tally livestock losses. In: The Guardian vom 13. Januar 2020.
  78. KI bushfire smoke made Adelaide’s air quality among the worst in the world. In: Adelaide Now vom 10. Januar 2020.
  79. Bryce Heaton: Waterbombing aircraft arrives for US to help combat fire crisis. In: 9news vom 18. Januar 2020.
  80. NSW and Qld fires: residents urged to flee bushfire near Toowoomba amid warning of ‚bad days‘ ahead. In: The Guardian vom 18. November 2019.
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    The latest on the NSW and Victorian bushfires. In: news.com.au vom 3. Januar 2020.
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  83. David Chen: Queensland bushfires destroy four homes in Ravensbourne, authorities say. In: Australian Broadcasting Corporation vom 21. November 2019.
  84. Ben Doherty:Australia fires: blazes ‚too big to put out‘ as 140 bushfires rage in NSW and Queensland. In: The Guardian vom 8. December 2019.
  85. Authorities declare ‚state of fire emergency‘ in parts of Queensland. In: Brisbane Times vom 9. November 2019.
  86. Stuart Layt: ‚Unprecedented‘ smoke health hazard: Residents urged to stay indoors. In: Brisbane Times vom 11. November 2019.
  87. Newsroom. In: Queensland Fire and Emergency Services vom 19. Januar 2020.
  88. Geraldton bushfire emergency as two blazes threaten lives and homes in WA port city. In: Australian Broadcasting Corporation vom 14. November 2019.
  89. Hamish Hastie: Petrol station razed in bushfire north of Perth as heatwave sets in. In: The Age vom 11. Dezember 2019.
  90. Tyne Logan and John Dobson: Western Australia bushfires devastate the Stirling Ranges — one of the world’s richest biodiversity hotspots. In: Australian Broadcasting Corporation vom 7. Januar 2020.
  91. Kathryn Bermingham: Families and truckies plead for more supplies after being cut off by WA bushfire at Caiguna. In: The West Australian vom 2. Januar 2020.
  92. Tasmania Now: Watch and act fire alerts for two blazes north of Hobart. In: Australian Broadcating Corporation vom 29. Oktober 2019.
    Erin Cooper: Tasmanian fires get reprieve from weather but residents are warned to remain 'on alert' this weekend. In: Australian Broadcating Corporation vom 2. November 2019.
  93. Tasmanian fire crews battling blazes prepare for ‚spike‘ in weather conditions. In: Australian Broadcating Corporation vom 7. Januar 2020.
  94. Jasper Lindell: ACT stays on high alert as bushfires burn close to southern border. In: The Canberra Times vom 5. Januar 2020.
  95. Finbar O’Mallon, Eamonn Tiernan: Australia’s 2019-20 bushfire season. In: The Canberra Times vom 10. Januar.
  96. Samantha Maiden: Woman dies after exposure to bushfire smoke smothering Canberra. In: The New Daily vom 2. Januar 2020.
  97. Australia fires: massive fire near Canberra airport prompts warning to residents. In: The Guardian vom 23. Januar 2020.
    Update: Beard Fire hits 278 ha – too late to leave Beard, Oaks Estate, Harman, Crestwood. In: riotact! vom 23. Januar 2020.
    Canberra fires merge into single emergency-level blaze as Beard residents urged to seek shelter. In: Australian Broadcasting Corporation vom 23. Januar 2020.
  98. More than one billion animals killed in Australian bushfires. In: Universität Sydney vom 8. Januar 2020.
  99. a b Die Urzeit-Bäume überlebten die Dinosaurier – und auch das große Feuer. In: Die Welt vom 16. Januar 2020.
  100. Hundreds of thousands of fish dead in NSW as bushfire ash washed into river. In: The Guardian vom 17. Januar 2020.
  101. ‚Silent death‘: Australia's bushfires push countless species to extinction. In: The Guardian vom 4. Januar 2020.
  102. Revealed: Widespread species devastation following ‚unprecedented‘ fires. In: The Sydney Morning Herald vom 18. Januar 2020.
  103. a b c Buschfeuer in Australien - Ursachen und Auswirkungen. In: Bayerischer Rundfunk vom 16. Januar 2020.
  104. Why it could take a century for Australia’s animals to recover from the bushfires. In: The Guardian vom 22. Januar 2020.
  105. a b Fires Australia: Bushfire crisis could cost country $5b, harm economic growth. In: 9news vom 13. Januar 2020.
  106. Anja Krüger: Materielle Brandschäden in Australien. Angst vor dem Feuersturm. In: Die Tageszeitung vom 7. Januar 2020.
  107. Jessica Irvine: Economic cost of bushfires estimated at $2 billion and rising. In: The Sydney Morning Herald vom 7. Januar 2020.
  108. Ben Butler: Economic impact of Australia's bushfires set to exceed $4.4bn cost of Black Saturday. In: The Guardian vom 8. Januar 2020.
  109. With costs approaching $100 billion, the fires are Australia’s costliest natural disaster. In: The Conversation vom 17. Januar 2020.
  110. Joachim Wille: Australien: Thinktank will Kohle- und Erdgasindustrie am Wiederaufbau beteiligen. In: Frankfurter Rundschau vom 9. Januar 2020.
  111. Matthew Cranston: Bushfires unlikely to hit economic growth: JPMorgan. In: The Australian Financial Review vom 6. Januar 2020.
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  113. Denise Chow: Australia wildfires unleash millions of tons of carbon dioxide. In: NBC News vom 22. Januar 2020.
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  115. Bushfire crisis forces a reckoning on Australia’s ‚regressive‘ climate politics. In: France 24 vom 10. Januar 2020.
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  121. Megan Gorrey: ‚Ominous‘: Australia’s bushfire smoke turns New Zealand skies orange. In: The Sydney Morning Herald vom 6. Januar 2020.
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  134. Former fire chiefs ‚tried to warn Scott Morrison‘ to bring in more water-bombers ahead of horror bushfire season. In: Australian Broadcasting Corporation vom 15. November 2019.
  135. a b Naaman Zhou: Malcolm Turnbull criticises Scott Morrison for ‚downplaying‘ bushfire crisis. In: The Guardian vom 23. Januar 2020.
  136. Rosemay Bolger: From ScoMo’s photoshopped shoes to Egg Boy. This was 2019 in Australian politics. In: Special Broadcasting Services vom 25. Dezember 2019.
  137. Johannes Korge: Australischer Premier relativiert Brandkatastrophe. Alles wegen der Kohle. In: Spiegel Online vom 2. Januar 2020.
  138. Buschfeuer in Australien: Feuerwehrleute sterben bei Löscharbeiten. In: tagesschau.de vom 20. Dezember 2019.
  139. Scott Morrison arrives back in Australia after Hawaii trip amid bushfire crisis. In: 9News vom 21. Dezember 2019.
  140. Als Beispiele sollen dienen:
    Alicia Vrajlal: As Bushfires Rage On, Climate Protesters Ask Scott Morrison: ‚Where The Bloody Hell Are You‘. In: Huffpost vom 19. Dezember 2019.
    Where The Bloody Hell Is ScoMo? In: Sunrise, Seven Network vom 17. Dezember 2019.
    Arden Dier: ScoMo, Where the Bloody Hell Are You? In: newser.com vom 20. Dezember 2019.
    Tom McIlroy: „Where the bloody hell are you?“: Lara Worthington slams PM’s holiday. In: The Australian Financial Review vom 18. Dezember 2019.
  141. Regierung will Feuerwehrleute entschädigen. In: Westdeutsche Zeitung vom 29. Dezember 2019.
  142. Jade Macmillan: Scott Morrison announces compensation payments for New South Wales volunteer firefighters. In: Australian Broadcasting Corporation vom 29. Dezember 2019.
  143. Bushfire recovery agency established as Scott Morrison brushes off criticism. In: Special Broadcasting Service vom 5. Januar 2020.
    Alexandra Beech, Stephanie Dalzell, Jack Snape: Bushfire recovery costs start at $2 billion but Government assistance can’t pay the bills. In: Australian Broadcasting Corporation vom 6. Januar 2020.
  144. a b Will Ziebell: Australian Prime Minister Morrison defends bushfire crisis response. In: Reuters vom 5. Januar 2020.
  145. NSW, VIC fires: Kevin Rudd says Scott Morrison is unfit to be PM after Liberal party bushfire ad. In: The Sydney Morning Herald vom 5. Januar 2020.
    Katharine Murphy: Scott Morrison’s political ad is a bizarre act of self-love as firefighters battle to save Australia. In: The Guardian vom 4. Januar 2020.
  146. a b Scott Morrison slammed after tweeting 50-second ad spruiking new bushfire measures. In: news.com.au vom 5. Januar 2020.
  147. Prime Minister Scott Morrison has been met with hostility and criticism while visiting bushfire victims. In: Australian Broadcasting Corporation vom 3. Januar 2020.
  148. Scott Morrison heckled after he tries to shake hands with bushfire victim in NSW town of Cobargo. In: The Guardian vom 2. Januar 2020.
  149. a b Scott Morrison rejects criticism of climate policies as MPs call for more action. In: The Guardian vom 10. Januar 2020.
  150. Prime Minister Scott Morrison argues for ‚comprehensive‘ inquiry into bushfire crisis. In: Australian Broadcasting Corporation vom 10. Januar 2020.
  151. Scott Morrison talks of going ‚even further‘ on emissions in response to fires. In: The Sydney Morning Herald vom 12. Januar 2020.
  152. Scott Morrison suffers blow to personal approval rating in first poll of 2020. In: The Guardian vom 13. Januar 2020.
  153. Amy Remeikis: Australia’s bushfire politics: the parties prevaricate while the country burns. In: The Guardian vom 17. November 2019.
  154. Federal Opposition Leader Anthony Albanese is trying to convince voters in regional Queensland that Labor supports coal mining and exports. In: Special Broadcasting Service vom 9. Dezember 2019.
  155. a b ‚Lazy symbolism‘: Labor fights back at Greens on coal exports. In: The Sydney Morning Herald vom 9. Dezember 2020.
  156. Urs Wälterlin: Siemens könnte Kohleprojekt in Australien bremsen. In: Der Standard vom 12. Januar 2020.
  157. Anthony Albanese: We can’t bury our heads in the sand over climate change. In: 2GB vom 7. Januar 2020.
  158. Latika Bourke: ‚Greens betrayers of the environment‘: Labor, Greens at war over climate policy. In: The Sydney Morning Herald vom 3. Januar 2020.
  159. a b Adam Bandt defends 'arsonists' comment by Greens colleague Jordon Steele-John. In: Australian Broadcasting Corporation vom 17. November 2019.
  160. ‚They’ve been fed lies‘: Greens leader fiercely defends bushfire prevention policies. In: 3aw.com.au vom 6. Januar 2020.
  161. Hanson blames Greens, Labor for bushfire crisis. In: Skynews vom 14. November 2019.
  162. Stephan Johnson: Pauline Hanson slams Scott Morrison over his ‚pathetic‘ response to the bushfire crisis – and says he’s lost confidence from Australia. In: Daily Mail vom 8. Januar 2020.
  163. a b Zoe Samios, Andrew Hornery: ‚Dangerous, misinformation‘: News Corp employee’s fire coverage email. In: The Sydney Morning Herald vom 10. Januar 2020.
  164. Joachim Müller-Jung: Die Feuerwalze rollt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. Januar 2020.
    „Brandstifter“ an Australiens Bränden schuld: Klimawandelleugner fluten soziale Medien. In: Der Standard vom 9. Januar 2020.
    Absurde Theorien zu Bränden in Australien. In: Österreichischer Rundfunk vom 12. Januar 2020.
    Feuer Australien. Fake News und neue NASA-Videos. In: Mitteldeutscher Rundfunk vom 15. Januar 2020.
    Monsterfeuer vereinigen sich. In: Deutsche Welle vom 10. Januar 2020.
  165. a b Andrew Forrest says fuel loads, not climate change, are primary cause of bushfires. In: The Sydney Morning Herald vom 23. Januar 2020.
  166. a b Christopher Knaus: Disinformation and lies are spreading faster than Australia's bushfires. In: The Guardian vom 12. Januar 2020.
  167. Graham Readfearn: Factcheck: Is there really a green conspiracy to stop bushfire hazard reduction? In: The Guardian vom 12. November 2019.
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  170. Diese kruden Verschwörungstheorien werden über die Feuer in Australien verbreitet. In: stern vom 9. Januar 2020.
  171. Fact check: Social Media Claim – Bushfire fast train conspiracy claims run off the rails. In: Australian Associated Press vom 6. Januar 2020.
  172. Absurde Theorien zu Bränden in Australien. In: Österreichischer Rundfunk vom 12. Januar 2020.
  173. Wulf Rohwedder: Buschbrände in Australien. Grüne, Brandstifter und grüne Brandstifter? In: tagesschau.de vom 10. Januar 2020.
  174. Bots und Trolle feuern Debatte an. In: Badische Zeitung vom 15. Januar 2020.
  175. Georgina Rannard: Australia fires: Misleading maps and pictures go viral. In: British Broadcasting Corporation vom 7. Januar 2020.
    Nick Whigham: The truth behind this viral image of the Australian bushfires. In: Yahoo vom 7. Januar 2020
  176. a b Lena Bodewein:Australische Murdoch-Medien. Eine unheilige Allianz In: Tagesschau vom 17. Januar 2020.
  177. Katja Trippel: Viel Kohle und verbrannte Erde. In: Süddeutsche Zeitung vom 4. Januar 2020.
  178. Damien Cave: How Rupert Murdoch Is Influencing Australia’s Bushfire Debate. In: The New York Times vom 8. Januar 2020.
  179. Bei Rupert Murdoch gibt es keine Klima-Katastrophe. In: Tagesspiegel vom 7. Januar 2020.
  180. Rupert Murdoch’s son James criticises News Corp, Fox for climate change and bushfire coverage. In: Australian Broadcasting Corporation vom 15. Januar 2020.
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    Emily Olle: Australia bushfire donations: Generous Aussies warned of increase in scammers. In: 7news vom 6. Januar 2020.
  183. Luke Henriques-Gomes: Sports matches and festivals cancelled: the impact of Australia’s bushfire smoke on its major events. In: The Guardian vom 7. Januar 2020.
  184. Apis Canberra International relocates to Bendigo. In: tennis.com.au vom 3. Januar 2020.
  185. Israel Public Broadcasting Corporation foreign editor says listeners were angry at the airing of ‚extremist views‘. In: The Guardian vom 3. Januar 2020.
  186. Malcolm Turnbull: Australia’s Bushfires Show the Wicked, Self-Destructive Idiocy of Climate Denialism Must Stop. In: Time vom 15. Januar 2020.
  187. Kevin Rudd: The government response to the bushfire crisis has been evasive, tepid, tone-deaf and above all, too late. In: The Guardian vom 6. Januar 2020.
  188. Richard Flanagan: Australia Is Committing Climate Suicide. In: The New York Times vom 3. Januar 2020.
  189. Australia Will Lose to Climate Change. In: The Atlantic vom 4. Januar 2020.
  190. Paul Karp: Coalition’s axing of funding to climate change adaptation body condemned. In: The Guardian vom 15. Januar 2020.
  191. Frank Jotzo: The bushfire crisis has given the Government a political ‚out‘ to its climate change problem. In: Australian Broadcasting Corporation vom 6. Januar 2020.
  192. David Speers: Scott Morrison’s fires response has put his political judgement in question. In: Australian Broadcasting Corporation vom 5. Dezember 2020.
  193. a b Feuerwehrleute kritisieren australischen Premier Morrison scharf. In: Spiegel Online vom 5. Januar 2020.
  194. a b Alan Weedon: Scott Morrison criticised for running ‚absolutely obscene‘ political ads during bushfires. In: Australian Broadcasting Corporation vom 5. Januar 2020.
  195. Stephanie Dalzell: Craig Kelly and Piers Morgan in tense Good Morning Britain exchange over bushfires and climate change. In: Australian Broadcasting Corporation vom 7. Januar 2020.
  196. Patrick Wood: Australia can have zero emissions and still profit from minerals, says Ross Garnaut. In: Australian Broadcasting Corporation vom 13. Januar 2020.
  197. Put Levy on Fossil Fuel Producers to Pay for Climate Disasters: Australia Institute. In: The Australia Institute vom 18. Dezember 2019.
    Joachim Wille: Australien: Thinktank will Kohle- und Erdgasindustrie am Wiederaufbau beteiligen. In: Frankfurter Rundschau vom 9. Januar 2020.
  198. Siemens hält an Auftrag für Kohlebergwerk in Australien fest. In: Süddeutsche Zeitung vom 12. Januar 2020.
  199. Kohle-Deal in Australien: Fridays for Future kritisiert Siemens. In: Bayerischer Rundfunk vom 8. Januar 2020.
    Luisa Neubauer, Nick Heubeck: Australien brennt. Siemens muss zur Vernunft kommen. In: Die Welt vom 7. Januar 2020.
  200. Siemens hält an Zulieferung für Kohlebergwerk in Australien fest -Umweltschützer reagieren empört. In: Neue Zürcher Zeitung vom 13. Januar 2020.
  201. Erste deutsche Politiker fordern TV-Aus für Dschungelcamp. In: Rheinische Post vom 7. Januar 2020.