Business Process Discovery

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Als Business Process Discovery (kurz: BPD) wird ein Vorgehen beschrieben, Geschäftsprozesse in der Informationstechnologie (IT) zu überwachen. Hierbei werden die Daten über die Prozesse quasi "bottom up" automatisiert erhoben. Diese Daten dienen als Grundlage für die Prozessabbildung mit dem Ziel Prozessfehler in untereinander verbundenen Wertschöpfungsketten zu identifizieren.

Als Einsatzgebiet bietet sich unter anderem das Assetmanagement in der IT an. Komplexe Abläufe wie der Lebenszyklus von Hardware (Einkaufsplanung, Finanzierung, Beschaffung, Verteilung, Bereitstellung, Instandhaltung, Entsorgung) können mittels Erhebung benutzerspezifischer Daten aus Interaktionen über die detaillierte Beobachtung überwacht und kontinuierlich verbessert werden.[1]

Vorteil der Methode[Bearbeiten]

  • Im Gegensatz zur Befragung als Erhebungsmethode für die Beschreibung und Überwachung von Geschäftsprozessen können Prozesslücken aufgrund der maschinellen Erhebung schnell und zeitnah auf einer sehr detaillierten Ebene eines Prozesses erkannt und dokumentiert werden.

Nachteil der Methode[Bearbeiten]

  • Die Überwachung von Prozessen in Unternehmen ist häufig mitbestimmungsrelevant sobald das Benutzerverhalten als Untersuchungsgegenstand beobachtet werden soll. Die Überwachung von Interaktionen der Mitarbeiter ist ein fester Bestandteil des BPD.
  • BPD soll auf verbundene Wertschöpfungsketten, d.h., über die Grenzen der einzelnen Organisationen (Dienstleister, Kunden) hinweg eingesetzt werden. In der Praxis können schwierige Verhandlungen mit Unternehmensgremien erforderlich sein, die ggf. zu Zeitverzögerungen führen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. IT-Management, ISSN 0945-9650, Ausgabe 3, Jahrgang 2007, Seite 16-19, http://www.it-verlag.de