Busko-Zdrój

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Busko-Zdrój
Wappen von Busko-Zdrój
Busko-Zdrój (Polen)
Busko-Zdrój
Busko-Zdrój
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Heiligkreuz
Powiat: Busko-Zdrój
Fläche: 12,28 km²
Geographische Lage: 50° 28′ N, 20° 43′ OKoordinaten: 50° 28′ 0″ N, 20° 43′ 0″ O
Einwohner: 16.319
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 28-100 bis 28-102
Telefonvorwahl: (+48) 41
Kfz-Kennzeichen: TBU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Landesstraße 73 TarnówWarschau
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 65 Ortschaften
47 Schulzenämter
Fläche: 235,88 km²
Einwohner: 32.612
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2601013
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Waldemar Sikora
Adresse: ul. Mickiewicza 10
28-100 Busko-Zdrój
Webpräsenz: www.busko.pl



Busko-Zdrój [ˈbuskɔ 'zdruɪ̯] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Heiligkreuz etwa 50 km südlich von Kielce. Der Ort ist ein wichtiger Kurort mit Kontinentalklima, Mineralquellen und einem Moor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 12. Jahrhundert wurde eine Kirche an der Stelle der heutigen Marienkirche errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1166. 1393 wurde dem Kloster das Recht zugesprochen, ein eigenes Thermalsoleheilbad zu betreiben.

1267 erhielt die Siedlung das Stadtrecht. 1393 hielt sich der polnische König im Heilbad des Klosters auf.

1412 erhielt die Stadt das Recht, einen wöchentlichen Markt abzuhalten und zweimal im Jahr einen Jahrmarkt zu veranstalten. Das Tuchhandwerk besaß große Bedeutung für die Stadt im 15. bis 18. Jahrhundert.

1795 fiel der Ort mit der 3. Polnischen Teilung an Österreich. 1809 kam Busko-Zdrój an das Großherzogtum Warschau und 1815 an das Königreich Polen. 1822 wohnten 648 Menschen in der Stadt, welche ab 1828 offiziell die Bezeichnung Heilbad tragen durfte. 1880 wohnten bereits 1.585 Menschen hier.

Das Stadtrecht wurde Busko-Zdrój 1869 bis 1916 durch den russischen Zaren entzogen. Nach Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort wieder ins neu entstandene Polen.

Am 9. September 1939 erreichten die Deutschen den Ort und besetzten ihn. Zwei jüdische Ghettos wurden 1941 errichtet (siehe auch: Synagoge (Busko-Zdrój)).

Die Rote Armee marschierte am 6. August 1944 in den Ort ein, konnte sich aber nicht behaupten und wurde bereits sechs Tage später von den Deutschen wieder geschlagen und aus dem Ort vertrieben. Am 12. Januar 1945 startete die sowjetische Armee erneut einen Angriff auf die Stadt und konnte den Ort am 13. Januar 1945 befreien.

1963 erhielt Busko-Zdrój mit der Bahnstrecke Sitkówka-Nowiny–Busko-Zdrój, auf der aber seit 2004 der Personenverkehr eingestellt ist, einen Eisenbahnanschluss.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde hat eine Fläche von 235,88 km² und es wohnen etwa 16.598 Menschen dort (Stand 30. Juni 2014). Zu der Gemeinde gehören Anteile am Landschaftsschutzpark Szaniec und am Landschaftsschutzpark Nidagebiet. Zur Gemeinde gehören folgende 47 Ortsteile mit einem Schulzenamt:

Baranów
Bilczów
Biniątki
Błoniec
Bronina
Budzyń
Chotelek
Dobrowoda
Elżbiecin
Gadawa
Galów
Janina
Kameduły
Kawczyce
Kołaczkowice
Kostki Duże
Kostki Małe
Kotki
Las Winiarski
Łagiewniki
Mikułowice
Młyny
Nowa Wieś
Nowy Folwark
Oleszki
Olganów
Owczary
Palonki
Pęczelice
Podgaje
Radzanów
Ruczynów
Siesławice
Skorzów
Skotniki Duże
Skotniki Małe
Słabkowice
Służów
Szaniec
Szczaworyż
Wełecz
Widuchowa
Wolica
Zbludowice
Zbrodzice
Zwierzyniec
Żerniki Górne

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

Chwalikówka
Duże Budy
Ewelinów
Ignaców
Kamienica
Kapturów
Kargowy
Młyny-Pomyków
Na Chrustach
Poddębinie
Podlesie
Posada
Równiny
Tomaszówek
Wąsosz
Włodarka
Wolica Siesławska

Kurort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung des Ortes sind Mineralwässer und ein Moor, die als natürliche Heilmittel dienen. Das Wasser wirkt entzündungshemmend, antirheumatisch, entgiftend und hat eine Regenerationswirkung. Es senkt den Cholesterin- und Zuckerspiegel im Blut und beugt der Atheromatose vor. Das Wasser wird durch Tiefbohrungen gewonnen, die auf dem Gebiet des Kurortes gelegen sind; es finden sich Sulfid-, Bromid- und Jodidwasser.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Busko-Zdrój – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.