Bussnang

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Bussnang
Wappen von Bussnang
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Weinfelden
BFS-Nr.: 4921i1f3f4
Postleitzahl: 9503 Lanterswil
9503 Stehrenberg
9504 Friltschen
9517 Mettlen
9565 Bussnang
9565 Oberbussnang
9565 Oppikon
9565 Rothenhausen
9565 Schmidshof
Koordinaten: 723842 / 268842Koordinaten: 47° 33′ 31″ N, 9° 5′ 3″ O; CH1903: 723842 / 268842
Höhe: 445 m ü. M.
Fläche: 18.91 km²
Einwohner: 2261 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 120 Einw. pro km²
Website: www.bussnang.ch
Bussnang

Bussnang

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Bussnang (lokal Busslig genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bussnang liegt am Südufer der Thur gegenüber der Stadt Weinfelden. Zu Bussnang gehören die Dörfer und Weiler Friltschen, Lanterswil, Mettlen, Neuberg, Niederhof, Oberbussnang, Oberoppikon, Oppikon, Puppikon, Reuti, Rothenhausen, Schmidshof, Stehrenberg, Unteroppikon, Weingarten sowie Wertbühl.

Bussnang grenzt im Nordwesten an Amlikon-Bissegg, im Norden an Weinfelden, im Nordosten an Bürglen, im Südosten an Schönholzerswilen, im Süden an Wuppenau, im Südosten an Braunau und im Osten an Affeltrangen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Nennung von Bussnang datiert vermutlich aus dem Jahre 822 als Pussinwanc.

Im Jahre 1978 wurden nach dem Thurhochwasser oberhalb des Ganggelistegs, einer schmalen, 1882 erbauten Hängebrücke nach Bussnang, die Überreste einer römischen Holzbrücke gefunden, die seit dem Jahre 124 nach Christus die Thur überquerte.

Im frühen Mittelalter war die grösste Grundbesitzerin in Bussnang das Kloster St. Gallen. Im späten Mittelalter erhielten die Freiherren von Bussnang die Rechte über die Gegend. Diese mussten ihren Besitz nach den Appenzellerkriegen jedoch verkaufen, wodurch die Rechte im Jahre 1442 an Weinfelden übergingen.

Die heutige politische Gemeinde Bussnang entstand am 1. Januar 1996 durch Zusammenlegung der früheren Munizipalgemeinde Bussnang mit deren ehemaligen Ortsgemeinden Friltschen, Lanterswil, Mettlen, Oberbussnang, Oppikon, Reuti und Rothenhausen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1990 1810
2007 2034

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eisenbahnhersteller Stadler Rail ist in Bussnang beheimatet. Im Ortsteil Mettlen werden die Bamix-Stabmixer produziert.

Bussnang liegt an der Bahnlinie WeinfeldenWil.

Kultur und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lanterswil findet einmal im Jahr ein Einachserrennen statt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebeneinander stehen im Ortszentrum die alte Evangelische Kirche Bussnang (15. Jh., früher als paritätische Kirche gemeinsam benutzt) und die 1935 nach Plänen des expressionistischen Architekten Otto Linder errichtete katholische Kirche St. Joseph, ein Rundbau mit dem Grundriss eines vierblättrigen Kleeblatts.[2][3]

Das für die Gemeinde bedeutendste Baudenkmal ist die 1882 erbaute und 2011 renovierte Fussgänger-Hängebrücke über die Thur, die wegen ihrer Schwankungen "Ganggelisteg" genannt wird. Ortsbildprägend ist auch die ca. 300 Meter lange Eisenbahnbrücke südlich des Ortskerns.

Nachdem in der Gemeinde bis in die 1930er Jahre die letzten Weinberge verschwunden sind, entsteht seit 2012 unterhalb der kath. Kirche ein neuer Weinberg, in der Grösse von ca. 600 Reben. Ein dafür gegründeter Weinbauverein pflegt den Weinberg auf der Nikolauswiese, die nach dem 2. Patron der Kirche, dem Heiligen Nikolaus von Myra, benannt wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bussnang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung der Gemeinden (ausgewählte Jahre) und Vorjahresveränderung 2015-2016, Kantonale Bevölkerungserhebung und Bundesamt für Statistik, Eidg. Volkszählung
  2. Cornelia Stäheli, Erich Trösch: Die katholische Kirche St. Josef in Bussnang. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 830, Serie 83). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2008, ISBN 978-3-85782-830-0.
  3. Angelus Hux und Alexander Troehler: KlangRäume. Kirchen und Orgeln im Thurgau. S. 128.