Buttermilchbrei

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Buttermilchbrei (plattdeutsch: Kārmelk(s)bräj oder in herkömmlicher Deutsch-orientierter Orthographie: Karmelk(s)bree) ist eine Zubereitungsart für eine Suppe aus Buttermilch und eine traditionelle Spezialität der Ostfriesischen Küche. Der Begriff leitet sich im ostfriesischen Platt her von „kārmelk“ (Buttermilch) und „bräj“ (Brei), wobei „kārmelk“ wiederum herzuleiten ist aus „kārnen“ (buttern) und „melk“ (Milch).

Hauptzutat der etwas säuerlichen Suppe ist Buttermilch, die mit Graupen versetzt ist, wodurch durch Aufkochen die sämige Konsistenz entsteht. Der Brei wird mit Zucker gesüßt oder auch mit einer Scheibe Schwarzbrot mit Butter und Käse gegessen.[1]

Verschiedene Varianten des einfachen Grundrezeptes ergaben sich durch weitere Zutaten und erhielten dann gegebenenfalls eigene Bezeichnungen, wie z. B. „kārmelkskröymen“, eine Variation, die durch Brotkrumen angereichert war. Im Handel sind Geschmacksrichtungen mit Aprikose und Vanille erhältlich. Hinzugefügt werden können auch Pflaumen oder Rosinen. Diese Abwandlungen sind insbesondere im Jeverland, im Oldenburger Land und in der Lüneburger Heide anzutreffen. Friesenmilch in Detern / Ostfriesland ist die letzte Dorfmolkerei, die den ostfriesischen Buttermilchbrei nach altem Rezept produziert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nicole Weber: Lernwerkstatt Moor. Materialien für den Sachunterricht 3./4. Klasse. Persen Verlag, Buxtehude 2008, ISBN 978-3-8344-0341-4, S. 85: Karmelksbree – Buttermilchbrei