Buttlar

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Buttlar, für weitere Bedeutungen siehe Buttlar (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Buttlar
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buttlar hervorgehoben
Koordinaten: 50° 46′ N, 9° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Erfüllende Gemeinde: Geisa
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 21,27 km²
Einwohner: 1322 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36419
Vorwahl: 036967
Kfz-Kennzeichen: WAK, SLZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 011
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bermbacher Str. 1
36419 Buttlar
Bürgermeisterin: Rosa Kind (CDU)
Lage der Gemeinde Buttlar im Wartburgkreis
Kaltennordheim Bad Liebenstein Bad Salzungen Barchfeld-Immelborn Berka/Werra Berka vor dem Hainich Bischofroda Brunnhartshausen Buttlar Creuzburg Dankmarshausen Dermbach Diedorf Dippach Krayenberggemeinde Ebenshausen Empfertshausen Ettenhausen an der Suhl Kaltennordheim Frankenroda Frauensee Geisa Gerstengrund Gerstungen Großensee Hallungen Hörselberg-Hainich Ifta Barchfeld-Immelborn Kaltennordheim Kaltennordheim Kaltennordheim Krauthausen Lauterbach Leimbach Marksuhl Vacha Krayenberggemeinde Mihla Moorgrund Nazza Neidhartshausen Oechsen Ruhla Schleid Bad Liebenstein Seebach Stadtlengsfeld Bad Liebenstein Tiefenort Treffurt Unterbreizbach Urnshausen Vacha Vacha Weilar Wiesenthal Vacha Wolfsburg-Unkeroda Wutha-Farnroda Zella ThüringenKarte
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Buttlar ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Buttlar ist die Stadt Geisa.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buttlar liegt auf 260 m ü. NN im Ulstertal nahe der Grenze zu Hessen in der thüringischen Rhön. Im Westen erhebt sich der Standorfsberg. Östlich liegt der 425 m hohe Michelsberg und südlich davon verläuft das Tal des Bermbachs durch die Orte Bermbach und Mieswarz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buttlar besteht aus den Ortsteilen Buttlar, Bermbach und Wenigentaft. Borbels hat 24 Einwohner und Mieswarz 32 Einwohner, es sind Weiler und haben keinen Status als Ortsteil.[2] Gemeindegliederung

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die oben genannten Ortsteile wurden mit Wirkung vom 25. März 1994 zur neu gebildeten Gemeinde Buttlar zusammengeschlossen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buttlar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buttlar ist ein altes fuldisches Dorf im Amt Geisa, das erst seit 1815 zu Sachsen-Weimar-Eisenach gehört. Das nach dem Ort benannte Adelsgeschlecht von Buttlar trat urkundlich erstmals im Jahre 1170 mit Hartnid de Butelir auf.[4] Im Jahr 1233 erschien Johann de Buttlar als fuldaischer Marschall und 1246 Hartung de Buttlar als Mitstifter des fuldaischen Klosters Mariental.

Im Türkensteuerregister der Fürstabtei Fulda aus 1605 ist der Ort unter dem Namen Bottlar mit 69 Familien erwähnt.[5]

Im Jahr 1955 lebten im Ort 706 Einwohner.[6]

Bermbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Bermbach liegt am gleichnamigen Bach auf einer Höhe von 300–350 m ü. NN und wurde 1329 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche ist ein Neubau von 1882, der Taufstein von 1610 wurde jedoch aus der Vorgängerkirche übernommen. Im Jahr 1955 lebten im Ortsteil Bermbach 416 Einwohner.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Buttlar setzt sich aus 12 Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin wurde die seit 2004 amtierende Rosa Kind (CDU) am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Der Neubau der heutigen Kirche erfolgte 1872 bis 1876 im neuromanischen Stil, nachdem die Vorgängerkirche abgebrannt war. Da in der damaligen Zeit die Pfarrer von Buttlar neben Wenigentaft auch Bermbach und Vacha zu versorgen hatten, geriet der Kirchbau eine Nummer zu groß. 1903 wurden deshalb im Chorbereich beiderseitig Sakristeien abgemauert und die Apsiswand in den Chorraum hineingerückt. Der Bau konnte vollendet werden, aber es fehlte die gesamte Einrichtung. Auf Initiative des damaligen Pfarrers Faber wurden der barocke Hochaltar aus der Stiftskirche zu Amöneburg und dazu die beiden Beichtstühle erworben. Die Seitenaltäre St. Marien und St. Josef stammen aus der Nonnenkirche zu Fulda, wie auch die barocke Kanzel. Blickfang ist der barocke Hochaltar. Das zentrale Bild, im Halbrelief geschnitzt, stellt Jesu Taufe im Jordan dar. Darüber im Oval ist die Enthauptung Johannes des Täufers zu sehen. Zu beiden Seiten des Altarbildes befinden sich die Standfiguren der Apostel Petrus und Paulus. Seitlich des oberen Bildes stehen weitere Prophetengestalten. Auf der Mensa befindet sich der Tabernakel. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1874 und wurde vom Tabarzer Orgelbauer Guido Knauf erbaut; seit November 2008 wird sie durch die Moritzburger Orgelbauwerkstatt Rühle restauriert.
  • Michaelskapelle Auf dem Michelsberg befindet sich die Wallfahrtskapelle Michelskapelle. Sie wurde 1714 erbaut.
  • Schule Direkt neben der Kirche befindet sich die ehemalige Schule, seit einigen Jahren in Privatbesitz.
  • Schloss Das Schloss war eine Wasserburg und gehörte der Familie von Buttlar, deren Mitglieder als Geistliche, Militärs und Hofleute in Fulda und Hessen eine Rolle spielten. Seit wenigen Jahren wieder Privatbesitz und komplett saniert, werden heute darin Ferienwohnungen vermietet.
  • Die Pfarrlinde unweit der Kirche wurde 1954 als Naturdenkmal ausgewiesen.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 waren 17 landwirtschaftliche Betriebe gemeldet, die 210 ha Fläche landwirtschaftlich nutzen.

Durch die Gemeinde verlaufen folgende Radwanderwege:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Information .. In: Landratsamt Wartburgkreis (Hrsg.): Amtsblatt des Wartburgkreises vom 10. August 2010. Bad Salzungen 2010, S. 14.
  3. Thüringer Verordnung über die Auflösung und Zusammenlegung der Gemeinden Buttlar, Bermbach und Wenigentaft vom 22. Februar 1994 (GVBl S. 302).
  4. Inventar der thüringischen Bau- und Kunstdenkmäler, Heft 37, Seite 98.
  5. Thomas Heiler: Das Türkensteuerregister der Fürstabtei Fulda von 1605, (Veröffentlichung des Fuldaer Geschichtsvereins in den Fuldaer Geschichtsblättern; Nr. 64), Fulda, Parzeller-Verlag, 2004, ISBN 3-7900-0362-X, Ortsregister auf den Seiten 37–47, von dort Hinweis auf die Seite mit der Anzahl der Steuerpflichtigen.
  6. a b Paul Luther: Materialien für den Heimatkundeunterricht - Kreis Bad Salzungen, Bezirk Suhl. Hrsg.: Rat des Kreises Bad Salzungen, Abt. Volksbildung. Bad Salzungen 1959, Struktur vom Bezirk Suhl (Übersicht der Orte und Einwohnerzahlen der Landkreise), S. 5–11.
  7. Kommunalwahlen in Thüringen am 25. Mai 2014. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 26. Mai 2014.
  8. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  9. Biedermann: Naturdenkmale im Wartburgkreis; Landratsamt Wartburgkreis, 2014, Seite 75.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Buttlar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien