Buxheim (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Buxheim
Buxheim (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buxheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 48′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Eichstätt
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 22,53 km2
Einwohner: 3696 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85114
Vorwahl: 08458
Kfz-Kennzeichen: EI
Gemeindeschlüssel: 09 1 76 118
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 2
85114 Buxheim
Webpräsenz: www.buxheim.eu
Bürgermeister: Benedikt Bauer (parteilos)
Lage der Gemeinde Buxheim im Landkreis Eichstätt
Landkreis Donau-RiesLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis RegensburgLandkreis KelheimLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis Neuburg-SchrobenhausenIngolstadtHaunstetter ForstAdelschlagAltmannsteinBeilngriesBöhmfeldBuxheim (Oberbayern)Denkendorf (Oberbayern)DollnsteinEgweilEichstättEitensheimGaimersheimGroßmehringHepbergHitzhofenKindingKipfenbergKöschingLentingMindelstettenMörnsheimNassenfelsOberdollingPollenfeldPförringSchernfeldStammham (bei Ingolstadt)TittingWaltingWellheimWettstettenKarte
Über dieses Bild

Buxheim ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buxheim liegt auf der Südlichen Frankenalb im Naturpark Altmühltal im Landkreis Eichstätt, etwa acht Kilometer westlich von Ingolstadt.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst die Gemarkung Buxheim mit dem Gemeindehauptort und das Pfarrdorf Buxheim sowie die Einzelhöfe Moosbauer, Moosmühle, Hessenhof und Reinboldsmühle sowie die Gemarkung Tauberfeld mit dem Kirchdorf Tauberfeld.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelschlag Hitzhofen
Wolkertshofen (Nassenfels) Nachbargemeinden Eitensheim
Pettenhofen (Ingolstadt), Mühlhausen (Ingolstadt), Dünzlau (Ingolstadt) Gabel (Gaimersheim)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Flur Sandbuck des Ortes wurden mittelsteinzeitliche Funde gemacht. Westlich von Buxheim ist eine römische Siedlung nachgewiesen.

Pussenesheim, ein eichstättisch-bischöflicher Meierhof, ist erstmals in einer Urkunde vom 5. Februar 908 erwähnt und gehörte wohl zur Grundausstattung des um 745 entstandenen Bistums Eichstätt. Für 1179 ist der Ort als Besitz des Eichstätter Domkapitels nachgewiesen, bestätigt in einer Urkunde von Papst Alexander III. Anfang des 12. Jahrhunderts wird der Ort unter Bischof Eberhard bei einem Gütertausch Puhsenshaim genannt. Bis Mitte des 13. Jahrhunderts gab es einen Ortsadel; so erscheint 1204 ein Sifrit von Bussensheim in einer Urkunde. 1305 wurde der Ort bei dem Streit um das Hirschberger Erbe – das Geschlecht der Eichstätter Schutzvögte war mit Gebhard VII. von Hirschberg ausgestorben – dem Bischof von Eichstätt Konrad II. von Pfeffenhausen zugesprochen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort verwüstet und danach wieder aufgebaut. In weiteren Kriegen wurde Buxheim 1641 und 1704 geplündert.

Buxheim wurde am 1. April 1971 um die Gemeinde Tauberfeld vergrößert.[3] Anlässlich der Kreisgebietsreform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, wechselte der mittelfränkische Landkreis Eichstätt mit Buxheim in den Regierungsbezirk Oberbayern. Im überwiegend landwirtschaftlich orientierten Ort gab es 1983 bei 1752 Einwohnern 41 Vollerwerbs- und 28 Nebenerwerbsbetriebe.

Buxheim, Pfarrkirche St. Michael
Buxheim, Pfarrkirche St. Michael, Hochaltar

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Buxheim hat 16 Mitglieder.

  • CSU: 6 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Freie Wähler: 4 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen-Bunte Ökologische Liste Buxheim: 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2017 der parteilose, aber für die SPD angetretene Benedikt Bauer.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Michael in der Ortsmitte von Buxheim wurde 1911 durch den Münchener Architekten Hans Schurr in neubarocken Formen errichtet. Erhalten blieb der stattliche Turm der 1629 erbauten Vorgängerkirche, der im Kern aus den Jahren um 1340 stammt und dessen Obergeschosse wohl noch im 17. Jahrhundert nach Plänen des Eichstätter Hofbaumeisters Jakob Engel von Giovanni Battista Camessina errichtet wurden; 1735 wurde die Kuppel repariert. Zur Ausstattung zählen neben den frühklassizistischen Altären (um 1780, die Figuren wohl von Joseph Anton Breitenauer) eine barocke Kanzel (um 1670/80), eine Schnitzfigurengruppe der Heiligen Anna mit Maria (um 1520) sowie zwei Gemälde aus dem säkularisierten Kloster Notre-Dame in Eichstätt von Josef Anton Glanschnig (bezeichnet 1736). Der benachbarte Pfarrhof stammt vom Beginn des 17. Jahrhunderts, das Benefiziatenhaus aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Es befand sich bis um das Jahr 1919/20 eine Brauerei in fürstbischöflichem Besitz in der Ortsmitte von Buxheim. Dazu gehörten ein Brauhaus, mehrere Stadel und landwirtschaftliche Anwesen, sowie großflächiger Grundbesitz. Im Jahre 1918 wurde die Brauerei in private Hände verkauft und um 1919/20 abgebrochen. Letzter Brauereibesitzer war Otto Schanz. Das fürstbischöfliche Steinwappen, dass über dem Torbogen des Brauereigebäudes angebracht war, gilt als letztes Überbleibsel der Brauerei und fand sein Dasein beim Neubau des Gemeindeamtes, eingelassen in die Nordmauer, oberhalb des Haupteinganges. Das Wappen trägt die Inschrift Joannes Anton D. G. Episcopus et 5. R. Imperii Princeps Eystetensis und ist mit der Jahreszahl 1729 versehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Buxheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. Dezember 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 456.
  4. http://www.buxheim.de/gemeirat.html
  5. Benedikt Bauer holt 64,5 Prozent, auf www.donaukurier.de, abgerufen am 6. November 2017

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 52 (1937), S. 14, 40, 42; 59 (1961/62), S. 57f.
  • Karl Zecherle: Kirchen und Klöster im Kreis Eichstätt, Eichstätt: Landkreis Eichstätt 1983, S. 94f.
  • Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart, Eichstätt: Sparkasse Eichstätt, 2. erweiterte Auflage 1984, S. 176–178 (Buxheim), 288 (Tauberfeld)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Buxheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien