Buxtehuder SV

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Buxtehuder SV
Logo Buxtehuder SV
Voller Name Buxtehuder SV von 1862 e.V.
Abkürzung(en) BSV
Gegründet 4. August 1862
Vereinsfarben blau / gelb
Halle Schulzentrum Nord (Handball)

Kleine Sporthalle Halepaghenschule (Judo)

Plätze 1.800
Präsident Wolfgang Watzulik
Trainer Dirk Leun - Handballtrainer
Liga 1. Bundesliga
2012/2013
Rang 3. Platz
DHB-Pokal Halbfinale
Website www.bsv-buxtehude.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
International Euro-City-Cupsieger 1994
EHF Challenge Cupsieger 2010

Der Buxtehuder SV von 1862 e.V. (BSV) ist ein Sportverein aus Buxtehude, der vor allem durch die Erfolge seiner Handballabteilung bekannt geworden ist. Darüber hinaus bietet der Verein die Sportarten Aerobic, Badminton, Boxen, Fußball, Judo, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Tanzsport, Tischtennis, Turnen, Trampolin, Unihockey und Volleyball an.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1912 wurde der Buxtehuder SK 1912 gegründet, welcher 1914 mit der Fußballabteilung des MTV zu Buxtehude 1862 fusionierte. Es erfolgte 1919 die Umbenennung in SVgg Buxtehude-Altkloster 1912. Am 2. Februar 1935 entstand aus der Fusion mit MTV zu Buxtehude 1862, TV Gut-Heil 1899 Altkloster und dem Frauenturnverein Buxtehude der VfL Buxtehude 1862. Dieser wurde von der britischen Militärregierung am 22. April 1945 aufgelöst. Am 24. November 1945 erfolgte die Gründung des Buxtehuder SV. Am 4. August 1962 kam es zu der erneuten Umbenennung in Buxtehuder Turn- und Sportverein von 1862. Heute heißt der Verein Buxtehuder Sportverein von 1982 e.V.; offizielle Kurzform ist BSV;[1] weitere gebräuchliche Kurzformen sind Buxtehuder SV und seltener BSV Buxtehude.

Handball in Buxtehude[Bearbeiten]

Die Frauenmannschaft des Buxtehuder Turn- und Sportvereins spielt seit der Saison 1989/1990 ununterbrochen in der ersten Handball-Bundesliga der Frauen. Drei Mal, nämlich 2003, 2011 und 2012 wurde das Team Deutscher Vizemeister. Im Finale 2011 scheiterte Buxtehude nur aufgrund der Auswärtstorregelung im Finale am Thüringer HC (H 29:34 / A 28:23). Der BSV erreichte bisher vier Mal das Endspiel im DHB-Pokal, konnte den Pokal aber noch nie gewinnen. Damit ist der BSV der Verein, der am häufigsten im Pokalfinale stand ohne den Pokal gewonnen zu haben. Auf internationaler Ebene gewann der Verein in der Saison 1993/94 den Euro-City-Cup,[2] den Vorläuferwettbewerb des heutigen EHF Challenge Cup, und 2010 den Challenge-Cup, wobei im Finale Frisch Auf Göppingen mit 40:28 (A) und 28:26 (H) bezwungen wurde. 2002 erreichte der BSV ebenfalls das Finale des Challenge Cups, unterlag jedoch dem rumänischen Vertreter Universitatea Deva.

Die zweite Frauen-Mannschaft gehört seit der Einführung der 3. Liga im Jahr 2010 dieser Spielklasse an und spielt damit im für zweite Mannschaften von Bundesligisten höchstmöglichen Bereich.

Kader der Frauen Bundesliga-Mannschaft – Saison 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Name Position Im Verein seit Letzter Verein
12 Antje Lenz Tor 2011 SVG Celle
35 Julia Gronemann Tor 2013 HSG Bad Wildungen
2 Marcella Deen Kreis 2012 SG Handball Rosengarten
3 Isabell Klein Rückraum 2007 HSG Bensheim/Auerbach
5 Ulrika Ågren Kreis 2013 Randers HK
6 Melissa Luschnat Außen 2001
7 Lone Fischer Außen 2008 TSV Owschlag
8 Randy Bülau Rückraum 2008 TSV Nord Harrislee
9 Isabell Kaiser Kreis 2013 2. Mannschaft
11 Sarah Lamp Rückraum 2013 2. Mannschaft
14 Friederike Gubernatis Rückraum 2013 Frankfurter HC
15 Jana Podpolinski Rückraum 2005 VfL Bad Schwartau
18 Stefanie de Beer Außen 2013 BVB Füchse Berlin
19 Jessica Oldenburg Rückraum 2009 TSG Wismar
23 Maxi Hayn Rückraum, Außen 2007 SV Fortuna '50 Neubrandenburg
27 Sina Ritter Außen 2012 HSG Bad Wildungen
28 Josephine Techert Rückraum 2010 SVG Celle
Jana Lembke Rückraum 2013 TSV Nord Harrislee
Lena Zelmel Kreis 2014 1. FSV Mainz 05
T Dirk Leun Trainer 2008
B Michael Jungblut Betreuer 1987

Neuzugänge 2013/14[Bearbeiten]

Abgänge 2013/14[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten]

Saisonplatzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz
1999/2000 4. Platz
2000/2001 3. Platz
2001/2002 4. Platz
2002/2003 2. Platz
2003/2004 4. Platz
2004/2005 5. Platz
2005/2006 5. Platz
2006/2007 9. Platz
2007/2008 7. Platz
2008/2009 3. Platz
2009/2010 5. Platz
2010/2011 3. Platz
2011/2012 2. Platz
2012/2013 3. Platz

Jugend[Bearbeiten]

Die weibliche A-Jugend spielt neben der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein seit 2013 auch in der DHB Jugend Bundesliga [8]. 2013 erreichte die A-Jugend das Final4 der Deutschen Meisterschaft und beendete dieses mit dem 4. Platz. 2009 gewann man die NOHV-Meisterschaft. 2010 gewann die weibliche B-Jugend die NOHV-Meisterschaft.

Fußballabteilung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Buxtehuder SV, oft auch als BSV Buxtehude bezeichnet, gehört dem Regionalverband Nord und dem Landesverband Hamburg an. Spielstätte ist das Jahn-Stadion mit den zwei zusätzlichen Nebenplätzen „Konopkaplatz“ und dem Schulzentrum Nord. Die Farben des BSV sind Blau-Gelb.

Erstmals drittklassig wurde die erste Herrenmannschaft 1953 mit dem Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg, der damals zweithöchsten Spielklasse in Hamburg. Folgte 1954 noch der sofortige Wiederabstieg, etablierte sich der Verein ab 1956 in dieser Spielklasse. Unter Trainer Peter Rohrschneider stiegen die blau-gelben Kicker von der Este 1963 sogar erstmals in das Hamburger Amateuroberhaus auf und belegten 1963/64 den 12. Rang. Im zweiten Jahr stieg der BSV aber wieder in die Verbandsliga Hansa ab und kehrte von dort erst 1973/74 unter Trainer „Walli“ Kuse wieder in die höchste Amateurklasse zurück. Dieses Mal hielt sich der Verein länger, ehe Buxtehude 1980 abstieg, obwohl man noch am 25. August 1979 im DFB-Pokal 1979/80 vor 3.000 Zuschauern gegen Bayer Uerdingen angetreten war. Den Tiefpunkt erlebte der BSV 1983 durch den Abstieg in die sechstklassige Bezirksliga. 1984 gelang jedoch die sofortige Rückkehr in die Landesliga, ehe 1990 für erneute drei Jahre die Rückkehr in das Hamburger Amateur-Oberhaus gelang. Diesen drei Jahren folgten zehn Jahre Landesliga Hammonia, ehe der BSV 2003 den erneuten Aufstieg in die Verbandsliga feierte und 2004 dort sogar hinter Barmbek-Uhlenhorst die Vizemeisterschaft errang. 2007/08 stieg man aus der höchsten Hamburger Spielklasse wieder ab und schaffte sechs Jahre später die Rückkehr.

Bekanntester Spieler[Bearbeiten]

Der spätere fünfmalige A-Nationalspieler Jürgen Kurbjuhn, er wechselte 1960 mit 20 Jahren zum Hamburger SV, bildete am 15. Mai 1958 mit Friedel Rausch das deutsche Verteidigerpaar beim Länderspiel der DFB-Jugendauswahl in Flensburg gegen Dänemark. In den Jahren 1959 und 1960 absolvierte er als Spieler des Buxtehuder SV sechs Länderspiele für die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure.

Nils Winter im Trikot des Buxtehuder SV

Leichtathletik[Bearbeiten]

Aus der Leichtathletikabteilung gingen die Olympiateilnehmer Nils Winter (Weitsprung) und Stefan Drews (Zehnkampf) hervor.

Judo[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Judoabteilung des BSV existiert seit 1969 und hat derzeit ca. 255 Mitglieder im Alter von 4 bis 60 Jahren. Hans Heinrich Cohrs ist seit 1994 Abteilungsleiter. In der Judoabteilung des BSV gibt es für jeden die passende Trainingsgruppe. Die große Vielfalt an verschiedenen Gruppen und Trainingsterminen ermöglicht sowohl wettkampf- als auch breitensportorientierten Mitgliedern ein optimales Trainingsangebot. Die Gruppengrößen variieren und werden unter Berücksichtigung des Alters und des Leistungsstandes zusammengestellt. So ist gewährleistet, dass man mit vielen verschiedenen Partnern üben kann und dennoch eine leistungsgerechte Betreuung möglich ist.

Trainingsgruppen[Bearbeiten]

  • Spielend Judoka werden
  • Anfängergruppe für Kinder
  • Fortgeschrittenen-Gruppe für Kinder und Jugendliche
  • Prüfungsgruppe
  • Wettkampfgruppe für Kinder und Jugendliche
  • Anfänger und Wiedereinsteiger Erwachsene
  • Fortgeschrittenen-Gruppe Erwachsene
  • Eltern-Kind-Gruppe
  • Judo in den Schulen als Judo AG

Trainingszeiten und Trainer[Bearbeiten]

Tag Gruppe Trainer
Montag 16.00 - 17.30 Uhr Fortgeschrittene U11 / U14 Hans Heinrich Cohrs
Montag 17.30 - 19.00 Uhr Wettkampfgruppe U14 / U17 Hans Heinrich Cohrs
Montag 19.00 - 20.00 Uhr Prüfungsgruppe Hans Heinrich Cohrs
Dienstag 17.30 - 19.00 Uhr Anfänger ab 6 Jahre immer nach den Sommerferien Birgit Mizera
Dienstag 19.30 - 21.30 Uhr Senioren & U17 Hans Heinrich Cohrs
Mittwoch 17.00 - 18.30 Anfänger ab 6 Jahre immer nach den Osterferien Joachim Reichardt
Mittwoch 18.30 - 20.00 Wettkampfgruppe U14 / U17 Joachim Reichardt
Mittwoch 20.00 - 22.00 Anfänger und Wiedereinsteiger Senioren Joachim Reichardt
Freitag 15.00 - 16.30 Uhr Eltern-Kind-Gruppe Birgit Mizera
Freitag 16.30 - 18.00 Uhr Spielend Judoka werden 4-6 Jahre Max Bube
Freitag 18.00 - 19.30 Uhr Wettkampfgruppe U14 / U17 Michael Bube
Freitag 19:30 - 21.30 Uhr Senioren & U17 Michael Bube

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Stefanie Paduch[Bearbeiten]

Eines unserer größten Talente war Stefanie Paduch, die im BSV bis zum 2. DAN kam. Sie nahm an Deutschen und Norddeutschen Meisterschaften teil. Am 16. Dezember 1984 wurde sie Mitglied des DDK (Deutsches Dan Kollegium, dem Verband der Meister und Lehrer für Budo-Disziplinen), das 2010 ihre 25-jährige Mitgliedschaft feierte. Zeitungsartikel Hamburger Abendblatt 26. Januar 1981: "Bei ihrem ersten Start in der Klasse der Judo-Damen trumpfte Stefanie Paduch vom SV Buxtehude gleich doppelt erfolgreich auf. Die 17-Jährige, im vergangenen Jahr Dritte bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Berlin, siegte in der Klasse bis 61 Kilogramm und der Allkategorie gegen starke Konkurrenz."

Hans Heinrich Cohrs[Bearbeiten]

1969, als die Judo-Abteilung in Buxtehude gegründet wurde, wohnte Hans Heinrich Cohrs in Cuxhaven und fing gerade mit dem Judo an. 1971 trainierte er in Harburg und später in der Buxtehuder Judoschule Oswald Däscher für einen Beitrag von damals 20 D-Mark. 1978 kam zum Buxtehuder SV. Seit 1994 leitet Hans die Geschicke der Judoabteilung.

Sportliche Höhepunkte[Bearbeiten]

  • Februar: Ausrichtung des McDonalds-Turniers mit nationaler Beteiligung
  • Dezember: Weihnachtsturnier für Kinder, BSV-intern

Literatur[Bearbeiten]

  • Hardy Grüne, Vereinslexikon, Agon-Verlag, 2001, Seite 102, ISBN 3-89784-147-9
  • Hardy Grüne, Legendäre Fußballvereine Norddeutschland, Agon-Verlag, 2004, Seite 93, ISBN 3-89784-223-8
  • Andreas Meyer/Volker Stahl/Uwe Wetzner, Fußball Lexikon Hamburg, Verlag Die Werkstatt, 2007, Seite 73, ISBN 3-89533-477-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Buxtehuder SV – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vereinssatzung auf der Vereinshomepage
  2. Ergebnis 1993/94 auf www.eurohandball.com
  3. a b c d e f g h hbf-info.de: Sechs Abgänge: Buxtehuder SV vor personellem Umbruch vom 28. Januar 2013, abgerufen am 23. Mai 2013
  4. a b bsv-live.de: Buxtehuder SV verpflichtet Gubernatis und de Beer, abgerufen am 23. Mai 2013
  5. handball-world.com: Buxtehude verpflichtet schwedische Nationalspielerin vom 28. Februar 2013, abgerufen am 23. Mai 2013
  6. handball-world.com: Lone Fischer erleidet Kreuzbandriss, BSV verpflichtet Jana Lembke vom 23. September 2013, abgerufen am 23. September 2013
  7. handball-world.com: Last-Minute-Transfer bei Buxtehude vom 17. Februar 2014, abgerufen am 17. Februar 2014
  8. http://dhb.de/detailansicht/datum/2013/02/25/artikel/jblh-der-weiblichen-jugend-17-plaetze-sind-bereits-vergeben.html