Buzon

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Buzon
Wappen von Buzon
Buzon (Frankreich)
Buzon
Region Okzitanien
Département Hautes-Pyrénées
Arrondissement Tarbes
Kanton Val d’Adour-Rustan-Madiranais
Gemeindeverband Adour Madiran
Koordinaten 43° 27′ N, 0° 9′ OKoordinaten: 43° 27′ N, 0° 9′ O
Höhe 156–260 m
Fläche 4,40 km2
Einwohner 78 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km2
Postleitzahl 65140
INSEE-Code

Blick auf das Zentrum von Buzon

Buzon ist eine französische Gemeinde mit 78 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien (vor 2016: Midi-Pyrénées). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Tarbes und zum Kanton Val d’Adour-Rustan-Madiranais (bis 2015: Kanton Rabastens-de-Bigorre).

Die Einwohner werden Buzonais und Buzonaises genannt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buzon liegt circa 25 Kilometer nordnordöstlich von Tarbes in der historischen Provinz Bigorre an der nördlichen Grenze zum benachbarten Département Gers.

Umgeben wird Buzon von den sechs Nachbargemeinden:

Saint-Justin
(Gers)
Sembouès
(Gers)
Monfaucon Nachbargemeinden Cazaux-Villecomtal
(Gers)
Barbachen Beccas
(Gers)

Buzon liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour.

Der Arros ist einer seiner Nebenflüsse und fließt an kurzen Abschnitten an der östlichen Gemeindegrenze entlang. Der Mandrou entspringt in Buzon und bildet dann eine natürliche Grenze zur südlichen Nachbargemeinde Beccas, bevor er in den Arros mündet. Der Lascors ist ein weiterer Nebenfluss des Arros, der im nördlichen Gemeindegebiet von Buzon entspringt.[2]

Waschplatz
Wegekreuz

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der okzitanische Name der Gemeinde heißt Buson. Einige Theorien versuchen, den Ursprung des Namens zu erklären. Einige Etymologen vermuten eine Ableitung aus dem altprovenzalischen boza/buza (deutsch Kuhmist) mit dem Suffix -onem, ein anderer aus dem galloromanischen Eigennamen Busius. Wahrscheinlich aber stammt der Name der Gemeinde vom germanischen Eigennamen Budo mit dem lateinischen Suffix -onem, woraus der gascognische Suffix -on entstand.

Der Spitzname der Gemeinde lautet Los sarra-lèbes (deutsch die, die Hasen am Kragen packen). Den Bewohnern wurde einst nachgesagt, dass sie unbelehrbare Wilderer waren. Im Land gab es einen großen Wildbestand mit vielen Hasen, die sie nach Rabastens-de-Bigorre verkauften.

Toponyme und Erwähnungen von Buzon waren:

  • de Buszono (1300, Erhebung im Bigorre),
  • De Busone (1342, Kirchenregister von Tarbes),
  • de Busono (1379, Prokuration Tarbes),
  • Buson (1429, Zensusliste der Grafschaft Bigorre),
  • Buson (1760, Larcher, Kirchenregister von Tarbes),
  • Buzon (1750, 1793 und 1801, Karte von Cassini, Notice Communale bzw. Bulletin des lois).[3][4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von 355. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf 70 Einwohner, bevor eine Phase mit moderatem Wachstum einsetzte, die in jüngster Zeit wieder stagniert.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2017
Einwohner 89 77 72 85 70 74 78 86 78
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2011[6]
Pfarrkirche Saint-Caprais

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Saint-Caprais. Sie ist dem hl. Caprasius geweiht, der in Agen geboren wurde und gemäß der christlichen Überlieferung im Jahre 303 als Märtyrer starb. Das heutige Kirchengebäude datiert aus dem 18. Jahrhundert und erfuhr zahlreiche Instandsetzungen und Anbauten. Alles weist jedoch auf einen älteren Vorgängerbau hin. Die Kirche birgt im Inneren einen Altar aus weißem Marmor aus dem 19. Jahrhundert. Dahinter sind auf einem alten Gemälde drei Figuren zu sehen, von denen eine möglicherweise den hl. Caprasius darstellt.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porcs Noirs de Bigorre

Buzon liegt in den Zonen AOC der Schweinerasse Porc noir de Bigorre und des Schinkens Jambon noir de Bigorre.[8]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[9]
Gesamt = 10

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buzon ist über die Routes départementales 31 (Gers 261) und 252 erreichbar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Buzon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Buzon (fr) Tellnoo. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  2. Ma commune : Buzon (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 8. Oktober 2019.
  3. Buzon (fr) Département Hautes-Pyrénées. Abgerufen am 8. Oktober 2019.
  4. David Rumsey Historical Map Collection France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 8. Oktober 2019.
  5. a b Notice Communale Buzon (fr) EHESS. Abgerufen am 8. Oktober 2019.
  6. Populations légales 2016 Commune de Buzon (65114) (fr) INSEE. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  7. Buzon. Visite épiscopale (fr) La Dépêche du Midi. 24. März 2011. Abgerufen am 8. Oktober 2019.
  8. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  9. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Buzon (65114) (fr) INSEE. Abgerufen am 7. Oktober 2019.