Bwindi Impenetrable National Park

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Bwindi Impenetrable National Park
Berggorillas in Bwindi
Berggorillas in Bwindi
Bwindi Impenetrable National Park (Uganda)
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Koordinaten: 1° 3′ 0″ S, 29° 43′ 0″ O
Lage: Uganda
Fläche: 331 km²
Gründung: 1991
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Der Bwindi-Regenwald ist ein Nationalpark im Südwesten Ugandas. Er erstreckt sich über die Flanken des Albert Rifts, dem nördlichsten Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Der Regenwald des Bwindi ist ursprünglich und sehr alt. Er hat sich seit der letzten Eiszeit zu dem entwickelt, was er heute darstellt. Die Höhe des Parks über dem Meeresspiegel erstreckt sich von 1160 m bis zu 2607 m. Der Park steht seit 1994 auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbe.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bestrebungen, in dem Gebiet des heutigen Nationalparks ökologische Schutzzonen einzurichten, wurden bereits im Jahr 1932 durch die damalige britische Kolonialregierung in Form von Waldreservaten, die sich auf einer Fläche von 20.700 Hektar im nördlichen sowie südlichen Teil des heutigen Gebietes erstreckten, geschaffen.

Im Jahr 1942 wurden diese Gebiete dann zusammengefügt und auf eine Fläche von 298 Quadratkilometer erweitert. Seine derzeitige Ausdehnung erreichte das Gebiet durch die Hinzunahme zweier weiterer Waldgebiete. Damals war der heutige Nationalpark unter dem Namen Impenetrable Central Forest Reserve bekannt und erhielt 1991 den Status eines Nationalparks.[1]

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schutzgebiet des Bwindi-Waldlands hält sich mit 400 Tieren, nach der letzten Zählung von 2012, ungefähr die Hälfte aller heute noch lebenden Berggorillas auf.[2] Die bedrohte Art ist in Uganda außerdem noch im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark im Gebiet der Virunga-Vulkane geschützt. Weitere Populationen leben in unmittelbarer Nachbarschaft des Parks in Ruanda und in der Demokratischen Republik Kongo.

Insgesamt leben in Bwindi ungefähr 90 Säugetier-Arten, darunter zehn weitere Affenarten wie der schwarz-weiße Guereza (ein großer Stummelaffe) und Schimpansen, sowie Elefanten und verschiedene Klein-Antilopen. Unter den Vogelarten befinden sich 23 endemische, also nur in diesem Gebiet heimische, Arten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bwindi Impenetrable National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilber Manyisa Ahebwa: Tourism, livelihoods and biodiversity conservation : an assessment of tourism related policy interventions at Bwindi Impenetrable National Park (BINP), Uganda, Dissertation 2012 http://edepot.wur.nl/210558
  2. Netzeitung: „Rückkehr der Silberrücken“ (Memento vom 21. Mai 2007 im Internet Archive), 20. April 2007