Cédric Wermuth

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Cédric Wermuth (2011)

Cédric Wermuth (* 19. Februar 1986 in Jegenstorf; heimatberechtigt in Eggiwil und Ceola di Giovo) ist ein Schweizer Politiker (SP).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cédric Wermuth ist in Bünzen und Boswil aufgewachsen, wo er die Primarschule besuchte. Die Bezirksschule absolvierte er in Muri, an der Kantonsschule Wohlen maturierte er 2005 mit Schwerpunktfach Spanisch. Anschliessend studierte er an der Universität Zürich Politikwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Philosophie und schloss sein Studium im März 2015 ab.[1] Neben dem Nationalratsmandat ist er als Strategieberater bei der Agentur Spinas Civil Voices, als Moderator bei Radio Kanal K und in verschiedenen Bereichen selbstständig tätig. Der schweizerisch-italienische Doppelbürger[2] ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und lebt in Zofingen.[1]

2010 wurde er wegen einer Hausbesetzung im Hotel Verenahof im Jahre 2009 zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen und einer Busse von 300 Franken verurteilt.[3]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wermuth ist seit 1999 Mitglied der Juso. Von 2003 bis 2005 war er Co-Präsident der Aargauer Juso-Kantonalsektion und von 2005 bis 2007 Zentralsekretär der Juso Schweiz. Ab dem 7. Juni 2008 war er Parteipräsident der Juso Schweiz.[4] Zudem war er Mitglied des Vorstandes der SP Stadt Baden.

Zwischen 2004 und 2008 vertrat er die SP in der Regierungsrätlichen Jugendkommission des Kantons Aargau.

Wermuth wurde im Oktober 2008 am Parteitag der SP Schweiz in Aarau zum Nachfolger von Silvia Schenker im Vizepräsidium der SP Schweiz gewählt. Seine Wahl erfolgte mit 214 gegen 168 Stimmen.[5] Wermuth kündigte am 21. August 2011 seinen Rücktritt aus dem Vize-Präsidium der SP Schweiz per Ende November 2011 an.[6] Am 8. März 2009 verpasste Wermuth die Wahl in den Aargauer Grossen Rat, wurde aber am 25. Oktober desselben Jahres mit 1004 Stimmen in den Einwohnerrat der Stadt Baden (Stadtparlament) gewählt.

Er gab am 4. September 2010 seinen Rücktritt als Parteipräsident der Juso Schweiz auf März 2011 bekannt.[7] Zu seinem Nachfolger wurde der Luzerner Kantonsrat David Roth gewählt.

Bei den Parlamentswahlen vom 23. Oktober 2011 wurde Wermuth von den aargauischen Wahlberechtigten mit 40'775 Stimmen in den Nationalrat gewählt.[8] Im Herbst 2015 wurde er in diesem Amt bestätigt.[9]

Von 2014 bis 2018 war Wermuth zusammen mit Grossrätin Elisabeth Burgener Brogli Co-Präsident der SP Aargau.[1]

Politisches Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wermuth wird dem linken Flügel der Sozialdemokratie zugeordnet.

Er ist Mitglied des Partito Democratico in Italien, des Verkehrs-Clubs der Schweiz, der Gewerkschaften VPOD und Unia sowie weiterer links-grüner Organisationen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cédric Wermuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Über mich. Website von Cédric Wermuth; abgerufen am 14. September 2018.
  2. Othmar von Matt: Jeder 13. Parlamentarier ist Doppelbürger. In: Schweiz am Wochenende vom 29. Juli 2018.
  3. SP-Vizepräsident Wermuth verurteilt. tagesanzeiger.ch, 18. Februar 2010; abgerufen am 8. April 2011.
  4. Cédric Wermuth wird neuer Juso-Präsident. nzz.ch, 7. Juni 2008; abgerufen am 8. April 2011.
  5. SP bestimmt Juso-Chef zum Vize-Präsidenten. nzz.ch, 26. Oktober 2008; abgerufen am 8. April 2011.
  6. Cédric Wermuth tritt als SP-Vizepräsident zurück. aargauerzeitung.ch, 21. August 2011; abgerufen am 7. November 2011.
  7. Cédric Wermuth zieht es nach Bern. tagesanzeiger.ch, 5. September 2010; abgerufen am 8. April 2011.
  8. Ergebnisse Nationalratswahlen 2011: Liste gewählter Kandidatinnen und Kandidaten
  9. Ergebnisse Nationalratswahlen 2015: Liste gewählter Kandidatinnen und Kandidaten
VorgängerAmtNachfolger
Andreas GrossPräsident der JungsozialistInnen Schweiz
2008–März 2011
David Roth