Cölpin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Cölpin
Cölpin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Cölpin hervorgehoben
Koordinaten: 53° 31′ N, 13° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Stargarder Land
Höhe: 82 m ü. NHN
Fläche: 21,24 km²
Einwohner: 783 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17094
Vorwahl: 03966
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 026
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 30
17094 Burg Stargard
Webpräsenz: www.gemeinde-coelpin.de
Bürgermeister: Joachim Jünger
Lage der Gemeinde Cölpin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Cölpin ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Stargarder Land mit Sitz in der Stadt Burg Stargard verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cölpin liegt etwa zwölf Kilometer östlich von Neubrandenburg in einer hügeligen Endmoränenlandschaft, die vor allem durch Ackerflächen geprägt ist. An der südlichen Gemeindegrenze verläuft der Fluss Linde. Nordöstlich grenzt der Neetzkaer See an.

Ortsteile der Gemeinde sind Cölpin, Hochkamp und Neu Käbelich

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allianzwappen von Dewitz/von Bülow am Gutshaus von 1786

Der Ortsname Cölpin ist slawischen Ursprungs und bedeutet Schwanendorf (colpa=Schwan). Cölpin wird 1290 erstmals urkundlich erwähnt, als Markgraf Albrecht III. dem Kloster Wanzka acht Hufen in colpyn (Cölpin) übertrug.[2] Es gibt jedoch Hinweise, dass der Ort Cölpin bereits einige Jahre vorher gegründet wurde. Es wurde in Urkunden ein Neubrandenburger Ratsherr Kolpin 1287 und ein Neubrandenburger Bürger Culpin 1305 erwähnt. Der Fürst Heinrich II. der Löwe von Mecklenburg (1266–1329) belehnt 1306 Hinricks Schmedess (Heinrich Schmidt) [3] und dessen Söhne Arend, Jacob u. Otten mit dem Ort Cölpin und dessen Schulzenamt.[4] Das Schultzengericht hatte diese Familie bis 1548 inne. Sie besaßen drei von den vier abgabefreien Freihufen (Höfe) des Dorfes, die Hufe I bis III.[5] 1918 stellten die Schmidt`s den ersten freien Bürgermeister in Cölpin. 1945 musste das Haus auf der Hufe I für die Einrichtung einer russischen Kommandantur mit einem Schlagbaum nach Neubrandenburg geräumt werden. Es war ein Gehöft in der Anordnung der märkisch-fänkischen Bauweise aus der Gründungszeit[6], es wurde um 2010 baufällig abgerissen.

Wegen der zentralen Lage im Land Stargard wurden in Cölpin Landtage der regierenden Fürsten abgehalten. Ab 1480 war Cölpin im Besitz der Familie von Dewitz, die dem Ort über Jahrhunderte seine Prägung als Gutsdorf gaben und 1780 als zweigeschossiger, massiver Putzbau das imposante Herrenhaus errichteten. Cölpin blieb bis 1945 Dewitzer Stammsitz.

Neu Käbelich war 1770 ein Vorwerk von Alt Käbelich, wurde 1801 eine selbständige Meierei und 1946 aufgesiedelt. Das Gutshaus baute 1908 der Domänenpächter Karl Krog.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochkamp wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.[7] Neu Käbelich gehört seit dem 13. Juni 2004 zu Cölpin.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen, Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde vom Neubrandenburger Lothar Herpich gestaltet.

Wappenbeschreibung
„In Rot auf blauem Wellenschildfuß, darin eine silberne Wellenleiste, ein silberner, schwimmender gold beschnabelter Schwan, überhöht von drei goldenen Deckelbechern balkenweise.“[9]

Das Wappen wurde am 14. August 2007 vom Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern genehmigt und unter der Nr. 316 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Flaggenbeschreibung
„Die Flagge der Gemeinde Cölpin besteht aus weißem Tuch. Es ist in der Mitte mit dem Gemeindewappen belegt, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.“[9]

Die Flagge wurde am 8. September 2008 durch Gemeindevertretung Cölpin beschlossen und am 14. Oktober 2008 durch das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern genehmigt.

Dienstsiegel

Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Gemeinde und die Umschrift „GEMEINDE CÖLPIN * LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE“.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cölpin

  • Herrenhaus von um 1780[10] mit Parkanlage
  • Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert[11]
  • Alte Schmiede von um 1820

Neu Käbelich

  • Kapelle Neu Käbelich
  • Gutshaus Neu Käbelich; eingeschossiger Putzbau von 1908 mit Mansarddach und Mittelrisalit.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Cölpin verläuft die Bundesstraße 104. Das nördliche Gemeindegebiet wird von der Bahnstrecke Bützow–Szczecin tangiert, der nächste im Personenverkehr bediente Haltepunkt befindet sich in Neetzka. Die Bundesautobahn 20 ist über die Anschlussstellen Neubrandenburg-Ost und Friedland i. M. erreichbar.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cölpin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Georg Krüger-Haye: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz. III. Abteilung: Die Amtsgerichtsbezirke Friedland (2. Hälfte), Stargard und Neubrandenburg. I. Band. Das Land Stargard. Kommissionsverlag der Brünslowschen Verlagsbuchhandlung, Neubrandenburg 1929, S. 245 (Digitalisat in der Universitätsbibliothek Rostock [abgerufen am 14. September 2015]).
  3. Mecklenburger Urkundenbuch von 1869, Band 5 Seite 304 Urkunde 3120, 1306.11.1
  4. Lehnsbrief in Staatsarchiv Schwerin, Grundbuchamt für ritterschaftliche Landgüter Neustrelitz 74 4.12-5/2.
  5. Paul Steinmann: Bauer und Ritter in Mecklenburg. Petermänken-Verlag, Schwerin 1960 S.132-136, 247.
  6. Niederdeutscher Beobachter Nr.240/ 11. Jahrg. Quellen und Studien zur Geschichte des mecklenburgischen Bauerntums, Staatsarchivrat Dr. Paul Steinmann (Schwerin) 15. Oktober 1935
  7. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  9. a b § 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Cammin (PDF, 24.1 KB)
  10. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 1. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 153–164.
  11. Sabine Bock: Die Dorfkirchen von Cölpin, Holzendorf und Krumbeck. Thomas Helms Verlag Schwerin 2013, ISBN 978-3-944033-04-4, S. 4–23.