Căianu

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Căianu
Magyarkályán
Căianu führt kein Wappen
Căianu (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 46° 47′ N, 23° 55′ OKoordinaten: 46° 47′ 13″ N, 23° 55′ 2″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 355 m
Fläche: 55,11 km²
Einwohner: 2.355 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407120
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Căianu, Bărăi, Căianu Mic, Căianu-Vamă, Vaida-Cămăraș, Văleni
Bürgermeister: Vasile Pop (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 48
loc. Căianu, jud. Cluj, RO–407120
Website:

Căianu (veraltet Călian oder Călean; ungarisch Magyarkályán oder Kályán)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Căianu im Kreis Cluj

Die Gemeinde Căianu liegt im Westen des Siebenbürgischen Beckens. Das Gemeindezentrum befindet sich an der Kreisstraße (drum județean) DJ 161G, ein Kilometer südlich des Drum național 16, etwa 30 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt. Die fünf eingemeindeten Dörfer befinden sich zwei bis etwa zehn Kilometer vom Gemeindezentrum auf einer Gesamtfläche von 5511 Hektar entfernt. Fast der Hälfte der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Căianu von Ungarn gegründet, wurde erstmals 1326 urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert siedelten dann auch Rumänen hier an.[3] Archäologische Funde auf dem Areal – von den Einheimischen La Feredeu genannt – des Gemeindezentrums,[4] und im eingemeindeten Dorf Văleni (ung. Lárgatanya)[5] deuten auf eine Besiedlung bis in die Römerzeit zurück.

In der Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums sind auf dem Areal des Ortes Căianu (bei Dijmașii), archäologische Funde einer Siedlungen die bis in die Frühgeschichte deuten, vermerkt.[5]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Mocs im Komitat Klausenburg, anschließend dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.984 1.409 498 2 75
1956 4.541 2.837 1.679 1 24
1992 2.700 1.543 1.129 - 28
2002 2.567 1.541 978 - 48
2011 2.355 1.369 854 - 132 (60 Roma)

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und auch die der Rumänen 1956 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (1.691) wurde 1941, die der Roma (68) 1850 und die der Rumäniendeutschen (39) 1900 registriert. 1930 bekannten sich zwei Bewohner als Slowaken.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ruine der ehemaligen Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil in Căianu, 1750 errichtet, steht noch unter Denkmalschutz.[5]
  • Im eingemeindeten Dorf Vaida-Cămăraș (ung. Vajdakamarás) die reformierte Kirche, im 17. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Im eingemeindeten Dorf Bărăi (ung. Báré) die Holzkirche.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Căianu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Wörterbuch der Ortschaften in Siebenbürgen
  3. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  4. Institute Of Archaeology − Căianu abgerufen am 25. Juli 2017 (rumänisch)
  5. a b c d Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (rumänisch; PDF; 12,7 MB)
  6. Volkszählung, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (ungarisch; PDF; 525 kB)
  7. Angaben zur Kirche in Bărăi bei biserici.org abgerufen am 25. Juli 2017 (rumänisch)