Club Atlético San Lorenzo de Almagro

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San Lorenzo
San Lorenzo de Almagro.svg
Basisdaten
Name Club Atlético
San Lorenzo de Almagro
Sitz Buenos Aires
Gründung 1. April 1908
Präsident Argentinier Matías Lammens
Website sanlorenzo.com.ar
Erste Mannschaft
Cheftrainer Argentinier Jorge Almirón
Spielstätte Estadio Pedro Bidegain,
El Nuevo Gasómetro
Plätze 47.964
Liga Primera División
2017/18 3. Platz
Heim
Auswärts

Der Club Atlético San Lorenzo de Almagro ist ein argentinischer Fußballverein aus Buenos Aires. Von den Fans wird der Klub auch El Ciclón ‚der Zyklon‘ und Los azulgrana ‚die Blau-Roten‘ genannt. Weitere gängige Spitznamen sind Cuervos, Los Santos de Boedo, Gauchos und Matadores.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 1. April 1908 im Stadtteil Almagro gegründet. Der Namensbestandteil San Lorenzo wurde zu Ehren des katholischen Priesters Lorenzo Massa gewählt, der den fußballbegeisterten Bewohnern des Viertels gestattete, Fußballspiele im Hinterhof seiner Kirche zu veranstalten.

Der CA San Lorenzo wurde rasch zu einem der Topklubs in Buenos Aires. Seit dem Beginn der argentinischen Profiliga (1931) ist San Lorenzo gemeinsam mit den Boca Juniors, River Plate, Independiente und Racing Club Avellaneda einer der „großen Fünf“ im argentinischen Fußball.

In den 1930er-Jahren wurde San Lorenzo aufgrund einiger Spieler baskischer Herkunft (z. B. Isidro Lángara) sehr beliebt in der baskischen Gemeinschaft von Buenos Aires. Der erste Meistertitel in der Profiliga wurde 1933 gewonnen.

1946 gewann San Lorenzo erneut die Meisterschaft und begann anschließend eine Tour durch Spanien und Portugal, welche als eines der größten Ereignisse in der Vereinsgeschichte gilt. Nach einer Niederlage gegen Real Madrid gewann San Lorenzo sowohl die Spiele gegen Barcelona als auch gegen die spanische und portugiesische Nationalmannschaft. Die spanische Presse bezeichnete San Lorenzo als „die beste Mannschaft der Welt“.

In den Jahren 1968 bis 1974 gewann San Lorenzo insgesamt 4 Meistertitel. Die Mannschaft von 1968 wurde als los Matadores bekannt, da sie die Meisterschaft ohne eine einzige Niederlage gewann.

1981 musste San Lorenzo in die Primera División B absteigen, kehrte aber gleich in der folgenden Saison wieder in oberste Liga zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Klub hohe Schulden und besaß kein Stadion mehr. Unter dem Präsidenten Fernando Miele (1986–2001) erhielt San Lorenzo wieder ein Stadion und gewann zwei Meistertitel. Der derzeitige Präsident ist Rafael Savino.

Der traditionelle Lokalrivale aus dem Süden von Buenos Aires ist Huracán. Rivalitäten bestehen überdies zu Boca Juniors, River Plate, Independiente, Racing sowie den Newell's Old Boys aus Rosario.

Am 31. März 2013 wurde der Torwart Pablo Migliore wegen der angeblichen Verwicklung in einen Mordfall nach dem Abpfiff des Heimspiels gegen Newell's Old Boys festgenommen.[1]

Derzeitiger Trainer ist Edgardo Bauza, das Management leitet der vormalige Stürmer Bernardo Romeo.[2] Der anfangs hochverschuldete, krisenbehaftete Verein wurde auch durch Romeos Arbeit wieder erfolgreich: Im Dezember 2013 wurde San Lorenzo argentinischer Meister, im August 2014 gewann der Verein erstmals die Copa Libertadores durch ein 1:0 im Rückspiel des Finales gegen Club Nacional.[3] Damit war der Verein auch für die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2014 qualifiziert[4], in der er das Finale erreichte und dort Real Madrid mit 0:2 unterlag.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Primera División (12): 1933, 1936 (Copa de Honor), 1946, 1959, 1968 (Metropolitano – ungeschlagen), 1972 (Metropolitano), 1972 (Nacional – ungeschlagen), 1974 (Nacional), 1995 (Clausura), 2001 (Clausura), 2007 (Clausura), 2013 (Torneo Inicial)
  • Amateurmeistertitel (vor Einführung der argentinischen Profiliga) (4): 1914, 1923, 1924, 1927.
  • Primera División B: 1982
  • Copa de la República: 1943
  • Argentinischer Superpokal: 2015

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 1946 hatten sowohl der Club Nacional de Football als auch der CA San Lorenzo de Almagro jeweils eine Partie gewonnen. Man entschied sich, beiden Mannschaften den Sieg zuzusprechen. Die Trophäe erhielt jedoch Nacional, da der Verein aus Montevideo mehr Tore erzielt hatte.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das alte Gasómetro-Stadion im Stadtteil Boedo musste wegen der Schuldenlast 1979 verkauft werden und wurde abgerissen. Das neue Stadion im Stadtteil Nueva Pompeya, bekannt als El Nuevo Gasómetro, wurde am 16. Dezember 1993 eröffnet. Der offizielle Name des Stadions ist Estadio Pedro Bidegain, nach einem ehemaligen Klubpräsidenten. Es hat eine Kapazität von 47.964 Plätzen.

Aktueller Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 30. Januar 2018

Nr. Position Name
2 ArgentinienArgentinien AB Marcos Angeleri
3 ArgentinienArgentinien AB Marcos Senesi
4 ArgentinienArgentinien AB Gonzalo Rodríguez
5 ArgentinienArgentinien MF Juan Ignacio Mercier
6 ArgentinienArgentinien AB Matías Caruzzo
7 ArgentinienArgentinien MF Franco Mussis
8 ArgentinienArgentinien MF Gabriel Gudiño
9 ArgentinienArgentinien ST Nicolás Blandi
10 ArgentinienArgentinien MF Leandro Romagnoli
11 ArgentinienArgentinien ST Valentín Viola
12 ArgentinienArgentinien TW Sebastián Torrico
13 ArgentinienArgentinien AB Lautaro Montoya
14 ArgentinienArgentinien MF Alexis Castro
15 ArgentinienArgentinien ST Nicolás Reniero
16 ArgentinienArgentinien MF Fernando Belluschi
17 ChileChile AB Paulo Díaz
19 ArgentinienArgentinien MF Rubén Botta
Nr. Position Name
20 ArgentinienArgentinien AB Elías Pereyra
22 ArgentinienArgentinien TW Nicolás Navarro
23 ArgentinienArgentinien ST Germán Berterame
24 ArgentinienArgentinien MF Juan Ignacio Cavallaro
25 ArgentinienArgentinien TW José Devecchi
26 ParaguayParaguay MF Robert Piris Da Motta
27 ArgentinienArgentinien AB Gabriel Rojas
28 ArgentinienArgentinien MF Nahuel Barrios
29 ArgentinienArgentinien AB Víctor Salazar
31 ArgentinienArgentinien MF Facundo Quignon
32 ArgentinienArgentinien AB Fabricio Coloccini
33 ArgentinienArgentinien AB Nicolás Zalazar
35 ArgentinienArgentinien ST Tomás Conechny
36 ArgentinienArgentinien MF Bautista Merlini
37 ArgentinienArgentinien MF Franco Moyano
40 ArgentinienArgentinien MF Jonás Acevedo

Ehemalige bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 13. März 2013 gewählte Papst Franziskus ist bekennender Fan und Mitglied des Vereins (Mitgliedsausweis Nr. 88 235).[5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: CA San Lorenzo de Almagro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Comunicado Oficial: Situación Pablo Migliore (spanisch) auf www.sanlorenzo.com.ar vom 31. März 2013, abgerufen am 1. April 2013
  2. Kai Behrmann: Auch als Manager ist Romeo ein Volltreffer. Hamburger Morgenpost vom 10. August 2014. Abgerufen am 11. August 2014
  3. Kai Behrmann: Ex-Torjäger Romeo: Er plant seine HSV-Rückkehr In: Hamburger Morgenpost, vom 17. August 2014. Abgerufen am 11. Mai 2017.
  4. CA San Lorenzo löst das Ticket für die Klub-WM 2014, auf fussball-wm.pro
  5. Andreas Knobloch: Der Papst kickt mit. San Lorenzos Aufschwung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2014, S. 28.
  6. Der Papst-Klub ist nach einem Priester benannt. Die Welt, 14. März 2013, abgerufen am 14. März 2013.