CD Projekt

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CD Projekt S.A.

CDProjekt-logo.svg
Rechtsform Spółka Akcyjna
Aktiengesellschaft (Polen)
ISIN PLOPTTC00011
Gründung 1988 (als Optimus)
2011 (umfirmiert zu CD Projekt RED)
2012 (umfirmiert zu CD Projekt)
Sitz Warschau, Polen
Leitung Adam Kiciński[1] (Vorstandsvorsitzender)
Katarzyna Szwarc[2] (Aufsichtsratsvorsitzende)
Marcin Iwiński (CEO)
Piotr Nielubowicz (CFO)
Mitarbeiterzahl 1.000 (Stand 2019)[3]
Umsatz 362,9 Mio Złoty (84,9 Mio. Euro)[4]:7
Branche Softwareentwicklung
Website www.cdprojekt.com
Stand: 31. Dezember 2018

CD Projekt S. A. (bis 2011 Optimus S.A., 2011–2012 CD Projekt RED S.A.) ist ein polnischer Entwickler und Publisher von Computerspielen für den internationalen Markt, darunter die international erfolgreiche Computer-Rollenspielserie The Witcher.[5] Die Firma betreibt auch die Distributionsplattform GOG.com und unterhält unter der internen Bezeichnung „CD Projekt RED“ eigene Entwicklerteams in Warschau und Krakau.[6] Es ist das zweite Unternehmen dieses Namens. Die ursprüngliche Firmenbezeichnung lautete Optimus S.A. und operierte zunächst als reiner IT-Dienstleister. Erst durch einen Reverse Takeover der alten CD Projekt RED Sp. z o.o. im Jahr 2009 übernahm das Unternehmen das heutige Geschäftsfeld und schrittweise schließlich auch den Namen. Die Distributionsgeschäfte in Polen wurden unter der Firmenbezeichnung cdp.pl (sp. z o.o.) (bis 2012 CD Projekt Sp. z o.o.) neu ausgerichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1988–2009: Beginn als IT-Dienstleister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Dezember 1988 in Nowy Sącz unter dem Namen Optimus gegründet. Die Firma agierte als IT-Dienstleister für Firmen und gründete 1996 die Onlineplattform Onet.pl, die es bis 2001 betrieb. 2006 zog das Unternehmen nach Warschau.

2009–2012: Übernahme von CD Projekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der polnische Spieleentwickler und -publisher CD Projekt RED Sp. z o.o. 2009 in schwere finanzielle Probleme geraten war[7], unterzeichnete der Optimus S.A. eine Absichtserklärung für die Übernahme des angeschlagenen Unternehmens. Dabei erwarben die bisherigen Firmeninhaber von „CD Projekt RED Sp. z o.o.“ 50 % der Optimus S.A. und behielten so die Kontrolle über das Unternehmen. Dieser Reverse Takeover im Oktober 2009 ermöglichte CD Projekt damit auch den Börsenzugang.[8] Am 25. Juli 2011 änderte Optimus S.A. den Firmennamen zu CD Projekt RED S.A. und fusionierte im Oktober mit seinem gleichnamigen Tochterunternehmen, dem Entwicklerstudio CD Projekt Red Sp. z o.o.[9] Am 21. September 2012 gab CD Projekt RED bekannt, seine Distributionsgeschäfte in Polen künftig unter der Firmenbezeichnung cdp.pl führen zu wollen. Gleichzeitig erschien unter dieser Adresse im Internet eine Verkaufsplattform für Spiele.[10] Im November 2012 beschloss die Aktionärsversammlung die Umbenennung der Firma in CD Projekt S.A.[9]

2013 verkaufte CD Projekt die Rechte am Firmennamen Optimus an das polnische Unternehmen AB SA, das unter diesem Namen einen neuen IT-Dienstleister ins Leben rief.[11] 2014 übernahmen führende Manager von cdp.pl einen kontrollierenden Mehrheitsanteil am Distributor von der Konzernmutter CD Projekt S. A., die ihre Beteiligung auf 8,29 % reduzierte. CD Projekt gab an, sich auf die Entwicklung und globale Vermarktung von Computerspielen konzentrieren zu wollen. Cdp.pl (sp. z o.o.) wolle sich dagegen ausschließlich auf seinen Kernmarkt im polnischen Inland konzentrieren.[12]

Eigenentwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Name Platform(en) Engine
2007 The Witcher Windows, OS X Aurora Engine
2011 The Witcher 2: Assassins of Kings Windows, OS X, Linux, Xbox 360 REDengine
REDengine 2
2014 The Witcher Adventure Game Windows, OS X, iOS, Android N/A
2015 The Witcher Battle Arena iOS, Android Unity
The Witcher 3: Wild Hunt Windows, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch REDengine 3
The Witcher 3: Wild Hunt – Hearts of Stone Windows, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch REDengine 3
2016 The Witcher 3: Wild Hunt – Blood and Wine Windows, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch REDengine 3
2018 Gwent: The Witcher Card Game Windows, PlayStation 4, Xbox One Unity
2018 Thronebreaker: The Witcher Tales Windows, PlayStation 4, Xbox One Unity
2020 Cyberpunk 2077 Windows, PlayStation 4, Xbox One REDengine 4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: CD Projekt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CD PROJEKT S.A.: Zarząd. Abgerufen am 27. März 2019 (polnisch).
  2. CD PROJEKT S.A.: Rada Nadzorcza. Abgerufen am 27. März 2019 (polnisch).
  3. Matthias Dietrich: CD Projekt erklärt, warum das Studio kein Witcher 3.5 machen wollte. In: gamestar.de. 16. Juni 2019, abgerufen am 27. September 2019.
  4. CD PROJEKT S.A.: Consolidated Financial Statement of the CD Projekt Capital Group For 2018. (PDF; 2,6 MB) Abgerufen am 27. März 2019 (englisch).
  5. Zitat: The Witcher premiered in 2007, quickly becoming a global commercial hit. Quelle: https://www.cdprojekt.com/en/Capital_group/Our_history
  6. http://www.gamesindustry.biz/articles/2013-08-02-cd-projekt-red-launches-krakow-studio; http://www.gamona.de/games/cd-projekt-red,neues-studio-fur-kleinere-projekte-gegrundet:news,2285638.html
  7. http://www.eurogamer.net/articles/2013-11-06-seeing-red-the-story-of-cd-projekt
  8. http://www.gamesindustry.biz/articles/optimus-finalises-cd-projekt-takeover
  9. a b Our history (Unternehmensgeschichte) (englisch) In: Offizielle Firmenwebsite. CD Projekt. Abgerufen am 23. Mai 2015.
  10. CDP.pl – początek rewolucji na polskim rynku gier (polnisch) CD Projekt. 21. September 2012. Archiviert vom Original am 24. Mai 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cdprojekt.com Abgerufen am 23. Mai 2015.
  11. Media2: Kultowa marka Optimus wraca na rynek
  12. Daniel Kłosiński: CD Projekt sprzedaje Cdp.pl – firmę przejmują menedżerowie (polnisch) Eurogamer.pl. 27. November 2014. Abgerufen am 19. Dezember 2014.