CEN – Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit

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Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit
Kategorie Forschungszentrum der Universität Hamburg
Standort Hamburg
Art der Forschung Grundlagenforschung
Fächer Natur- und Gesellschaftswissenschaften
Direktor*in Detlef Stammer
Homepage www.cen.uni-hamburg.de

Das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) ist ein zentrales Forschungszentrum der Universität Hamburg (UHH).[1] Forschende aus zwölf verschiedenen Bereichen der Natur- und Gesellschaftswissenschaft arbeiten hier interdisziplinär zusammen. Sie beschäftigen sich mit Klima-, Umwelt- und Erdsystemforschung und bearbeiten gemeinsam übergeordnete Fragestellungen. Die Wechselbeziehungen zwischen Ozean, Atmosphäre, Biosphäre und Geosphäre und die natürlichen und menschengemachten Veränderungen des Erdsystems stehen im Vordergrund. Gleichzeitig analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Interaktionen von Gesellschaft und Umwelt.[2]

Forschungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forschenden am CEN arbeiten interdisziplinär und stammen aus den Fachrichtungen Ozeanographie, Meteorologie, Meeresbiologie, Geophysik, Geologie, Bodenkunde, Geographie, Biogeochemie sowie aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die Forschung gliedert sich in die Fachbereiche:

  • Erdsystemdynamik
  • Nachhaltigkeitsstrategien und soziale Dynamiken
  • Potenzialbereich

Die Erdsystemdynamik schafft und erweitert die naturwissenschaftlichen Grundlagen zur Erforschung des Erdsystemwandels und seiner Auswirkungen. Ziel ist es, die natürliche Variabilität in den verschiedenen Komponenten des Erdsystems von den menschengemachten Einflüssen zu separieren. Die Arbeiten reichen von der globalen bis hin zur regionalen und lokalen Skala.

Im Bereich Nachhaltigkeitsstrategien und soziale Dynamiken geht es um die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur. Die zugrundeliegenden Prozesse werden erforscht und nachhaltige Gestaltungsoptionen für die Gesellschaft entwickelt.

Der Potenzialbereich umfasst drei verschiedene Themenfelder. Es geht um die Bedeutung von Böden in unserem Klimasystem und um nachhaltige Ernährungssysteme. Außerdem beschäftigen sich die Forschenden mit Klima- und Georisiken, die sowohl Naturgefahren als auch menschliches Handeln miteinbeziehen.

Für ihre Forschung entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eigene Modelle oder nutzen Modelle anderer wissenschaftlicher Institutionen. Umgekehrt nutzen internationale Teams die Hamburger Modelle, um ihre Berechnungen durchzuführen oder zu ergänzen, um Ergebnisse zu vergleichen und zu prüfen.

Das CEN wirkt regelmäßig in großen nationalen und internationalen Forschungsprogrammen mit und koordiniert einige federführend. Forschende des CEN publizieren regelmäßig in wissenschaftlichen Fachjournalen.[3]

Exzellenzcluster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder wurden bisher drei Exzellenzcluster des CEN der Universität Hamburg von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt bzw. gefördert. Von 2007 an für 10 Jahre die Exzellenzcluster für Klimaforschung CliSAP 1 und 2 (Integrated Climate System Analysis and Prediction).[4] Seit 2019 für zunächst sieben Jahre der Exzellenzcluster für Klimaforschung „Climate, Climatic Change, and Society“ (CLICCS).[5]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direktor des CEN ist Detlef Stammer, der zusammen mit Geschäftsführerin Anke Allner sowie sechs Hochschullehrenden aus unterschiedlichen Forschungsfeldern den Vorstand bildet. Das CEN wurde 2011 als Forschungszentrum der MIN-Fakultät der Universität Hamburg gegründet. Seit April 2016 ist es ein „zentrales Forschungszentrum der Universität Hamburg zur Wahrnehmung von Aufgaben besonderer Bedeutung in Forschung und Lehre“.

CEN School SICSS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SICCS (School of Integrated Earth and Climate System Sciences) bietet ein zweijähriges englischsprachiges Curriculum, das mit dem Master (MSc) abschließt und umfassende Aspekte der Klimaforschung, von den Naturwissenschaften bis zu den Sozialwissenschaften und der Ökonomie abdeckt. Die Graduiertenschule bietet ein dreijähriges internationales Doktorandenprogramm in den integrierten Klima- und Erdsystemwissenschaften mit dem Abschluss PhD.[6]

Forschungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder des CEN haben Zugriff auf eine Reihe von Forschungseinrichtungen, die zum Teil vom CEN selbst und seinen Mitgliedsinstituten betrieben werden: [7]

  • Leitstelle deutsche Forschungsschiffe an der UHH
  • Hochleistungsrechner vom Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ)
  • Datenzentrum Integrated Climate Data Center (ICDC) an der UHH
  • Visualization Laboratory am CEN
  • Integrated Modeling Activities (IMA) am CEN
  • Windkanal-Labor am Meteorologischen Institut
  • Wettermast Hamburg am Meteorologischen Institut
  • Bibliotheken
  • Zentraler IT-Dienstleister: CEN-IT
  • Feinmechanische Werkstatt gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M)

Beteiligte Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.uni-hamburg.de/forschung/forschungsprofil/forschungszentren/universitaer.html
  2. https://www.cen.uni-hamburg.de/research.html
  3. https://www.cen.uni-hamburg.de/research/publications-cen.html
  4. https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/38787541?context=projekt&task=showDetail&id=38787541&
  5. https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/390683824
  6. https://www.cen.uni-hamburg.de/education1/cen-school.html
  7. https://www.cen.uni-hamburg.de/facilities.html