CMA CGM

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CMA CGM

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Rechtsform S.A.
Gründung 1999
Sitz Marseille, FrankreichFrankreich Frankreich
Leitung Rodolphe Saadé[1]
Mitarbeiterzahl 4.150 (in Frankreich)
29.000 (weltweit)
Umsatz 16 Mrd. USD (2016)
Branche Schifffahrt und Logistik
Website www.cma-cgm.com
Stand: 2017

Schornsteinmarke des Schiffes CMA CGM Eiffel
Die CMA CGM Baudelaire im Bosporus
CMA CGM-Container auf einem Lkw in Ägypten
CMA CGM-Container auch einem Güterwagen am Bahnhof Herzogenburg, Österreich

CMA CGM ist ein französisches Schifffahrts- und Logistikunternehmen mit Sitz in Marseille.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die französische Reederei CMA CGM entstand 1999 aus dem Zusammenschluss der Reedereien Compagnie Générale Maritime (CGM), auch bekannt als French Line, und der 1978 von Jacques R. Saadé gegründeten Compagnie Maritime d’Affrètement (französisch Befrachtung, Schiffsheuerung) (CMA). CMA CGM ist das größte Schifffahrtsunternehmen in Frankreich. Es betreibt knapp 400 eigene und gecharterte Containerschiffe[2] und ist damit derzeit die drittgrößte Containerschiff-Reederei der Welt. Seit Ende 2012 betreibt das Unternehmen die CMA CGM Marco Polo mit einer Stellplatzkapazität von über 16.000 TEU, das bis zur Indienststellung der Triple-E-Klasse das größte Containerschiff der Welt war.

Neben der weltweiten Containerlinienfahrt bietet das Unternehmen über Tochtergesellschaften auch weitere Logistikdienstleistungen an.[3]

In der vorgesehenen P3-Allianz wollte sich das Unternehmen mit der Nummer 2 und der Nummer 1 am Markt, der schweizerischen Reederei MSC und der dänischen Reederei Maersk, zusammenschließen.[4] Dieser Zusammenschluss wurde von den Wettbewerbsbehörden der USA genehmigt[5], nicht aber von China. Damit gilt die Kooperation als gescheitert.[6] Stattdessen vereinbarte man im September 2014 mit der Nummer 6 und der Nummer 18 am Markt, der chinesischen Reederei China Shipping Container Lines (CSCL) und der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) eine Allianz mit dem Namen „Ocean Three“ und bedient nun gemeinsam die Routen von Asien nach Europa, ins Mittelmeer, an die USA West- und Ostküste und den US-Golf.[7]

Im November 2014 wurde ein Vertrag geschlossen, der die Übernahme der Hamburger Shortsea-Reederei OPDR von der deutschen Schulte Group vorsieht.[8]

Mitte 2016 erwarb CMA CGM von Temasek die Aktienmehrheit der Neptune Orient Lines aus Singapur.[9]

Im November 2016 wurde die „Ocean Alliance“ mit China COSCO Shipping Corporation, Orient Overseas Container Line und Evergreen Marine gegründet.[10]

Im August 2017 wurden bei Shanghai Waigaoqiao Shipbuilding vorbehaltlich die größten Containerschiffe mit 22.000 TEU bestellt.[11] Die Schiffe sollen über einen LNG-Antrieb verfügen.[12]

Anfang 2018 verschmolz CMA CGM ihre beiden Tochtergesellschaften MacAndrews und OPDR.[13]

Niederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland hat CMA CGM Büros in Bremen, Düsseldorf, München und Neu-Isenburg (bei Frankfurt am Main) sowie Agenturen in Hamburg und Leinfelden-Echterdingen (bei Stuttgart). Weltweit bestehen rund 600 Niederlassungen, wovon etwa 60 in der Volksrepublik China und 20 in den USA sind.[2]

In den Jahren 2006–2010 ließ das Unternehmen in Marseille einen 145 Meter hohen Büroturm mit 33 Etagen errichten. Die Glas-Stahl-Konstruktion nach Plänen der Architektin Zaha Hadid wird im Sockelbereich von weiteren Flachbauten flankiert. In dem Gebäude arbeiten rund 2700 Angestellte der Reederei.[14] Das Hochhaus mit der Bezeichnung „Tour CMA CGM“ wurde im Jahr 2010 mit dem Architekturpreis Emporis Skyscraper Award in Bronze ausgezeichnet.[15]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: CMA CGM – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rodolphe Saadé, CMA CGM, abgerufen 8. Juli 2018. – Mit 80 übertrug Jacques R. Saadé am 7. Februar 2017 die CEO-Funktion auf seinen Sohn Rodolphe Saadé.
  2. a b A world leader in container transport. CMA CGM. Abgerufen am 21. September 2012.
  3. Subsidiaries and brands of the CMA CGM Group. CMA CGM. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  4. Christian Müssgens, Johannes Ritter: Bedrohlicher Pakt der Giganten. faz.net, 4. Dezember 2013, abgerufen am 4. Dezember 2013.
  5. Ole Mikkelsen: Alliance of top three shipping lines could start in mid-2014, Reuters, 21. März 2014. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  6. Eckhard-Herbert Arndt: P3-Aus: „JadeWeserPort hat Chancen“. In: Täglicher Hafenbericht vom 19. Juni 2014, S. 15.
  7. Neue Reeder-Allianz „Ocean Three“. In: Verkehrsrundschau, 10. September 2014.
  8. OPDR to become part of CMA CGM Group (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), OPDR, 1. Dezember 2014.
  9. CMA CGM Takes Over at NOL, gCaptain.com, 10. Juni 2016 (englisch).
  10. Lancement d’Ocean Alliance par OOCL, Evergreen, Cosco et CMA CGM. Mer et Marine, 3. November 2016, abgerufen am 3. November 2016.
  11. CMA CGM besiegelt Mega-Deal (Memento vom 24. August 2017 im Internet Archive), Hansa – International Maritime Journal, 24. August 2017.
  12. Peter Hanuschke: Erstes Groß-Containerschiff mit Erdgas-Antrieb. Weser-Kurier, 7. November 2017, abgerufen am 8. November 2017.
  13. CMA CGM fusionne OPDR et MacAndrews. Mer et Marine, 1. Dezember 2017, abgerufen am 15. Juni 2018.
  14. A Marseille, la tour CMA CGM tutoie la Bonne Mère. ISSN 0026-9700. (der französischen Wikipedia-Seite zum Turm entnommen)
  15. Emporis Skyscraper Award 2010, Emporis, abgerufen am 25. Januar 2017.

Koordinaten: 43° 18′ 54,4″ N, 5° 21′ 56,2″ O