CNH Global

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CNH Global N.V.

Logo
Rechtsform Naamloze Vennootschap
Gründung 1999
Auflösung 2013
Sitz Amsterdam, NiederlandeNiederlande Niederlande
Leitung
Mitarbeiterzahl ca. 33.800[1]
Umsatz 19,4 Mrd. USD[1]
Stand: 2012

CNH Global war eine Aktiengesellschaft für Landtechnik und Baumaschinen, die aus den Unternehmen Case und New Holland entstand. CNH Global verschmolz später mit dem Mehrheitsbesitzer Fiat Industrial zu CNH Industrial.[2][3]

CNH war nach Deere & Company der zweitgrößte Produzent von Landmaschinen weltweit. Die mehr als 30.000 Mitarbeiter von CNH Global erzielten im Jahr 2012 einen Umsatz von 19,4 Milliarden US-Dollar.[1]

Zu dem Konzern gehörten die im Geschäftsfeld Agricultural Equipment zusammengeführten drei Marken Case IH, New Holland und Steyr. Die Baumaschinen wurden unter den Marken Case und New Holland Construction vertrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 1999 kaufte die New Holland N.V. die Case Corporation und benannte sich in CNH Global N.V. um.[4] Die Europäische Union stimmte zu, weil mehrere Geschäftsbereiche, Fabriken und Baureihen, überwiegend von Case, an Wettbewerber abgegeben wurden.[5] Zu den Auflagen der Fusionskontrolle gehörte der Verkauf der Marke McCormick und des Werks in Doncaster (GB), welche an die Argo-Gruppe der italienischen Familie Morra gingen, sowie der Sparten Versatile (an die kanadische Buhler Industries) und Fermec (an die US-amerikanische Terex). Am Standort Österreich bewirkte CNH eine Ausweitung des Exports.[6]

Konzernstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CNH Global war ein Unternehmen nach niederländischem Recht und wurde an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt. Das Unternehmen erstellte seine Geschäftsabschlüsse auf Quartalsbasis nach US-GAAP. Mit dem Jahr 2002 begann eine Beteiligung von CNH an dem Unternehmen Kobelco Construction Machinery von Kobe Steel, die mit dem Jahr 2012 endete.[7] Kobelco entwickelt und produziert Hydraulikbagger, die CNH abseits Asiens und Australiens exklusiv vermarkten durfte und teilweise mit Lizenz fertigt.

Zum 31. Dezember 2012 besaß CNH weltweit 37 Produktionsstätten und ein Vertriebsnetz von ungefähr 11.500 Vollsortiment-Händlern und -Vertretungen, das sich über rund 170 Länder erstreckte.[1]

Seit 2006 hatte die Europazentrale der Marken Case IH und Steyr ihren Sitz in St. Valentin (Niederösterreich), wo Steyr bereits vor der Fusion eine Produktionsstätte hatte.

Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CNH vertrieb seine Produkte weltweit über die zwei Markenfamilien Case und New Holland. Case IH (gemeinsam mit Steyr in Europa) und New Holland bilden die Markenfamilie für Landmaschinen, Case CE und New Holland Construction (gemeinsam mit Kobelco in Nordamerika) die Markenfamilie für Baumaschinen. Jede Marke bot eigene Ersatzteil- und Kundendienstleistungen.

Ebenfalls gehörten zu CNH Global noch die derzeit nicht vertriebenen Marken Braud, Claeys, Poclain, Fiatagri, Flexicoil, Fordson, International Harvester sowie O&K.

Logo CNH Capital
Logo CNH Capital

CNH Financial Services bot Händlern und Kunden in Nordamerika, Australien, Brasilien und Westeuropa Finanzierungsdienstleistungen an. Die Endkundenfinanzierung findet in Westeuropa über ein Joint-Venture mit der BNP Paribas Lease Group statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WikibooksWikibooks: Traktorenlexikon: CNH – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d ANNUAL REPORT PURSUANT TO SECTION 13 OR 15(d) OF THE SECURITIES EXCHANGE ACT OF 1934 (PDF; 799 KB) Thomson Reuters. S. 6, 28, 76. 28. Februar 2013. Abgerufen am 29. Januar 2014.
  2. Fiat verschmilzt Iveco und CNH. Manager Magazin. 26. November 2012. Abgerufen am 19. Januar 2014.
  3. Closing of the Merger of Fiat Industrial S.p.A. and CNH Global N.V. with and into CNH Industrial N.V. (PDF; 32 KB) CNH Industrial. 30. September 2013. Abgerufen am 19. Januar 2014.
  4. Financial Reports. CNH. Abgerufen am 19. Januar 2014.
  5. Jan Heithecker: Wettbewerbssicherung in der europäischen Fusionskontrolle durch Zusagen. 2002, ISBN 3-8311-4315-3, S. 363–366 (Auszug online bei Google [abgerufen am 19. Januar 2014] Dissertation).
  6. Österreichs Traktorenmarkt speckt weiterhin kräftig ab. Wirtschaftsblatt. 30. März 2002. Archiviert vom Original am 1. Februar 2014. Abgerufen am 19. Januar 2014.
  7. Kobe Steel, Kobelco Construction Machinery and CNH Global determine not to renew Global Alliance. Kobelco. 26. Dezember 2012. Archiviert vom Original am 4. Februar 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kobelco-kenki.co.jp Abgerufen am 26. Januar 2014.