COVID-19-App

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COVID-19-Apps sind mobile Apps, die in Bezug auf die COVID-19-Pandemie diskutiert und entwickelt werden, um den Infektionsschutz technisch zu unterstützen. Die häufigsten Anwendungen dieser Apps sind: Kontaktpersonennachverfolgung (Contact Tracing), Quarantäne-Überwachung, das Bereitstellen von Informationen und/oder das Sammeln von Daten.[1]

Contact-Tracing-App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Contact-Tracing-Apps soll die Nachverfolgung von Kontakten zu Infizierten unterstützt werden, um Infektionsketten unterbrechen zu können. Die App zeichnet dazu (in der Regel über die Bluetooth-Technologie) den engen Kontakt zu anderen Smartphones mit ebenfalls installierter Contact-Tracing-App auf. Sollte einer dieser Kontakte später aufgrund einer diagnostizierten COVID-19-Infektion als Risikokontakt eingestuft werden, können so automatisch alle Kontaktpersonen informiert werden, um sich selbst isolieren oder testen zu lassen. Dadurch kann eine weitere Verbreitung der Krankheit verhindert werden. Dies ist besonders bei SARS-CoV-2 von Bedeutung, da das Virus bereits vor Ausbruch von Symptomen (in der sog. Inkubationszeit) ansteckend sein kann und somit häufig unbemerkt verbreitet wird.[2] Da ein Risikokontakt immer erst nachträglich festgestellt werden kann, warnt eine Corona-App jedoch nicht „live“ vor der Nähe zu aktuell Infizierten.[3]

Eine Kontaktpersonennachverfolgung findet bei jedem Bekanntwerden einer Infizierung durch die Gesundheitsämter statt. Die händische Nachverfolgung ist jedoch extrem aufwändig und kann nur Kontakte identifizieren, die dem Infizierten persönlich bekannt sind oder etwa in Kontaktlisten dokumentiert wurden; nicht aber z. B. Zufallskontakte im ÖPNV. In Österreich arbeiten Mitarbeiter aus dem Bundeskriminalamt bzw. den Landeskriminalämtern Fragebögen der Gesundheitsbehörden ab.[4] In Deutschland stellte Ende März 2020 das Robert Koch-Institut zur Unterstützung der Gesundheitsämter etwa 500 „Containment Scouts“ (meistens Studenten) für ein halbes Jahr ein, um SARS-CoV-2-Infizierte und ihre Kontaktpersonen telefonisch zu befragen.[5] Auch die Bundeswehr unterstützt hierbei. Durch die Contact-Tracing-App kann dieser Prozess erheblich beschleunigt und sowohl Genauigkeit als auch Abdeckung der Kontaktnachverfolgung verbessert werden.

Am 17. März 2020 hat das Team um Professor Christophe Fraser vom Big Data Institute der Universität Oxford den europäischen Regierungen eine Machbarkeitsstudie für eine mobile Anwendung zur Kontaktverfolgung vorgelegt und deren Effizienz in der Ermittlung von Kontakten vor den ersten Symptomen einer Erkrankung belegt. Herkömmliche Methoden seien durch die Corona-spezifische frühe Übertragung zu langsam.[6][7] Laut einer am 31. März 2020 in Science veröffentlichten Simulation könnten Contact-Tracing-Apps zur Vermeidung oder zum Verlassen einer Massenquarantäne eine kritische Rolle spielen.[8] Der Projektleiter der BlueTrace-Veröffentlichung warnte jedoch davor, dabei auf menschliche Betrachtungen weiterer Einflussgrößen wie etwa örtlicher Begebenheiten und Aktivitäten der Personen zu verzichten.[9]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Apps müssen andere Smartphones in der Nähe ermitteln können. Dazu wird größtenteils die Funktechnik Bluetooth Low Energy verwendet.[10] Über die Signalstärke soll die Entfernung zweier Smartphones geschätzt werden. Smartphones sollen Zusammentreffen speichern, die einen gewissen Abstand über eine bestimmte Mindestzeit unterschritten. Da Nahfunkwellen nicht ideal kugelförmig abgestrahlt werden, sondern die Abstrahlung einer Nierencharakteristik unterliegt, hat das Verfahren prinzipiell eine gewisse Ungenauigkeit.[11] Die gesamte Kommunikation wird in verschlüsselter Form auf dem jeweiligen Telefon gespeichert. Will ein Infizierter andere Nutzer warnen, muss vor dem Absenden der Warnung ein von der lokalen Behörde ausgestellter Code eingegeben werden, der die Infektion bestätigt, um Missbrauch auszuschließen.

Technisch ist die nachfolgende Datenverarbeitung grundsätzlich sowohl zentralisiert als auch dezentral möglich.[12]

Eigenschaften des zentralen Matchings:

  • Der zentrale Server speichert die Kontakte aller Nutzer und wertet diese auf Risikokontakte aus
  • Rückmeldungen falsch positiver Fälle können korrigierend für künftige Beobachtungen eingebracht werden (Tuning)
  • Die Umgehung von Quarantäne-Verpflichtungen kann besser überwacht werden; zudem erhalten Gesundheitsbehörden detaillierte Daten über Infektionsherde
  • Bietet allerdings „erhebliche Missbrauchspotenziale“, etwa die Erstellung von Bewegungsprofilen.[13]

Eigenschaften des dezentralen Matchings:

  • Der zentrale Server erhält nur die pseudonymisierten Schlüssel von Infizierten und auch nur, wenn diese sie zur Veröffentlichung freigegeben haben
  • Der Abgleich dieser Schlüssel mit den eigenen Kontaktpersonen findet nur lokal auf dem eigenen Smartphone statt
  • Eine Rückverfolgung von Personen ist nicht möglich; auch Risikokontakte sind nur für die Nutzer selbst sichtbar.

Epidemiologische Forschungen sind mit beiden Ansätzen möglich.[14]

Während etwa die deutsche Corona-Warn-App komplett dezentral und pseudonym arbeitet (ein direkter Zugriff der Behörden auf die Daten also technisch unmöglich ist), werden z. B. in China die personalisierten Daten automatisch an die Polizei weitergeleitet. Das EU-Parlament entschied am 17. April 2020, dass die Datenspeicherung durch Contact-Tracing-Apps in ganz Europa grundsätzlich dezentral und pseudonym zu erfolgen hat.[15]

Eine andere, zu Beginn der Pandemie diskutierte Form der Corona-App wäre das sogenannte Contact Tracking. Hierbei werden nicht direkte Kontakte zwischen zwei Apps aufgezeichnet, sondern Standortdaten (etwa Daten von Mobilfunkzellen, GPS oder WLAN-Signale) ausgewertet, um mögliche Risikokontakte zu identifizieren.[16] Die Technologie setzt jedoch eine Form der Vorratsdatenspeicherung voraus und ist relativ ungenau; deshalb kommt sie bei COVID-19 in der Praxis nicht zum Einsatz.

Apple / Google[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apple und Google veröffentlichten für ihre jeweiligen Smartphone-Betriebssysteme iOS und Android entsprechende Schnittstellen (API), um das Contact Tracing per App zu ermöglichen.[17] Beide Hersteller unterstützen dabei ausschließlich den dezentralen Ansatz[18][19] und pro Staat nur eine einzige App (außer das Land optiert für einen regionalen Ansatz). Der Herausgeber muss eine öffentliche Körperschaft sein und kein privates Unternehmen. Zudem darf die App keine Standortdienste auswerten (s. o. Contact Tracking), muss werbefrei und auf Datensparsamkeit ausgerichtet sein.[20][21][22] Google lieferte die Funktionen über die proprietären, nicht-offenen Google-Play-Dienste ihres Betriebssystemkerns aus. Der Dienst wurde daher automatisch, ohne Systemupdate, installiert.[23] Bei Apple dagegen war dieses erforderlich.

Der Europäische Datenschutzbeauftragte begrüßt den Vorstoß und kündigte an, dass der Europäische Datenschutzausschuss den Prozess kritisch begleiten wird.[24] Moxie Marlinspike, der den verschlüsselten Instant-Messenger Signal entwickelt hat, warnte, dass die Öffnung der APIs eine potenzielle Gefahr darstellen könnte.[25] Allerdings können nur zertifizierte Corona-Apps auf diese zugreifen. Die ACLU forderte unter anderem, dass Nutzer die Proximity-Datenaufzeichnung unterbrechen können müssen.[26]

PEPP-PT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing (PEPP-PT) war zu Beginn der Pandemie eine Initiative[27] zur Entwicklung einer Basistechnologie, auf dessen Grundlage unterschiedliche nationale Apps entstehen sollten. Laut Spiegel entschieden sich Regierungschefs von Bund und Ländern am 15. April 2020 für deren Unterstützung.[16] Eine Dokumentationen stand ab dem 24. April 2020 zur Verfügung.[28]

Zu PEPP-PT gab es zwei Realisierungsvorschläge:

  • eine „deutsche“ Variante[29]
  • eine „französische“ Variante ROBERT: ROBust and privacy-presERving proximity Tracing[30]

Beide speichern Kontakte zentralisiert. Während bei ROBERT auf Polling zur Abfrage des Infektionsstatus gesetzt wurde, sollte bei der deutschen Variante ein Push-Mechanismus verwendet werden. Wie der Push-Mechanismus Anonymität wahren soll, wurde nicht dargelegt.

Nachdem sich Widerstand gegen die zentrale Methode von PEPP-PT regte, wandten sich die meisten Regierungen wieder davon ab und setzten stattdessen auf Projekt DP-3T.

DP-3T[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Decentralised Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T, auch DP3T) ist ein offenes Protokoll zur COVID-19-Nahbereichsverfolgung mit Hilfe des Bluetooth-Low-Energy-Nahfunks. Dabei bleiben persönliche Daten und Berechnungen im Telefon einer Person. Es wurde von 25 Wissenschaftlern und akademischen Forschern aus Europa erstellt. Das DP-3T begann an der EPFL und der ETHZ und wurde seither ausgedehnt.

Mitglieder von DP-3T beteiligten sich ursprünglich an der losen Übereinkunft des PEPP-PT-Projekts. DP-3T war anfänglich nicht das einzige Protokoll unter diesem Dach. PEPP-PT befürwortet jedoch seit April 2020 zentralisierte Ansätze mit unzureichenden Datenschutzeigenschaften gegenüber dem dezentralen Ansatz.[31]

Für den dezentralen DP-3T-Ansatz wurden Spezifikation und Details zu Designentscheidungen sowie eine Implementierung DP-3T[32] (14. April 2020) veröffentlicht.[33] Am 16. April wurden jegliche Erwähnungen dazu auf der PEPP-PT-Projektwebseite entfernt.[34]

Seit 17. April 2020 stehen Vorab-Versionen für Android und iOS zur Verfügung.[35]

Serge Vaudenay vom École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) gab anfangs zu bedenken, DP-3T könne die Privatsphäre mindern.[36] Eine Analyse der Argumente durch das DP-3T-Projekt kommt jedoch zum Schluss, dass die meisten der Argumente entweder für alle vorgeschlagenen Bluetooth basierte Tracing-Lösungen zutreffen, oder auf Missverständnissen bezüglich der Funktionsweise von DP-3T basieren.[37]

TCN-Protokoll und -Apps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Temporary-Contact-Numbers-Protokoll entstand aus dem WirVsVirus Hackathon der Bundesregierung und der gemeinsamen Arbeit mit CoEpi und Covid-watch.[38][39][40] Einige der in die Entwicklung des Protokolls involvierten Akteure sind: CovidWatch, CoEpi, ITO, Commons Project, Zcash Foundation und Openmined.[41]

Die erste Android-App war die ito-App.[42] Sowohl das Protokoll als auch die ito-App sind unter einer MIT-Lizenz veröffentlicht. Die erste in den App-Stores veröffentlichte Tracking-App ist die NOVID-App von Expii, welche an der Carnegie Mellon University entstanden ist.

Netzwerkbasierte Standortverfolgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Länder verwenden netzwerkbasierte Standortverfolgung anstelle von Apps, wodurch das Herunterladen einer App als auch die Möglichkeit, die Verfolgung zu vermeiden, entfällt. In Israel wurde die netzwerkbasierte Standortverfolgung genehmigt.[43] Peter Schaar sprach sich schon am 6. März 2020 gegen diesen Ansatz aus.[44]

Mitte März 2020 wurde bekannt, dass ungefähr 12 Staaten prüften, einen „Corona-Tracker“ des israelischen Spyware-Herstellers NSO Group zu nutzen. Dieser Tracker wertete jedoch „riesige Mengen historischer Standortdaten aus“.[45][46] Eine Anfrage von Netzpolitik.org beim deutschen Gesundheitsministerium „[…] ob ihm die NSO Group den Einsatz der Software angeboten habe und inwiefern es diesen in Betracht ziehe“, sei bislang unbeantwortet geblieben.[45] Inzwischen sind entsprechende Überlegungen jedoch zugunsten der Corona-Warn-App verworfen worden.

BlueTrace / OpenTrace[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OpenTrace ist die Referenzimplementierung von BlueTrace, einem Protokoll zur Wahrung der Privatsphäre bei epidemiologischer Kontaktverfolgung zur Bekämpfung von COVID-19.[47][48]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Corona-Warn-App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Corona-Warn-App wurde am 16. Juni 2020 vom Robert Koch-Institut veröffentlicht. Sie wurde von den Unternehmen SAP und Deutsche Telekom AG entwickelt, wobei auf Software von Apple/Google, DP-3T und TCN zurückgegriffen wurde, und ist komplett dezentral sowie pseudonym designt.[49][50] Auch von Datenschützern, die eng an ihrer Entwicklung beteiligt wurden, wird sie daher empfohlen.

Die App ist inzwischen interoperabel mit der italienischen und irischen Version, sodass hier auch grenzüberschreitende Infektionsketten nachverfolgt werden können. Weitere Länder sollen folgen.

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Datenspende-App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Robert Koch-Institut hat am 7. April 2020 die Corona-Datenspende-App[51] veröffentlicht.[52] Bei dieser App geht es um die statistische Erfassung auffälliger Vitaldaten in der Bevölkerung wie etwa Fieber und/oder erhöhter Pulsfrequenz, um die Dunkelziffer der mit dem Coronavirus infizierten Menschen besser aufzuklären. Die App greift hierzu auf die Daten von Smartwatches oder Fitnessarmbändern zu.

Kritisiert wird u. a., dass der Quellcode nicht offen einsehbar ist sowie die lange Speicherdauer medizinischer Daten.[53] Zudem wird das Projektmanagement kritisiert, die unter Zeitdruck entwickelte App zeige unerlaubte Wechselwirkungen einzelner Module.[54][55] Eine Sicherheitsbetrachtung des Chaos Computer Clubs ermutigt das RKI und weitere Betreiber von Corona-Apps zu einer „proaktiven, transparenten und chancengetriebenen Betrachtung der Informationssicherheit.“ Ein etwaiger Angriff auf die Informationssicherheit schaffe gesamtgesellschaftliche Risiken, wenn Akzeptanz und Vertrauen in App-gestützte Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie schwinden.[56]

Warn-App NINA mit Informationen zu Corona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Warn-App NINA“ ist konzeptionell in MoWaS eingebunden und wurde seit April 2020 vom BMI für die Information zur Coronagefahrenlage empfohlen.[57]

Weitere, ähnliche Apps sind KATWARN und BIWAPP.

GeoHealth-App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2020 startete die erste privatwirtschaftliche Coronatracking-App für Deutschland und die Schweiz im iOS und Google Play Store.[58] Basierend auf den Geolokalisationsdaten einer Person, kann die App die Infektionswahrscheinlichkeit mit COVID-19 bestimmen.[59] Die App hat weltweit mehrere hundert tausende Nutzer, betrieben wird sie von einer gemeinnützigen GmbH, finanziert unter anderem durch eine Crowdfunding-Kampagne und die Z Zurich Foundation.[60]

Digitales Symptom-Tagebuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geplant ist ein digitales Symptom-Tagebuch[61] zur Unterstützung der Gesundheitsämter. Die Nutzer sollen täglich Daten über ihren Gesundheitszustand eintragen, sodass nicht mehr täglich angerufen werden muss, um eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Nutzer zu erkennen. Entwickelt wird es von Climedo Health[62] und SAS Institute.[63]

CovApp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese App ist eine von der Berliner Charité und Data4Life entwickelte Web-App, mit der das Krankenhaus die eigenen Abläufe optimiert. Die App enthält einen medizinischen Fragebogen, der nach den aktuellen Symptomen und möglichen Kontakten fragt. Nach der Beantwortung des Fragebogens erhält der Nutzer die Information, ob ein Test oder eine medizinische Untersuchung sinnvoll ist.[64]

EINS-App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dies ist eine geplante Contact-Tracing-App, die von der Initiative #GesundZusammen, bestehend aus europäischen Startups und Tech-Unternehmen, entwickelt wird.[65]

CoroNotes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dies ist ein Symptomtracker des KI-Zentrums an der Universität Tübingen, des Max-Planck Instituts für Intelligente Systeme, des Universitätsklinikum Tübingen und weiteren Unternehmen. Ziel ist es Daten zu COVID-19 zu sammeln und medizinische und wissenschaftliche Studien in diesem Bereich zu unterstützen. Gespeichert werden die Antworten zu den Gesundheitsfragen, um die Symptome einer Infektion sowie Frühindikatoren für schwere Krankheitsverläufe zu erkennen.[66]

#WirVsVirus-Hackathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei diesem Hackathon sollte an Lösungen für die Herausforderungen durch COVID-19 gearbeitet werden.[67] In der Zeit vom 20. März bis zum 22. März 2020 entstanden über 1.500 Softwareprodukte, von denen 130 Projekte in die Umsetzung gehen sollen.[68] Darunter waren beispielsweise Informations-Apps wie UDO oder Apps zur Nachbarschaftshilfe wie Colivery und Machbarschaft.[69][70]

ito-App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tracking-App entsteht aus der Zusammenarbeit mehrerer Teilnehmer des #WirVsVirus-Hackathons. Es basiert auf dem TCN-Protokoll.[71][40]

quarano[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die App zur Nachverfolgung von Coronafällen ist während des #WirVsVirus-Hackathons entstanden und wird seit Mai 2020 vom Gesundheitsamt Mannheim eingesetzt.[72]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Österreichische Rote Kreuz veröffentlichte am 25. März 2020 die Coronavirus-Tracking-App „Stopp Corona“. Die App kann mittels Bluetooth oder eines akustischen Signals Smartphones in der Nähe erkennen, die jene App nutzen. Diese Smartphones werden aufgelistet, so dass der Benutzer mit dieser Liste Personen händisch registrieren kann. Mit der App können alle Kontaktpersonen über einen positiven SARS-CoV-2-Test informiert werden.[73] Seit Mitte April werden automatisiert Kontakte registriert. Auch kann man eine Verdachts- und Entwarnungs-Meldung abgeben. Die App ist für Android ab Version 6 und für iOS ab Version 12 (iPhone 5) verfügbar[74] und soll mit DP-3T kompatibel werden.[19]

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Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Contact Tracing soll das Coronavirus in der Schweiz in Schach gehalten werden und rechtzeitig vor einer befürchteten zweiten Welle warnen. Dafür soll auch eine COVID-19-App eingesetzt werden. In der Corona-Session der eidgenössischen Räte wurde anfangs Mai 2020 verlangt, dass eine solche auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen und freiwillig sein muss. Wer keine App benutzen will, soll dadurch keine Nachteile erfahren dürfen oder Dienstleistungen verweigert werden. Auch sollen nur technische Lösungen zugelassen werden, die keine personenbezogenen Daten zentral speichern. Die von den ETH entwickelte App DP-3T erfüllt diese Bedingungen. Am 20. Mai 2020 legte der Bundesrat mit einer Ergänzung des Epidemiengesetzes eine gesetzliche Grundlage für die Tracing-App vor. National- und Ständerat beschlossen diese Gesetzesänderung mit Dringlichkeitsrecht in der Sommersession 2020.[75]

Am 25. Mai 2020 startete das Bundesamt für Gesundheit die Pilotphase der App. Für den 28. Mai 2020 wurde eine Offenlegung des Quellcodes sowie weitere Informationen zu einem Public-Security-Test angekündigt.[76] Bereits am 25. Juni 2020 wurde die App unter dem Namen SwissCovid für iOS und Android zum Download angeboten.

SwissCovid für Android kann aus dem Google Play Store direkt[77] heruntergeladen und installiert werden. Für iPhones ab Softwareversion iOS 13.5 steht die SwissCovid App im AppStore zum Download. Die Nutzung dieser Google- oder Apple-Dienste sind zwingend und ohne diese kann SwissCovid nicht genutzt werden.

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Andere Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Australien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Australien wurde vom Department of Health die App Coronavirus Australia zur Information und am 27. April die Contact-Tracing-App COVIDSafe veröffentlicht. COVIDSafe basiert auf der in Singapur verwendeten Bluetooth-Technologie mit einem „digitalen Handschlag“ wie bei vielen Partnersuch-Apps. Die Anwendung von COVIDSafe ist freiwillig. Die Daten werden auf dem Smartphone und zentral auf australischen Servern gespeichert und nach 21 Tagen automatisch gelöscht.[78][79]

China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die chinesische Regierung veröffentlichte am 9. Februar ein Mini-Programm (en: close contact detector), welches den Nutzern mitteilt, ob sie Kontakt mit einer infizierten oder möglicherweise infizierten Person hatten. Das Mini-Programm läuft innerhalb bekannter Apps wie Alipay, WeChat und QQ.[80] Anfang März nutzten über 200 chinesische Städte diesen Dienst. Zu diesem Zeitpunkt war eine kürzlich eingeführte Neuerung ein per QR-Code aktualisierbarer, nur kurzfristig gültiger Farbcode der die Dauer der Quarantäne signalisiert: Grün – keine, Gelb – 7 Tage, Rot – 14 Tage.[81] Es kommt vor, dass der Corona-Status bei Kontrollen am Ein- und Ausgang von U-Bahn Stationen, Geschäften und Büros vorgezeigt werden muss.[82]

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. Mai hat die nationale Kommission für Informatik und Freiheiten (CNIL) eine zentralisierte Corona-App auf Basis von Bluetooth befürwortet; am 27. Mai stimmte die Mehrheit der französische Nationalversammlung zu. Anfang Juni startete die App StopCovid (später umbenannt in TousAntiCovid). Zwischen Befürwortern und Kritikern gab es heftige Auseinandersetzungen, weil mit der zentralisierten Lösung möglicherweise umfangreiche Kontaktlisten erstellt werden könnten. Die Nutzung ist freiwillig und anonymisiert. Es werden keine Standortdaten ermittelt.[83]

Mittels Bluetooth werden Personen aus der näheren Umgebung erfasst und Alarm gegeben, wenn die Erkrankung einer Person bekannt wird, die in der letzten Zeit in der Nähe war. Die Akzeptanz der App erwies sich nach drei Wochen bis zum 22. Juni 2020 als vernachlässigbar. Gespeichert werden Daten nicht nur im Smartphone, sondern zentralisiert.[84] Mit 1,8 Millionen Installationen wurden bis zum 23. Juni 2020 14 Meldungen ausgelöst.[85] Die App muss auf iPhones immer im Vordergrund geöffnet sein, um Bluetooth-Signale zu senden.[86]

Digitalstaatsminister Cédric O kündigte StopCovid als technologische Errungenschaft an, mit der Frankreich seinen Anspruch als moderne Start-up-Nation festigen wolle. Er verglich die ohne Google und Apple entwickelte App in der Nationalversammlung mit Frankreichs Aufstieg zur Atommacht und nannte sie „ein Symbol nationaler Unabhängigkeit“. Er wies Bedenken zurück, dass sich Frankreich damit einer europäischen Lösung entgegenstelle.[87]

Laut einer Statistik der Gesundheitsbehörde DGS (Direction générale de la Santé) wurde die App (Stand August 2020) 2,3 Millionen Mal heruntergeladen. 1514 Personen haben seit Juni ein positives Ergebnis gemeldet, 93 Warnmeldungen an Kontaktpersonen wurden versandt.[88]

Island[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Island ist ein sehr dünn besiedeltes Land mit nur 357.000 Einwohnern. Anfang April wurde eine Tracking-App, Rakning-Covid-19, eingeführt, die freiwillig genutzt werden kann. Sie erfasst den Ort der Begegnungen per GPS und speichert die Bewegungsprofile der Nutzer für zwei Wochen auf den jeweiligen Smartphone. Bei einem Infekt können Behörden mit Hilfe der App nachvollziehen, wo die Ansteckung stattgefunden hat und welche weiteren Kontakte vorgekommen sind.[89][90] Am 4. April erreichte die erste Welle der COVID-19-Pandemie in Island mit 100 registrierten Neuinfektionen an einem Tag ihren Hochpunkt; danach flaute sie schnell ab. Um den 10. Mai 2020 herum hatten fast 40 Prozent der Einwohner die App heruntergeladen; nach Einschätzung von Behörden war sie wenig hilfreich.[91][92]

Singapur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Singapur wurde eine App namens TraceTogether am 20. März 2020 veröffentlicht.[93] Es ist die weltweit erste nationale Bluetooth LE-Anwendung zur Ermittlung von Kontaktpersonen und verwendet den OpenTrace-Code zur Implementierung des BlueTrace-Protokolls.[94] Mit Hilfe der Funktechnik Bluetooth Low Energy ermittelt diese App automatisch die Smartphones, die ebenfalls diese App benutzen. Dabei werden einige Kontaktdaten im Smartphone für 21 Tage gespeichert und anschließend gelöscht.[95] Aus Singapur wurde bekannt, dass dort „jede App-Installation mit der Telefonnummer des Nutzers verbunden und somit identifizierbar“ ist.[96]

Seit dem 12. Mai 2020 ist die Nutzung der App SafeEntry vorgeschrieben, um sich beim Betreten und Verlassen bestimmter Örtlichkeiten an- und abzumelden, beispielsweise: Büros und Fabriken, Bildungsinstituten, Krankenhäuser, Pflegeheime, Friseure, Supermärkte, Einkaufszentren (und bestimmte Markthallen), Hotels und schrittweise Taxis. Es wird dabei ein QR–Code oder alternativ der Barcode eines Ausweises gescannt.[97]

Südkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Südkorea wurde die App Corona 100m am 11. Februar 2020 veröffentlicht. Aufgrund staatlicher Daten alarmiert die App den Benutzer, wenn sich dieser einem Ort weniger als 100 Metern nähert, wo jemand war, der sich infiziert hat. Die App gibt das Geschlecht, das ungefähre Alter und die Fallnummer des Infizierten an. Innerhalb der ersten 10 Tage wurde die App eine Million Mal installiert.[98]

Eine Selbstdiagnose-App ist verpflichtend für alle nach Südkorea Einreisende. Ab Version 3 (1. April) auch mit automatisierter Erkennung der Personalausweis-Nummer. Die App erfasst den täglichen Gesundheitszustand für 14 Tage nach Ankunft in Südkorea. Man wird angerufen falls man die Meldung nicht macht.[99]

Es gibt eine Quarantäne-App, die GPS nutzt. Die App soll es den Benutzern ermöglichen mit ihren Betreuern in Kontakt zu bleiben.[98] Es ist strafbar ohne Erlaubnis die Quarantäne zu verlassen.[100]

Des Weiteren gibt es mehrere Apps, die auf von der Regierung bereit gestellte Daten (per API) zugreifen, um Bürger darüber zu informieren wo noch Schutzmasken erhältlich sind.[98]

USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA gibt es die Contact-Tracing-Apps Care19, die in North Dakota und South Dakota verbreitet ist, sowie Healthy Together, welche in Utah ihren Verbreitungsschwerpunkt hat. Beide Apps versuchen zusätzlich anonymisierte GPS-Daten zu sammeln, da diese für Gesundheitsämter wichtig sind.[101] Weitere Apps stehen kurz vor der Veröffentlichung: Covid Watch (Stanford University), sowie SafePaths und CoEpi (MIT). Die App COVID Control sammelt Daten über den Gesundheitszustand: Körpertemperatur und weiterer Symptome, die mit COVID-19 verknüpft sind.[102]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Italien wird die App Immuni vom italienischen Unternehmen Bending Spoons entwickelt.[103]

Die App ist inzwischen interoperabel mit der deutschen und irischen Version, sodass hier auch grenzüberschreitende Infektionsketten nachverfolgt werden können. Weitere Länder sollen folgen.

Georgien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Georgien wurde eine vom österreichischen Verein Novid 20 entwickelte App eingeführt. Der Quellcode wurde als Open Source auf GitHub veröffentlicht.[104]

Indien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Indien wurde Ende März die Contact-Tracing-App Aarogya Setu eingeführt. Anfang Mai war die App über 90 Millionen[105] Mal installiert worden. Die App nutzt Bluetooth LE und zur Standortermittlung das Global Positioning System.[106] Ab dem 4. Mai wurde die Nutzung der App für alle Beschäftigten in öffentlichen und privaten Unternehmen sowie für alle Personen in Quarantänezonen vorgeschrieben.[107]

Tschechien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang April wurde die Contact-Tracing-App eRouška (ausgesprochen eRouschka) in Tschechien eingeführt. Rouška bedeutet grob übersetzt Mundschutz in dem Kontext. Sie nutzt Bluetooth LE.[108] Die beliebte Kartenanwendung Mapy.cz bot aufgrund von COVID-19 GPS-Positionsverfolgung.[109]

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland hat eine Tracking-App für in Moskau lebende Patienten mit der Diagnose COVID-19 eingeführt, die sicherstellen soll, dass sie ihr Haus nicht verlassen.[110]

Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Norwegen wurde die Contact-Tracing-App Smittestopp eingeführt.[111]

Japan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Japan wurde am 19. Juni die Contact-Tracing-Apps COCOA veröffentlicht. Es ist eine zu den Vorgaben von Apple und Google kompatible App.[112]

Bedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirksamkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europäische Kommission hält Technik und Daten für ein wichtiges Instrument, um die Öffentlichkeit zu informieren, die zuständigen Behörden in ihren Bemühungen um die Eindämmung der Ausbreitung des Virus zu unterstützen oder Gesundheitseinrichtungen den Austausch von Gesundheitsdaten zu ermöglichen. Eine fragmentierte und unkoordinierte Vorgehensweise berge jedoch das Risiko, dass die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Krise beeinträchtigt und gleichzeitig der Binnenmarkt und Grundrechte und -freiheiten untergraben werden könnten.[113] Am 16. April 2020 hat die Europäische Kommission daher ein „EU-Instrumentarium für die Nutzung von Mobil-Apps zur Kontaktnachverfolgung und Warnung“[114] veröffentlicht.[115] Etwa zur selben Zeit veröffentlichte die Brookings Institution ein Essay von drei Wissenschaftlern, wonach Corona-Apps im besten Fall begrenzt nutzen würden, jedenfalls aber dafür gesorgt werden müsse, dass sie keinen Schaden anrichten.[116] Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier zeigte kurz darauf eine Reihe von technischen Gründen auf, warum die Technik nicht die Erwartungen erfüllen könnte.[117] In Island bezeichneten die Behörden die dortige App trotz sehr hoher Verbreitung als wenig hilfreich.

Eine von Douglas J. Leith und Stephen Farrell am Trinity College Dublin durchgeführte Untersuchung kam zu dem Schluss, dass es in öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch unmöglich sei, eine seriöse Abstandsmessung zwischen zwei Smartphones vorzunehmen. Damit könne nicht ermittelt werden, ob ein relevanter Kontakt bestanden hat. Für die Studie hatten die Forscher die in verschiedenen Ländern genutzten Regeln zur Berechnung für einen relevanten Kontakt angewandt. Bei den deutschen und schweizerischen Regeln wurde kein einziger Kontakt verzeichnet, unabhängig davon wie nahe die Personen einander waren. Bei Anwendung der italienischen Parameter wurden 50 Prozent der Fälle korrekt erkannt, 50 Prozent waren falsche Kontakte.[118][119]

Tracing-Apps können zudem eine Reihe von Falschpositiven hervorrufen und damit Gesundheitsämter überfordern und/oder Unvorsichtigkeiten bewirken.[116][120] Insbesondere dürfen Nutzer, die keinen gemeldeten Risikokontakt in der App sehen, sich dadurch nicht in falscher Sicherheit wiegen.

Datenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gernot Beutel, Oberarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) war an der Entwicklung der Geohealth App beteiligt, einer von mehreren Apps, deren Entwicklung in Deutschland bekannt wurde. Gernot Beutel will „diese Entwicklung aus Gründen des Datenschutzes“ nicht weiterverfolgen.[121]

Datenschutzaktivisten haben zu Beginn der Pandemie ihre Besorgnis über eine mögliche Massenüberwachung durch Coronavirus-Apps geäußert, insbesondere darüber, ob eine zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie geschaffene Überwachungsinfrastruktur wieder abgebaut wird, wenn die Bedrohung vorüber ist.[122]

Dies betrifft nicht nur die zentralisierte Variante, sondern auch die zunächst sicher erscheinende dezentrale. Norbert Häring[123] beschreibt, wie Google und Apple zu einer Art Weltpassbehörde werden und eine schlafende, globale Überwachungseinrichtung installieren. Die Souveränität des Benutzers, über die Installation und Benutzung einer eigenen Tracking-App zu entscheiden, ist dann nur noch im Orwellschen Sinne zutreffend. Technisch werden wesentliche Softwareteile auf die Betriebssystemebene verlegt, und die lebenspraktischen Machtgefüge hebeln die Freiwilligkeit bei entsprechenden Auflagen aus (z. B. durch Zutrittsvoraussetzungen).

Sicherheitsanalysen ergeben eine Reihe bedenklicher Überwachungsmöglichkeiten allein durch die Implementierung der Infrastruktur. Professor Jaap-Henk Hoepman, Digital Security Group betitelt seine ausführlichen Analysen als „der Wolf im Schafspelz“.[124] Er zeigt die verdeckte Möglichkeit, durch einen virtuellen Schalter von einem dezentralen zu einem zentralen System zu wechseln. Dieser Schalter zum Missbrauch der GACT-Plattform wird dann in den Hauptquartieren von Google und Apple liegen und sollte allen internen, kommerziellen und nicht zuletzt den US-nationalen Sicherheitsinteressen, legalen und illegalen Begehrlichkeiten widerstehen. „Sie haben nicht unbedingt die makellose Historie, die solches Vertrauen rechtfertigen würde.“

Der Chaos Computer Club bezeichnet „Contact Tracing“ als „Risikotechnologie“.[125] Grundsätzlich wohne dem Konzept einer „Corona App“ aufgrund der möglicherweise erfassten Kontakt- und Gesundheitsdaten ein enormes Risiko inne. Gleichzeitig gebe es breite Anwendungsmöglichkeiten für „Privacy-by-Design“-Konzepte und -Technologien, die in den letzten Jahrzehnten von der Krypto- und Privacy-Community entwickelt wurden. Mit Hilfe dieser Technologien sei es möglich, die Potenziale des „Contact Tracing“ zu entfalten, ohne eine Privatsphäre-Katastrophe zu schaffen. Allein deshalb seien sämtliche Konzepte strikt abzulehnen, die die Privatsphäre verletzen oder auch nur gefährden. Die auch bei konzeptionell und technisch sinnvollen Konzepten verbleibenden Restrisiken müssen laut dem Chaos-Computer-Club fortlaufend beobachtet, offen debattiert und so weit wie möglich minimiert werden.[125] Daher legte der Chaos-Computer-Club „10 Prüfsteine für die Beurteilung von ‚Contact Tracing‘-Apps“ vor. Eine dieser Anforderungen sei, dass „IDs für ‚Contact Tracing‘ über Drahtlostechnik (z. B. Bluetooth oder Ultraschall) […] nicht auf Personen zurückführbar sein“ dürften und „häufig wechseln“ müssten. Aus diesem Grund verbiete sich auch „eine Verbindung mit oder Ableitung von IDs aus Kommunikationsbegleitdaten wie Push-Tokens, Telefonnummern, verwendeten IP-Adressen, Gerätekennungen etc.“[125]

Der deutsche Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, sagte in einem Interview mit dem Fernsehsender n-tv hierzu: „Es gibt natürlich Grenzen, wo man auch nicht freiwillig auf Freiheitsrechte verzichten kann. Das ist eine ganz wichtige Säule unseres Rechtsstaats. Diese roten Linien haben wir aber noch lange nicht beim Kampf gegen die Pandemie erreicht.“ Er gibt zu bedenken: Auf die Frage „Wären Sie bereit, auf Datenschutz zu verzichten, um sich oder andere vor dem Virus zu schützen?“ hätten „etwa 64 Prozent mit Ja“ geantwortet. Er stellt hierbei allerdings klar: „Ich halte die Frage für unfair, weil sie nicht konkret ist. Wenn ich fragen würde: ‚Sind Sie einverstanden, dass Sie nach einer Infektion im Radio mit Namen und Adresse genannt werden?‘, würden das viele als völlig unnötig ablehnen. Es geht um die Verhältnismäßigkeit.“[126]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S. Dehmel, P. Kenning, G. G. Wagner, C. Liedtke, H. W. Micklitz, L. Specht-Riemenschneider (2020): "Die Wirksamkeit der Corona-Warn-App wird sich nur im Praxistest zeigen. Der Datenschutz ist nur eine von vielen Herausforderungen." Veröffentlichungen des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen. Berlin: Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (35 Seiten) bmjv.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: COVID-19 apps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erwägungsgrund 12 der Empfehlung (EU) 2020/518 der Kommission vom 8. April 2020 für ein gemeinsames Instrumentarium der Union für den Einsatz von Technik und Daten zur Bekämpfung und Überwindung der COVID-19-Krise, insbesondere im Hinblick auf Mobil-Apps und die Verwendung anonymisierter Mobilitätsdaten (ABl. L 114 vom 14. April 2020, S. 7)
  2. Linus Neumann: 10 Prüfsteine für die Beurteilung von „Contact Tracing“-Apps. 6. April 2020, abgerufen am 6. April 2020.
  3. Entschließung des Europäischen Parlaments vom 17. April 2020 zu abgestimmten Maßnahmen der EU zur Bekämpfung der COVID‑19-Pandemie und ihrer Folgen, S. 13, Punkt 52.
  4. Corona-Virus, Bundesministerium Inneres, vom 16. April 2020.
  5. Als „Containment Scouts“: Tausende wollen RKI helfen. ZDF, 24. April 2020, abgerufen am 30. April 2020.
  6. Infectious disease experts provide evidence for a coronavirus mobile app for instant contact tracing. Universität Oxford, 17. März 2020, abgerufen am 20. Mai 2020.
  7. IT IS POSSIBLE TO STOP THE EPIDEMIC. Universität Oxford, Nuffield Department of Medicine, Big Data Institute, abgerufen am 20. Mai 2020.
  8. Luca Ferretti, Chris Wymant, Michelle Kendall, Lele Zhao, Anel Nurtay, Lucie Abeler-Dörner, Michael Parker, David Bonsall, Christophe Fraser: Quantifying SARS-CoV-2 transmission suggests epidemic control with digital contact tracing. In: Science. 31. März 2020, ISSN 0036-8075, doi:10.1126/science.abb6936, PMID 32234805 (sciencemag.org [abgerufen am 7. April 2020]): „Digital contact tracing could play a critical role in avoiding or leaving lockdown“
  9. Jason Bay: Automated contact tracing is not a coronavirus panacea. Government Digital Services at the Government Technology Agency, Singapore, 11. April 2020, abgerufen am 13. April 2020: „If you ask me whether any Bluetooth contact tracing system deployed or under development, anywhere in the world, is ready to replace manual contact tracing, I will say without qualification that the answer is, No. […] There are critical factors (like ventilation or singing!) that a purely automated system will not have access to.“
  10. Svenja Bergt: Die deutsche Corona-App: Bald wird Nähe gemessen. In: Die Tageszeitung: taz. 12. Juni 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 13. Juni 2020]).
  11. BLE113 Data Sheet Silicon Labs 1.48 Seite 16–17.
  12. Tim Pritlove: LNP341 Corona Hotel. In: logbuch-netzpolitik.de. 19. April 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
  13. Datenschutz-Risiken einer Corona-App: Komplettversion der Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nun in englischer Sprache verfügbar. In: fiff.de. 24. April 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
  14. Corona-App: Umfangreiche Datenauswertung auch bei dezentraler Lösung. Abgerufen am 18. Oktober 2020.
  15. Entschließung des Europäischen Parlaments vom 17. April 2020 zu abgestimmten Maßnahmen der EU zur Bekämpfung der COVID‑19-Pandemie und ihrer Folgen, S. 13, Punkt 52.
  16. a b Marcel Rosenbach, Hilmar Schmundt: Projekt Pepp-PT: Die Anti-Corona-Technik hat noch Tücken. In: Spiegel Online. 17. April 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
  17. Google and Apple preview how contact tracing apps will work.
  18. Apple and Google update joint coronavirus tracing tech to improve user privacy and developer flexibility. In: TechCrunch. Abgerufen am 1. Mai 2020 (amerikanisches Englisch).
  19. a b France, Germany in standoff with Silicon Valley on contact tracing. In: reuters.com. 24. April 2020, abgerufen am 15. Mai 2020 (englisch).
  20. Ensuring the Credibility of Health & Safety Information - News - Apple Developer. Abgerufen am 7. Mai 2020 (englisch).
  21. Dan Goodin: Here’s how Apple, Google will warn you if you’ve been exposed to COVID-19. Ars Technica, 4. Mai 2020, abgerufen am 5. Mai 2020 (amerikanisches Englisch).
  22. Ian Sherr: Apple, Google, Amazon block nonofficial coronavirus apps from app stores. Abgerufen am 7. Mai 2020 (englisch).
  23. Dieter Bohn: Android phones will get the COVID-19 tracking updates via Google Play. 13. April 2020.
  24. EDPS: 1/3 #EDPS welcomes @Apple and @Google joint initiative to help accelerate globally fight against #covid19 pandemic. Ensuring #interoperability between operating systems can be a necessary step towards deploying technology solutions to serve humankind in this time of history.. 10. April 2020.
  25. Moxie Marlinspike: [https://twitter.com/moxie/status/1248707318646067202 So it takes BTLE privacy a ~step back. I don't see why all of the existing beacon tracking tech wouldn't incorporate this into their stacks. At that point adtech (at minimum) probably knows who you are, where you've been, and that you are covid+.]. 10. April 2020.
  26. ACLU News & Commentary.
  27. Presskit „2020-04-01 PEPP-PT Press Realease.pdf“ via https://www.pepp-pt.org/press
  28. Dokumentationen zu PEPP-PT
  29. Beschreibung der deutschen PEPP-PT-Variante
  30. Beschreibung von ROBERT
  31. DP-3T/documents.
  32. DP^3T.
  33. Marcel Salathé: [https://twitter.com/marcelsalathe/status/1250066320269479936 Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (#DP3T): SDK and calibration app for iOS and Android and a backend implementation are now open source. Actual app with nice UI will follow soon Massive thank you to everyone contributing to this! https://github.com/DP-3T/ pic.twitter.com/QAOZVHMsGC]. 14. April 2020.
  34. PEPP-PT: Streit beim Corona-App-Projekt – Golem.de.
  35. Michael Veale: [https://twitter.com/mikarv/status/1251044870367690753 More #DP3T open-source code for truly privacy-preserving, decentralised Bluetooth contact tracing. Today, our i'national consortium releases alpha Android/iOS apps on GitHub for the world to test & improve. Please do! Android: https://github.com/DP-3T/dp3t-app-android … iOS: https://github.com/DP-3T/dp3t-app-ios …pic.twitter.com/jR6TcUZ6ko]. 17. April 2020.
  36. Serge Vaudenay: Analysis of DP3T. In: Report 2020/399. Cryptology ePrint Archive, 8. April 2020, abgerufen am 13. April 2020: „some privacy protection measurements by DP3T may have the opposite affect of what they were intended to. Specifically, sick and reported people may be deanonymized, private encounters may be revealed, and people may be coerced to reveal the private data they collect.“
  37. Response to 'Analysis of DP3T'.
  38. https://github.com/TCNCoalition/TCN#the-tcn-protocol
  39. Sam Schechner and Rolfe Winkler: Here’s How Apple and Google Plan to Track the Coronavirus Through Your Phone. In: The Wall Street Journal, 11. April 2020. 
  40. a b Bundesregierung prüft drei Modelle für Corona-App. In: FAZ.net. 21. April 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
  41. TCN Coalition and LFPH have merged. Abgerufen am 18. Oktober 2020 (amerikanisches Englisch).
  42. ito | Track infections, not people. Abgerufen am 18. Oktober 2020.
  43. Oliver Holmes: Israel to track mobile phones of suspected coronavirus cases (en-GB). In: The Guardian, 17. März 2020. 
  44. Europäische Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz e.V: Europäische Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz e.V..
  45. a b Daniel Laufer: NSO Group – Israelischer Spyware-Hersteller will Corona-Tracker verkaufen. 18. März 2020.
  46. Bloomberg – Are you a robot?.
  47. OpenTrace.
  48. Jason Bay, Joel Kek, Alvin Tan, Chai Sheng Hau, Lai Yongquan, Janice Tan, Tang Anh Quy: BlueTrace: A privacy-preserving protocol forcommunity-driven contact tracing across borders. (PDF) In: BlueTrace Whitepaper. Government Technology Agency, Singapore, 9. April 2020, abgerufen am 10. April 2020.
  49. Anna Biselli: Tracing-Technologie: Diskussion um Freiwilligkeit der Corona-App. In: www.golem.de. 14. April 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.
  50. Corona-App steht kurz vor dem Start: Scheitert das Warn-Tool an einem einfachen Problem? In: Chip. 8. Juni 2020, abgerufen am 9. Juni 2020.
  51. Corona-Datenspende-App. Robert Koch-Institut, 7. April 2020, abgerufen am 7. April 2020.
  52. RKI – Coronavirus SARS-CoV-2 – Corona-Datenspende-App. Robert Koch-Institut, 7. April 2020, abgerufen am 7. April 2020.
  53. heise online: Corona: Informatiker kritisieren „Datenspende-App“ als „schlecht gemacht“.
  54. RKI – Coronavirus SARS-CoV-2 – Erfolgreicher Start der Corona-Datenspende-App: Bereits mehr als 300.000 freiwillige Nutzer (Stand: 14.4.2020).
  55. Peter Welchering, Manfred Kloiber: Kritik an neuer Datenspende-App des RKI. In: Computer und Kommunikation. 11. April 2020, abgerufen am 12. April 2020: „Einige Kritiker meinen eben auch, dann muss sich eben das BMG überlegen, wie hier ein besseres Projektmanagement aufgesetzt werden kann. Denn das RKI ist ja eine nachgeordnete Behörde des BMG. […] Das RKI argumentiert, [der ganze Quellcode könne nicht öffentlich überprüfbar gemacht werden], weil das Eigentum der Entwicklerfirma sei. Das hätte man bei der Auftragsvergabe beachten müssen. Auch wie die Schnittstellen zu Apple Health, Fitbit und so weiter realisiert sind, ist unklar.“
  56. https://www.ccc.de/de/updates/2020/abofalle-datenspende
  57. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI): Information zur Warn-App Nina (eingesehen am 3. August 2020).
  58. Geohealth-App: Arit-Services bringt in Deutschland erste Tracking-App für Covid-19 auf den Markt. Abgerufen am 26. August 2020.
  59. Coronavirus: GeoHealth-App soll vor Risikogebieten warnen. Abgerufen am 26. August 2020.
  60. Presseinformation: Zurich unterstützt GeoHealth, um die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen. Abgerufen am 26. August 2020.
  61. Digitale Unterstützung für Gesundheitsämter. Abgerufen am 7. November 2020.
  62. Das digitale Symptom-Tagebuch für Gesundheitsämter | Climedo Health. In: Klinische Datenerhebung beschleunigen. Abgerufen am 7. November 2020 (deutsch).
  63. Max Muth: Gesundheitsminister plant Quarantäne-App. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Mai 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
  64. Isabell Jürgens: „CovApp“: Coronavirus-App der Charité: So funktioniert's. In: Berliner Morgenpost. 3. April 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.
  65. Startups bauen Corona-App für Deutschland. In: N-tv. 14. April 2020, abgerufen am 3. Mai 2020.
  66. CoroNotes | Corona verstehen. Behandlung verbessern. Abgerufen am 5. Mai 2020.
  67. #WirVsVirus. Abgerufen am 29. Mai 2020.
  68. Lisa Hegemann: Die Corona-Hacks sind da. In: Zeit Online. 31. März 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.
  69. Jörg Hunke: Erste Ergebnisse des Hackathons zur Corona-Krise liegen vor. In: Berliner Zeitung. 24. April 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.
  70. Kreative Ideen für die Krisenbewältigung. In: 3sat. 17. April 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.
  71. https://www.ito-app.org/de/about/
  72. Mannheim nutzt als erste Stadt Corona-Nachverfolgungs-App. In: Die Welt. 27. Mai 2020 (welt.de [abgerufen am 29. Mai 2020]).
  73. Österreichisches Rotes Kreuz: Rotes Kreuz: FAQ App „Stopp Corona“. Abgerufen am 9. Juni 2020.
  74. Österreichisches Rotes Kreuz: Rotes Kreuz: Ein Überblick zur STOPP CORONA APP. Abgerufen am 9. Juni 2020.
  75. 20.040 Geschäft des Bundesrates Dringliche Änderung des Epidemiengesetzes angesichts der COVID-19-Krise (Proximity-Tracing-System). In: parlament.ch. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  76. SwissCovid App startet in die Pilotphase. Abgerufen am 27. Mai 2020.
  77. SwissCovid (Early Access). Abgerufen am 27. Mai 2020.
  78. Trump drängt trotz schlimmer Prognosen auf schnelle Öffnung, Großbritannien verzeichnet erstmals mehr Todesopfer als Italien – die neusten Entwicklungen zum Coronavirus weltweit. In: Neue Zürcher Zeitung. 6. Mai 2020, abgerufen am 6. Mai 2020.
  79. Christoph Hein: Australien schaltet Corona-App frei. In: Frankfurter Allgemeine. 26. April 2020, abgerufen am 6. Mai 2020.
  80. China launches coronavirus 'close contact detector' app (en-us) 11. Februar 2020. Abgerufen am 6. April 2020.
  81. Ivan Mehta: China's coronavirus detection app is reportedly sharing citizen data with police (en-us) 3. März 2020. Abgerufen am 1. April 2020.
  82. Inside China's Smartphone 'Health Code' System Ruling Post-Coronavirus Life. 2. April 2020. Abgerufen am 12. April 2020.
  83. Tanja Kuchenbecker: Frankreich will Anfang Juni mit Corona-Warn-App starten. In: handelsblatt, 27. Mai 2020. 
  84. Corona-Tracing App geht in Frankreich an den Start
  85. Par Martin Untersinger: Application StopCovid : 14 personnes averties en trois semaines
  86. Corona-App in Frankreich - :Fehlstart von „Stop-Covid“
  87. Paris redet sich die Krise schön (11. Oktober 2020)
  88. StopCovid : le Premier ministre déplore des résultats décevants (27. August 2020)
  89. Island veröffentlicht Corona-Tracking-App. In: Euronews. 3. April 2020, abgerufen am 4. Mai 2020.
  90. Islands Umgang mit der Corona-Krise. In: Deutsch-Isländische Gesellschaft Bremerhaven / Bremen e.V. (online). Abgerufen am 4. Mai 2020.
  91. Friedhelm Greis: Islands Corona-App ist wenig hilfreich, online 12. Mai 2020, Abruf 31. Juli 2020
  92. Bobbie Johnson: Nearly 40% of Icelanders are using a covid app—and it hasn’t helped much, online 11. Mai 2020, Abruf 31. Juli 2020
  93. Holger Senzel: App gegen das Virus: Wie Singapur Handydaten nutzt. In: tagesschau.de. 1. April 2020, abgerufen am 7. April 2020.
  94. Home.
  95. TraceTogether. Abgerufen am 8. April 2020 (englisch).
  96. Ulf Buermeyer: Coronavirus – Corona-Tracking & Datenschutz: kein notwendiger Widerspruch. 29. März 2020.
  97. SafeEntry - National digital check-in system. Abgerufen am 16. Mai 2020 (englisch).
  98. a b c Sarah Wray: South Korea to step-up online coronavirus tracking. In: SmartCitiesWorld. 12. März 2020, abgerufen am 24. April 2020 (englisch).
  99. App Store, Ministry of Health and Welfare: Self-Diagnosis
  100. Guide on the Installation of“Self-quarantine Safety Protection App”, Central Disaster and Safety Countermeasures Headquarters (Südkorea), abgerufen am 24. April 2020
  101. Showdown looms between Silicon Valley, U.S. states over contact tracing apps. In: Reuters. 25. April 2020 (reuters.com [abgerufen am 26. April 2020]).
  102. Wick Eisenberg / Published April 30, 2020: Johns Hopkins team launches temperature-tracking study and app to map and monitor potential COVID-19 cases. 30. April 2020, abgerufen am 3. Mai 2020 (englisch).
  103. Nick Squires: Launch of contact-tracing app in Italy dogged by concerns over privacy and national security. In: The Telegraph. 21. April 2020 (telegraph.co.uk [abgerufen am 20. Mai 2020]).
  104. Novid 20: Österreichische Corona-App für Georgien, Code als Open Source veröffentlicht. In: DerStandard.at. 10. April 2020, abgerufen am 10. April 2020.
  105. Aarogya Setu app registers 9 crore downloads: Kant. Deccan Herald, 4. Mai 2020, abgerufen am 4. Mai 2020 (englisch).
  106. Indian govt brings COVID-19 tracker app Aarogya Setu. In: Deccan Herald. 2. April 2020, abgerufen am 12. April 2020.
  107. Coronavirus: Aarogya Setu app must for workers attending office, says MHA. Deccan Herald, 2. Mai 2020, abgerufen am 4. Mai 2020 (englisch).
  108. eRouška App Can Trace Your Contacts Without Sacrificing Your Privacy. In: Prague Morning. 12. April 2020, abgerufen am 12. April 2020.
  109. David Slížek: Mapy.cz nabízejí sdílení polohy, aplikace pak může upozornit na kontakt s nakaženými, Lupa.cz, 21. März 2020
  110. Leo Kelion: Moscow coronavirus app raises privacy concerns (en-GB). In: BBC News, 1. April 2020. 
  111. Together we can fight coronavirus – download the Smittestopp app. In: helsenorge.no. Abgerufen am 19. April 2020.
  112. Sam Byford: Japan rolls out Microsoft-developed COVID-19 contact tracing app. 19. Juni 2020, abgerufen am 24. Juni 2020 (englisch).
  113. Erwägungsgrund 2 der Empfehlung (EU) 2020/518 vom 8. April 2020
  114. EU’s fight against COVID-19 – Common EU Toolbox for Member States (englisch)
  115. Coronakrise: Ein EU-Konzept für wirksame Kontaktnachverfolgungs-Apps zur Unterstützung der schrittweisen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen
  116. a b [ https://www.brookings.edu/techstream/inaccurate-and-insecure-why-contact-tracing-apps-could-be-a-disaster/ Ashkan Soltani, Ryan Calo und Carl Bergstrom: Contact-tracing apps are not a solution to the COVID-19 crisis], online 27. April 2020, Abruf 15. Juli 2020
  117. Sebastian Gerstl Sind Contact-Tracing-Apps zu Covid-19 letztlich nutzlos? in Elektronik Praxis, abgerufen 5.5.20
  118. Studie: Stopp-Corona-Apps funktionieren in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht richtig. In: DerStandard.at. 21. August 2020, abgerufen am 22. August 2020.
  119. Douglas J. Leith, Stephen Farrell: Measurement-Based Evaluation Of Google/Apple Exposure Notification API For Proximity Detection In A Light-Rail Tram. In: scss.tcd.ie. 26. Juni 2020, abgerufen am 22. August 2020.
  120. Five ways a COVID-19 contact-tracing app could make things worse.
  121. Hilmar Schmundt: Corona-Apps aus Deutschland: Elektronische Impfung.
  122. Ben Power: Analysis | The coronavirus is expanding the surveillance state. How will this play out? (en) 27 March 2020.
  123. Norbert Häring, ID2020, Known-Traveller und Kontaktverfolgung durch Google und Apple: US-Konzerne werden zur Weltpassbehörde, abgerufen am 5. Mai 2020.
  124. Google Apple Contact Tracing (GACT): a wolf in sheep’s clothes. von Prof. Jaap-Henk Hoepman, Nijmegen, abgerufen 5. Mai 2020>
  125. a b c https://www.ccc.de/de/updates/2020/contact-tracing-requirements/
  126. Datenschutz in Corona-Krise „kein Hindernis“.