COVID-19-Pandemie in Italien

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Bestätigte COVID-19-Fälle in den Provinzen Italiens, Anfang April 2020:
10–99
100–499
500–999
1000–4999
5000–9999
≥10000

Italien ist von der weltweiten COVID-19-Pandemie ist das in Europa am meisten betroffene Land. Die Epidemie breitete sich in ganz Italien und zugleich in vielen Ländern innerhalb und außerhalb Europas aus. Am 19. März 2020 gab es in Italien mit insgesamt 3405 COVID-19-Todesfällen erstmals mehr Opfer als in China.[1] Am 27. März 2020 übertraf die Zahl der Infizierten in Italien erstmals diejenige Chinas. Die Infektionswelle begann in der Lombardei und in Venetien; bis heute (Stand: 10. April) liegt ihr Schwerpunkt in Norditalien.[2] Das Gesundheitssystem in vielen norditalienischen Provinzen ist so überlastet, dass viele Patienten nicht oder nicht angemessen behandelt werden können. Vielerorts fehlten oder fehlen Schutzmasken; unter anderem deshalb haben sich viele Angehörige des medizinischen Personals mit dem Virus infiziert.[3][4][5]

Die italienische Regierung riegelte zunächst die hauptsächlich betroffenen Gebiete ab; seit dem 8. März wurden in rascher Folge Maßnahmen beschlossen, die viele wirtschaftliche Aktivitäten unterbanden und die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränkten.[6] öffentliche Veranstaltungen wurden abgesagt Kirchen und Museen geschlossen, der Karneval in Venedig wurde abgebrochen.[7] Ab der zweiten Märzwoche mussten viele Geschäfte und wenig später auch Produktionsbetriebe schließen; für die Allgemeinheit galten und gelten massive Ausgangsbeschränkungen.[8]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabellen in diesem Abschnitt basieren auf den Zahlen des nationalen Istituto Superiore di Sanità, wo jede Probe nochmals überprüft wird, bevor der Fall als gesicherte Infektion gilt.[9]

Am 3. März 2020 waren laut Statistik über 10 % der positiv diagnostizierten Personen auf Intensivstationen. Am 25. März waren es etwa 6 %,[10] diese Zahl liegt deutlich über dem Anteil anderer Länder, z. B. 1,6 % in Österreich.[11] In diesem Vergleich ist nicht berücksichtigt, dass in Italien längst nicht mehr alle intensivpflichtigen Patienten einen entsprechenden Platz erhalten. Ein Grund für auffällige Unterschiede auch in der Hospitalisierungsrate und in der Sterblichkeit könnte eine hohe Zahl nicht erkannter Fälle in Italien sein, die die Statistiken verfälscht. Eine Modellrechnung vom 16. März 2020 kommt zu der These, dass die tatsächlichen Fälle in Italien wohl ein Vielfaches der labortechnisch bestätigten ausmachen und sich möglicherweise im ein- bis zweistelligen Millionenbereich bewegen.[12] Weitere Gründe für die hohe Sterblichkeit, die mit 21. März bei rechnerischen 9 % lag,[13] werden im hohen Prozentsatz von Antibiotika-Resistenzen (etwa 1/3)[14], im überlasteten Medizinsystem, im hohen Durchschnittsalter der Infizierten und in der Luftverschmutzung in der Po-Ebene gesehen. Dass die Epidemie in Italien früher eingesetzt hat als in den anderen europäischen Ländern und sich mittlerweile mehr schwere Verläufe entwickeln konnten, spielt wohl auch eine Rolle.[15]

Als weitere Erklärungen sind genannt worden eine Tendenz zu engem Körperkontakt (z. B. Begrüßung mit Wangenküssen) sowie die Tatsache, dass in vielen italienischen Familien Großeltern regelmäßig die Kinder betreuen, welche symptomlos infiziert sein können und so die Krankheit in einer stark gefährdeten Altersgruppe verbreiten.[16] In mehreren Berichten wurde spekuliert, dass die hohe Sterblichkeit unter anderem aus der Zählweise resultieren könnte, da in Italien jeder Verstorbene mit einer nachgewiesenen Infektion als COVID-19-Todesfall gilt, also auch Personen mit Grunderkrankungen, bei denen die Todesursache nicht eindeutig zu bestimmen war.[17][18] Laut Robert Koch-Instituts wird aber in Deutschland, das eine sehr geringe Sterblichkeit verzeichnet (ca. 0,3 % mit 22. März 2020)[19] dieselbe Zählweise angewandt.[20] Für die in Leserkommentaren und sozialen Medien diskutierte Meinung, in Italien hätte sich ein „tödlicherer Virusstamm“ etabliert, gibt es keine Belege.[21][22][23][24]

Nach Ansicht einiger Bürgermeister norditalienischer Gemeinden ist die tatsächliche Zahl der an COVID-19 Verstorbenen deutlich höher. So ist etwa Claudio Cancelli, Bürgermeister der Gemeinde Nembro (Provinz Bergamo, 11.000 Einwohner) überzeugt, dass in seiner Gemeinde etwa viermal so viele Person an COVID-19 verstorben sind wie offiziell angegeben; diese Einschätzung basiert auf einer Studie, die die aktuellen Todesfälle in Nembro mit den Sterbezahlen der Vergangenheit vergleicht. Als Grund für die unerkannten Fälle wird hauptsächlich die Tatsache genannt, dass bei Personen, die in Altersheimen oder zu Hause verstorben sind, keine Tests gemacht würden.[25][26] Überdies sind bei COVID-19 nach Aussage des Virologen Christian Drosten die Erreger teilweise schon in der zweiten Woche im Rachen nicht mehr nachweisbar, sondern nur noch in der Lunge (so dass negative Rachenabstriche zu falschen Schlüssen führen können).[27]

In der Lombardei gibt es seit März massive Engpässe in den Intensivstationen: Patienten, die eine Intensivtherapie benötigten, mussten auf andere Stationen verlegt werden. Italien verfügt über insgesamt 5.100 Betten auf Intensivstationen, dies sind etwa 8,5 Betten pro 100.000 Einwohner.[28] Diese Quote ist höher als etwa in Großbritannien (6,6 Betten pro 100.000 Einwohner), aber viel niedriger als in Deutschland (29,2 Betten).[29] Auch die Zahl der normalen Krankenhausbetten ist in Italien vergleichsweise niedrig (340 pro 100.000 Einwohner, gegenüber 830 in Deutschland), während bei der Ärztedichte kein wesentlicher Unterschied zu Deutschland besteht.[30][31]

Entwicklung der Epidemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Entwicklung der aktiven Infektionen in Italien
nach Daten des Ministero della Salute
[32]


Bestätigte Infektionen (kumuliert) in Italien
nach Daten des Ministero della Salute
[32]

Neu-Infektionen (Tagesdifferenz aus den kumulierten Infektionen) in Italien
nach Daten des Ministero della Salute
[32][33]

Bestätigte Todesfälle (kumuliert) in Italien
nach Daten des Ministero della Salute
[32]

Bestätigte Todesfälle (täglich) in Italien
nach Daten des Ministero della Salute
[32]

Datum Infektionen (kumuliert) Infektionen (Differenz zum Vortag) genesen (kumuliert) Todesfälle (kumuliert) aktive Infektionen Zuwachs aktive Infektionen / 24 h [%] Isolation zuhause Spital Intensivstation
28. Jan. 2020 2 0 2
21. Feb. 2020 39 37 0 39
22. Feb. 2020 79 40 2 77 97,4 %
23. Feb. 2020 159 80 2 157 103,9 % 26
24. Feb. 2020 229 70 1 6 222 41,4 % 23
25. Feb. 2020 326 97 1 11 314 41,4 % 35
26. Feb. 2020 400 74 3 12 385 22,6 % 36
27. Feb. 2020 650 250 45 17 588 52,7 % 56
28. Feb. 2020 888 238 46 21 821 39,6 % 64
29. Feb. 2020 1.128 240 50 29 1.049 27,8 % 105
01. Mär. 2020 1.694 566 83 34 1.577 50,3 % 140
02. Mär. 2020 2.036 342 149 52 1.835 16,4 % 166
03. Mär. 2020 2.502 466 160 79 2.263 23,3 % 229
04. Mär. 2020 3.089 587 276 107 2.706 19,6 % 295
05. Mär. 2020 3.858 769 414 148 3.296 21,8 % 351
06. Mär. 2020 4.636 778 523 197 3.916 18,8 % 462
07. Mär. 2020 5.883 1.247 589 233 5.061 29,2 % 567
08. Mär. 2020 7.375 1.474 622 366 6.387 26,2 % 2.180 3.557 650
09. Mär. 2020 9.172 1.797 724 463 7.985 25,0 % 2.936 5.049 733
10. Mär. 2020 10.149 977 1.004 631 8.514 6,6 % 2.559 5.915 877
11. Mär. 2020 12.462 2.313 1.045 827 10.590 24,4 % 3.724 6.866 1.028
12. Mär. 2020 15.113 2.651 1.258 1.016 12.839 21,2 % 5.036 7.803 1.153
13. Mär. 2020 17.660 2.547 1.439 1.266 14.955 16,5 % 6.201 8.754 1.328
14. Mär. 2020 21.157 3.497 1.966 1.441 17.750 18,7 % 7.860 8.372 1.518
15. Mär. 2020 24.747 3.590 2.335 1.809 20.603 16,1 % 9.268 9.663 1.672
16. Mär. 2020 27.980 3.233 2.749 2.158 23.073 12,0 % 10.197 11.025 1.851
17. Mär. 2020 31.506 3.526 2.941 2.503 26.062 13,0 % 11.108 12.894 2.060
18. Mär. 2020 35.713 4.207 4.025 2.978 28.710 10,2 % 12.090 14.363 2.257
19. Mär. 2020 41.035 5.322 4.440 3.405 33.190 15,6 % 14.935 15.757 2.498
20. Mär. 2020 47.021 5.986 5.129 4.032 37.860 14,1 % 19.185 16.020 2.655
21. Mär. 2020 53.578 6.557 6.072 4.825 42.681 12,7 % 22.116 17.708 2.857
22. Mär. 2020 59.138 5.560 7.024 5.476 46.638 9,3 % 23.783 19.846 3.009
23. Mär. 2020 63.927 4.789 7.432 6.077 50.418 8,1 % 26.522 20.692 3.204
24. Mär. 2020 69.176 5.249 8.326 6.820 54.030 7,2 % 28.697 21.937 3.396
25. Mär. 2020 74.386 5.210 9.362 7.503 57.521 6,5 % 30.920 23.112 3.489
26. Mär. 2020 80.539 6.153 10.361 8.165 62.013 7,8 % 33.648 24.753 3.612
27. Mär. 2020 86.498 5.959 10.950 9.134 66.414 7,1 % 36.653 26.029 3.732
28. Mär. 2020 92.472 5.974 12.384 10.023 70.065 5,5 % 39.533 26.676 3.856
29. Mär. 2020 97.689 5.217 13.030 10.779 73.880 5,4 % 42.558 27.386 3.906
30. Mär. 2020 101.739 4.050 14.620 11.591 75.528 2,2 % 43.752 27.795 3.981
31. Mär. 2020 105.792 4.053 15.729 12.428 77.635 2,8 % 45.420 28.192 4.023
01. Apr. 2020 110.574 4.782 16.847 13.155 80.572 3,8 % 48.134 28.403 4.035
02. Apr. 2020 115.242 4.668 18.278 13.915 83.049 3,1 % 50.456 28.540 4.053
03. Apr. 2020 119.827 4.585 19.758 14.681 85.388 2,8 % 52.579 28.541 4.068
04. Apr. 2020 124.632 4.805 20.996 15.361 88.274 3,4 % 55.270 29.010 3.994
05. Apr. 2020 128.948 4.316 21.815 15.887 91.246 3,4 % 58.320 28.949 3.977
06. Apr. 2020 132.547 3.599 22.837 16.523 93.187 2,1 % 60.313 28.976 3.898
07. Apr. 2020 135.586 3.039 24.392 17.127 94.067 0,9 % 61.557 28.718 3.792
08. Apr. 2020 139.422 3.836 26.491 17.669 95.262 1,3 % 63.084 28.485 3.693
09. Apr. 2020[32] 143.626 4.204 28.470 18.279 96.877 1,7% 64.873 28.399 3.605
Datum Infektionen (kumuliert) Infektionen (Differenz zum Vortag) genesen (kumuliert) Todesfälle (kumuliert) aktive Infektionen Zuwachs aktive Infektionen / 24 h [%] Isolation zuhause Spital Intensivstation

Seit dem 28. Februar verifiziert das Istituto Superiore di Sanità bei allen Todesfällen, ob sie tatsächlich auf das Virus zurückzuführen sind.[32]

Die aktiven Infektionen werden aus der Differenz der kumulierten Infektionen abzüglich der Toten und Genesenen gebildet. Der Zuwachs der aktiven Infektionen in Prozent bezieht sich daher auf den jeweils aktiven Infektionsherd und nicht auf die kumulierten Infektionen.

Regionale Verteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Region Hospitalisiert
mit Symptomen
Intensivstation Häusliche
Quarantäne
Insg. aktuell
infiziert
Differenz aktuell infiziert
im Vergleich zum Vortag
Genesen Gestorben Gesamte Fälle Tests
Lombardei
Flag of Lombardy.svgLombardei
11796 1236 16042 29074 529 15706 10022 54802 176953
EmiliaRomagna
Regione-Emilia-Romagna-Stemma.svgEmilia-Romagna
3722 355 9181 13258 148 3103 2316 18677 81715
Piemont
Flag of Piedmont.svgPiemont
3514 412 7410 11336 347 1732 1454 14522 52807
Venetien
Flag of Veneto.svgVenetien
1530 274 8645 10449 278 1728 756 12933 171456
Toskana
Flag of Tuscany.svgToskana
1038 256 4409 5703 146 441 408 6552 65461
Ligurien
Flag of Liguria.svgLigurien
1103 154 1996 3253 8 1085 682 5020 18446
Marken
Flag of Marche.svgMarken
945 133 2323 3401 -161 885 669 4955 18194
Latium
Flag of Lazio.svgLatium
1244 198 2090 3532 84 644 253 4429 58107
Kampanien
Flag of Campania.svgKampanien
604 94 2175 2873 14 244 227 3344 29664
Apulien
Flag of Apulia.svgApulien
630 86 1585 2301 63 190 225 2716 26088
Trentino
Flag of Trento Province.svgTrentino
345 69 1564 1978 38 462 268 2708 14338
FriaulJulischVenetien
Flag of Friuli-Venezia Giulia.svgFriaul-Julisch Venetien
167 37 1186 1390 -25 738 171 2299 26205
AutonomeRegionSizilien
Flag of Sicily.svgAutonome Region Sizilien
566 63 1313 1942 49 152 138 2232 28742
Abruzzen
Flag of Abruzzo.svgAbruzzen
306 57 1203 1566 32 171 194 1931 16847
Sdtirol
Flag of South Tyrol.svgSüdtirol
263 64 988 1315 34 401 187 1903 19875
Umbrien
Flag of Umbria.svgUmbrien
154 38 600 792 -31 455 51 1298 15170
Sardinien
Flag of Sardinia.svgSardinien
106 25 745 876 36 86 64 1026 8918
Kalabrien
Flag of Calabria.svgKalabrien
168 15 582 765 10 48 61 874 15698
Aostatal
Flag of Valle d'Aosta.svgAostatal
118 18 473 609 3 154 105 868 3142
Basilikata
Flag of Basilicata.svgBasilikata
50 17 208 275 5 13 15 303 3474
Molise
Flag of Molise.svgMolise
30 4 155 189 8 32 13 234 2069
gesamt 28399 3605 64873 96877 1615 28470 18279 143626 853369
Quelle: Protezione Civile -> Operations Dashboard for ArcGIS,
aktualisiert am 9. April 2020 um 18:00 Uhr

Am 7. März 2020 hat der Zivilschutz Italiens (italienisch Protezione Civile) über die ArcGIS-Onlineplattform von ESRI eine Anwendung erstellt, um eine effektive und transparente Information der Bevölkerung über die aktuelle Entwicklung der COVID-19-Fälle in Italien zu gewährleisten. Diese ist in zwei Versionen, einer Desktop-Version[34] und einer mobilen Version,[35] verfügbar. Über eine geographische Karte Italiens können dort die aktuelle Anzahl der Infektionen und weitere Daten nicht nur auf Regionen, sondern bis in die einzelnen Provinzen dargestellt und auch heruntergeladen werden. Die Daten werden täglich um 18:00 Uhr aktualisiert.[36]

Einfluss von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen auf Sterblichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Untersuchung des Istituto Superiore di Sanità, die 105 Fälle bis 4. März 2020 berücksichtigt, hat folgende Verteilung nach Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen identifiziert:[37]

Anteil an den Todesfällen nach Altersgruppe:

  • unter 50 Jahren: keine Todesfälle
  • 50 bis 59 Jahre: 2,8 %
  • 60 bis 69 Jahre: 8,4 %
  • 70 bis 79 Jahre: 32,4 %
  • 80 bis 89 Jahre: 42,2 %
  • 90 und mehr Jahre: 14,4 %

Das Durchschnittsalter der Verstorbenen beträgt 81 Jahre (Männer 79,9 Jahre, Frauen 83,4 Jahre).

Einfluss von Vorerkrankungen (Anteil an den Todesfällen nach Anzahl der Vorerkrankungen):

  • max. 1 Vorerkrankung: 15,5 %
  • 2 Vorerkrankungen: 18,3 %
  • 3 oder mehr Vorerkrankungen: 67,2 %

Bei den Vorerkrankungen dominieren Hypertonie (74,6 %), ischämische Herzkrankheit (70,4 %) und Diabetes mellitus (33,8 %).

Die Untersuchung von 2.003 Gestorbenen mit positivem COVID-19-Befund durch dasselbe Institut[38] ergab auf dem Stand vom 17. März 2020 eine ähnliche Verteilung (Prozentzahlen gerundet):

  • 30–39 Jahre: 5 Personen (0,2 %)
  • 40–49 Jahre: 12 Personen (0,6 %)
  • 50–59 Jahre: 56 Personen (2,8 %)
  • 60–69 Jahre: 173 Personen (8,6 %)
  • 70–79 Jahre: 707 Personen (35,1 %)
  • 80–89 Jahre: 852 Personen (42,5 %)
  • über 90 Jahre: 198 Personen (9,9 %)

In allen Altersgruppen wurden deutlich mehr männliche als weibliche Tote gezählt. Bei den Personen, die jünger als 70 Jahre waren, stehen 50 Frauen 196 Männern gegenüber, bei den Personen, die 70 und älter waren, waren es 533 Frauen und 1224 Männer. Demnach sind 29,1 % der mit COVID-19-Befund Verstorbenen weiblich. Die weiblichen Todesfälle waren im Schnitt 83,7 Jahre alt, die männlichen 79,5 Jahre.

Von den 2003 Verstorbenen wurden die Daten von 355 Personen näher untersucht. Ohne Vorerkrankung waren davon lediglich 0,8 % der untersuchten Verstorbenen, eine Vorerkrankung hatten 25,1 %, zwei Vorerkrankungen 25,6 %. Drei oder mehr Vorerkrankungen wurden bei 48,5 % der untersuchten Fälle festgestellt. Fast unverändert im Vergleich zur ersten Untersuchung ist hierbei die Häufigkeit von Hypertonie (76,1 %) und Diabetes mellitus (35,5 %), deutlich gesunken ist der Anteil der Fälle von ischämischer Herzkrankheit (33,0 %).[38]

Die Untersuchung von 14.860 Gestorbenen mit positivem COVID-19-Befund durch dasselbe Institut[39] ergab auf dem Stand vom 6. April 2020 eine ähnliche Verteilung (Prozentzahlen gerundet):

  • 0–29 Jahre: 8 Personen (0,05 %)
  • 30–39 Jahre: 34 Personen (0,2 %)
  • 40–49 Jahre: 136 Personen (0,9 %)
  • 50–59 Jahre: 567 Personen (3,8 %)
  • 60–69 Jahre: 1724 Personen (11,6 %)
  • 70–79 Jahre: 4909 Personen (33,0 %)
  • 80–89 Jahre: 5956 Personen (40,0 %)
  • über 90 Jahre: 1525 Personen (10,3 %)

In allen Altersgruppen wurden deutlich mehr männliche als weibliche Tote gezählt. Bei den Personen, die jünger als 70 Jahre waren, stehen 540 Frauen 1929 Männern gegenüber, bei den Personen, die 70 und älter waren, waren es 4258 Frauen und 8132 Männer. Demnach sind 32,2 % der mit COVID-19-Befund Verstorbenen weiblich.

Von den 14.860 Verstorbenen wurden die Daten von 1.281 Personen näher untersucht. Ohne Vorerkrankung waren davon lediglich 1,8 % der untersuchten Verstorbenen, eine Vorerkrankung hatten 13,9 %, zwei Vorerkrankungen 21,5 %. Drei oder mehr Vorerkrankungen wurden bei 62,9 % der untersuchten Fälle festgestellt. Bei den Vorerkrankungen dominieren Hypertonie (74,7 %), Diabetes mellitus (29,0 %), Demenz (20,7 %) und Herzinsuffizienz (20,6 %).

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der italienische Zivilschutz bei der Personenkontrolle im Flughafen Bologna, Anfang Februar 2020
Erste-Hilfe-Station des italienischen Zivilschutzes in Padua, Mitte Februar 2020

Januar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten zwei Fälle, die in Italien bekannt wurden, waren chinesische Touristen, die sich aufgrund ihrer Symptome selbst gemeldet hatten und die am 28. Januar 2020 in Rom positiv getestet wurden. Die beiden kommen als Auslöser der Pandemie nicht in Frage und es ist ungeklärt, auf welchem Weg die Infektion erstmals nach Italien getragen wurde.[40]

Februar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 19. Februar 2020 wurde im Mailänder San-Siro-Stadion vor über 44.000 Zuschauern ein Fußballspiel ausgetragen. Aus Valencia waren 2.500 Fans angereist, die übrigen Zuschauer, darunter viele ältere Atalanta-Anhänger, stammten überwiegend aus Bergamo; allein 540 kamen aus dem Val Seriana, das später zu einem Hotspot der Infektion wurde. Da zwei Wochen nach dem Spiel die Fallzahlen in Bergamo und Umgebung extrem anstiegen, wurde dieses Fußballspiel im Nachhinein als Partita zero („Spiel null“) beziehungsweise das Stadion als Stadio zero bezeichnet (beides in Anspielung auf den Begriff Patient null).[41] Der italienische Zivilschutz sieht allerdings keine Beweise für die These, dass das Spiel maßgeblich zur Verbreitung der Krankheit beitrug, schließt die Möglichkeit aber auch nicht aus. Dagegen spricht die Tatsache, dass es in Mailand trotz zahlreicher Übernachtungen und Feiern der Fußballfans in der Folge keine sprunghafte Zunahme der Erkrankungen gab.[42]
  • In der Nacht zum 22. Februar 2020 wurden in Italien die ersten durch das Coronavirus bedingten Todesfälle unter Europäern gemeldet. Die Betroffenen waren ein 78-jähriger Mann aus der Nähe von Padua sowie eine 77-jährige Frau aus der Nähe von Cremona, die in der Nacht zuvor verstorben war und sich nachträglich als infiziert herausstellte.
  • In der Lombardei waren am 22. Februar zunächst 39, später 46 Menschen als infiziert gemeldet, mit einer Häufung von Fällen in der Stadt Codogno; hinzu kamen 12 Infizierte in Venetien. Der „Patient 1“, ein 38-Jähriger, auf den zumindest die Infektionen in der Lombardei zurückgeführt werden, sei in gesundheitlich stabilem Zustand.[43][44]
  • In Codogno und weiteren neun umliegenden Gemeinden wurde die Schließung der Schulen und öffentlichen Lokale für die Dauer einer Woche verfügt. Am 22. Februar wurden die 50.000 dort lebenden Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben, und die betroffenen zehn Kommunen in der Lombardei und eine Kommune in Venetien wurden abgeriegelt.[45][46] Wer sich der Anordnung widersetzt, riskiert bis zu drei Monate Haft.[45]
  • Am 23. Februar 2020 wurden zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen verfügt. Das Modehaus Giorgio Armani entschied, Produktionsstätten und Büros an mehreren Standorten eine Woche lang zu schließen. Die Armani-Modenschau im Rahmen der Fashion Week am Sonntag fand ohne Publikum statt, konnte jedoch im Livestream mitverfolgt werden. Nach diesem Schema werden auch die beiden letzten, für Montag angesetzten Shows der Fashion Week durchgeführt. In Venetien blieben Schulen, Universitäten und Museen geschlossen, ebenso die Markusbasilika. Das Teatro La Fenice stellte den Spielbetrieb ein, Hochzeiten und Trauerzeremonien können nur mehr im engsten Familienkreis stattfinden. Die Vaporetti Venedigs wurden einer großen Desinfizierungsaktion unterzogen.[47] Neben der Region Venetien wurde die Schließung von Schulen und Universitäten bis zum 1. März auch für die Regionen Lombardei, Ligurien, Piemont, Emilia-Romagna und Friaul Julisch-Venetien beschlossen. Der Entscheidung schloss sich am Tag darauf auch die Autonome Provinz Trient an.[48]
  • Am 25. Februar 2020 wurde bekannt, dass Reisende aus der Lombardei in zahlreichen Regionen Italiens und Staaten Europas positiv getestet wurden. Diverse Medien sprachen von einer europaweiten Epidemie. Auch Brasilien als erstes Land Südamerikas und Algerien als zweites Land Afrikas waren mit positiven Testergebnissen konfrontiert, deren Ursprung in der Lombardei lag.
  • Am 26. Februar 2020 gab Attilio Fontana, der Gouverneur der Lombardei, bekannt, dass ein positives Testergebnis einer seiner Mitarbeiterinnen vorliege und er sich daher in selbstgewählte Isolierung begebe. Eine geplante Pressekonferenz sagte er ab.[49]
  • Am 28. Februar initiierte die italienische Regierung Nothilfen für betroffene Gebiete. Bürger sollen Zahlungen an Versorgungsunternehmen und Versicherungen vorübergehend aussetzen können, Unternehmen konkrete wirtschaftliche Hilfen erhalten.[50]

März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die regionalen Schulschließungen wurden am 2. März bis zum 8. März verlängert,[51] viele Museen und andere Einrichtungen öffneten aber wieder.
  • Am 4. März wurde bekanntgegeben, dass in ganz Italien Schulen und Universitäten zunächst bis zum 15. März geschlossen werden.[52] Die Regierung erklärte, Maßnahmen für eine Arbeitsfreistellung eines Elternteils oder einen finanziellen Ausgleich für eine Kinderbetreuung in Erwägung zu ziehen.[53]
  • Es wurde verfügt, Kongresse, insbesondere auf medizinischem Gebiet, aufzuschieben, um das medizinische Personal nicht anderweitig zu binden. Der Zugang zu Privatkliniken und Hospizen wurde eingeschränkt, und Begleitpersonen wurde der Zugang zu den Notaufnahmen von Kliniken verboten.[54][55]
  • Zuvor für „rote Zonen“ geltende Empfehlungen wurden auf das ganze Land ausgeweitet: Mindestabstand von einem Meter zwischen Personen; Begrüßung ohne Wangenkuss, Umarmung oder Handschlag; Meiden überfüllter Orte; Ausgangsverbot bei jeglichem Fieber oder Infektionsverdacht; Zuhausebleiben aller Personen ab 75 Jahren und Personen ab 65 Jahren mit gesundheitlichen Einschränkungen. Kinos und Theater durften zunächst noch offen bleiben, wenn sie garantierten, Stühle nur so zu besetzen, dass der Mindestabstand eingehalten wurde;[54][55] wenige Tage später mussten sie ganz schließen.
  • Es wurde verfügt, die Zahl der Betten in den Intensivstationen der Pneumologie- und Infektologie um 100 % und die in anderen Intensivstationen um 50 % zu erhöhen, die Prüfungen für die Zulassung zur Ausübung von Facharztberufen und die Abschlussprüfungen für Krankenpfleger vorzuziehen.[56] Zudem begann die Regierung, Ärzte aus dem Ruhestand zurückzuholen. Insgesamt sollen 20.000 medizinische Fachkräfte rekrutiert werden.[57]
  • Am 6. März veröffentlichte die Società Italiana di Anestesia Analgesia Rianimazione e Terapia Intensiva (SIAARTI) Empfehlungen zur klinischen Ethik zur Frage des Zugangs und der Beendigung der Intensivtherapie, die im Falle eines außergewöhnlichen Ungleichgewichts zwischen Notwendigkeit einerseits und verfügbaren Ressourcen andererseits anwendbar sind.[58] Darin werden die Priorisierung medizinischer Leistungen und Triage explizit diskutiert.[59]
  • Am 8. März wurden im Norden Italiens insgesamt 13 Provinzen und eine Metropolitanstadt in den Regionen Emilia-Romagna, Marken, Piemont und Venetien sowie die gesamte Lombardei abgeriegelt und Sperrzonen mit „eingeschränkter Mobilität“ eingerichtet, um die Ausweitung der Ansteckung einzudämmen und eine Überlastung der Krankenhauseinrichtungen zu vermeiden. Betroffen sind rund 16 Millionen Menschen.[60]
  • Am 9. März gegen 21 Uhr wurde ganz Italien mit Wirkung zum 10. März zur Sperrzone erklärt.[61]
  • Am 10. März wurden in Codogno erstmals seit Ausbruch der Epidemie keine Neuinfizierten registriert. In Codogno war am 21. Februar der erste Infektionsfall registriert worden, worauf der Ort sich zu einem der Infektionsherde in Italien entwickelte und am 23. Februar abgeriegelt wurde.[62]
  • Am 11. März hat die italienische Regierung beschlossen, dass zahlreiche Geschäfte und Restaurants geschlossen werden müssen.[63][64] Zur Diskussion steht, in Mailand nach chinesischem Vorbild kurzzeitig ein Hospital mit 500 Plätzen für die Intensivtherapie zu errichten.[65]
  • Am 13. März berichteten Medien, dass in ganz Italien an diesem Tag und den Folgetagen um 18 Uhr Flashmobs an Fenstern und Balkonen angekündigt worden waren, um den Zusammenhalt spürbar zu machen. Gesungen werden sollte am ersten Abend die Nationalhymne, am nächsten Tag Azzurro, am Folgetag Il cielo è sempre più blu.[66]
  • Am 16. März beschlagnahmten die Behörden in zahlreichen Regionen Italiens mehr als 60.000 gehortete und teils zu überhöhten Preisen zum Verkauf angebotene Waren. Es handelte sich vor allem um Desinfektionsmittel und Atemmasken.[67]
  • Am 17., 18. und 19. März stieg die Zahl der Verstorbenen weiter. Die Zivilschutzbehörde meldete 475 Tote in nur einem Tag – dies waren mehr, als selbst in China an einem Tag an COVID-19 verstarben. Die Zahl der positiv Getesteten stieg am 18. März auf über 35.000, in Norditalien allein waren zu dieser Zeit 1.200 COVID-19-Patienten in Intensivtherapie.[68] In der Nacht vom 18. auf den 19. März fuhr eine Kolonne von Militärlastwagen durch Bergamo, um Särge mit Toten zu Krematorien in der Umgebung zu fahren. Die Leichenhäuser und Bestattungsinstitute in der Stadt waren überfüllt und überlastet; Särge mussten in Kirchen gelagert werden. Die Militärlastwagen wurden nach Bergamo geschickt, um die Särge in benachbarte Provinzen zu transportieren.[69][70][71]
Krankenschwestern und Pfleger veröffentlichten einen Video-Appell (später mit Hilfe des Pfleger-Verbandes FNOPI auch auf Englisch), um auf die dramatische Lage in den Krankenhäusern Norditaliens hinzuweisen und um international um Hilfe zu bitten.[72]
  • Am 18. März berichtete der Bürgermeister von Bergamo (120.000 Einwohner) von dramatischen Zuständen in Bergamos Krankenhäusern und appellierte an seine deutschen Amtskollegen, der Verbreitung des Virus so früh wie möglich entgegenzuwirken: „Sorgt dafür, dass sich die Leute nicht mehr treffen, sondern auf Abstand gehen. Nutzt die Zeit gut, die ihr noch zur Verfügung habt!“[73]
  • Am 19. März schilderte der medizinische Leiter des Krankenhauses „Papa Giovanni XXIII“ in Bergamo, Stefano Fagiuoli, in einer Videobotschaft, dass es an Personal fehle sowie an Medikamenten, Betten, Beatmungsgeräten, Schutzanzügen und Masken. Die „Cesvi“, eine der größten humanitären Organisationen Italiens, versuche das Krankenhaus sogar mit Hilfe eines Spendenaufrufs über die Crowdfunding-Plattform GoFundMe bei der Beschaffung der fehlenden Ausrüstung zu unterstützten. Der Gouverneur der Lombardei, Attilio Fontana, erklärte: „Wir brauchen Ärzte. Ich hatte gehofft, dass von den Appellen, die wir in den letzten Tagen an die Rentner und Praktikanten gerichtet haben, mehr Resonanz kommen würde – aber es gab keine“.[74][75]
Wegen ausgelasteter Spitalkapazitäten nehmen sogar Hausarztpraxen infizierte Patienten stationär auf, jedoch ohne über die zum Selbstschutz notwendigen spitalhygienischen Einrichtungen und Sicherheitsvorkehrungen zu verfügen. Von den 600 Ärzten in der Provinz Bergamo waren 118 erkrankt oder in Quarantäne, während bereits 13 namentlich bekannte an COVID-19 verstorben sind.[76][77]
  • Nachdem Silvio Berlusconi am 17. März zehn Millionen Euro für die Einrichtung neuer Intensivstationen in Mailand gespendet hatte, folgten mehrere Großindustrielle seinem Beispiel. Auch die Unternehmerfamilie Agnelli und das Mode-Bekleidungsunternehmen Moncler spendeten jeweils etwa zehn Millionen Euro.[78]
  • Am 21. März veröffentlichte das New England Journal of Medicine eine Darstellung einer Gruppe italienischer Ärzte, die von katastrophalen Verhältnissen in Bergamo und Umgebung berichteten: 70 % aller Intensivbetten in Bergamo seien für COVID-19-Patienten in kritischem Zustand, aber mit einer vernünftigen Überlebenschance reserviert, ältere Patienten würden nicht wiederbelebt, Krankenhäuser hätten sich über die letzten Wochen zu COVID-19-Herden entwickelt. Sie riefen zu einer transnationalen, langfristigen Koordinierung auf, die über eine ausschließliche Betrachtung der Intensivstationen hinausgehen müsse.[79][80]
  • Am 23. März erklärte das Land Sachsen, Corona-Patienten aus Italien aufnehmen zu wollen; die Kapazitäten seien derzeit frei, und man könne durch die Behandlung der Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. Acht Patienten sollten am selben Tag mit einer italienischen Militärmaschine nach Sachsen geflogen werden.[81]

April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ähnlich wie zuvor Sachsen hatte auch Mecklenburg-Vorpommern Ende März Italien angeboten erkrankte Patienten aufzunehmen. Aufgrund gesunkener Fälle auf den Intensivstationen hatte Italien keinen Bedarf mehr und lehnte das Angebot am 6. April ab.[82]
  • Bis zum 9. April befanden sich unter den Todesfällen nach Angaben der italienischen Ärztekammer hundert Mediziner.[83]

Abriegelung einzelner Gemeinden, Provinzen und Regionen (bis zum 10. März)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krisensitzung des nationalen Einsatzführungskomitees des Zivilschutzes unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Giuseppe Conte

Bevor am 9. März die Abriegelung aller Grenzen Italiens mit dem 10. März angeordnet wurde,[84] gab es Einschränkungen für folgende Gebiete:

Abgeriegelte Gemeinden[85]
Gemeinde Einwohner Provinz seit
Codogno 15.991 Lodi 23. Februar 2020
Casalpusterlengo 15.293
Castiglione d’Adda 04.646
Somaglia 03.836
Maleo 03.098
Fombio 02.317
San Fiorano 01.839
Castelgerundo 01.498
Bertonico 01.118
Terranova dei Passerini 00.927
Vo 03.304 Padua
Abgeriegelte Provinzen, Städte und Regionen[60]
Provinz oder Stadt Einwohner Region seit
Provinz Modena 00.705.393 Emilia-Romagna 8. März 2020
Provinz Parma 00.451.631
Provinz Piacenza 00.287.152
Provinz Reggio Emilia 00.531.891
Provinz Rimini 00.339.017
Provinz Pesaro und Urbino 00.358.886 Marken
Provinz Alessandria 00.421.284 Piemont
Provinz Asti 00.214.638
Provinz Novara 00.369.018
Provinz Verbano-Cusio-Ossola 00.158.941
Provinz Vercelli 00.170.911
Provinz Padua 00.937.908 Venetien
Provinz Treviso 00.887.806
Metropolitanstadt Venedig 00.853.338
Alle Provinzen 10.060.574 Lombardei

Weitere Maßnahmen der italienischen Behörden im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Januar 2020 erklärte die italienische Regierung den für sechs Monate geltenden gesundheitlichen Notstand (stato di emergenza sanitaria), nachdem die WHO am Tag zuvor eine gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite ausgerufen hatte.[86] Zu diesem Zeitpunkt gab es in Italien zwei COVID-19-Fälle.[87] Die Erklärung des gesundheitlichen Notstands ermöglichte es der Regierung später, zahlreiche Dekrete und Verordnungen zu erlassen, die bürgerliche Freiheiten außer Kraft setzten und wirtschaftliche Aktivitäten unterbanden.[88]

Da die Abriegelung von elf norditalienischen Gemeinden ab 23. Februar 2020 den Anstieg der Fallzahlen nicht stoppen konnte und in immer mehr Provinzen Infektionen festgestellt wurden, schränkte die italienische Regierung am 8. März die Bewegungsfreiheit von rund 16 Millionen Italienern drastisch ein, indem sie die Lombardei und 14 andere Gebiete im Norden Italiens weitgehend abgeriegelte und Ausgangsbeschränkungen erließ. Gleichzeitig wurde für ganz Italien die Schließung von Kinos, Theatern und Museen verfügt sowie ein Verbot von Demonstrationen und vielen anderen Veranstaltungen.[89][90][91]

Schon am 9. März erließ die italienische Regierung ein mit Io resto a casa („Ich bleibe zu Hause“) umschriebenes Dekret, welches die für die Lombardei geltenden Einschränkungen mit Wirkung vom 10. März auf ganz Italien ausweitete.[92] Für das Überqueren der Staatsgrenze mussten allerdings nur wenige Dokumente ausgefüllt werden. Die Schließung von Schulen und Universitäten wurde landesweit bis zum 3. April und einige Tage später über dieses Datum hinaus verlängert.[93] Der Spielbetrieb von Sportligen, wie der des italienischen Fußballs, wurde eingestellt. Internationale Zug- und Flugverbindungen sowie der innerstaatliche öffentliche Nahverkehr wurden hingegen nicht ausgesetzt.[94] Es galt ein Versammlungsverbot, das Spielhallen ebenso betraf wie Kirchen. Die eigene Wohnung durfte nur noch für notwendige Besorgungen oder Arztbesuche verlassen werden, zur Berufsausübung, zur Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, zur Rückkehr an den eigenen Wohnsitz oder in Fällen absoluter Notwendigkeit. Außerdem war individuelle Bewegung im Freien (Sport, Spaziergänge) erlaubt.[91] Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion in Verbindung mit Fieber wurde "nachdrücklich empfohlen", die Wohnung nicht zu verlassen und Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.[95]

Einzelne Berichte in italienischen Medien stellten die Bestimmungen falsch dar und behaupteten beispielsweise, dass Spaziergänge verboten wären.[96] In der Gemeinde Messina (Sizilien) gab es aber tatsächlich ein solches Verbot, in anderen Gemeinden wurden Spaziergänge (auch mit dem Hund) auf 50 oder 500 Meter Entfernung von der Wohnung beschränkt.[97][98][99]

Um den Exekutivorganen die Kontrolle der Ausgangsbeschränkungen zu ermöglichen, wurde das Prinzip der autocertificazione („Selbstbeurkundung“) geschaffen. Bei jeder Ortsveränderung bzw. jedem Aufenthalt an öffentlichen Orten sollte jede Person ein selbst ausgefülltes Formular mit sich führen, aus dem hervorgeht, warum die eigene Wohnung verlassen wurde; es ist aber auch zulässig, das Formular erst bei einer Kontrolle auszufüllen.[100] Die Stichhaltigkeit der Begründung kann von den Behörden nachträglich überprüft werden. Verstöße gegen die Verordnungen waren bis zum 24. März als Vergehen mit bis zu drei Monaten Haft oder einer Geldstrafe von maximal 206 Euro bedroht. Nicht zutreffende Angaben in der autocertificazione konnten als Falschbeurkundung verfolgt werden. Wenn infizierte Personen die verhängte Quarantäne nicht einhielten, drohte laut Medienberichten und einem Video der Polizia di Stato eine Haftstrafe bis zu zwölf Jahren, aber auch die Verletzung einer vorbeugenden Quarantäne (in Verdachtsfällen) konnte mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen.[101][102][103] In anderen europäischen Ländern werden Verstöße gegen allgemeine Ausgangsbeschränkungen teilweise nur mit Geldstrafen geahndet[104], die Verletzung einer persönlichen Quarantäne durch infizierte Personen kann aber auch hier mit Haft bedroht sein.[105][106][107][108]

Am 11. März beschloss die italienische Regierung, dass ab dem Folgetag Geschäfte und Restaurants geschlossen bleiben müssen, wobei aber zahlreiche Branchen ausgenommen wurden. Neben Supermärkten und Apotheken durften etwa Elektro- und Fotogeschäfte, Bau-Fachmärkte, Tabak-Trafiken sowie Zoohandlungen geöffnet bleiben, während Buchhandlungen, Friseursalons oder Bekleidungsgeschäfte vom Verbot betroffen waren. Im Restaurantbereich durften unter anderem Lieferdienste, Werkskantinen und Autobahnrestaurants weiter betrieben werden.[109][63]

Am 20. März erging eine Verordnung der italienischen Regierung, mit der vom 21. bis zum 25. März die Bewegungsfreiheit der Bürger weiter eingeschränkt wurde. Individueller Sport sowie Spaziergänge waren nun auf die nähere Umgebung zu beschränken, Spiele oder andere Aktivitäten im Freien wurden ausdrücklich untersagt, Spiel- und Sportplätze durften nicht mehr betreten werden. Außerdem wurde verboten, sich an oder vor Feiertagen sowie an Wochenenden in andere Wohnungen zu begeben, womit zu diesen Zeiten auch die Benutzung des eigenen Ferienhauses unmöglich wurde.[110]

Am 21. März untersagte die italienische Regierung alle als „nicht essentiell“ definierten wirtschaftlichen Aktivitäten für die Zeit vom 25. März bis zum 3. April 2020, jedoch blieb etwa die Produktion von Kunststoff- und Gummiartikeln aller Art ebenso erlaubt wie der Kohlebergbau.[111]

Am 22. März erließ die italienische Regierung eine am selben Tag wirksame Verordnung ohne zeitliche Begrenzung, nach der die Gemeinde des aktuellen Aufenthalts nur noch aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verlassen werden durfte, während die bisher erlaubte Rückkehr an den eigenen Wohnsitz nun ebenfalls verboten war.[111][112]

Vom 11. bis zum 24. März wurden in Zusammenhang mit den Ausgangsbeschränkungen fast 2,5 Millionen Personen kontrolliert, was zu über 110.000 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Beschränkungen und weiteren 2.500 Anzeigen wegen Falschbeurkundung führte. Außerdem wurden knapp 1,2 Millionen Unternehmen kontrolliert und etwa 2.500 Inhaber angezeigt.[113] Zwischenzeitlich überboten sich Bürgermeister und Regionalpräsidenten mit unterschiedlichen weiterführenden Vorschriften. Teils wurden Fahrradwege gesperrt, nächtliche Ausgehverbote verhängt, Joggen oder längere Spaziergänge mit Hunden verboten.[114]

Am 25. März beschloss die italienische Regierung ein mit dem Folgetag wirksames Gesetzesdekret, mit dem unter anderem die Strafbestimmungen an die Situation angepasst und Unklarheiten bereinigt werden sollten. Die bislang geltende Einstufung der Übertretungen als Vergehen führte dazu, dass für jeden Fall ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden musste, das allerdings gegen Zahlung des halben Betrags der maximalen Geldstrafe (also 103 Euro statt 206 Euro) eingestellt werden konnte, sofern das Gericht zustimmte.[115] Mit dem neuen Gesetzesdekret gelten Verstöße gegen die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen als bloße Verwaltungsübertretung und werden mit Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro geahndet, die um ein Drittel erhöht werden können, falls der Verstoß unter Verwendung eines Fahrzeugs begangen wurde. Diese Regelung gilt rückwirkend für zuvor begangene Verstöße, wobei in diesem Fall aber nur 200 Euro Geldstrafe verhängt werden. Zugleich wurde ein Gesetz aus dem Jahr 1934 aktualisiert, nach dem nun - alternativ zu der möglichen Verwaltungsstrafe - eine Haftstrafe von 3 bis 18 Monaten und eine Geldstrafe zwischen 500 und 5000 Euro verhängt werden kann. Zuvor war dieses Gesetz möglicherweise von der Regierung übersehen worden, da es in vorangehenden Dekreten und amtlichen Stellungnahmen keine Erwähnung fand.[116] Wenn infizierte Personen, über die eine Quarantäne verhängt wurde, die eigene Wohnung verlassen, drohen nun Haftstrafen zwischen einem und fünf Jahren; die zuvor auch von offiziellen Stellen verbreitete Behauptung, es drohe eine Haftstrafe von bis zu 12 Jahren[103], wurde von einigen Juristen von Anfang an bezweifelt, da das entsprechende Gesetz sich auf das böswillige Auslösen einer Epidemie (im Sinne eines Terrorakts oder der biologischen Kriegsführung) beziehe.[115][116] Bei Übertretungen durch Unternehmer droht außer der Strafe eine Betriebsschließung zwischen 5 und 30 Tagen. Das Gesetzesdekret legt überdies Regeln für zukünftige Verordnungen fest, besonders auch für solche, die von Regionspräsidenten oder Bürgermeistern erlassen werden. In diesem Sinne enthält es eine umfangreiche Liste von möglichen Einschränkungen für Personen, Institutionen und Betriebe, die gegebenenfalls von einzelnen Behörden umgesetzt werden können. Alle auf dieser Grundlage erlassenen Verordnungen sind jedoch auf 7 oder 30 Tage befristet (abhängig von der Behörde, die sie erlässt) und verlieren mit dem Ende des gesundheitlichen Notstands am 31. Juli 2020 ihre Gültigkeit.[117][118]

Betroffene Regionen (bis zum 10. März)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lombardei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etliche Fußballspiele wurden abgesagt oder fanden ohne Zuschauer statt[119][120][121], die Scala stellte ihren Spielbetrieb ein. Der Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala, kündigte die Schließung der Schulen in Mailand bis mindestens Ende der Woche an.[122] Für die Lebensmittel- und Medikamentenversorgung in der „roten Zone“, also den abgeriegelten Gemeinden der Provinz Lodi, richtete die Regierung „sterile Korridore“ ein, über die Lieferanten, welche mit Gesichtsmasken und Schutzkleidung ausgerüstet waren, zu bestimmten Zeiten Waren abliefern konnten.[123]

Die Anzahl der Infizierten stieg bis 23. Februar auf 150 an, darunter waren erstmals auch Personen aus den nicht abgeriegelten Provinzen Bergamo und Trient.[124] Am Vormittag des 24. Februar wurde bekannt, dass hier ein drittes und ein viertes Todesopfer zu verzeichnen waren, ein 84-jähriger Mann, verstorben im Krankenhaus von Bergamo, und ein 88-jähriger Mann, verstorben in Caselle Landi in der Provinz Lodi. In beiden Fällen handelte es sich um Personen, deren Gesundheitszustand bereits angegriffen war. Die Zahl der Infizierten hatte zu diesem Zeitpunkt die Marke von 200 überschritten.[125][126] Im Laufe des Tages kamen noch zwei Todesfälle hinzu.

Leere Regale in einem Supermarkt in Bergamo, 26. Februar 2020

Am 8. März wurde die gesamte Lombardei abgeriegelt.[60][127] Bergamo war besonders von der Epidemie betroffen. Dort waren seit Beginn der Krise außergewöhnlich viele Todesfälle zu verzeichnen, sei es durch das Virus oder andere Ursachen, so dass Leichen vorübergehend in Friedhofskirchen aufbewahrt werden mussten. Der Leiter des örtlichen Gesundheitsamtes rief medizinische Fachleute in Rente dazu auf, sich zu melden und Unterstützung zu leisten.[128] Am 21. März wurde bekannt, dass mit Hilfe der Armee Särge in benachbarte Orte gefahren werden mussten, da die Krematorien der Stadt vollkommen überlastet waren.[129]

Venetien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Provinz Padua wurde in der Gemeinde Vo in den Euganeischen Hügeln einer der beiden italienischen Infektionsherde ausgemacht. Aus Vo stammte auch das am 21. Februar 2020 verstorbene erste italienische Todesopfer.[130] Danach wurde dort die gesamte Gemeinde komplett getestet, wodurch man die Infektionsträger komplett identifizieren und die Infektion dort ausrotten konnte. Diese Vorgehensweise lässt sich allerdings nicht auf größere Städte oder Regionen übertragen.[131]

Neben der Provinz Padua waren in der Folge Infektionen in der Provinz Treviso und in der Metropolitanstadt Venedig zu verzeichnen.[132]

Neben der Abriegelung der Gemeinde Vo wurden mit der vom Präsidenten der Region Luca Zaia unterzeichneten Verordnung vom 23. Februar Kindergärten, Schulen, Universitäten und Museen in der Region bis 1. März geschlossen sowie Veranstaltungen jeglicher Art im Freien oder in geschlossenen Räumen ausgesetzt.[133]

Von der Verordnung betroffen waren auch alle Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Karneval in Venedig, der damit vorzeitig beendet wurde, sowie die Aufführungen im La Fenice.[134] Abgesagt wurden unter anderem auch die Gottesdienste im Markusdom in Venedig, der zudem für Besucher gesperrt wurde, und die Gottesdienste in der Basilika des Heiligen Antonius in Padua.[135][136]

In Venedig wurde ein geplanter Dreh von Mission: Impossible 7 von Paramount Pictures kurzfristig abgesagt.[119] Am 8. März wurden die Provinzen Treviso und Padua sowie die Metropolitanstadt Venedig abgeriegelt.[60][127]

Emilia-Romagna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betroffen in der Emilia-Romagna war zunächst nur die Provinz Piacenza. In der Folgezeit wurden Infizierte auch aus den Provinzen Parma, Modena und Rimini gemeldet.[137]

Am 24. Februar 2020 betrug die Zahl der diagnostizierten Fälle 18, am 25. waren es 26. Am 26. Februar wurde der erste Todesfall in der Region registriert, dabei handelte es sich um einen lombardischen Patienten, der in einem Krankenhaus in Parma in Behandlung war.[137]

Mit Verordnung des italienischen Gesundheitsministers und des Präsidenten der Region Emilia-Romagna vom 23. Februar wurden in der Region Kindergärten, Schulen, Universitäten und Museen bis 1. März geschlossen sowie Veranstaltungen jeglicher Art im Freien oder in geschlossenen Räumen ausgesetzt.[138][126][139]

Am 8. März wurden die Provinzen Rimini, Reggio Emilia, Piacenza, Parma und Modena abgeriegelt.[60][127]

Latium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Latium wurden ursprünglich drei Fälle verzeichnet. Ein älteres Ehepaar aus China meldete sich am 28. Januar 2020 beim Notruf 118 in Rom und beschrieb die Symptome. Sie befanden sich in einem römischen Hotel und wurden umgehend isoliert und hospitalisiert. Zwei Tage später wurden die Diagnosen bestätigt. Die Regierung suspendierte daraufhin alle Flüge nach China. Der dritte Fall in Rom betraf einen italienischen Forscher, der aus der Provinz Wuhan zurückgekehrt war. Die Erkrankten wurden im Institut für ansteckende Krankheiten Spallanzani (Rom) künstlich beatmet, erhielten Sauerstoff und wurden mit neuen antiviralen Medikamenten behandelt, die üblicherweise bei AIDS und Ebola eingesetzt werden. Am 27. Februar 2020 wurde bekannt gegeben, dass sie alle geheilt wurden.[140][141] Am 29. Februar 2020 wurde seitens des Ministeriums bekanntgegeben, dass drei neue Positivdiagnosen vorliegen.

Weitere Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen: Chiavari in Ligurien, 12. März 2020

In der 1. Märzwoche wurden in allen Regionen Italiens Infektionen festgestellt, in der Folge stiegen die Fallzahlen überall weiter an. Am 18. März 2020 wurde in der einzigen bis dahin nicht betroffenen Provinz Isernia (Region Molise) eine Infektion festgestellt.[142][34]

Bereits Ende Februar 2020 waren in Palermo drei Touristen aus Bergamo positiv getestet worden. Darauf wurde die ganze Reisegesellschaft (ursprünglich 30 Personen, überwiegend Pensionisten aus der Lombardei) hospitalisiert bzw. unter Quarantäne gestellt, auch weitere 20 Personen wurden isoliert.[143] Der Direktor des Hotels begab sich in freiwillige Quarantäne.[144]

Ebenfalls in der letzten Februarwoche waren im Trentino drei Urlauber aus der Lombardei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie wurden unter strengen Vorsichtsmaßnahmen zurück in die Lombardei gebracht und dort hospitalisiert. Landeshauptmann Maurizio Fugatti meinte, die Wahrscheinlichkeit, dass die Urlauber während ihres Aufenthaltes im Trentino jemanden angesteckt haben könnten, sei nicht groß. Die Betroffenen hätten in einer Ferienwohnung logiert und nicht in einem Hotel. Sie hätten auch keine öffentlichen Orte besucht, weil sie sich krank fühlten. Im Nachhinein stellte sich dies als Falschmeldung heraus, da die Urlauber eine Bar aufgesucht hatten, woraufhin drei Personen vorsorglich isoliert wurden.[145][146]

In Ligurien wurde am 25. Februar 2020 eine 86-jährige Touristin aus der Lombardei, die sich mit einer Reisegruppe schon länger in Alassio aufhielt, im Krankenhaus San Martino in Genua positiv getestet.[147] Sie verstarb dort am 3. März 2020.[148]

Am 29. Februar 2020 verstarb in Laigueglia (bei Alassio) eine 87-jährige Touristin aus der Lombardei in ihrem Hotelzimmer. Der Coronatest post mortem fiel positiv aus.[149]

Restriktionen für italienische Touristen/Reisende im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einreiseverbote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 26. Februar 2020 haben folgende Länder Einreiseverbote für italienische Staatsbürger verhängt: El Salvador, Jordanien, Kap Verde, Kuwait, Mauritius, Seychellen, Turkmenistan und Vietnam.[150] Es folgten Einreiseverbote für alle, die in den letzten 14 Tagen in Italien waren, in folgenden Ländern: Aruba, Cook Islands, Fidschi, Israel, Libanon, Mongolei und St. Lucia.[151]

Am 10. März 2020 verhängte Österreich eine Einreisesperre für Reisende aus Italien mit Ausnahme für Reisende, die ohne Zwischenstopp nach Deutschland durchreisen, und für Reisende mit aktuellem medizinischem Attest, nicht erkrankt zu sein.[152][153] Ebenso riegelte am 10. März 2020 das Nachbarland Slowenien die Grenze zu Italien für Reisende aus Italien ab.[154]

Am 12. März 2020 verhängten die Vereinigten Staaten ein Einreiseverbot für Reisende aus verschiedenen Staaten des Schengenraums, also auch Italien.[155]

Am 20. März verhängte Deutschland ein Einreiseverbot für Reisende aus Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark. Einreisewillige werden nur aus „triftigem Grund“ nach Deutschland gelassen. Dieses Verbot gilt auch für Reisende aus Italien und Spanien. Deutsche Bürger werden durchgelassen, ebenso Ausländer mit deutschem Hauptwohnsitz.[156]

Quarantäne für italienische Bürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 26. Februar 2020 haben folgende Länder beschlossen, einreisende Italiener 14 Tage in Quarantäne zu halten: China, Kasachstan und Kirgisistan. In Rumänien gilt diese Vorschrift nur für Ankömmlinge aus der Roten Zone. Andere Einreisende aus der Lombardei und Venetien müssen sich einer 14-tägigen „freiwilligen Quarantäne“ zu Hause unterziehen.[150] Auch Island und Malta verlangen eine „freiwillige Quarantäne“ für alle Bürger aus Emilia-Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien. Darüber hinaus haben zahlreiche Länder eine Reihe von Kontrollmaßnahmen eingeleitet, die Fiebermessen, körperliche Untersuchungen, das Ausfüllen von Formularen, Befragungen und Meldepflichten beinhalten. Samoa verlangt ein ärztliches Attest, welches nicht älter sein darf als drei Tage, und im Vereinigten Königreich gibt es „Selbstisolierung“ für 14 Tage für alle Einreisenden mit Krankheitssymptomen.[150]

Reisewarnungen anderer Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 26. Februar haben folgende Staaten von Reisen nach Italien abgeraten: Frankreich, Griechenland, Irland, Kroatien, Russland, Spanien und die Türkei.[150]

Am 10. März 2020 gab die Bundesregierung von Österreich eine Reisewarnung mit der höchsten Sicherheitsstufe (6) für Italien und San Marino aus.[157]

Vom deutschen Robert Koch-Institut (RKI) wurden am 26. Februar 2020 die Provinz Lodi und die Stadt Vo als Risikogebiete eingestuft. Am 27. Februar 2020 wurden die Risikogebiete in Italien um die Region Lombardei erweitert. Südtirol wurde am 5. März 2020 als Risikogebiet eingestuft, weil nach Aussage des RKI-Präsidenten Lothar H. Wieler 36 Corona-Fälle in Deutschland in Verbindung mit dieser italienischen Provinz stehen.[158] Laut der Statistik des italienischen Gesundheitsministeriums gab es dort zum Zeitpunkt der Einstufung lediglich einen Fall. Am 10. März 2020 stufte das RKI ganz Italien als Risikogebiet ein.[159]

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Februar 2020 machten Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom bekannt, dass es ihnen gelungen war, das Virus zu isolieren. Dieses Ergebnis erweiterte die Möglichkeiten, das Virus auch an anderen Forschungseinrichtungen zu untersuchen.[160]

Eine Gruppe um Marco Ranieri erfand eine Doppelbeatmungsvorrichtung, die es ermöglicht, jeweils zwei Intensivpatienten mit einem Atemgerät zu versorgen. Ein Prototyp wurde im Krankenhaus Sant’Orsola in Bologna zum Einsatz gebracht.[161][162] Der ehemalige Chefarzt Renato Favero entwickelte mit einem Unternehmen in Brescia eine Methode, Schnorchel­masken anhand von zusätzlichen, im 3D-Drucker angefertigten Teilen in Masken für Atemgeräte umzuwandeln.[163]

In der Suche nach Medikamenten gegen COVID-19 nehmen italienische Mediziner auch an klinischen Studien teil, so auch zur Anwendung des Ebola-Mittels Remdesivir.[164]

Der italienische Epidemiologe Adriano Decarli untersucht derzeit (Meldung vom 26. März 2020), ob eine Häufung von Lungenentzündungen im Dritten Quartal 2019 mit dem Virus SARS-CoV-2 in Zusammenhang stehen könnte. Die Erkrankungen traten besonders um Mailand und Lodi auf. Der britische Medizinprofessor Paul Hunter betrachtet die These jedoch als sehr unwahrscheinlich.[165] Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité schließt nicht grundsätzlich aus, dass das Virus vor Mitte Januar 2020 in Europa aufgetreten sein könnte, sieht derzeit aber keine Hinweise darauf. Von ihm untersuchte Serumproben, mit denen entsprechende Verdachtsfälle im Nachhinein abgeklärt wurden, waren in allen Fällen negativ. Auch die bisher vorgenommenen Sequenzierungen (Untersuchungen des Virus-Erbguts, die auf Verbreitungswege der Infektion schließen lassen), sprechen nach seiner Einschätzung gegen ein so frühes Auftreten.[166]

Internationale Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der 1. Märzwoche kündigte der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober an, die EU werde Italien mit medizinischem Material unterstützen.[167]

Am 14. März 2020 lockerte Deutschland das zehn Tage zuvor verhängte Verbot des Exports von Schutzkleidung, damit Italien leichter an dringend benötigte Schutzausrüstung kommen könne.[168]

Mitte März 2020 entsandte China mit dem Coronavirus befasste Experten nach Rom[169] und lieferte die aktuelle Version eines Medikaments, das in China gegen das Virus eingesetzt wurde. Chinas Botschafter in Rom, Li Junhua, erklärte, dass Italien China in der Vergangenheit geholfen habe und es nun China zustehe, im Namen der großen Freundschaft die Hilfe zu erwidern. Er erinnerte an zwei chinesische Patienten, die im Institut Lazzaro Spallanzani behandelt und geheilt wurden, sowie an den italienischen Flug vom 15. Februar 2020 mit 18 Tonnen Sanitärausrüstung für Wuhan. Das Chinesische Rote Kreuz brachte nun 31 Tonnen Atemgeräte, Überwachungsgeräte, zehntausende Schutzanzüge und Atemmasken sowie pflanzliche Medikamente nach Rom.[170] Alibaba spendete eine Million Atemschutzmasken und 100.000 Abstriche an das italienische Rote Kreuz.[78]

Im März 2020 entsandte Kuba medizinisches Personal, Deutschland hunderte Beatmungsgeräte und Russland sowohl medizinisches Personal als auch Ausrüstung nach Italien.[171]

Sachsen nahm als erstes deutsches Bundesland erkrankte Patienten aus Italien zur Intensivtherapie auf, weitere Bundesländer folgten.[172][173][174] Am 2. April 2020 wurde berichtet, dass mindestens 32 Italiener in Deutschland an Beatmungsgeräten behandelt werden und für weitere 49 Patienten aus Italien Intensivbetten reserviert sind.[175]

Ökonomische Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die italienische Wirtschaft ist abhängig von Exporten (31,8 % des BIP) und Tourismus (13,2 %). Als Folge der Epidemie wird eine Rezession mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 3,4 Prozent für das Jahr 2020 erwartet (Einschätzung Goldman Sachs laut Pressemeldung vom 17. März 2020).[176] Vom Ausbruch der Epidemie in Italien bis Mitte März stürzte der italienische Leitindex FTSE MIB um etwa vierzig Prozent ab.[177] Da die italienische Landwirtschaft in hohem Maße von saisonal einreisenden Hilfskräften (ca. 370.000 Personen) abhängig ist, zeichnet sich außerdem ein gravierender Personalmangel in diesem Bereich ab, der nach Schätzungen der Produzentenvereinigung Coldiretti zu einem Verlust von 25 % der Ernte führen könnte (Stand 18. März 2020).[178]

Ökologische Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des geringeren Verkehrs, bedingt durch die heruntergefahrenen ökonomischen Aktivitäten, beginnen sich einige Ökosysteme teilweise zu regenerieren. In den Kanälen von Venedig kehrten die Fische und Schwäne zurück, im Hafen von Cagliari tauchten Delfine auf.[179]

Problembewusstsein, Informationsbedarf und Fehlinformationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Februar 2020 wurde vom Meinungsforschungsinstitut Osservatorio SWG eine Umfrage durchgeführt, in der 37 % der Befragten angaben, ihr Verhalten geändert zu haben; die am häufigsten genannten Verhaltensänderungen waren das Meiden von asiatischen Restaurants und von „Asiaten“ sowie die Absage von Urlaubsreisen.[180]

Die Tageszeitung La Repubblica veröffentlichte am 2. und am 27. Februar je einen Artikel, um verbreitete Irrtümer über COVID-19 aufzuklären, die nicht zuletzt in sozialen Medien kursieren. Sie sprach in diesem Zusammenhang von einer (nicht auf Italien beschränkten) infodemia („Infodemie“), mit deren Bekämpfung sich auch die WHO befasste.[181][182]

In einer vom 11. bis zum 13. März durchgeführten Umfrage unter 800 Erwachsenen gaben weniger als 70 % der Befragten an, Abstand zu anderen Menschen zu halten und Ansammlungen zu meiden. Ein Woche zuvor war dieser Anteil allerdings noch deutlich geringer.[183]

Nach einer SWG-Umfrage vom 22. März unter 400 Erwachsenen hielten es nur 51 % der Befragten für eher wahrscheinlich, dass sie sich infizieren könnten. 60 % hielten es für eher wahrscheinlich, dass sich ein Familienmitglied infizieren könnte.[184]

In einem Video der Polizia di Stato vom 24. März wird behauptet, Spaziergänge und Joggen könnten zur Verbreitung der Krankheit beitragen, da Schweißtropfen und „keuchender Atem“ eine Infektionsquelle darstellten.[185][186]

Am 25. März stellte das Istituto Superiore di Sanitá eine Webseite online, deren Inhalt mit dalla suola delle scarpe alle zampe degli animali („von Schuhsohlen bis zu Tierpfoten“) umschrieben wurde. Hier wird auf verbreitete Unsicherheiten bezüglich der Übertragungswege des Virus eingegangen. Behandelt werden etwa die Fragen, ob nach der Rückkehr in die Wohnung Schuhsohlen und Hundepfoten gereinigt werden sollten oder ob die eigenen Haare und die Kleidung nach Spaziergängen zur Infektionsquelle werden können.[187]

Am 26. März veröffentlichte das italienische Gesundheitsministerium eine Webseite, die sich gegen Irrmeinungen und Zeitungsenten in Zusammenhang mit COVID-19 wendet. So warnt die Seite etwa davor, mit Bleichmitteln zu gurgeln oder Essigsäure einzunehmen und weist darauf hin, dass heiße Getränke, Knoblauch oder Zitrusfrüchte eine Infektion nicht verhindern oder heilen können. Weiters wird darüber aufgeklärt, dass die Infektion als Atemwegserkrankung nicht durch Mückenstiche übertragbar ist und kein Zusammenhang mit dem 5G-Mobilfunknetz besteht. Die 24 Punkte umfassende Liste erwähnt schließlich, dass das Stutzen des Bartes eine Infektion nicht verhindern kann; der zugrunde liegende Irrtum beruht offenbar auf der flüchtigen Betrachtung einer vom amerikanischen CDC veröffentlichten Infografik[188], die darauf hinweist, dass beim Tragen einer Schutzmaske bestimmte Bartstile vermieden werden sollten.[189]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: COVID-19-Pandemie in Italien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Coronavirus: Italy's death toll overtakes China's. BBC News, 19. März 2020, abgerufen am 19. März 2020 (englisch).
  2. Operations Dashboard for ArcGIS. Abgerufen am 24. März 2020.
  3. Coronavirus Lombardia, sistema in crisi: «Non possiamo più curare tutti». Abgerufen am 24. März 2020 (italienisch).
  4. Medici ospedalieri in prima linea contro il virus, "ma mancano camici e mascherine". Abgerufen am 24. März 2020 (italienisch).
  5. Coronavirus, nel focolaio di Bergamo i medici di base senza protezioni: "Andiamo al macello". L'ospedale: "C'è disperato bisogno di personale". 19. März 2020, abgerufen am 24. März 2020 (it-IT).
  6. Decreto #IoRestoaCasa, domande frequenti sulle misure adottate dal Governo. 13. März 2020, abgerufen am 24. März 2020 (italienisch).
  7. Elisabetta Andreis: Coronavirus, riparte Milano: Duomo, università, Cineteca. I cinema: «Non vediamo l’ora di riaprire». 28. Februar 2020, abgerufen am 28. Februar 2020 (italienisch).
  8. Michael Safi, Angela Giuffrida, Martin Farrer: Coronavirus: Italy bans any movement inside country as toll nears 5,500. In: The Guardian. 22. März 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 24. März 2020]).
  9. Come si contano i casi da coronavirus in Italia. 27. Februar 2020, abgerufen am 19. März 2020 (it-IT).
  10. Ministero della Salute: Covid-19 – Situazione in Italia. Abgerufen am 21. März 2020 (italienisch).
  11. Wie viele freie Betten es auf den Intensivstationen gibt - derStandard.at. Abgerufen am 25. März 2020 (österreichisches Deutsch).
  12. Christian Endt, Marlene Weiß: Coronavirus – Die Dunkelziffer der Covid-19-Epidemie. Abgerufen am 21. März 2020.
  13. Ministero della Salute: Covid-19 – Situazione in Italia. Abgerufen am 22. März 2020 (italienisch).
  14. ANSA.it: Italy top in EU in antibiotic-resistance (19. November 2019)
  15. Oliver Meiler: Coronavirus: Warum Italien so stark getroffen ist. Abgerufen am 22. März 2020.
  16. Süddeutsche Zeitung: Italiens verzweifelter Kampf gegen das Coronavirus. Abgerufen am 23. März 2020.
  17. Francesca Bernasconi: In Germania mortalità allo 0,3%. Ecco perché in Italia è all'8,3%. 20. März 2020, abgerufen am 22. März 2020 (italienisch).
  18. di Daniele Brunetti: Coronavirus: alta letalità anziani, perché in Italia più morti? In: Non Sprecare. 20. März 2020, abgerufen am 22. März 2020 (it-IT).
  19. RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit. Abgerufen am 22. März 2020.
  20. #Faktenfuchs: Wie werden Corona-Todesfälle gezählt? 21. März 2020, abgerufen am 22. März 2020.
  21. di Daniele Brunetti: Coronavirus: alta letalità anziani, perché in Italia più morti? In: Non Sprecare. 20. März 2020, abgerufen am 23. März 2020 (it-IT).
  22. Perché la mortalità italiana per coronavirus è cosi alta? Questo potrebbe essere il motivo. (siehe Leserkommentar von „IO“). In: Fabristol. 11. März 2020, abgerufen am 23. März 2020 (it-IT).
  23. Simone Bonzano: Be quiet & No Panic: coronavirus e infodemia nell’Italia bloccata. 10. März 2020, abgerufen am 23. März 2020 (it-IT).
  24. Ringraziate di stare in Italia, Germania e UK hanno scelto l’eugenetica – Pagina 7. Abgerufen am 23. März 2020.
  25. agi.it: Per i sindaci lombardi "i conti ufficiali sui morti non tornano". 29. März 2020, abgerufen am 29. März 2020 (italienisch).
  26. open.online: «Le vittime di Coronavirus in Italia sono 4 volte di più». Lo studio su Nembro e il numero anomalo di decessi. 26. März 2020, abgerufen am 29. März 2020 (it-IT).
  27. Christian Drosten, Korinna Hennig (NDR): (21) Coronavirus-Update: Antikörpertests kommen bald. 25. März 2020, abgerufen am 29. März 2020.
  28. Italiens Kliniken am Limit: Immer mehr Fälle, ganz wenig Betten. In: br.de. 12. März 2020, abgerufen am 12. März 2020.
  29. Bettina Schulz: Boris Johnson: Großbritannien hat je 100.000 Einwohner nur 6,6 Intensivbetten. In: Die Zeit. 13. März 2020, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 23. März 2020]).
  30. Europe :: Italy — The World Factbook - Central Intelligence Agency. Abgerufen am 23. März 2020.
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  37. Sky tg24: L’Istituto Superiore di Sanità ha analizzato i casi dall’inizio dell’emergenza e sino al 4 marzo. Ecco cosa è emerso. 6. März 2020, abgerufen am 6. März 2020. (Anmerkung: Die prozentualen Aufstellungen weichen in der Summe von 100 % ab).
  38. a b Istituto Superiore di Sanità: Report sulle caratteristiche dei pazienti deceduti positivi a COVID-19 in Italia Il presente report è basato sui dati aggiornati al 17 Marzo 2020 (pdf). 20. März 2020, abgerufen am 20. März 2020.
  39. Istituto Superiore di Sanità: Report sulle caratteristiche dei pazienti deceduti positivi a COVID-19 in Italia Il presente report è basato sui dati aggiornati al 6 Aprile 2020 (pdf). 6. April 2020, abgerufen am 10. April 2020.
  40. Jörg Seisselberg/tagesschau.de: Haben Chinesen das Coronavirus nach Italien gebracht? 26. März 2020, abgerufen am 27. März 2020.
  41. Oliver Meiler: Corona-Epizentrum Bergamo – das fatale Spiel vom 19. Februar. In: Der Bund vom 23. März 2020, abgerufen am 23. März 2020.
  42. Matthias Rüb, Christiane Heil, Stephan Löwenstein: Weltweite Coronakrise: Warum diese Länder zu Hotspots wurden. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 28. März 2020]).
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  44. RedaktionsNetzwerk Deutschland: Coronavirus in Italien: Zwei Tote und noch mehr Infizierte. In: rnd.de. 22. Februar 2020, abgerufen am 22. Februar 2020.
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  47. ORF (Wien): „Kein Glassturz über Österreich“, 24. Februar 2020
  48. Coronavirus, ferme scuole e università, niente Carnevale di Venezia, chiuso anche il Duomo di Milano. I provvedimenti Regione per Regione. In: repubblica.it. 24. Februar 2020, abgerufen am 24. Februar 2020 (italienisch).
  49. Corriere della Sera (Mailand): Coronavirus, Fontana: «Una mia collaboratrice positiva, da oggi sono in autoisolamento», 26. Februar 2020
  50. Rom beschließt Hilfen für Betroffene. In: focus.de. 29. Februar 2020, abgerufen am 29. Februar 2020.
  51. Nuovo decreto Coronavirus: scuole chiuse e nei locali servizio solo al tavolo. Abgerufen am 2. März 2020 (italienisch).
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  53. Coronavirus, scuole chiuse in tutta Italia fino a metà marzo. In: corriere.it. 3. April 2020, abgerufen am 4. März 2020 (italienisch).
  54. a b Scuole e Università: niente lezioni in Italia. Stop a cinema e teatri. In: lastampa.it. 5. März 2020, abgerufen am 7. März 2020 (italienisch).
  55. a b Coronavirus, le nuove regole da rispettare in tutta Italia. In: cataniatoday.it. 4. März 2020, abgerufen am 7. März 2020 (italienisch).
  56. Viviana Daloiso: Coronavirus. La sanità italiana va al fronte: più posti letto, medici e infermieri. In: avvenire.it. 5. März 2020, abgerufen am 8. März 2020 (italienisch).
  57. „Nationale Notlage“: Mailand, Parma und Venedig werden abgeriegelt. In: welt.de. 8. März 2020, abgerufen am 8. März 2020.
  58. Raccomandazioni di etica clinica per l’ammissione a trattamenti intensivi e per la loro sospensione, in condizioni eccezionali di squilibrio tra necessità e risorse disponibili. In: Società Italiana di Anestesia Analgesia Rianimazione e Terapia Intensiva SIAARTI. 2020, abgerufen am 17. März 2020 (italienisch). Englischsprachige Fassung dieses Dokuments: Clinical Ethics Recommendations for the Allocation of Intensive Care Treatments in exceptional, resource-limited circumstances. In: Società Italiana di Anestesia Analgesia Rianimazione e Terapia Intensiva SIAARTI. 2020, abgerufen am 17. März 2020 (englisch).
  59. PDF, Seite 3. Siehe auch den Kommentar von Weyma Lübbe (Universität Regensburg)
  60. a b c d e Italien riegelt Region mit 16 Millionen Menschen ab. In: spiegel.de. Abgerufen am 8. März 2020.
  61. Ganz Italien wird wegen Corona-Epidemie zur Sperrzone - derStandard.at. Abgerufen am 9. März 2020.
  62. Zero contagi a Codogno, è prima volta. In: ansa.it. 10. März 2020, abgerufen am 11. März 2020 (italienisch).
  63. a b Coronavirus, il testo del dpcm 11 marzo 2020 sulla chiusura delle attività commerciali. 11. März 2020, abgerufen am 12. März 2020 (italienisch).
  64. Italien schließt alle Geschäfte und Restaurants. n-tv, abgerufen am 11. März 2020.
  65. Giulia Bonezzi: Coronavirus, un ospedale “lampo” al Portello: 500 posti letto contro l’emergenza. In: ilgiorno.it. 11. Februar 2020, abgerufen am 12. Februar 2020 (italienisch).
  66. Coronavirus, alle 18 l'Italia canta: "Affacciati alla finestra" è il flashmob musicale a distanza. In: repubblica.it. 13. März 2020, abgerufen am 13. März 2020.
  67. Coronavirus, Gdf sequetra 60mila tra mascherine e gel. In: quotidiano.net. 16. März 2020, abgerufen am 17. März 2020 (italienisch).
  68. Coronavirus. Sono oltre 35.000 i contagiati. Record di decessi in un giorno: 475. In: avvenire.it. 18. März 2020, abgerufen am 18. März 2020 (italienisch).
  69. tagesspiegel.de
  70. https://www.dailymail.co.uk/news/article-8129959/Military-trucks-transport-Italian-coronavirus-victims-coffins-cremated.html
  71. sueddeutsche.de: https://www.sueddeutsche.de/panorama/coronavirus-italien-bergamo-1.4851056
  72. fr.de
  73. (spiegel.de 18. März 2020)
  74. https://expresso.pt/coronavirus/2020-03-19-Precisamos-desesperadamente-de-medicos-o-pedido-no-dia-em-que-morreram-mais-cinco-medicos-na-Lombardia
  75. https://de.euronews.com/2020/03/19/italien-krankenhauser-sind-am-limit
  76. https://www.leggo.it/italia/milano/coronavirus_lombardia_medici_morti_oggi_19_marzo_2020-5120719.html
  77. https://www.ilfattoquotidiano.it/2020/03/19/coronavirus-nel-focolaio-di-bergamo-i-medici-di-base-senza-protezioni-andiamo-al-macello-lospedale-disperato-bisogno-di-personale/5740954/
  78. a b Coronavirus: Von Armani bis Berlusconi, VIPs spenden für Spitäler. In: kurier.at. 18. März 2020, abgerufen am 21. März 2020.
  79. Daniel Killy: Dramatischer Appell italienischer Ärzte: “Die Seuche in Bergamo ist außer Kontrolle”. In: rnd.de. 23. März 2020, abgerufen am 23. März 2020.
  80. Mirco Nacoti u. a.: At the Epicenter of the Covid-19 Pandemic and Humanitarian Crises in Italy: Changing Perspectives on Preparation and Mitigation. In: New England Journal of Medicine. 21. März 2020, abgerufen am 23. März 2020 (englisch).
  81. Sachsen hilft Italien in Corona-Krise | Freie Presse - Sachsen. Abgerufen am 23. März 2020.
  82. n-tv.de: Kabinett von Schwesig berät zu Corona-Pandemie, Artikel vom 6. April 2020, abgerufen am 10. April 2020
  83. Coronavirus News am Donnerstag: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19. In: spiegel.de. Abgerufen am 9. April 2020.
  84. Italien weitet "Rote Zone" auf das ganze Land aus. In: spiegel.de. Abgerufen am 10. März 2020.
  85. Über 120 Personen infiziert – Die Neue Südtiroler Tageszeitung. 23. Februar 2020, abgerufen am 23. Februar 2020.
  86. Coronavirus Disease (COVID-19) - events as they happen. Abgerufen am 25. März 2020 (englisch).
  87. Coronavirus, due casi in Italia. Il governo decreta lo stato di emergenza sanitaria per 6 mesi - La Stampa. 31. Januar 2020, abgerufen am 25. März 2020 (it-IT).
  88. Perché lo stato d’emergenza fu dichiarato il 31 gennaio. 24. März 2020, abgerufen am 25. März 2020 (it-IT).
  89. ORF at/Agenturen red: Italien riegelt Norden ab: 16 Mio. Menschen unter Quarantäne. 8. März 2020, abgerufen am 10. März 2020.
  90. SRF: Kampf gegen Corona in italien - «Wir stehen vor einer nationalen Notlage». 8. März 2020, abgerufen am 8. März 2020.
  91. a b Trova Norme & Concorsi – Normativa Sanitaria. Abgerufen am 24. März 2020.
  92. Trova Norme & Concorsi - Normativa Sanitaria. Abgerufen am 24. März 2020.
  93. Italien verlängert Ausgangssperre. In: spiegel.de. Abgerufen am 19. März 2020.
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  96. Laura Salonia: Nuova autocertificazione Covid 19: tutto quello che si deve sapere. In: iO Donna. 17. März 2020, abgerufen am 25. März 2020 (it-IT).
  97. Coronavirus, a Messina è già vietato correre e passeggiare. In: BlogSicilia - Ultime notizie dalla Sicilia. 19. März 2020, abgerufen am 25. März 2020 (it-IT).
  98. Coronavirus, a Messina da ora in poi è vietato passeggiare e correre in strada. De Luca: "Smettiamola cu babbiu. Già 7 i contagiati della comitiva di Madonna di Campiglio". In: Stretto Web. 19. März 2020, abgerufen am 25. März 2020 (it-IT).
  99. Coronavirus, giro di vite del sindaco di Burolo: vietate le passeggiate e l’uso della bicicletta - La Stampa. 19. März 2020, abgerufen am 25. März 2020 (it-IT).
  100. Il modulo di autocertificazione da compilare per spostarsi durante le restrizioni per il coronavirus. 15. März 2020, abgerufen am 25. März 2020 (it-IT).
  101. Autocertificazione coronavirus: rischi penali e impatti privacy | Agenda Digitale. Abgerufen am 24. März 2020.
  102. Coronavirus, autocertificazione per gli spostamenti: ecco il modulo da scaricare. Abgerufen am 25. März 2020 (italienisch).
  103. a b Polizia di Stato: Video der ital. Staatspolizei zu Ausgangsbeschränkungen und Strafen. Abgerufen am 26. März 2020.
  104. RIS - COVID-19-Maßnahmengesetz - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 25.03.2020. Abgerufen am 25. März 2020.
  105. RIS - Epidemiegesetz 1950 - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 25.03.2020. Abgerufen am 25. März 2020.
  106. Österr. StGB §178: RIS Dokument. Abgerufen am 29. März 2020.
  107. Österr. StGB §179: RIS Dokument. Abgerufen am 29. März 2020.
  108. Stern.de: Anwalt erklärt: Verstoß gegen die Quarantäne-Anordnung kann in Deutschland richtig teuer werden. 9. März 2020, abgerufen am 29. März 2020.
  109. Italien schließt alle Geschäfte und Restaurants. n-tv, abgerufen am 11. März 2020.
  110. Gazzetta Ufficiale. Abgerufen am 24. März 2020.
  111. a b Nuovo decreto del Governo, stop alle attività produttive salvo quelle essenziali. Abgerufen am 24. März 2020 (italienisch).
  112. Guardian (Online) vom 22. März 2020, abgerufen am 22. März 2020
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