COVID-19-Pandemie im Vereinigten Königreich

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COVID-19-Pandemie im Vereinigten Königreich
COVID-19 outbreak UK per capita cases map.svg
Bestätigte COVID-19-Fälle im Juli 2020 (kumulativ) nach London Boroughs, Distrikten (England und Nordirland), Principal Areas (Wales), Unitary Authorities (England und Wales), Council Areas (Schottland).
Daten
Krankheit COVID-19
Krankheitserreger SARS-CoV-2
Ursprung Wuhan (China)
Erster bekannter Fall 31. Januar 2020
Bestätigte Infizierte 5.519.602
Todesfälle 128.823 (innerhalb von 28 Tagen nach positivem Test),
153.070 (mit Totenschein)
Quelle [1]
Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2021

Die COVID-19-Pandemie im Vereinigten Königreich tritt seit Ende Januar 2020 als regionales Teilgeschehen der weltweiten COVID-19-Pandemie auf. Das SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren verursacht die Krankheit COVID-19 und bei einem Teil der Erkrankten Long COVID. Die Pandemie begann im Dezember 2019 in der chinesischen Metropole Wuhan. Seit dem 11. März 2020 stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ausbruchsgeschehen als Pandemie ein.

Am 12. März 2020 wurde das Gefährdungsniveau im Vereinigten Königreich (UK) auf die Stufe hoch angepasst.[2]

Das nationale Statistikamt Großbritanniens (ONS) teilte am 14. April 2020 mit, dass der National Health Service (NHS) nur die in Krankenhäusern gemeldeten Todesfälle aufaddierte, nicht aber die der gesamten Gemeinden. Todesfälle in Alten- und Pflegeheimen wurden auf diese Weise ignoriert. Erst Ende April nahm man diese mit in die Statistik auf.[3] Außerdem sind laut ONS in England und Wales bis zum 3. April 2020 6235 Menschen gestorben, auf deren Totenschein COVID-19 oder COVID-19-Verdacht stehe. Betrachte man diese Daten, dann sei die Zahl der Toten um 15 Prozent höher als vom NHS publiziert.[4][5] Die Übersterblichkeit von Mitte März bis zum 22. Mai 2020 betrug fast 62.000 Menschen. 48.000 davon werden dem Coronavirus zugeschrieben.[6][7]

Im September 2020 stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen stark an. Am 22. September 2020 kündigte Premierminister Boris Johnson Einschränkungen des Alltagslebens an.[8] Millionen von Menschen im Norden Englands mussten wieder relativ strenge Vorsichtsmaßnahmen einhalten, nachdem die Neuinfektionsraten in zahlreichen Städten auf bis zu 200 Fälle je 100.000 Einwohner gestiegen waren. Die Regierung Johnson kürzte das Kurzarbeitergeld angesichts der hohen Staatsverschuldung. Ein drastischer Anstieg der Arbeitslosigkeit wurde allgemein befürchtet.[9]

In den letzten sieben Tagen des Jahres 2020 wurden über 300.000 Neuinfektionen (durchschnittlich 43.342 pro Tag) registriert und 3497 COVID-Tote. Anfang Dezember – einige Wochen früher als in der EU – begann eine große Impfkampagne.[10] Am 4. Januar 2021 verkündete Premierminister Johnson einen dritten Lockdown.[11]

Bis Mitte Mai 2021 fiel die Zahl der Neuinfizierten stark. Vom 13. April bis zum 25. Mai war sie durchgehend unter 3.000 pro Tag; am 3. Juni waren es 5.274 und am 4. Juni 6.238.[12] Als Ursachen des Anstiegs gelten Lockerungen und die zunehmende Verbreitung der Delta-Variante (B.1.617.2) des Coronavirus SARS-CoV-2. Am 10. Juni teilte Gesundheitsminister Hancock mit, dass bereits 91 Prozent der Corona-Neuinfektionen durch die Delta-Variante verursacht werden.[13] Mitte Juli 2021 beschloss die Regierung bei gleichzeitigem Ansteigen der Neuinfektionen weitgehende Lockerungen, darunter die Aufhebung aller Abstandsvorschriften; Einreise- und Quarantänevorschriften für nicht Geimpfte und für Einreisende aus „roten Ländern“ bleiben in Kraft.[14]

Im Dezember 2021 verbreitete sich die Omikron-Variante in vielen Staaten, auch in Großbritannien (siehe #Dezember 2021). Am 10. Dezember wurden 50.023 Neuinfektionen an einem Tag registriert; genau drei Wochen später waren es 189.000. Kurz nach Newjahr erreichte die Welle mit 220.000 Neuinfektionen einen Hochpunkt; zehn Tage später war sie nur noch halb so hoch. Vermutlich haben 95 Prozent der Einwohner Antikörper gegen Corona durch Impfungen oder eine Infektion oder beides.[15]

Status[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patrick Vallance, der Chief Scientific Adviser der britischen Regierung, sagte Mitte März 2020, Großbritannien werde den Höhepunkt der Epidemie im Mai bis Juni erreichen. Es könne jetzt nicht mehr verhindert werden, dass sich fast jeder mit COVID-19 anstecken werde. Obwohl die meisten Krankheitsfälle relativ mild verliefen, sei nicht zu verhindern, dass ein Teil von ihnen schwer verlaufen und auch tödlich enden werde.[16][17] Boris Johnson erklärte Mitte März 2020: „Das ist hier keine normale Grippe, das ist in dieser Generation die schlimmste Gesundheitskrise, die wir erleben.“[16] Seit dem 23. März 2020 gelten strenge Ausgangsbeschränkungen.[18]

Besondere Sorge galt in Großbritannien dem staatlichen Gesundheitssystem NHS, das als chronisch überlastet und marode gilt. Rosena Allin-Khan, Notfallmedizinerin und Labour-Abgeordnete, berichtete, dass es nicht genügend Schutzkleidung für Ärzte gebe.[19] Eine am 7. April 2020 veröffentlichte Umfrage unter Ärzten berichtete, dass sich die Hälfte der befragten Allgemeinmediziner aufgrund des Mangels an Ausrüstung gar nicht geschützt fühlten. Rund die Hälfte der Krankenhausärzte, die aerosolbildende Eingriffe durchführen, beklagten einen Mangel an FFP-3-Masken.[20]

Mitte April 2020 wurde deutlich, dass die Lagerbestände an langärmeligen, flüssigkeitsabweisenden Einweg-Kitteln, die für Ärzte und Pfleger zum Schutz gegen das Coronavirus empfohlenen werden, aufgebraucht waren und auf Intensivstationen zur Neige gehen würden. Dem medizinische Personal wurde von den Behörden mitgeteilt, dass nun die Verwendung anderer Kittel und Schürzen erlaubt sei. Gewerkschaften warnten vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko für das Klinikpersonal.[21][22]

In einer Handlungsanweisung der Regierung waren Regeln für die häusliche Quarantäne festgelegt: Wer Symptome hat, muss sieben Tage zuhause in Quarantäne bleiben und bei andauerndem Fieber weiterhin zuhause bleiben; wer aber mit anderen gemeinsam in einem Haushalt lebt, muss im Falle von Symptomen mindestens 14 Tage, angefangen vom Tag, an dem das erste Haushaltsmitglied Symptome zeigte, zuhause bleiben. Wer mit Symptomen zuhause bleibt, braucht sich keinem COVID-19-Test unterziehen.[23]

Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seife als Mangelware,
London, 12. März 2020

Unter anderem beschloss die britische Regierung folgende Maßnahmen:

  • Menschen mit Symptomen (Fieber und Husten) wurde eine freiwillige 7-tägige Isolierung empfohlen.
  • Britische Unternehmen wurden aufgefordert, mehr Geräte und medizinische Ausrüstung für Intensivstationen zu produzieren, um damit dem NHS zu helfen, die steigenden Zahlen von Kranken zu bewältigen.[24]
  • Älteren Menschen wurde angeraten, auf Kreuzfahrten zu verzichten und sich in Selbstisolierung zu begeben, insbesondere wenn sie Vorerkrankungen haben.[24]
  • Am 23. März 2020 verhängte die Regierung Ausgangsbeschränkungen, die vorgeben, dass die Bürger ihr Zuhause nur für wichtige Erledigungen und Sport verlassen dürfen. Gemeinsames Sporttreiben im Freien wurde auf Mitglieder desselben Haushalts beschränkt.[25] Versammlungen im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen wurden verboten.[25] Am 16. April 2020 wurde bekannt, dass die Ausgangsbeschränkungen um drei Wochen verlängert wurden.[25]
  • Mitte April 2020 wurde der Lockdown weiter verlängert.[26]
  • Am 31. Mai 2020 machte die Regierung weitere Änderungen bekannt.[27] Ab dem 1. Juni 2020 dürfen Autohäuser öffnen und Märkte im Freien stattfinden; Treffen im Freien mit bis zu sechs Personen werden erlaubt, wobei sechs Fuß (circa zwei Meter) Abstand einzuhalten sind. Zugleich sind die neuen Regeln restriktiver, was Versammlungen in Innenräumen betrifft: Drinnen sind jegliche Treffen von zwei oder mehr Personen, „um in jedweder Form der sozialen Interaktion miteinander zu interagieren oder andere Aktivität miteinander auszuüben“, verboten. Medien sprachen von einem sex ban (Sexverbot), da die neue Regelung sich auf jeglichen Kontakt zu Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes erstreckt.[28][29] Vor dem 1. Juni 2020 galt, dass jemand, der andere in deren Haushalt besuchte, gegen den Lockdown verstieß, nicht aber der Gastgeber.[30] Das Gesetz nennt zwar einige Ausnahmen vom Verbot, nicht aber den Kontakt zu einem außerhalb des eigenen Haushalts wohnenden Lebenspartner. Ab dem 15. Juni 2020 sollen weitere Dienstleister und Geschäfte öffnen dürfen.[28][30]
  • Für die Stadt Leicester wurde Ende Juni eine Beschränkung des öffentlichem Lebens durch die britische Regierung beschlossen, da dort die Infektionszahlen im Gegensatz zu den meisten anderen Teilen des Königreiches angestiegen waren. So sollen in Leicester für mindestens zwei Wochen ab dem 1. Juli 2020 ausschließlich systemrelevante Einrichtungen offen bleiben. Schulen würden ebenfalls in den ersten Tagen des Juli schließen.[31]

Einreisebeschränkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab zeitweise Einreisebeschränkungen (elektronische Anmeldung, Covid-19-Test, Quarantäne) für das Vereinigte Königreich.[32]

Impfstrategie und Fortschritt der Impfungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impfstrategie im Vereinigten Königreich nach Bevölkerungs- und Risikogruppen
COVID-19-Erst- und Zweitimpfungen im Vereinigten Königreich (in Prozent der Bevölkerung über 18 Jahre)[33]
Datum Impfungen
Erst- Zweit-
10. Januar 2021 04,3 % 00,7 %
1. Februar 2021 18,3 % 00,9 %
1. März 2021 38,9 % 01,6 %
1. April 2021 59,4 % 09,4 %
1. Mai 2021 65,5 % 29,1 %
1. Juni 2021 75,2 % 49,5 %
1. Juli 2021 85,5 % 63,1 %

Anfänglich wurden drei Impfstoffe zugelassen (Tozinameran von Pfizer/BioNTech, AZD1222 von Oxford/AstraZeneca, MRNA-1273 von Moderna).[34] Am 29. Mai 2021 erhielt auch Ad26.COV2.S von Janssen Pharmaceutica die Zulassung.[35] Für die Impfungen wurde die Bevölkerung in zehn Prioritätsgruppen eingeteilt, die der Reihe nach durchgeimpft werden sollen.[36][37]

  1. Bewohner und Beschäftigte in Pflegeheimen
  2. Über 80-Jährige und besonderes exponierte Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
  3. Altersgruppe 75 bis 80
  4. Altersgruppe 70 bis 74 und alle über 16-Jährigen, die als besonders gefährdet galten (Krebspatienten, Organtransplantierte, Patienten mit schweren Lungenerkrankungen)
  5. Altersgruppe 65 bis 69
  6. 16 bis 64-Jährige, die an einer ernsthaften Erkrankung litten
  7. Altersgruppe 60 bis 64
  8. Altersgruppe 55 bis 59
  9. Altersgruppe 50 bis 54
  10. der Rest der Bevölkerung (16 bis 49-Jährige)

Die Impfung ist freiwillig. Kinder unter 16 Jahren sollen nicht geimpft werden. Der Regierungskoordinator der britischen Impfkampagne gab am 2. Februar 2021 bekannt, dass in den Bame Communities (Bame = Black, Asian and Minority Ethnic - Schwarze, Asiaten und andere ethnische Minderheiten) die Impfbereitschaft deutlich geringer ist als bei der übrigen Bevölkerung. Es gab falsche Gerüchte über die Impfstoffe und ein Misstrauen gegenüber Empfehlungen weißer Amtspersonen. Zahlreiche Prominente aus der Bame Community (unter ihnen Londons Bürgermeister Sadiq Khan) stellten Internet-Videos gegen Gerüchte online.[38]

Insgesamt machte das Vereinigte Königreich deutliche raschere Fortschritte bei der Durchimpfung der Bevölkerung als die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Mit Datum 1. April 2021 waren in der Europäischen Union 16,4 COVID-19-Impfungen pro 100 Personen verabreicht worden, im Vereinigten Königreich 52,4.[39] Es gab mehrmals offene Auseinandersetzungen zwischen der EU-Kommission und der britischen Regierung. Erstere beschuldigte den britisch-schwedischen Pharmakonzern Astra Zeneca, die Europäische Union bei Impfstofflieferungen benachteiligt zu haben. Auf britischer Seite berief man sich auf geltende Verträge.[40]

Regionale Unterschiede in den Impfquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Juli 2021 hatten nach Angaben des NHS in England 87,7 Prozent mindestens eine Impfdosis und 68 Prozent zwei Impfdosen erhalten. Die entsprechenden Zahlen für Schottland waren 89,1 und 66,7 Prozent. In England gab es deutliche regionale Unterschiede: die niedrigste Durchimpfungsrate hatte London mit 64,9 bzw. 46,1 Prozent, während alle anderen Regionen Englands bei über 75 bzw. über 60 Prozent lagen.[41] Trotzdem wies die Stadt eine der niedrigsten Infektionsraten auf.[42]

In Wales forcierte die walisische Regionalregierung die Impfkampagne. Mit Datum vom 19. Juli 2021 waren 90,4 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal und 76 Prozent zweimal geimpft.[43] Wales zählte damit zu den Weltgegenden mit der höchsten COVD-19-Durchimpfungsrate.[44]

In Nordirland waren es zeitgleich 82,7 und 67,4 Prozent.[45]

Verlauf und weitere Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Welle von Januar bis Juni 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Infektionsfälle wurden rückblickend von Mitgliedern eines Chors in Bradford geschildert, deren Symptome Mitte Januar begannen. Ein Partner eines Chormitglieds war am 17. oder 18. Dezember 2019 von einer Dienstreise aus Wuhan zurückgekommen.[46] Am 30. Januar 2020 starb ein 84-jähriger Brite aus Chatham (Kent); er war möglicherweise der erste COVID-19-Tote außerhalb Chinas. Die COVID-19-Erkrankung wurde Ende August 2020 posthum festgestellt. Die ersten öffentlich bekannt gewordenen Erkrankungen in Großbritannien wurden am 31. Januar 2020 in York festgestellt.[47]

Premierminister Boris Johnson erklärte am 13. März 2020 in einer gemeinsamen Pressekonferenz (mit Patrick Vallance, dem wissenschaftlichen Chefberater der Regierung und ehemaligen Chef der Forschung von GlaxoSmithKline, und dem medizinischen Berater der Regierung, Professor Chris Whitty), es werde im Vereinigten Königreich zunächst keine umfassenden Quarantänemaßnahmen und keine Einschränkungen für Großveranstaltungen geben. Die Bevölkerung müsse sich darauf einstellen, „dass noch viel mehr Familien geliebte Angehörige vorzeitig verlieren werden“.[24][48][49] Man verfolge die Strategie, die Epidemie so zu steuern, dass die Bevölkerung durch die Krankheit geschleust werde, um Immunität aufzubauen, ohne dass das Gesundheitssystem zusammenbreche. Der Ex-Chefberater des britischen Premierministers Boris Johnson, Dominic Cummings, tweetete im Mai 2021, die Regierung habe Anfang 2020 zunächst vorgehabt, durch die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung bis September 2020 Herdenimmunität zu erreichen.[50] Das Konzept Herdenimmunität wurde in internationalen Medien teils kritisch kommentiert.[51][52][53][54] Nur wenige Stunden später gab die Regierung bekannt, dass Großveranstaltungen abgesagt werden.[55]

Gesundheitsminister Matt Hancock sagte Mitte März 2020, ältere Menschen könnten bis zu vier Monate in Quarantäne genommen werden.[24]

Angesichts von Hamsterkäufen ermahnten große Lebensmittelketten die Menschen, sie sollten „mit Bedacht“ einkaufen.[24]

Mit 21 Todesfällen lag Großbritannien am 15. März 2020 nach Italien, Spanien und Frankreich in Europa an vierter Stelle, obwohl deutlich weniger Infizierte bei Tests gemeldet wurden als in diesen drei und weiteren drei Ländern. In Großbritannien war bis dahin kaum getestet worden. Die Epidemie war schon weit verbreitet, als die Tests begannen.[56]

Als am 16. März 2020 die Schulen nicht geschlossen wurden, unterzeichneten über 600.000 Menschen eine Online-Petition für deren Schließung.[57][58] Am 18. März kündigte Johnson die Schließung der Schulen zum Samstag, 21. März, an.[59]

Am 19. März meldete die Johns Hopkins University 108 COVID-Tote. An diesem Tag wurde beschlossen, bis zu 40 Stationen der Londoner U-Bahn auf unbestimmte Zeit zu schließen.[60]

Am 23. März verkündete Premierminister Johnson in einer Fernsehansprache allgemeine Ausgangsbeschränkungen. Das Haus dürfe nur für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente, für den Weg zur Arbeit verlassen werden, oder einmal am Tag allein oder mit Mitgliedern desselben Haushalts für sportliche Aktivitäten. Nur Läden für die Grundversorgung blieben geöffnet; alle übrigen wurden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Versammlungen von mehr als zwei Personen wurden verboten.[18]

Zum 27. März hatten sich mehr als 500.000 Freiwillige als Helfer für den staatlichen Gesundheitsdienst gemeldet. Johnson dankte ihnen und gab an diesem Tag bekannt, dass er selbst sich mit COVID-19 infiziert hatte und eine Quarantäne antrat.[61]

Am 1. April waren 26.000 getestete Infizierte und 1789 Tote registriert.

Am 5. April 2020 hielt Königin Elisabeth II. zum vierten Mal in ihrer bis dahin 68-jährigen Amtszeit eine Rede an die Nation und rief die Bürger dazu auf, die Ausgangsbeschränkungen einzuhalten.[62][63] Am selben Tag wurde Premierminister Johnson wegen seiner SARS-CoV-2-Infektion in das St Thomas’ Hospital eingeliefert. Auch mehrere Kabinettsmitglieder hatten sich infiziert.[64] Am Abend des 6. April wurde Johnson auf die Intensivstation verlegt,[65] wo er bis zum 9. April behandelt wurde. Am 12. April verließ er die Klinik wieder.

Am 9. April 2020 starb der Londoner Urologe Abdul Mabud Chowdhury, der am 18. März 2020 davor gewarnt hatte, dass das medizinische Personal nicht ausreichend geschützt sei.[66] Am 10. April wurde der Hochpunkt der ersten COVID-Welle mit 980 registrierten Toten an einem Tag erreicht. Am 16. April wurden 100.000 Infizierte gemeldet und am 25. April überstieg die Zahl der Toten 20.000, was zuvor nur in Italien, Spanien, den USA und Frankreich der Fall war. Auch weiterhin wurden damals teils mehr als 5.000 Neu-Infektionen pro Tag registriert.[67]

Erst am 29. April 2020 nahm man auch die außerhalb von Krankenhäusern verstorbenen Fälle mit COVID-19-Befund mit in die Statistik auf, woraufhin die Zahl der registrierten Toten von 21.678 auf 26.097 stieg. Damit war das Vereinigte Königreich nach den USA und Italien das Land mit den meisten Todesfällen.[3] Weltweit waren damals nur in fünf Ländern mehr als 8.000 COVID-Tote registriert. Angesichts von 165.221 positiv getesteten Personen ist anzunehmen, dass die Dunkelziffer weiterhin hoch war, da dies einer stark überdurchschnittlichen COVID-Sterblichkeit von zirka 15 Prozent entsprechen würde.

Am 30. April 2020, bei offiziell 26.771 COVID-Toten, verkündete Premierminister Johnson, das Vereinigte Königreich sei „über den Berg“ („we are past the peak“). An diesem Tag wurden 81.000 Coronavirus-Tests durchgeführt, womit die Regierung ihr selbstgesetztes Ziel (100.000 Tests täglich bis Ende April) verfehlte. Johnson versicherte, die Testungen würden weiterhin massiv ausgeweitet. Die offiziellen Zahlen zeigten, dass die COVID-assoziierten Todesfälle in den Krankenhäusern schon seit dem 8. April 2020 sanken, während die Todesfälle in den Pflege- und Altersheimen weiter anstiegen, so dass Kommentatoren von „zwei Epidemien“ sprachen – eine in der allgemeinen Bevölkerung, die unter Kontrolle schien und eine zweite in den Pflegeheimen, die weiter zunahm.[68]

Am 5. Mai 2020 überschritt Großbritannien mit 32.000 Todesfällen die Fallzahlen von Italien. Weltweit gab es nur in den USA (über 68.000 Tote) höhere Fallzahlen.[69]

Am 10. und 11. Mai 2020 verkündete Johnson Teile seines Fünf-Stufen-Planes für Lockerungen, der aufgrund der akuten Lage (mehr als 3.000 Neuinfektionen und mehrere hundert Tote pro Tag) Verwunderung und Kritik auslöste. Wales, Schottland und Nordirland kündigten an, diesem Kurs vorerst nicht zu folgen. Insbesondere die Änderung des Slogans Stay home (bleib zuhause) in Stay alert (bleib wachsam) wurde von Nicola Sturgeon (First Minister Schottlands) abgelehnt. In Schottland gab es damals bereits fast 2.000 Tote mit COVID-19-Befund und täglich kamen 40 hinzu.[70][71]

Am 20. Mai 2020 wurde bekannt, dass bereits 181 Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) und 131 Sozialarbeiter an COVID gestorben waren. Als Hauptgrund wurde mangelnde Schutzausrüstung vermutet. Allein in Altenheimen in England und Wales, wo anfangs nicht getestet wurde, wurden über 10.000 Tote gemeldet. Dazu kamen Vermutungen, dass viele Todesfälle gar nicht registriert wurden, weil es an Tests mangelte.[72][73]

Am 15. Juni wurden Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht.[74]

Anhand der Analyse von rund 28.000 im UK analysierten Virusgenomen konnten Forscher den Verlauf der ersten COVID-Welle von Januar bis Juni 2020 rekonstruieren. Im Januar 2020 gab es einige wenige Importereignisse aus China und anderen Teilen Ostasiens. Im Februar und März vervielfachte sich die Zahl der Importereignisse aus europäischen Ländern. Ein Drittel der Infektionen im untersuchten Zeitraum ging auf Importereignisse aus Spanien, 29 % aus Frankreich und 12 % aus Italien zurück. Diese Dynamik wurde von der britischen Kontaktverfolgung (deren System ab dem 12. März überfordert war) nicht erfasst und erst durch Genomanalysen belegt.[75]

Juli 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Juli gab die Regierung unter Boris Johnson bekannt, sie verschiebe angesichts gestiegener Neuinfektionszahlen geplante Lockerungen von Restriktionen mindestens bis Mitte August.[76]

August 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Greater Manchester, einem Ballungsraum mit 2,8 Millionen Einwohnern, stieg die Zahl der Neuinfektionen stark. Am 2. August wurde dies zu einem major outbreak erklärt.[77]

September 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeit zog eine pessimistische Zwischenbilanz.[78]

Oktober 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober kündigte die britische Regierung angesichts steigender Infektionszahlen die Einführung eines Drei-Stufen-Systems zum 14. Oktober an, das Gebiete in mittleres, hohes und sehr hohes Risikos einstuft. Die erste Stufe des "mittleren" Risikos entspreche den bereits in ganz England geltenden Maßnahmen: Versammlungen sind auf sechs Teilnehmer beschränkt, Pubs und Restaurants müssten um 22:00 Uhr schließen. In Gebieten mit höherem Risiko würden Treffen zwischen Mitgliedern verschiedener Haushalte in geschlossenen Räumen künftig verboten. Schulen, Universitäten und Geschäfte würden aber auch in Gebieten mit hohem und sehr hohem Risiko geöffnet bleiben. In Regionen mit "sehr hohem" Risiko sollen jedoch zusätzliche Einschränkungen verhängt werden, die gegebenenfalls auch mit Hilfe des Militärs durchgesetzt würden. So sollten etwa in Liverpool mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern Pubs, Bars, Sporthallen und Casinos schließen.[79] Am 23. Oktober 2020 begann in Wales ein zweiwöchiger Lockdown.[80] Freizeitaktivitäten und Tourismus sind untersagt, nur Geschäfte mit lebensnotwendigen Waren dürfen öffnen, Pubs und Restaurants bleiben geschlossen. Nordirland verfügte, die Schulen für zwei Wochen zu schließen.[80]

November 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wirkung zum 4. November wurde die Verhängung eines Teil-Lockdowns angekündigt. Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants und Pubs sollten bis zum 2. Dezember geschlossen sein. Schulen und Universitäten blieben geöffnet.[81]

Dezember 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Dezember erlitt die Regierung Johnson II die größte Schlappe seit ihrem Wahlsieg bei der Unterhauswahl am 12. Dezember 2019: Mehr als 50 Tory-Unterhaus-Abgeordnete stimmten gegen die Corona-Maßnahmen, die bis zum Wirksamwerden der Massenimpfungen gelten sollten. Johnson kam skeptischen Abgeordneten vor der Abstimmung mit dem Versprechen entgegen, das Drei-Stufen-System zu verfeinern. Das UK rechnete Anfang Dezember damit, dass Pfizer bis Ende des Jahres 800.000 Impfstoff-Dosen liefern werde.[82] Am 8. Dezember 2020 wurden die ersten Bewohner Großbritanniens geimpft.[83]

Am 17. Dezember 2020 wurde ein in Nordirland ab dem 26. Dezember geltender sechswöchiger Lockdown angekündigt.[84]

Im Dezember wurde das Auftreten einer durch Mutation entstandenen COVID-Variante bekannt, die etwa 50 % ansteckender ist als das bis dato bekannte Virus. Die Variante wurde zunächst VUI – 202012/01 (Kürzel für First Variant Under Investigation in December 2020) oder Linie B.1.1.7 genannt und später alpha-Variante. Sie hatte sich in Teilen des UK bereits ausgebreitet. In London verursachte die neue Variante Mitte November 2020 rund 28 Prozent aller Fälle; einen Monat später waren es bereits 62 Prozent aller Fälle. Um die Verbreitung einzudämmen, wurden für London und Südostengland strengere Schutzmaßnahmen verhängt. Mehrere EU-Staaten stellten den Flugverkehr mit dem UK ein.[85][86][87] Zum ersten Mal wurde die neue Variante bereits Ende September in Großbritannien nachgewiesen.[88]

Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 2021 wurden 55.892, am 2. Januar 57.725 Neuinfektionen an einem einzigen Tag registriert, so viele wie noch nie (zum Vergleich: am 1. Dezember waren es 12.330).[89]

Am 4. Januar 2021 verkündete Johnson einen dritten Lockdown.[11]

Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der Coronakrise verzögerten sich in Großbritannien zahlreiche Operationen. Im Februar 2021 standen laut dem Royal College of Surgeons of England mehr als 4,5 Millionen Menschen auf Wartelisten, davon 224.000 seit mehr als einem Jahr.[90]

Ab dem 15. Februar 2021 wurde, um die Einschleppung von Mutationen des Virus zu verhindern, eine verpflichtende 10-tägige Quarantäne in Hotels für Einreisende aus Hochriskioländern eingeführt. 33 Staaten standen zu Beginn der Maßnahme auf der Liste. Die Reservierung eines Platzes in Quarantäne muss dabei bei dafür von der Regierung vorgesehenen Hotels von den Reisenden vor Reiseantritt selbst vorgenommen, und der Aufenthalt mit einem Beitrag von 1.750 £ pro Person selbst bezahlt werden. Tests auf COVID Viren werden an Tag Zwei und Tag Zehn der Quarantäne durchgeführt.[91] Ende Februar betraf die Quarantäne in Hotels etwa 100 Einreisende pro Tag. Nachdem Schottland ausnahmslos alle mit internationalen Flügen ankommenden Reisenden zur Quarantäne in Hotels verpflichtete, fielen die meisten dieser Flüge aus, weil die Reisenden auf Ziele im übrigen Königreich auswichen, um die schottische Quarantäne zu umgehen.[92]

Ende Februar wurde festgestellt, dass die Lineage P.1 (Gamma-Variante), eine Virusmutation aus Brasilien, bereits im Januar ins Vereinigte Königreich eingeschleppt wurde, bevor die Hotelquarantäne in Kraft trat. Ein Rückreisender aus Brasilien war über Zürich nach London geflogen und hatte das Virus dabei nach South Gloucestershire eingeschleppt. Mehrere Familienangehörige erkrankten. Drei weitere Personen waren aus Brasilien kommend Anfang Februar über Paris nach London geflogen und von nach Aberdeen. Auch sie waren, wie sich später herausstellte, mit der Lineage P.1 infiziert.[93]

März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. März öffneten in England nach rund zwei Monaten alle Schulen wieder, nachdem sie im Januar geschlossen worden waren.[94] Am 16. März wurde angekündigt, die Staaten Qatar, Äthiopien, Oman und Somalia wegen der Verbreitung sogenannter „Variants of Concern“ (VOC) am 19. März auf die „rote Liste“ zu setzen. Personen, die von dem Zeitpunkt an aus diesen Staaten ins Vereinigte Königreich einreisen wollen, müssen sich für 11 Nächte zu einer bewachten Zwangsquarantäne in die dafür vom Staat angemieteten Hotels begeben. Die Kosten von 1.750 £ pro Person sind von den Betroffenen selbst zu tragen.[95]

April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang April ergänzte die Regierung die Liste der Staaten, aus denen Anreisende mit Zwangsquarantäne in Hotels für 11 Nächte belegt werden, um Bangladesh, Kenia, die Philippinen und Pakistan. Die Beschränkung trat am 9. April in Kraft.[96]

Vom 23. April an war es auch aus Indien anreisenden Personen verboten, ins Vereinigte Königreich zu kommen. So sollte das Einschleppen der Virusmutation Delta-Variante verhindert werden. Staatsbürger des Königreichs durften aus Indien kommend weiterhin einreisen, mussten aber auf eigene Kosten 11 Nächte in bewachte Zwangsquarantäne gehen.[97] Bis zum 21. April waren im UK bereits 132 Infektionen mit der Delta-Variante erkannt worden.[98]

Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pandemie und alle Gesundheitsprobleme in Wales sind der walisischen Regierung übertragen.

Bis zum 16. Mai 2021 wurden rund 1300 Fälle der Virusvariante Delta-Variante B.1.617.2 registriert, zwei Drittel davon in der Woche zuvor.[99]

Am 17. Mai wurden die meisten Beschränkungen von Kontakten im Freien aufgehoben. Zwei Haushalte oder sechs Menschen dürfen sich drinnen treffen; Bewirtungsdienstleistungen im Innenbereich (englisch indoor hospitality services) sind nun gestattet und Hotels geöffnet.[100]

Am 20. Mai wurden 2874 neue Fälle gemeldet, so viele wie seit dem 19. April nicht mehr. 37,25 Millionen Menschen in Großbritannien hatten eine erste Impfung erhalten.

Am 21. Mai 2021 gab das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt, das Großbritannien ab dem 23. Mai 2021 als Virusvariantengebiet eingestuft wird.[101] Grund ist die in Indien durch Mutationen entstandene hochansteckende COVID-19-Variante Delta B.1.617.2. Indien war jahrhundertelang britische Kolonie; in Großbritannien leben etwa 800.000 Menschen mit indischen Vorfahren.

Am 27. Mai sagte Health Secretary Matt Hancock, dass mehr als die Hälfte und möglicherweise drei Viertel aller Neuinfektionen von der Variante B.1.617 verursacht werden, aber bislang vor allem in regionalen Hotspots wie Bolton, Bedford und Blackburn with Darwen.[102]

Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Sorge vor B.1.617 will Großbritannien laut Telegraph (Onlineausgabe) sein Impfprogramm beschleunigen. Menschen über 40 Jahre sollen ihre zweite Impfung (AstraZeneca-Impfstoff) innerhalb von acht (statt bisher zwölf) Wochen nach der ersten erhalten. Menschen über 25 sollen schon ab Kalenderwoche 23 ein Impfangebot erhalten.[103][104]

Besonders Jugendliche und Schulkinder waren betroffen.[105][106]

Premierminister Boris Johnson hatte den 21. Juni 2021 als Tag der Freiheit angekündigt. Die Regierung verschob ihn wegen der durch die Delta-Variante steigenden Fallzahlen um vier Wochen auf den 19. Juli.[107]

Am 1. Juni wurden 3.283 Neuinfektionen registriert, am 8. Juni 5.584 (= 70 % mehr), am 15. Juni 7.606 (= 36  % mehr), am 22. Juni 12.467 (= 38 % mehr) und am 29. Juni 22.644 (= 116 % mehr). Am 29. Juni wurden 6,9 mal so viele tägliche Neuinfektionen registriert wie am 1. Juni. Die Zahl der Neuinfektionen stieg vom 1. bis zum 29. Juni täglich durchschnittlich um 7,1 % und wöchentlich um 62,1 %.

Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lockerungen in England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte Juli wurden um die 50.000 Neuinfektionen pro Tag registriert. Hauptursache für den starken Anstieg war offenbar, dass die Delta-Variante im UK inzwischen dominiert. Das Kabinett Johnson II beschloss trotzdem, den angekündigten Lockerungstermin 19. Juli 2021. In England – nicht aber in Schottland, Wales und Nordirland, wo die Landesregierungen zuständig sind – wurden fast alle Beschränkungen zum 19. Juli 2021 aufgehoben. Auch Abstandsregeln und Maskenpflicht sollen entgegen dem Rat von Wissenschaftlern und trotz Kritik von Gewerkschaften, Bürgermeistern und Oppositionspolitikern dann aufgehoben werden. Clubs oder private Partys, Theater und Kinos dürfen wieder uneingeschränkt besucht werden. Die Lockerungen erfolgen obwohl die hochansteckende Delta-Variante im Land grassiert und die Zahl der Corona-Infektionen zurzeit immer weiter ansteigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde am 14. Juli 2021 mit 399 angegeben. Die Einreise- und Quarantänevorschriften für nicht Geimpfte und für Einreisende aus Ländern der Kategorie „red“ bleiben allerdings in Kraft.[14] Vollständig Geimpfte und Minderjährige mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich dürfen seit dem 19. Juli ohne Quarantäne ins Land einreisen; bis zum 23. Juli galten jedoch für diese Einreisenden noch verschärfte Einreisebeschränkungen.[108][109] Die Regierung empfahl aber den Engländern an Orten mit vielen Menschen wie im öffentlichen Nahverkehr weiterhin Masken zu tragen; Betreiber von Nachtclubs und Betreiber anderer Veranstaltungsorte wurden gebeten, den Impfstatus ihrer Gäste und Besucher mithilfe eines digitalen Nachweises zu überprüfen. Mit Nachdruck forderte der britische Premierminister die Bevölkerung zu Vorsicht und Rücksichtnahme auf:[110]

„Diese Pandemie ist bei weitem nicht vorbei. Diese Krankheit gefährdet weiterhin Sie und Ihre Familien.“

Britischer Premier Boris Johnson[110]

Um den 10. Juli waren 88 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich mindestens einmal gegen Corona geimpft und fast 68 Prozent zweifach. Experten bezweifelten, dass dies ausreicht, um eine weitere Infektionswelle zu verhindern.[110]

Über die App des National Health Service (NHS) wurden in der dritten Juliwoche ca. 600.000 Menschen dazu aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben.[111]

Ende Juli gingen die Infektionszahlen im Vereinigten Königreich deutlich zurück. Als mögliche Gründe gelten die beginnenden Schulferien, eine hohe Zahl von Schülern in Selbstisolation in den vorangehenden Wochen, das Ende der Fußball-Europameisterschaft ebenso wie weniger Tests und somit eine womöglich höhere Dunkelziffer.[112][113]

Impfempfehlung für Jugendliche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Joint Committee on Vaccination and Immunisation (JCVI, Gemeinsamer Ausschuss für Impfung und Immunisierung) des Vereinigten Königreichs empfiehlt (Stand Mitte Juli 2021) – mit Ausnahme von bestimmten Risikogruppen – keine routinemäßige Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren, da der gesundheitliche Nutzen einer allgemeinen COVID-19-Impfung für Jugendliche dieser Altersgruppe nach derzeitigen Erkenntnisstand die potenziellen Risiken nicht überwiege. Man sollte Jugendlichen dieser Altersgruppe, die ein erhöhtes Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung haben, den Impfstoff Tozinameran von Pfizer/BioNTech anbieten. Zur genannten Risikogruppe gehören Jugendliche mit schweren neurologischen Behinderungen, dem Down-Syndrom, Immunsuppression und multiplen oder schweren Lernbehinderungen. Das JCVI empfiehlt außerdem auch junge Menschen im Alter von 12 bis 17 Jahren, die mit einer immunsupprimierten Person zusammenleben mit Tozinameran (Comirnaty) zu impfen. Diese Personen sollen so indirekt vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt werden. Immunsupprimierte Personen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt schwer zu erkranken, da ihr Immunsystem möglicherweise keine vollständige Immunantwort auf eine Impfung erzeugt. Nach den bestehenden Empfehlungen des JCVI sollte auch jungen Menschen im Alter von 16 bis 17 Jahren mit gesundheitlichen Grunderkrankungen wegen des höheren Risikos schwer an COVID-19 zu erkranken, bereits eine Corona-Impfung angeboten werden. Das JCVI riet, junge Menschen außerhalb der genannten Risikogruppen nicht routinemäßig zu impfen. Gesunde Jugendliche, die an COVID-19 erkranken, durchlaufen meist eine milde Form der Krankheit; die gesundheitlichen Vorteile einer Impfung seien bei ihnen gering. Die Vorteile einer Verringerung der Übertragung von Jugendlichen auf die breitere Bevölkerung seien ungewiss.[114]

August 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 16. August ist für Geimpfte und Minderjährige keine häusliche Quarantäne mehr vorgeschrieben, wenn sie als Kontaktpersonen von Infizierten identifiziert wurden. Ihnen wird geraten, sich mit einem PCR-Test testen zu lassen. Im Fall eines positiven PCR-Tests besteht weiterhin ungeachtet des Impfstatus eine Pflicht zur häuslichen Quarantäne.[115]

Dezember 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Dezember 2021 wurden 58.194 Corona-Neuinfektionen in Großbritannien registriert, der höchste Stand seit dem 9. Januar 2021. Als eine Ursache gilt die Ausbreitung der Omikron-Variante; diese ist noch ansteckender als die bislang dominierende Delta-Variante. Der Minister für Wohnungswesen und Kommunalverwaltung Michel Gove sprach von einer „zutiefst besorgniserregenden Situation“ und sagte, in London betrage der Omikron-Anteil schon 30 Prozent. Im UK verbreitete sich die Omikron-Variainte früher als in anderen europäischen Ländern. Sie war aus Südafrika ins UK eingeschleppt worden.

Premierminister Johnson kündigte deshalb eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen an. Seit dem 13. Dezember 2021 gilt in Fußballstadien und Nachtclubs die 2-G-Regel. Die Maskenpflicht (bis dato nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften gesetzlich vorgeschrieben) wurde auf die „meisten öffentlichen Gebäude“ ausgeweitet. Johnson rief die Bevölkerung zu Auffrischungsimpfungen auf und dazu, möglichst von Zuhause aus zu arbeiten.[116] Johnson rückte auch von seiner bisherigen Position zu einer Impfpflicht ab. Er kritisierte, dass ein erheblicher Teil der Bewohner Großbritanniens sich noch nicht hat impfen lassen, und sagte, man brauche eine gesellschaftliche Diskussion über eine Impfpflicht[117]

Seit dem 13. Dezember 2021 dürfen alle über 30-Jährigen Impftermine online buchen oder sich in eine Impf-Warteschlange stellen; bis dato durften dies nur über 40-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen. Bis Ende 2021 sollten pro Tag mehr als eine Million Menschen im UK eine Auffrischungsimpfung erhalten. Am gleichen Tag gab die UK Health Security Agency (UKHSA) den ersten nachweislich an der Omikron-Variante Gestorbenen bekannt.[118]
In Großbritannien sollen künftig drei COVID-Impfungen notwendig sein, um mit einem Impfpass an Großveranstaltungen teilnehmen zu können. Gesundheitsminister Sajid Javid sagte auch, Omikron verbreite sich rasend schnell (at a "phenomenal rate") und verursache schon etwa 40 % der COVID-Infektionen in London.

Am 19. Dezeber sagte Javid, Omikron mache nun 60 Prozent aller Fälle im Land aus. Auch in Schottland ist Omikron bereits dominant.[119]

An Silvester 2021 wurden 189.000 Neuinfektionen registriert.[120] Gesundheitsminister Javid schrieb in einem Beitrag für die Boulevardzeitung Daily Mail, neue Einschränkungen werde es nur „als absolut letzten Ausweg“ geben. Großbritannien müsse „versuchen, mit Covid-19 zu leben“.[121]

Januar 2022[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Januarhälfte ging die Zahl der Neuinfektionen etwa auf die Hälfte zurück (siehe Einleitung).

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Britische Behörden meldeten der WHO die folgenden COVID-19-Fallzahlen:

Januar bis Februar 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
31.01. 0 0 0 0
01.02. 2 2 0 0
02.02. 2 0 0 0
03.02. 2 0 0 0
04.02. 2 0 0 0
05.02. 3 1 0 0
06.02. 3 0 0 0
07.02. 4 1 0 0
08.02. 4 0 0 0
09.02. 4 0 0 0
10.02. 8 4 0 0
11.02. 9 1 0 0
12.02. 9 0 0 0
13.02. 10 1 0 0
14.02. 10 0 0 0
15.02. 10 0 0 0
16.02. 10 0 0 0
17.02. 10 0 0 0
18.02. 10 0 0 0
19.02. 10 0 0 0
20.02. 10 0 0 0
21.02. 10 0 0 0
22.02. 10 0 0 0
23.02. 11 1 0 0
24.02. 11 0 0 0
25.02. 11 0 0 0
26.02. 13 2 0 0
27.02. 18 5 0 0
28.02. 22 4 0 0
29.02. 30 8 0 0
März 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.03. 42 12 0 0
02.03. 47 5 0 0
03.03. 69 22 0 0
04.03. 108 39 0 0
05.03. 164 56 0 0
06.03. 220 56 0 0
07.03. 270 50 1 1
08.03. 351 81 2 1
09.03. 419 68 2 0
10.03. 476 57 3 1
11.03. 623 147 7 4
12.03. 888 265 7 0
13.03. 1.293 405 9 2
14.03. 1.774 481 10 1
15.03. 2.253 479 29 19
16.03. 2.616 363 43 14
17.03. 3.058 442 65 22
18.03. 3.668 610 82 17
19.03. 4.438 770 116 34
20.03. 5.440 1.002 162 46
21.03. 6.488 1.048 194 32
22.03. 7.751 1.263 252 58
23.03. 8.941 1.190 288 36
24.03. 10.316 1.375 364 76
25.03. 12.641 2.325 512 148
26.03. 15.017 2.376 703 191
27.03. 17.707 2.690 884 181
28.03. 20.793 3.086 1.172 288
29.03. 23.979 3.186 1.464 292
30.03. 26.793 2.814 1.676 212
31.03. 29.649 2.856 2.050 374
April 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.04. 33.911 4.262 2.453 403
02.04. 38.423 4.512 3.125 672
03.04. 43.358 4.935 3.782 657
04.04. 48.216 4.858 4.518 736
05.04. 53.112 4.896 5.274 756
06.04. 57.115 4.003 5.873 599
07.04. 60.700 3.585 6.440 567
08.04. 65.963 5.263 7.545 1.105
09.04. 71.396 5.433 8.575 1.030
10.04. 76.515 5.119 9.691 1.116
11.04. 81.369 4.854 10.813 1.122
12.04. 85.677 4.308 11.656 843
13.04. 89.236 3.559 12.313 657
14.04. 92.715 3.479 13.037 724
15.04. 96.882 4.167 14.113 1.076
16.04. 101.176 4.294 14.993 880
17.04. 106.218 5.042 16.029 1.036
18.04. 111.492 5.274 16.942 913
19.04. 116.428 4.936 18.047 1.105
20.04. 121.127 4.699 18.479 432
21.04. 124.979 3.852 19.049 570
22.04. 129.823 4.844 20.273 1.224
23.04. 134.590 4.767 21.120 847
24.04. 140.082 5.492 21.802 682
25.04. 145.221 5.139 22.812 1.010
26.04. 150.169 4.948 23.627 815
27.04. 153.915 3.746 23.991 364
28.04. 157.386 3.471 24.311 320
29.04. 162.083 4.697 25.280 969
30.04. 166.801 4.718 26.049 769
Mai 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.05. 172.225 5.424 26.683 634
02.05. 177.185 4.960 27.381 698
03.05. 181.915 4.730 27.965 584
04.05. 185.142 3.227 28.218 253
05.05. 188.122 2.980 28.490 272
06.05. 191.506 3.384 29.216 726
07.05. 195.183 3.677 29.863 647
08.05. 199.005 3.822 30.321 458
09.05. 202.771 3.766 30.900 579
10.05. 205.830 3.059 31.175 275
11.05. 207.991 2.161 31.392 217
12.05. 210.310 2.319 31.579 187
13.05. 213.884 3.574 32.193 614
14.05. 217.273 3.389 32.640 447
15.05. 220.582 3.309 32.992 352
16.05. 223.209 2.627 33.342 350
17.05. 225.736 2.527 33.753 411
18.05. 227.814 2.078 33.820 67
19.05. 229.646 1.832 33.966 146
20.05. 232.220 2.574 34.466 500
21.05. 235.271 3.051 34.794 328
22.05. 237.977 2.706 35.067 273
23.05. 240.543 2.566 35.358 291
24.05. 242.597 2.054 35.578 220
25.05. 244.124 1.527 35.957 379
26.05. 245.488 1.364 36.061 104
27.05. 247.105 1.617 36.192 131
28.05. 248.760 1.655 36.614 422
29.05. 250.586 1.826 36.957 343
30.05. 252.340 1.754 37.231 274
31.05. 253.867 1.527 37.385 154
Juni 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.06. 254.987 1.120 37.445 60
02.06. 256.069 1.082 37.531 86
03.06. 257.509 1.440 37.780 249
04.06. 258.995 1.486 38.034 254
05.06. 260.357 1.362 38.164 130
06.06. 261.611 1.254 38.422 258
07.06. 262.735 1.124 38.565 143
08.06. 263.542 807 38.619 54
09.06. 264.263 721 38.666 47
10.06. 265.362 1.099 38.861 195
11.06. 266.514 1.152 39.025 164
12.06. 267.704 1.190 39.101 76
13.06. 268.714 1.010 39.232 131
14.06. 269.772 1.058 39.339 107
15.06. 270.666 894 39.366 27
16.06. 271.484 818 39.395 29
17.06. 272.528 1.044 39.515 120
18.06. 273.631 1.103 39.625 110
19.06. 274.643 1.012 39.692 67
20.06. 275.671 1.028 39.776 84
21.06. 276.666 995 39.847 71
22.06. 277.353 687 39.878 31
23.06. 277.990 637 39.892 14
24.06. 278.886 896 39.986 94
25.06. 279.773 887 40.073 87
26.06. 280.551 778 40.172 99
27.06. 281.270 719 40.249 77
28.06. 281.941 671 40.289 40
29.06. 282.593 652 40.320 31
30.06. 283.039 446 40.341 21
Juli 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.07. 283.768 729 40.394 53
02.07. 284.386 618 40.491 97
03.07. 285.046 660 40.532 41
04.07. 285.653 607 40.581 49
05.07. 286.227 574 40.613 32
06.07. 286.628 401 40.632 19
07.07. 287.184 556 40.643 11
08.07. 287.890 706 40.697 54
09.07. 288.495 605 40.754 57
10.07. 289.197 702 40.785 31
11.07. 289.915 718 40.819 34
12.07. 290.479 564 40.836 17
13.07. 290.926 447 40.845 9
14.07. 291.296 370 40.855 10
15.07. 292.032 736 40.899 44
16.07. 292.722 690 40.925 26
17.07. 293.496 774 40.949 24
18.07. 294.202 706 40.975 26
19.07. 294.783 581 40.984 9
20.07. 295.281 498 40.995 11
21.07. 295.724 443 41.005 10
22.07. 296.537 813 41.030 25
23.07. 297.319 782 41.047 17
24.07. 298.116 797 41.056 9
25.07. 298.914 798 41.088 32
26.07. 299.688 774 41.103 15
27.07. 300.211 523 41.111 8
28.07. 300.769 558 41.114 3
29.07. 301.624 855 41.135 21
30.07. 302.465 841 41.169 34
31.07. 303.503 1.038 41.169 0
August 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.08. 304.428 925 41.189 20
02.08. 305.105 677 41.202 13
03.08. 305.648 543 41.207 5
04.08. 306.203 555 41.208 1
05.08. 307.243 1.040 41.226 18
06.08. 308.261 1.018 41.240 14
07.08. 309.320 1.059 41.258 18
08.08. 310.403 1.083 41.270 12
09.08. 311.347 944 41.273 3
10.08. 312.041 694 41.278 5
11.08. 312.656 615 41.296 18
12.08. 314.129 1.473 41.309 13
13.08. 315.468 1.339 41.329 20
14.08. 316.675 1.207 41.347 18
15.08. 317.822 1.147 41.358 11
16.08. 318.984 1.162 41.361 3
17.08. 319.678 694 41.366 5
18.08. 320.279 601 41.369 3
19.08. 321.562 1.283 41.381 12
20.08. 322.646 1.084 41.397 16
21.08. 323.889 1.243 41.403 6
22.08. 325.351 1.462 41.405 2
23.08. 326.550 1.199 41.423 18
24.08. 327.378 828 41.429 6
25.08. 328.205 827 41.433 4
26.08. 329.478 1.273 41.449 16
27.08. 330.725 1.247 41.465 16
28.08. 332.076 1.351 41.477 12
29.08. 333.625 1.549 41.486 9
30.08. 335.250 1.625 41.498 12
31.08. 336.472 1.222 41.499 1
September 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.09. 337.631 1.159 41.501 2
02.09. 339.133 1.502 41.504 3
03.09. 341.382 2.249 41.514 10
04.09. 344.375 2.993 41.527 13
05.09. 347.473 3.098 41.537 10
06.09. 350.512 3.039 41.549 12
07.09. 353.057 2.545 41.551 2
08.09. 355.504 2.447 41.554 3
09.09. 359.364 3.860 41.586 32
10.09. 362.665 3.301 41.594 8
11.09. 365.996 3.331 41.608 14
12.09. 369.593 3.597 41.614 6
13.09. 372.881 3.288 41.623 9
14.09. 375.549 2.668 41.628 5
15.09. 377.690 2.141 41.637 9
16.09. 381.082 3.392 41.664 27
17.09. 384.631 3.549 41.684 20
18.09. 388.994 4.363 41.705 21
19.09. 393.626 4.632 41.732 27
20.09. 398.584 4.958 41.759 27
21.09. 403.437 4.853 41.777 18
22.09. 408.758 5.321 41.788 11
23.09. 414.359 5.601 41.825 37
24.09. 420.764 6.405 41.862 37
25.09. 427.825 7.061 41.902 40
26.09. 435.432 7.607 41.936 34
27.09. 442.673 7.241 41.971 35
28.09. 449.431 6.758 41.988 17
29.09. 456.402 6.971 42.001 13
30.09. 466.328 9.926 42.072 71
Oktober 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.10. 476.567 10.239 42.143 71
02.10. 489.126 12.559 42.202 59
03.10. 502.309 13.183 42.268 66
04.10. 516.002 13.693 42.317 49
05.10. 527.546 11.544 42.350 33
06.10. 539.353 11.807 42.369 19
07.10. 555.902 16.549 42.445 76
08.10. 572.969 17.067 42.515 70
09.10. 591.299 18.330 42.592 77
10.10. 609.547 18.248 42.679 87
11.10. 625.277 15.730 42.760 81
12.10. 637.793 12.516 42.825 65
13.10. 649.863 12.070 42.875 50
14.10. 669.309 19.446 43.018 143
15.10. 688.209 18.900 43.155 137
16.10. 707.908 19.699 43.293 138
17.10. 726.346 18.438 43.429 136
18.10. 744.066 17.720 43.579 150
19.10. 758.831 14.765 43.646 67
20.10. 773.022 14.191 43.726 80
21.10. 798.631 25.609 43.967 241
22.10. 823.956 25.325 44.158 191
23.10. 849.403 25.447 44.347 189
24.10. 872.654 23.251 44.571 224
25.10. 894.132 21.478 44.745 174
26.10. 910.369 16.237 44.896 151
27.10. 926.096 15.727 44.998 102
28.10. 952.649 26.553 45.365 367
29.10. 976.745 24.096 45.675 310
30.10. 1.000.363 23.618 45.955 280
31.10. 1.023.713 23.350 46.229 274
November 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.11. 1.046.396 22.683 46.555 326
02.11. 1.062.886 16.490 46.717 162
03.11. 1.078.643 15.757 46.853 136
04.11. 1.110.153 31.510 47.250 397
05.11. 1.135.739 25.586 47.742 492
06.11. 1.159.422 23.683 48.120 378
07.11. 1.183.170 23.748 48.475 355
08.11. 1.206.500 23.330 48.888 413
09.11. 1.225.025 18.525 49.044 156
10.11. 1.244.984 19.959 49.238 194
11.11. 1.276.035 31.051 49.770 532
12.11. 1.303.462 27.427 50.365 595
13.11. 1.330.825 27.363 50.928 563
14.11. 1.355.295 24.470 51.304 376
15.11. 1.379.339 24.044 51.766 462
16.11. 1.397.341 18.002 51.934 168
17.11. 1.413.370 16.029 52.147 213
18.11. 1.439.951 26.581 52.745 598
19.11. 1.463.118 23.167 53.274 529
20.11. 1.483.878 20.760 53.775 501
21.11. 1.501.638 17.760 54.286 511
22.11. 1.518.489 16.851 54.626 340
23.11. 1.530.843 12.354 54.751 125
24.11. 1.542.581 11.738 55.230 479
25.11. 1.561.358 18.777 55.838 608
26.11. 1.577.811 16.453 56.533 695
27.11. 1.594.431 16.620 57.031 498
28.11. 1.609.013 14.582 57.551 520
29.11. 1.623.380 14.367 58.030 479
30.11. 1.634.348 10.968 58.245 215
Dezember 2020
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.12. 1.645.027 10.679 58.448 203
02.12. 1.663.045 18.018 59.051 603
03.12. 1.679.503 16.458 59.699 648
04.12. 1.695.971 16.468 60.113 414
05.12. 1.711.606 15.635 60.617 504
06.12. 1.727.270 15.664 61.014 397
07.12. 1.740.008 12.738 61.245 231
08.12. 1.753.590 13.582 61.434 189
09.12. 1.774.920 21.330 62.033 599
10.12. 1.795.705 20.785 62.566 533
11.12. 1.817.313 21.608 63.082 516
12.12. 1.839.919 22.606 63.506 424
13.12. 1.863.992 24.073 64.026 520
14.12. 1.883.349 19.357 64.170 144
15.12. 1.905.334 21.985 64.402 232
16.12. 1.940.058 34.724 64.908 506
17.12. 1.973.912 33.854 65.520 612
18.12. 2.008.845 34.933 66.052 532
19.12. 2.042.731 33.886 66.541 489
20.12. 2.078.558 35.827 67.075 534
21.12. 2.103.703 25.145 67.401 326
22.12. 2.136.169 32.466 67.616 215
23.12. 2.183.546 47.377 68.307 691
24.12. 2.229.208 45.662 69.051 744
25.12. 2.271.393 42.185 69.625 574
26.12. 2.303.205 31.812 70.195 570
27.12. 2.317.386 14.181 70.405 210
28.12. 2.357.753 40.367 70.752 347
29.12. 2.405.478 47.725 71.109 357
30.12. 2.451.082 45.604 71.567 458
31.12. 2.532.601 81.519 72.548 981
Januar 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.01. 2.603.398 70.797 73.512 964
02.01. 2.656.181 52.783 74.125 613
03.01. 2.688.021 31.840 74.570 445
04.01. 2.748.413 60.392 75.024 454
05.01. 2.803.588 55.175 75.431 407
06.01. 2.879.746 76.158 76.305 874
07.01. 2.944.838 65.092 77.346 1.041
08.01. 3.002.218 57.380 78.508 1.162
09.01. 3.054.145 51.927 79.833 1.325
10.01. 3.101.144 46.999 80.868 1.035
11.01. 3.140.224 39.080 81.431 563
12.01. 3.176.564 36.340 81.960 529
13.01. 3.233.664 57.100 83.203 1.243
14.01. 3.283.030 49.366 84.767 1.564
15.01. 3.328.405 45.375 86.015 1.248
16.01. 3.370.766 42.361 87.295 1.280
17.01. 3.411.161 40.395 88.590 1.295
18.01. 3.441.682 30.521 89.261 671
19.01. 3.470.517 28.835 89.860 599
20.01. 3.515.279 44.762 91.470 1.610
21.01. 3.554.742 39.463 93.290 1.820
22.01. 3.589.826 35.084 94.580 1.290
23.01. 3.621.482 31.656 95.981 1.401
24.01. 3.651.006 29.524 97.329 1.348
25.01. 3.672.832 21.826 97.939 610
26.01. 3.689.999 17.167 98.531 592
27.01. 3.719.891 29.892 100.162 1.631
28.01. 3.746.851 26.960 101.887 1.725
29.01. 3.772.520 25.669 103.126 1.239
30.01. 3.796.655 24.135 104.349 1.223
31.01. 3.818.423 21.768 105.571 1.222
Februar 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.02. 3.835.082 16.659 106.158 587
02.02. 3.850.449 15.367 106.564 406
03.02. 3.872.777 22.328 108.013 1.449
04.02. 3.892.534 19.757 109.335 1.322
05.02. 3.911.921 19.387 110.250 915
06.02. 3.929.872 17.951 111.264 1.014
07.02. 3.945.710 15.838 112.092 828
08.02. 3.957.656 11.946 112.465 373
09.02. 3.969.011 11.355 112.798 333
10.02. 3.984.693 15.682 113.850 1.052
11.02. 3.998.485 13.792 114.851 1.001
12.02. 4.011.961 13.476 115.529 678
13.02. 4.024.693 12.732 116.287 758
14.02. 4.036.838 12.145 116.908 621
15.02. 4.045.589 8.751 117.166 258
16.02. 4.054.341 8.752 117.396 230
17.02. 4.068.582 14.241 118.195 799
18.02. 4.081.049 12.467 118.933 738
19.02. 4.092.604 11.555 119.387 454
20.02. 4.103.995 11.391 119.920 533
21.02. 4.114.371 10.376 120.365 445
22.02. 4.122.421 8.050 120.580 215
23.02. 4.130.287 7.866 120.757 177
24.02. 4.141.517 11.230 121.305 548
25.02. 4.150.893 9.376 121.747 442
26.02. 4.159.419 8.526 122.070 323
27.02. 4.167.124 7.705 122.415 345
28.02. 4.173.691 6.567 122.705 290
März 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.03. 4.178.505 4.814 122.849 144
02.03. 4.183.215 4.710 122.953 104
03.03. 4.190.081 6.866 123.296 343
04.03. 4.196.729 6.648 123.783 487
05.03. 4.202.692 5.963 124.025 242
06.03. 4.208.411 5.719 124.261 236
07.03. 4.213.705 5.294 124.419 158
08.03. 4.218.190 4.485 124.501 82
09.03. 4.222.457 4.267 124.566 65
10.03. 4.229.083 6.626 124.797 231
11.03. 4.235.296 6.213 124.987 190
12.03. 4.241.309 6.013 125.168 181
13.03. 4.247.068 5.759 125.343 175
14.03. 4.252.650 5.582 125.464 121
15.03. 4.256.893 4.243 125.516 52
16.03. 4.261.177 4.284 125.580 64
17.03. 4.267.660 6.483 125.690 110
18.03. 4.273.322 5.662 125.831 141
19.03. 4.279.089 5.767 125.926 95
20.03. 4.284.547 5.458 126.026 100
21.03. 4.289.527 4.980 126.122 96
22.03. 4.293.613 4.086 126.155 33
23.03. 4.298.832 5.219 126.172 17
24.03. 4.305.003 6.171 126.284 112
25.03. 4.310.247 5.244 126.382 98
26.03. 4.316.251 6.004 126.445 63
27.03. 4.321.637 5.386 126.515 70
28.03. 4.326.036 4.399 126.573 58
29.03. 4.329.595 3.559 126.592 19
30.03. 4.334.390 4.795 126.615 23
31.03. 4.338.385 3.995 126.670 55
April 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.04. 4.341.968 3.583 126.713 43
02.04. 4.345.711 3.743 126.764 51
03.04. 4.349.171 3.460 126.816 52
04.04. 4.351.759 2.588 126.826 10
05.04. 4.354.097 2.338 126.836 10
06.04. 4.356.334 2.237 126.862 26
07.04. 4.358.882 2.548 126.882 20
08.04. 4.361.893 3.011 126.927 45
09.04. 4.364.748 2.855 126.980 53
10.04. 4.367.204 2.456 127.040 60
11.04. 4.368.049 845 127.080 40
12.04. 4.369.779 1.730 127.087 7
13.04. 4.373.347 3.568 127.100 13
14.04. 4.375.818 2.471 127.123 23
15.04. 4.378.309 2.491 127.161 38
16.04. 4.380.980 2.671 127.191 30
17.04. 4.383.736 2.756 127.225 34
18.04. 4.385.942 2.206 127.260 35
19.04. 4.387.824 1.882 127.270 10
20.04. 4.390.787 2.963 127.274 4
21.04. 4.393.311 2.524 127.307 33
22.04. 4.395.707 2.396 127.327 20
23.04. 4.398.435 2.728 127.345 18
24.04. 4.401.113 2.678 127.385 40
25.04. 4.403.174 2.061 127.417 32
26.04. 4.404.886 1.712 127.428 11
27.04. 4.406.950 2.064 127.434 6
28.04. 4.409.635 2.685 127.451 17
29.04. 4.411.801 2.166 127.480 29
30.04. 4.414.246 2.445 127.502 22
Mai 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.05. 4.416.627 2.381 127.517 15
02.05. 4.418.534 1.907 127.524 7
03.05. 4.420.205 1.671 127.538 14
04.05. 4.421.854 1.649 127.539 1
05.05. 4.423.800 1.946 127.543 4
06.05. 4.425.944 2.144 127.570 27
07.05. 4.428.557 2.613 127.583 13
08.05. 4.431.047 2.490 127.598 15
09.05. 4.433.094 2.047 127.603 5
10.05. 4.434.864 1.770 127.605 2
11.05. 4.437.221 2.357 127.609 4
12.05. 4.439.695 2.474 127.629 20
13.05. 4.441.979 2.284 127.640 11
14.05. 4.444.635 2.656 127.651 11
15.05. 4.446.828 2.193 127.668 17
16.05. 4.447.984 1.156 127.675 7
17.05. 4.447.984 0 127.679 4
18.05. 4.447.984 0 127.684 5
19.05. 4.450.396 2.412 127.691 7
20.05. 4.452.531 2.135 127.694 3
21.05. 4.455.225 2.694 127.701 7
22.05. 4.457.927 2.702 127.710 9
23.05. 4.460.450 2.523 127.716 6
24.05. 4.462.542 2.092 127.721 5
25.05. 4.464.904 2.362 127.724 3
26.05. 4.467.314 2.410 127.739 15
27.05. 4.470.301 2.987 127.748 9
28.05. 4.473.681 3.380 127.758 10
29.05. 4.477.709 4.028 127.768 10
30.05. 4.480.949 3.240 127.775 7
31.05. 4.484.060 3.111 127.781 6
Juni 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.06. 4.487.343 3.283 127.782 1
02.06. 4.490.442 3.099 127.782 0
03.06. 4.494.703 4.261 127.794 12
04.06. 4.499.882 5.179 127.812 18
05.06. 4.506.022 6.140 127.823 11
06.06. 4.511.673 5.651 127.836 13
07.06. 4.516.896 5.223 127.840 4
08.06. 4.522.480 5.584 127.841 1
09.06. 4.528.446 5.966 127.854 13
10.06. 4.535.758 7.312 127.860 6
11.06. 4.542.990 7.232 127.867 7
12.06. 4.550.948 7.958 127.884 17
13.06. 4.558.498 7.550 127.896 12
14.06. 4.565.817 7.319 127.904 8
15.06. 4.573.423 7.606 127.907 3
16.06. 4.581.010 7.587 127.917 10
17.06. 4.589.818 8.808 127.926 9
18.06. 4.600.627 10.809 127.945 19
19.06. 4.610.897 10.270 127.956 11
20.06. 4.620.972 10.075 127.970 14
21.06. 4.630.044 9.072 127.976 6
22.06. 4.640.511 10.467 127.981 5
23.06. 4.651.992 11.481 128.008 27
24.06. 4.667.874 15.882 128.027 19
25.06. 4.684.576 16.702 128.048 21
26.06. 4.699.872 15.296 128.066 18
27.06. 4.717.815 17.943 128.089 23
28.06. 4.732.438 14.623 128.100 11
29.06. 4.755.082 22.644 128.103 3
30.06. 4.775.305 20.223 128.126 23
Juli 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.07. 4.800.911 25.606 128.140 14
02.07. 4.828.467 27.556 128.162 22
03.07. 4.855.173 26.706 128.189 27
04.07. 4.879.620 24.447 128.207 18
05.07. 4.903.438 23.818 128.222 15
06.07. 4.930.538 27.100 128.231 9
07.07. 4.958.872 28.334 128.268 37
08.07. 4.990.920 32.048 128.301 33
09.07. 5.022.897 31.977 128.336 35
10.07. 5.058.097 35.200 128.365 29
11.07. 5.089.897 31.800 128.399 34
12.07. 5.121.249 31.352 128.425 26
13.07. 5.155.247 33.998 128.431 6
14.07. 5.191.463 36.216 128.481 50
15.07. 5.233.211 41.748 128.530 49
16.07. 5.281.102 47.891 128.593 63
17.07. 5.332.375 51.273 128.642 49
18.07. 5.386.344 53.969 128.683 41
19.07. 5.433.943 47.599 128.708 25
20.07. 5.473.481 39.538 128.727 19
21.07. 5.519.606 46.125 128.823 96
22.07. 5.563.010 43.404 128.896 73
23.07. 5.602.325 39.315 128.980 84
24.07. 5.637.979 35.654 129.044 64
25.07. 5.669.264 31.285 129.130 86
26.07. 5.697.916 28.652 129.158 28
27.07. 5.722.302 24.386 129.172 14
28.07. 5.745.530 23.228 129.303 131
29.07. 5.770.932 25.402 129.430 127
30.07. 5.801.565 30.633 129.515 85
31.07. 5.830.778 29.213 129.583 68
August 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.08. 5.856.532 25.754 129.654 71
02.08. 5.880.671 24.139 129.719 65
03.08. 5.902.358 21.687 129.743 24
04.08. 5.923.824 21.466 129.881 138
05.08. 5.952.760 28.936 130.000 119
06.08. 5.982.585 29.825 130.086 86
07.08. 6.014.027 31.442 130.178 92
08.08. 6.042.256 28.229 130.281 103
09.08. 6.069.366 27.110 130.320 39
10.08. 6.094.247 24.881 130.357 37
11.08. 6.117.544 23.297 130.503 146
12.08. 6.146.804 29.260 130.607 104
13.08. 6.179.510 32.706 130.701 94
14.08. 6.211.872 32.362 130.801 100
15.08. 6.241.015 29.143 130.894 93
16.08. 6.267.441 26.426 130.953 59
17.08. 6.295.617 28.176 130.979 26
18.08. 6.322.245 26.628 131.149 170
19.08. 6.355.891 33.646 131.260 111
20.08. 6.392.164 36.273 131.373 113
21.08. 6.429.151 36.987 131.487 114
22.08. 6.460.934 31.783 131.591 104
23.08. 6.492.910 31.976 131.640 49
24.08. 6.524.585 31.675 131.680 40
25.08. 6.555.204 30.619 131.854 174
26.08. 6.590.751 35.547 132.003 149
27.08. 6.628.713 37.962 132.143 140
28.08. 6.666.403 37.690 132.243 100
29.08. 6.698.490 32.087 132.376 133
30.08. 6.731.427 32.937 132.437 61
31.08. 6.757.654 26.227 132.485 48
September 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.09. 6.789.585 31.931 132.535 50
02.09. 6.825.078 35.493 132.742 207
03.09. 6.862.908 37.830 132.920 178
04.09. 6.904.973 42.065 133.041 121
05.09. 6.941.615 36.642 133.161 120
06.09. 6.978.130 36.515 133.229 68
07.09. 7.018.931 40.801 133.274 45
08.09. 7.056.110 37.179 133.483 209
09.09. 7.094.596 38.486 133.674 191
10.09. 7.132.076 37.480 133.841 167
11.09. 7.168.810 36.734 133.988 147
12.09. 7.197.666 28.856 134.144 156
13.09. 7.226.280 28.614 134.200 56
14.09. 7.256.563 30.283 134.261 61
15.09. 7.282.814 26.251 134.446 185
16.09. 7.312.687 29.873 134.647 201
17.09. 7.339.013 26.326 134.805 158
18.09. 7.371.305 32.292 134.983 178
19.09. 7.400.743 29.438 135.147 164
20.09. 7.429.750 29.007 135.203 56
21.09. 7.465.452 35.702 135.252 49
22.09. 7.496.547 31.095 135.455 203
23.09. 7.530.107 33.560 135.621 166
24.09. 7.565.871 35.764 135.803 182
25.09. 7.601.491 35.620 135.983 180
26.09. 7.631.237 29.746 136.105 122
27.09. 7.664.234 32.997 136.168 63
28.09. 7.701.719 37.485 136.208 40
29.09. 7.736.239 34.520 136.375 167
30.09. 7.771.298 35.059 136.525 150
Oktober 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.10. 7.807.040 35.742 136.662 137
02.10. 7.841.629 34.589 136.789 127
03.10. 7.871.018 29.389 136.910 121
04.10. 7.900.684 29.666 136.953 43
05.10. 7.934.940 34.256 136.986 33
06.10. 7.967.989 33.049 137.152 166
07.10. 8.006.664 38.675 137.295 143
08.10. 8.046.394 39.730 137.417 122
09.10. 8.081.304 34.910 137.541 124
10.10. 8.120.717 39.413 137.697 156
11.10. 8.154.310 33.593 137.735 38
12.10. 8.193.773 39.463 137.763 28
13.10. 8.231.441 37.668 137.944 181
14.10. 8.272.887 41.446 138.080 136
15.10. 8.317.443 44.556 138.237 157
16.10. 8.361.655 44.212 138.379 142
17.10. 8.404.473 42.818 138.527 148
18.10. 8.449.169 44.696 138.584 57
19.10. 8.497.872 48.703 138.629 45
20.10. 8.541.196 43.324 138.852 223
21.10. 8.589.741 48.545 139.031 179
22.10. 8.641.225 51.484 139.146 115
23.10. 8.689.953 48.728 139.326 180
24.10. 8.734.938 44.985 139.461 135
25.10. 8.773.678 38.740 139.533 72
26.10. 8.809.778 36.100 139.571 38
27.10. 8.853.231 43.453 139.834 263
28.10. 8.897.153 43.922 140.041 207
29.10. 8.936.159 39.006 140.206 165
30.10. 8.979.240 43.081 140.392 186
31.10. 9.019.966 40.726 140.558 166
November 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.11. 9.057.633 37.667 140.632 74
02.11. 9.097.315 39.682 140.672 40
03.11. 9.130.861 33.546 140.964 292
04.11. 9.171.664 40.803 141.181 217
05.11. 9.208.223 36.559 141.395 214
06.11. 9.241.920 33.697 141.588 193
07.11. 9.272.070 30.150 141.743 155
08.11. 9.301.913 29.843 141.805 62
09.11. 9.333.895 31.982 141.862 57
10.11. 9.366.680 32.785 142.124 262
11.11. 9.406.005 39.325 142.338 214
12.11. 9.448.406 42.401 142.533 195
13.11. 9.487.306 38.900 142.678 145
14.11. 9.524.975 37.669 142.835 157
15.11. 9.561.103 36.128 142.898 63
16.11. 9.600.373 39.270 142.945 47
17.11. 9.637.194 36.821 143.159 214
18.11. 9.675.062 37.868 143.360 201
19.11. 9.721.920 46.858 143.559 199
20.11. 9.766.157 44.237 143.716 157
21.11. 9.806.038 39.881 143.866 150
22.11. 9.845.496 39.458 143.927 61
23.11. 9.889.930 44.434 143.972 45
24.11. 9.932.412 42.482 144.137 165
25.11. 9.974.847 42.435 144.286 149
26.11. 10.021.501 46.654 144.433 147
27.11. 10.070.845 49.344 144.593 160
28.11. 10.110.412 39.567 144.724 131
29.11. 10.146.919 36.507 144.775 51
30.11. 10.189.063 42.144 144.810 35
Dezember 2021
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.12. 10.228.776 39.713 144.969 159
02.12. 10.276.011 47.235 145.140 171
03.12. 10.329.078 53.067 145.281 141
04.12. 10.379.651 50.573 145.424 143
05.12. 10.421.108 41.457 145.551 127
06.12. 10.464.393 43.285 145.605 54
07.12. 10.515.243 50.850 145.646 41
08.12. 10.560.345 45.102 145.826 180
09.12. 10.610.962 50.617 145.987 161
10.12. 10.660.985 50.023 146.135 148
11.12. 10.719.169 58.184 146.255 120
12.12. 10.771.448 52.279 146.387 132
13.12. 10.819.519 48.071 146.439 52
14.12. 10.873.472 53.953 146.477 38
15.12. 10.932.549 59.077 146.627 150
16.12. 11.010.290 77.741 146.788 161
17.12. 11.097.855 87.565 146.934 146
18.12. 11.190.358 92.503 147.045 111
19.12. 11.279.432 89.074 147.170 125
20.12. 11.361.391 81.959 147.215 45
21.12. 11.453.125 91.734 147.261 46
22.12. 11.542.147 89.022 147.433 172
23.12. 11.647.477 105.330 147.573 140
24.12. 11.768.551 121.074 147.720 147
25.12. 11.889.922 121.371 147.857 137
26.12. 12.011.783 121.861 147.867 10
27.12. 12.130.728 118.945 147.870 3
28.12. 12.238.427 107.699 148.013 143
29.12. 12.376.452 138.025 148.032 19
30.12. 12.558.556 182.104 148.089 57
31.12. 12.746.680 188.124 148.421 332
Januar 2022[Einklappen]
Infektionen Verstorbene
Datum auf­sum­miert[122] Neu­in­fek­ti­onen auf­sum­miert[122] pro Tag
01.01. 12.936.516 189.836 148.624 203
02.01. 13.116.099 179.583 148.778 154
03.01. 13.265.061 148.962 148.851 73
04.01. 13.422.819 157.758 148.893 42
Bestätigte Infizierte im Vereinigten Königreich nach Daten der WHO. Oben kumuliert, unten Tageswerte.[122]
Bestätigte Todesopfer im Vereinigten Königreich nach Daten der WHO. Oben kumuliert, unten Tageswerte[122]

Außengebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Englisches Informationsplakat des NHS, Februar 2020[123]

In Gibraltar wurde ein erster Fall am 4. März 2020 diagnostiziert. Es handelte sich um eine Person, die aus Italien angereist war. Nach drei Tagen wurde die Quarantäne aufgehoben, da nunmehr ein negatives Testergebnis vorlag.[124]

Ende März (WHO-Bericht #69 vom 29. März 2020) waren in Gibraltar 56 Infizierte bekannt, Guernsey meldete 39 und die Isle of Man 32 Infizierte. Alle anderen Außengebiete blieben dahinter zurück. So waren für Bermuda 17 Fälle bekannt, für die Kaimaninseln 8 und für Anguilla 2 Infizierte. Die Turks- und Caicosinseln meldeten ebenso wie die Britischen Jungferninseln 2 Infizierte. Todesfälle gab es bisher in den Außengebieten keine.[125]

Auf dem Stand des WHO-Berichts vom 29. April 2020 waren nur noch folgende Gebiete bisher ohne gemeldete Fälle: Britisches Antarktis-Territorium, Britisches Territorium im Indischen Ozean, die Pitcairninseln, St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln sowie die Militärbasen Akrotiri und Dekelia. Alle anderen Außengebiete meldeten Fälle, wobei aber nur die Isle of Man, die Kanalinseln, Gibraltar und Bermuda mehr als 100 Infizierte registrierten und die höchste Todeszahl eines Einzelgebietes von der Isle of Man mit 20 Toten gemeldet wurde.[125]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahlen für die britischen Überseegebiete sind in den oben genannten Zahlen für das Vereinigte Königreich noch nicht enthalten, sondern werden in den WHO-Berichten separat aufgeführt. Dennoch stehen sie unter der Souveränität des Staatsverbandes.[125]

Anguilla: am 26. März 2020 wurden der WHO die ersten beiden Infektionsfälle gemeldet. Rund eineinhalb Jahre später folgte am 22. September 2021 die Meldung des ersten Todesfalls.

Britische Überseegebiete
Außengebiet Infektionen* Infektionen[122] Todesfälle* Todesfälle[122]
Anguilla 3 COVID-19-Pandemie - AI (Anguilla) - Infizierte (800px).svg 0 COVID-19-Pandemie - AI (Anguilla) - Tote (800px).svg
Bermuda 133 COVID-19-Pandemie - BM (Bermuda) - Infizierte (800px).svg 9 COVID-19-Pandemie - BM (Bermuda) - Tote (800px).svg
Britische Jungferninseln 8 COVID-19-Pandemie - VG (Britische Jungferninseln) - Infizierte (800px).svg 1 COVID-19-Pandemie - VG (Britische Jungferninseln) - Tote (800px).svg
Falklandinseln 13 COVID-19-Pandemie - FK (Falklandinseln) - Infizierte (800px).svg 0 COVID-19-Pandemie - FK (Falklandinseln) - Tote (800px).svg
Gibraltar 155 COVID-19-Pandemie - GI (Gibraltar) - Infizierte (800px).svg 0 COVID-19-Pandemie - GI (Gibraltar) - Tote (800px).svg
Kaimaninseln 129 COVID-19-Pandemie - KY (Kaimaninseln) - Infizierte (800px).svg 1 COVID-19-Pandemie - KY (Kaimaninseln) - Tote (800px).svg
Montserrat 11 COVID-19-Pandemie - MS (Montserrat) - Infizierte (800px).svg 1 COVID-19-Pandemie - MS (Montserrat) - Tote (800px).svg
Pitcairninseln 0 COVID-19-Pandemie - PN (Pitcairninseln) - Infizierte (800px).svg 0 COVID-19-Pandemie - PN (Pitcairninseln) - Tote (800px).svg
Turks- und Caicosinseln 12 COVID-19-Pandemie - TC (Turks- und Caicosinseln) - Infizierte (800px).svg 1 COVID-19-Pandemie - TC (Turks- und Caicosinseln) - Tote (800px).svg
Summe 464 13

*Stand: WHO-Bericht #127, 26. Mai 2020[125]

Dazu kommen zudem die Kronbesitzungen der britischen Krone. Diese zählen ebenfalls nicht zum Vereinigten Königreich, stehen aber mit ihm in enger Verbindung.

Kronbesitzungen
Außengebiet Infektionen* Infektionen[122] Todesfälle* ITodesfälle[122]
Isle of Man 336 COVID-19-Pandemie - IM (Isle of Man) - Infizierte (800px).svg 24 COVID-19-Pandemie - IM (Isle of Man) - Tote (800px).svg
Jersey 306 COVID-19-Pandemie - JE (Jersey) - Infizierte (800px).svg 29 COVID-19-Pandemie - JE (Jersey) - Tote (800px).svg
Guernsey 252 COVID-19-Pandemie - GG (Guernsey) - Infizierte (800px).svg 13 COVID-19-Pandemie - GG (Guernsey) - Tote (800px).svg
Summe 894 66

*Stand: WHO-Bericht #127, 26. Mai 2020[125]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Notenbank Bank of England äußerte am 7. Mai 2020 die Befürchtung, das britische Bruttoinlandsprodukt könnte 2020 um 14 Prozent schrumpfen. Die massiven Beschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnten den höchsten Rückgang der Wirtschaftstätigkeit in der 325-jährigen Geschichte der Bank of England verursachen. Die Arbeitslosenzahlen im zweiten Quartal 2020 könnten von 4,5 auf 9 Prozent steigen.[126]

Die Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) meldete, der britische Neuwagenverkauf sei im April 2020 um mehr als 97 Prozent eingebrochen.[127]

Das britische Office for National Statistics (ONS) bezifferte im Februar 2021 den Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (Englisch: GDP) auf 9,9 %. Dies war der größte Rückgang in der britischen Wirtschaftsgeschichte seit der Rezession zum Jahrtausendwinter von 1708/1709.[128]

Im zweien Quartal 2021 hatte der Einzelhandel das stärkste Quartalswachstum seit Beginn der Aufzeichnungen - viele Menschen holen Einkäufe nach, die während des Lockdowns nicht möglich waren. Die Notenbank hat prognostiziert, dass die britische Wirtschaft 2021 um mehr als 7 Prozent wachsen wird.[129]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Presseauftritt am 3. März 2020 äußerte Premierminister Boris Johnson:

“I’m shaking hands continuously. I was at a hospital the other night where I think there were actually a few coronavirus patients and I shook hands with everybody, you’ll be pleased to know. I continue to shake hands.”

„Ich schüttle ständig Hände. Ich war neulich in einem Krankenhaus, wo ich glaube, dass es tatsächlich ein paar Coronavirus-Patienten gab, und ich habe allen die Hand geschüttelt, das können alle wissen. Ich schüttle weiter die Hand.“

Premierminister Boris Johnson: Äußerung am 3. März 2020, nach The Guardian[130]

Medien zufolge stand die Zahl der gemeldeten Todesfälle bis 12. März 2020 in keiner nachvollziehbaren Relation zu den gemeldeten Infektionen. Den Behörden wurde vorgeworfen, unter Premierminister Boris Johnson konsequent die realen Infektionszahlen zu verharmlosen oder durch mangelnde Testungen ein realistisches Bild der Epidemie im Vereinigten Königreich zu verhindern.[16] Kritiker bemängelten, dass die Todesfallzahlen in Großbritannien unvollständig waren, da in der offiziellen Statistik nur die Toten in Krankenhäusern erfasst wurden, nicht aber die Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an den Folgen einer Coronavirusinfektion starben.[131] Seniorenvertreter kritisierten, alte Menschen würden einfach ihrem Schicksal überlassen; Altenheime seien mit Virus-Testkits und Schutzausrüstung unterversorgt.[132]

Das staatliche Gesundheitssystem (NHS) gilt als unterfinanziert, unterbesetzt und kaum auf eine Pandemie vorbereitet.[133] Der Herausgeber der renommierten medizinischen Fachzeitschrift The Lancet Richard Horton bezeichnete am 28. März 2020 in einem ungewöhnlichen Hilferuf die Rolle des NHS während der Coronakrise als nationalen Skandal. Er bezog sich dabei auf die Defizite in Vorbereitung und Ausrüstung, die ihm von NHS-Mitarbeitern zugetragen worden seien. Die Leitungspersonen hätten nicht die Vorgehensrichtlinien der WHO befolgt, möglichst viele COVID-19-Tests durchzuführen, dann die Fälle zu isolieren und in Quarantäne zu bringen. Auch wurde selten versucht, Infektionsketten nachzuvollziehen.[134]

Der ehemalige Regierungsberater und Epidemiologe am Imperial College London Neil Ferguson äußerte am 10. Juni 2020 die Ansicht, dass die Todeszahlen höchstens halb so hoch ausgefallen wären, wären die Ausgangsbeschränkungen statt am 23. März 2020 nur eine Woche früher verhängt worden. Damals sei die „ziemlich optimistische“ Annahme gemacht worden, dass die Älteren schon irgendwie geschützt werden könnten. Dies gelang aber nicht. Zum Zeitpunkt von Fergusons Äußerung wurden im Vereinigten Königreich 41.128 Coronavirus-Tote gezählt. Ferguson hatte im Monat zuvor von seinem Amt als Regierungsberater zurücktreten müssen, nachdem ihm vorgeworfen worden war, selbst gegen die Beschränkungen verstoßen zu haben.[135]

Boris Johnsons Politik gegen die Pandemie war von willkürlichen Kurswechseln geprägt. Der einflussreiche Tory-Abgeordnete Charles Walker beklagte Ende August 2020: „Die Regierung sagt eine Sache am Montag, ändert ihre Meinung am Dienstag und präsentiert dann etwas ganz anderes am Mittwoch“. Schutzmaßnahmen wurden oft abrupt und willkürlich eingeführt. Monatelang erklärte die Regierung das Tragen von Masken für unnötig. Dann führte sie eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein – aber erst Wochen später auch in Geschäften. Während der Hochphase der Pandemie im April und Mai 2020 sah Johnson keinen Grund für Quarantänebestimmungen – zum Beginn der Sommerferien führte er sie ein und vier Wochen später wurden sie wieder abgeschafft.[136][137]

Insbesondere in Branchen, in denen schlechte Arbeitsbedingungen vorherrschen oder Menschen eng beieinander arbeiten, kam es wiederholt zu Ausbrüchen. So bildeten sich innerhalb der Textilbetriebe in Leicester mehrfach Infektionsketten, weshalb im Juli 2020 eine Ausgangssperre über die Stadt verhängt wurde. Öffentliches Aufsehen erregte auch der Tod des aus Guinea-Bissau stammenden Gebäudereinigers Emanuel Gomes. Er war trotz Erkrankung an seinem Arbeitsplatz im Justizministerium erschienen, da er sich den Krankenstand nicht leisten konnte.[138][139]

Internationale Beziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2020 erhielt die Bundeswehr ein Hilfeersuchen des NATO-Partners Großbritannien und plante daher, 60 Beatmungsgeräte in das Vereinigte Königreich zu liefern.[140]

Die britische Regierung kündigte an, den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs wie geplant fortsetzen und also mit Ende des Jahres 2020 den Europäischen Binnenmarkt und die Zollunion verlassen zu wollen.[141]

Reaktionen im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großbritannien wurden im April 2020 etwa 50 5G-Sendemasten durch Brandstiftung beschädigt und Telekommunikationstechniker etwa 80 mal bei der Berufsausübung gestört.[142] Zuvor waren verschiedene Verschwörungstheorien verbreitet worden, die 5G-Sendemasten in einen Zusammenhang mit dem Coronavirus stellten.[142]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: COVID-19-Pandemie im Vereinigten Königreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

UK Health Security Agency (www.gov.uk):

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Coronavirus (COVID-19) in the UK (Englisch) Government of the United Kingdom. 21. März 2021.
  2. Daily Mail: Chief medics raise coronavirus threat to HIGH across the UK as they admit up to TEN THOUSAND patients may ALREADY have the killer disease, 12. März 2020
  3. a b Zahl der Corona-Toten in Großbritannien nach oben korrigiert. Potsdamer Neueste Nachrichten, 30. April 2020, abgerufen am 30. April 2020.
  4. Dominic Gilbert, Ashley Kirk, Henry Bodkin: How accurate are UK coronavirus death toll numbers? In: The Telegraph. 19. April 2020, ISSN 0307-1235 (telegraph.co.uk [abgerufen am 28. Mai 2020]).
  5. reuters.com: UK coronavirus death toll could be 15% higher than previously shown: new data
  6. bbc.com, zeit.de vom 4. Juni 2020: Boris Johnsons erneute Kehrtwende
  7. Niklaus Nuspliger:Warum so viele Engländer am Coronavirus sterben NZZ, 2. Juni 2020, abgerufen am 9. Juni 2020
  8. Johnson: Haben „gefährlichen Wendepunkt“ erreicht
  9. zeit.de: Auf einmal ganz klein
  10. Covid-19 vaccine: First person receives Pfizer jab in UK. In: BBC News, 8. Dezember 2020. 
  11. a b Großbritanniens Suche nach dem Ausweg
  12. coronavirus.data.gov.uk
  13. bbc.com: Delta variant comprises 91% of new UK cases
  14. a b Johnson bestätigt Corona-Öffnung. Offiziell: England lockert ab dem 19. Juli. In: zdf.de. 12. Juli 2021, abgerufen am 13. Juli 2021.
  15. Philip Plickert: Ist England jetzt über den Berg?
  16. a b c Bettina Schulz: Bloß nicht zu früh in Quarantäne, Die Zeit, 13. März 2020
  17. BBC: Coronavirus: UK virus cases rise again as sixth person dies, 10. März 2020
  18. a b Einschränkungen: Großbritannien erlässt allgemeine Ausgangsbeschränkungen. In: zeit.de. 23. März 2020, abgerufen am 20. April 2020.
  19. t-online.de: Briten verzweifeln an Corona – Erfolgsmodell Südkorea, 13. März 2020, abgerufen am 17. März 2020
  20. Abi Rimmer: Covid-19: doctors still do not have #properPPE. BMJ, 7. April 2020; doi:10.1136/bmj.m1423
  21. Lagerbestände aufgebraucht. Engpässe in Corona-Krise: Britische Kliniken beklagen Mangel an Schutzkittel. In: noz.de. 18. April 2020, abgerufen am 18. April 2020.
  22. Denis Campbell: NHS staff told 'wear aprons' as protective gowns run out. In: The Guardian. 17. April 2020, abgerufen am 18. April 2020 (englisch).
  23. Guidance – Stay at home: guidance for households with possible coronavirus (COVID-19) infection. 9. April 2020, abgerufen am 20. April 2020 (englisch).
  24. a b c d e Independent: Coronavirus news – live: 'Every single person in this country will be affected,' warns health secretary as government to tell over-70s to self isolate for months, 15. März 2020
  25. a b c tagesschau.de: Corona-Krise: Großbritannien verlängert Maßnahmen. Abgerufen am 24. April 2020.
  26. Coronavirus: UK lockdown extended for 'at least' three weeks. In: bbc.com. 16. April 2020, abgerufen am 4. Juni 2020 (englisch).
  27. The Health Protection (Coronavirus, Restrictions) (England) (Amendment) (No. 3) Regulations 2020. In: 2020 No. 558 Public Health, England. Statutory Instruments, legislation.gov.uk. 31. Mai 2020, abgerufen am 4. Juni 2020 (englisch).
  28. a b One step at a time. What are the new lockdown rules? In: thesun.co.uk. 1. Juni 2020, abgerufen am 4. Juni 2020 (englisch).
  29. Es sei denn, man wohnt schon zusammen: Wie bitte?! Corona-Lockerungen in England verbieten Sex im eigenen Haus. In: rtl.de. 2. Juni 2020, abgerufen am 4. Juni 2020.
  30. a b Rachel Thompson: Sex with someone you don't live with is now illegal in England. In: mashable.com. 4. Juni 2020, abgerufen am 4. Juni 2020 (englisch).
  31. DER SPIEGEL: Britische Regierung schottet Großstadt Leicester ab - DER SPIEGEL - Wissenschaft. Abgerufen am 30. Juni 2020.
  32. Informationen zur Pandemielage im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und Hinweise für Reisende. (Stand: 13.07.2021). In: Website des Herausgebers zum Coronavirus. Herausgeber: Deutsche Auslandsvertretungen im Vereinigten Königreich, 13. Juli 2021, abgerufen am 20. Juli 2021 (Informationen zur Einreise erhält man im Abschnitt: »Fragen und Antworten« in der Antwort zur Frage: Darf ich in das Vereinigte Königreich einreisen und muss ich in Quarantäne?).
  33. Vaccination in teh United Kingdom: Latest reported vaccination uptake. Open Government Portal (Regierung des Vereinigten Königreichs), abgerufen am 19. Juli 2021 (englisch).
  34. Coronavirus (COVID-19) vaccine. Webseite des NHS, abgerufen am 17. Januar 2021 (englisch).
  35. Philippa Roxby: Janssen single-dose Covid vaccine approved by UK. BBC News, 29. Mai 2021, abgerufen am 30. Mai 2021 (englisch).
  36. Joint Committee on Vaccination and Immunisation: advice on priority groups for COVID-19 vaccination, 30 December 2020, Updated 6 January 2021. Departement of Health and Social care, abgerufen am 17. Januar 2021 (englisch).
  37. Covid priority list: When will I get the Covid vaccine? BBC News, 8. Januar 2020, abgerufen am 17. Januar 2020 (englisch).
  38. faz.net vom 5. Februar 2021: Viele Minderheiten trauen der Impfung nicht
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  100. Covid: What's the roadmap for lifting lockdown?. 17. Mai 2021. Abgerufen am 19. Mai 2021.
  101. faz.net: Großbritannien wird Virusvariantengebiet. Zitat: Damit wird die Einreise aus Großbritannien nach Deutschland drastisch beschränkt. Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen dürfen ab Sonntag nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Tests verkürzt werden kann.
  102. bbc.co.uk: Covid-19: Up to 75% of new UK cases could be Indian variant
  103. Exclusive: Second vaccinations stepped up in bid to end Covid restrictions
  104. siehe auch en:COVID-19 vaccination in the United Kingdom
  105. www.ons.gov.uk vom 4. Juni 2021: Age analysis of the number of people who had COVID-19
  106. siehe auch zeit.de vom 10. Juni 2021: Eine Mutante, wie gemacht für die vierte Welle
  107. Delta-Variante sorgt für viele Ansteckungen: „Tag der Freiheit“ in England um vier Wochen verschoben. 15. Juni 2021, abgerufen am 24. Juni 2021.
  108. Aufhebung aller Corona-Regeln in England Johnson will Lockerungen durchziehen – und mahnt zur Vorsicht. In: tagesspiegel.de. 13. Juli 2021, abgerufen am 13. Juli 2021.
  109. siehe auch faz.net: Johnsons Wette (Kommentar)
  110. a b c Johnson bestätigt Corona-Öffnung-Offiziell: England lockert ab dem 19. Juli. In: zdf.de. 12. Juli 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  111. sueddeutsche.de vom 23. Juli 2021: Johnsons Sommerloch
  112. 46 Prozent weniger innerhalb einer Woche. Niederlande erleben plötzlichen Rückgang der Neuinfektionen. In: tagesspiegel.de. 28. Juli 2021, abgerufen am 29. Juli 2021.
  113. Warum sinken die Corona-Fallzahlen? Der überraschende Knick in der britischen Inzidenz-Kurve. In: tagesspiegel.de. 27. Juli 2021, abgerufen am 29. Juli 2021.
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  117. https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/debatte-in-grossbritannien-bleibt-der-impfzwang-ein-tabu-17676092.html (9. Dezember 2021)
  118. https://www.gov.uk/government/news/covid-19-variants-identified-in-the-uk
  119. www.dailymail.co.uk
  120. faz.net
  121. dailymail.co.uk: SAJID JAVID: 'I'm acutely aware of the cost of curbs - we must try to live with Covid
  122. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb WHO Coronavirus Disease (COVID-19) Dashboard; oben rechts auf der Seite ist ein Link zum Download der Daten im CSV-Format
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  124. Olive Press News Spain: COVID-19: Politicians respond to Coronavirus case in Gibraltar, 4. März 2020
  125. a b c d e Coronavirus disease (COVID-2019) situation reports. WHO, abgerufen am 30. April 2020 (englisch, Hinweis zu den Fallzahlen: Die WHO übernimmt die Zahlen ihrer Mitgliedsstaaten nach einer bestimmten Definition. Die Meldungen durch den jeweiligen WHO-Bericht liegen zeitlich hinter aktuellen Presseberichten zurück. Im Fall des Vereinigten Königreichs entsprechen sie den Zahlen des Vortages: Im WHO-Bericht #100 vom 29. April 2020 werden 21.678 Todesfälle angeführt, was der "Public Health England"-Angabe vom 28. April entspricht. Dazu kommen die hier angeführten Außengebiete mit separaten Zahlen.).
  126. Prognose: Britische Notenbank erwartet tiefste Rezession seit 325 Jahren. Der Spiegel, abgerufen am 7. Mai 2020.
  127. +++ 18:45 RKI erwartet keine Engpässe bei Intensivbetten +++. n-tv Nachrichten, abgerufen am 5. Mai 2020.
  128. UK economy hit by record slump in 2020 but double-dip recession avoided | Economic growth (GDP). The Guardian, abgerufen am 20. Februar 2021.
  129. faz.net / Philip Plickert 14. Juli 2021: Unsicherheit vor dem „Freiheitstag“ in England
  130. How coronavirus advice from Boris Johnson has changed. In: theguardian.com. 23. März 2020, abgerufen am 7. April 2020 (englisch).
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  132. Briten zählen Pflegeheim-Tote nicht mit, Senioren-Vertreter empört, auf: n-tv.de, vom 14. April 2020, abgerufen am 30. April 2020
  133. tagesschau.de vom 21. März 2020
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  136. faz.net / Jochen Buchsteiner, 28. August 2020: Mit Boris Johnson ins Corona-Chaos
  137. siehe auch thetimes.co.uk: Growing number of Tory MPs ‘very worried’ by facemasks U-turn
  138. Emanuel Gomes died just hours after his cleaning shift. Why was he working? Auf theguardian.com vom 26. Juni 2020, abgerufen am 27. September 2021
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  140. Jörg Schindler, Matthias Gebauer, DER SPIEGEL: Hilferuf in Coronakrise: Bundeswehr liefert Beatmungsgeräte nach Großbritannien. Abgerufen am 9. April 2020.
  141. Corona-Krise in Großbritannien: Brexit-Verhandlungen sollen nicht verlänger werden. 24. April 2020, abgerufen am 24. April 2020.
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  143. Rezension (englisch)