cURL

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
cURL

Curl-logo.svg
CURL 7.55.1 downloading in cmd.png
Beispielausgabe von curl -O
Basisdaten

Maintainer Daniel Stenberg[1]
Entwickler Daniel Stenberg u. v. a.
Erscheinungsjahr 1998
Aktuelle Version 7.79.0[2]
(15. September 2021)
Betriebssystem Multiplattform
Programmiersprache C
Kategorie Remote Access
Lizenz MIT-Lizenz
deutschsprachig nein
curl.se

cURL (ausgeschrieben Client for URLs oder Curl URL Request Library, gesprochen: [ˈkər(-ə)l][3][4]) ist eine Programmbibliothek und ein Kommandozeilen-Programm zum Übertragen von Dateien in Rechnernetzen. cURL steht unter der offenen MIT-Lizenz und ist unter anderem auf folgende Betriebssysteme portiert worden: Solaris, NetBSD, FreeBSD, OpenBSD, Darwin und macOS, HPUX, IRIX, AIX, Tru64, Linux, UnixWare, HURD, Windows, AmigaOS, OS/2, BeOS, Ultrix, QNX, OpenVMS, RISC OS, Novell Netware und DOS. Die zugehörige Programmbibliothek libcurl wird von zahlreichen Programmen und Programmiersprachen verwendet und gilt als eine der meist verwendeten Software-Bibliotheken überhaupt.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel Stenberg, der Programmierer von cURL, begann 1997 ein Programm zu schreiben, das IRC-Teilnehmern Daten über Wechselkurse zur Verfügung stellen sollte, welche von Webseiten abgerufen werden mussten. Er setzte dabei auf das vorhandene Open-Source-Tool httpget. Nach einer Erweiterung um andere Protokolle wurde das Programm am 20. März 1998 als cURL 4 erstmals veröffentlicht. Ursprünglich stand der Name für „see URL“ und wurde erst später von Stenberg nach einem besseren Vorschlag zum aktuellen Backronym umgedeutet.[6]

Funktionsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie der ausgeschriebene Name „Client for URLs“ andeutet, ist es ein Kommandozeilen-Werkzeug zum Herunter- oder Hochladen von Dateien über eine Internetadresse, auch POST-Übertragungen sind möglich. Zu den unterstützten Protokollen gehören Stand April 2020: DICT, FILE, FTP, FTPS, Gopher, HTTP, HTTPS, IMAP, IMAPS, LDAP, LDAPS, POP3, POP3S, RTMP, RTSP, SCP, SFTP, SMB, SMBS, SMTP, SMTPS, Telnet, TFTP und MQTT.[7]

Implementierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

cURL ist schon länger in vielen Linux-Distributionen enthalten. Seit dem April-2018-Update (1803) wurde cURL als Bordmittel in Windows 10 aufgenommen und ist in einer Standardinstallation von Windows enthalten.[8]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem unter Programmierern und Administratoren hat sich das Verb „curlen“ (bzw. im Englischen „to curl“) etabliert, was bedeutet, eine Webseite ohne Webbrowser anzuzeigen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polhemspriset 2017. (abgerufen am 18. Oktober 2017).
  2. Release 7.79.0. 15. September 2021 (abgerufen am 18. September 2021).
  3. curl – Frequently Asked Questions. Abgerufen am 3. Juni 2019 (englisch): „We pronounce curl with an initial k sound. It rhymes with words like girl and earl. This is a short WAV file to help you: https://media.merriam-webster.com/soundc11/c/curl0001.wav“.
  4. Definition of CURL. Abgerufen am 3. Juni 2019 (englisch): „\ ˈkər(-ə)l \ https://media.merriam-webster.com/audio/prons/en/us/mp3/c/curl0001.mp3“.
  5. The world’s biggest curl installations | daniel.haxx.se. Abgerufen am 28. Juni 2021 (amerikanisches Englisch).
  6. Daniel Stenberg: curl, 17 years old today. daniel.haxx.se, 20. März 2015.
  7. curl. Abgerufen am 28. Februar 2021.
  8. What’s new for the Command Line in Windows 10 version 1803. In: Windows Command Line Tools For Developers. (microsoft.com [abgerufen am 10. Mai 2018]).