Cabestany

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Cabestany
Wappen von Cabestany
Cabestany (Frankreich)
Cabestany
Region Okzitanien
Département Pyrénées-Orientales
Arrondissement Perpignan
Kanton Perpignan-3
Gemeindeverband Perpignan Méditerranée Métropole
Koordinaten 42° 41′ N, 2° 57′ OKoordinaten: 42° 41′ N, 2° 57′ O
Höhe 0–53 m
Fläche 10,42 km2
Einwohner 10.106 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 970 Einw./km2
Postleitzahl 66330
INSEE-Code
Website Cabestany

Cabestany – Ortsmitte

Cabestany ist ein südfranzösischer Ort und eine Gemeinde mit 10.106 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Pyrénées-Orientales der Region Okzitanien in der historischen Provinz des Roussillon.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort und Gemeinde liegen in der Küstenebene zwischen den Flüssen Têt und Réart in einer Höhe von etwa 30 m; die Stadt Perpignan befindet sich ungefähr 6 km (Fahrtstrecke) westlich, die Mittelmeerküste ist nur ca. 15 km entfernt. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 585 mm/Jahr) fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2016
Einwohner 257 686 1.497 1.029 8.259 9.821
Quelle: Cassini und INSEE

Die Reblauskrise und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft führten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und in der Folge zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang. Der Wiederanstieg der Einwohnerzahlen seit den 1960er Jahren ist hauptsächlich auf die Nähe zum Großraum Perpignan zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten lebten die Bewohner des Ortes als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten; Überschüsse konnten in der Stadt Perpignan abgesetzt werden. Große Teile des Gemeindegebiets waren von flachen Küstenseen (étangs) bedeckt, die in der Folge verlandeten. Die so entstandenen Ackerflächen werden hauptsächlich für den Weinanbau, zunehmend aber auch für den Bau von Ferienwohnungen genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet wurden prähistorische und antik-römische Kleinfunde gemacht; der Ort lag an der Via Domitia. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens stammt aus dem Jahr 927; die erste Erwähnung einer Église Sainte-Marie findet sich im Jahr 1089. Im 11. und 12. Jahrhundert gehörte die zwischen Frankreich und dem Königreich Aragón umstrittene Gegend zu Aragón, von 1229 bis 1344 zum Königreich Mallorca und danach wieder zu Aragón bzw. zum Königreich Spanien. Erst nach mehreren kriegerisch geführten Auseinandersetzungen wurde im Pyrenäenfrieden von 1659 die endgültige Zugehörigkeit zu Frankreich vereinbart.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort verdankt seine Berühmtheit dem Meister von Cabestany, einem namentlich unbekannten Bildhauer des 12. Jahrhunderts, dessen Werke sich – nach Meinung vieler Forscher – nicht nur in Südfrankreich, sondern auch in Spanien und Italien finden. Die Kirche Notre-Dame des Anges beherbergt mit dem im Jahr 1930 gefundenen Bruchstück eines Tympanons das bekannteste Werk dieses Künstlers.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cabestany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cabestany – Klimatabellen
  2. Cabestany – Geschichte