Caitlin Moran

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Caitlin Moran am 2016 Hay Festival

Caitlin Moran, eigentlich Catherine Elizabeth Moran, (geb. 5. April 1975 in Brighton) ist eine britische Journalistin, Autorin und Feministin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moran wuchs als ältestes von acht Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen in Wolverhampton auf. Ihr irischer Vater war in jungen Jahren Psychedelic Rock-Drummer, den eine Arthroseerkrankung zur Berufsaufgabe zwang.[1] Sie suchte Auswege aus der häuslichen Enge und fand einen funktionierenden im Lesen und Schreiben. Als 15-Jährige gewann sie den Wettbewerb The Observer's Young Reporter of the Year. Mit 16 Jahren brachte sie ihren ersten journalistischen Artikel im Musiker-Wochenblatt Melody Maker unter.

Eine sehr hohe Meinung hat Moran von dem Schriftsteller Terry Pratchett, sie sagte, sie habe 80 Prozent dessen, was sie über das Schreiben wisse, aus der Lektüre seiner Bücher.[2]

Ihr erstes Buch, The chronicles of Narmo, schrieb sie tatsächlich mit knapp 16 Jahren, obschon es erst 1992 beim Verlag Corgi Publishers erscheinen konnte. Der Münchner Verlag cbt brachte das Jugendbuch 2017 unter dem Titel Meine happy crazy Großfamilie oder Mein erster Roman mit 15 3/4 auf deutsch heraus.

Als gastgebender Fernsehmoderator der Popmusik-Sendung Naked City auf dem Privatsender Channel 4 begann sie 1992 ihre Karriere beim Fernsehen.[3] Ihre von ihren Kindheits- und Jugenderlebnissen inspiriertes Drehbücher führten zu der erfolgreichen Dramedy-Sitcom-Fernsehserie Raised by Wolves ebenfalls bei Channel 4, die vom 23. Dezember 2013 bis 6. April 2016 in zwei Staffeln von 30-minütigen Sendungen erstgesendet wurden.

Im Juli 2012 wurde Moran zum Fellow of the University of Aberystwyth ernannt.[4]

Moran ist Kolumnistin bei der überregionalen Londoner Tageszeitung The Times[5] und unter anderem bekannt für ihre Bücher "How to Be a Woman. Wie ich lernte, eine Frau zu sein" und "How To Build a Girl".[6]

In den 2010er Jahren begann sie eine weitere Karriere als Schriftstellerin. Bei den nationalen British Book Awards wurde How to Be A Woman 2011 „Book of the Year“. In rascher Folge kamen 2011 How to Be a Woman, 2012 Moranthology, 2014 How To Build a Girl auf den englischen Buchmarkt. Das letztere wurde unter dem internationalen Titel All about a girl auch gleich verfilmt. Zugleich war das halb-autobiographische Buch der Start für eine Trilogie, die 2018 mit How to Be Famous weiterging.[7]

Caitlin Moran ist seit 1999 verheiratet mit Peter Paphides, Rockmusikjournalist bei der Londoner Tageszeitung The Times. Das Paar hat zwei Töchter und lebt in Coventry. Zuvor hatte Moran lange Jahre in London gelebt und gearbeitet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: British Press Awards (BPA) Columnist of the Year
  • 2011: British Press Awards Critic of the Year
  • 2011: British Press Awards Interviewer of the Year[8]
  • 2012: als Columnist of the Year gewählt vom London Press Club[9]
  • 2013: The Comment Awards Culture Commentator of the Year[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "The Saturday interview: Caitlin Moran", The Guardian, 18. Juni 2011, abgerufen 9. April 2019
  2. „Writers' tributes“, The Telegraph vom 27. August 2015, abgerufen 9. April 2019
  3. "Atrocious mess, precocious mind: Meet Caitlin Moran, newspaper columnist, television presenter, novelist, screenwriter", The Independent vom 17. Mai 1994, abgerufen 9. April 2019
  4. Novelist and columnist honoured, Aberystwyth university 13. Juli 2012, abgerufen 9. April 2019
  5. The Times, http://www.thetimes.co.uk/tto/public/profile/Caitlin-Moran
  6. "Wie man es macht", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30. September 2015.
  7. Kitty Empire: How to Be Famous by Caitlin Moran review – sex, drugs and Britpop, Buchrezension in: The Guardian vom 28. Juni 2018, abgerufen 9. April 2019
  8. Press Awards 2011: Caitlin Moran's speech, The Guardian vom 6. April 2011, abgerufen 9. April 2019
  9. BBC Newsnight journalists win award for spiked Jimmy Savile investigation, The Guardian vom 22. Mai 2013, abgerufen 9. April 2019
  10. 2013 Winners of The Comment Awards, commentawards.com 2013-12-04, abgerufen 9. April 2019