Region Cajamarca

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Cajamarca
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Basisdaten
Staat Peru
Hauptstadt Cajamarca
Fläche 33.317,5 km²
Einwohner 1.387.809 (2007)
Dichte 42 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 PE-CAJ

Koordinaten: 7° 10′ S, 78° 31′ W

Die Region Cajamarca (spanisch Región Cajamarca, Cajamarca-Quechua Kashamarka shuyu) ist eine Region im Norden der peruanischen Anden. Die Hauptstadt ist Cajamarca. Im Norden grenzt die Region an Ecuador.

Hauptstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionalhauptstadt ist Cajamarca.

Geographie und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Cajamarca erstreckt sich über eine Fläche von 33 317 km². Im Süden der Region Cajamarca herrschen die Hochanden vor, im Norden gehen sie über in tropisch-heißen Regenwald. Die Anden sind in dieser Region vorherrschend. Die Regionalhauptstadt liegt auf etwa 2700 Metern ü.d.M. Die Jahresdurchschnittstemperatur in der Regionalhauptstadt beträgt rund 14 °C. Die Regenzeit dauert normalerweise von Dezember bis März. Die wichtigsten Flüsse sind Marañón, Chotano und der Huancabamba. Die höchsten Gipfel sind der Coimolache mit 4.010 m.ü.d.M. zwischen Hualgayoc und San Miguel und der Cumbe mit 3.850 m.ü.d.M. bei Cajamarca.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

im Jahr 2005 wurden in der Region Cajamarca 1.387.809 Menschen gezählt. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 41 Einwohnern/km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrscheinlich wurden die ältesten Keramiken, welche in Peru hergestellt wurden, von der Cajamarca-Kultur produziert und stammen damit aus dieser Region.

Nach der Eroberung durch das Wari-Volk wurde Cajamarca zu einem wichtigen Verwaltungszentrum. Auch die Inka machten Cajamarca zu einer regionalen Hauptstadt.

Im Jahre 1532 wurde der Inka Atahualpa auf der Plaza von Cajamarca von dem Spanier Francisco Pizarro und seiner Armee gefangengenommen. Dieser bot Inka Atahualpa die Freiheit an, wenn die Inka das Zimmer, in welchem der Inka Atahualpa gefangen gehalten wurde, einmal mit Gold und zweimal mit Silber füllen würden. Das Zimmer wurde wie verlangt dreimal mit Silber und Gold gefüllt. Dies gilt als das höchste Lösegeld, das jemals bezahlt wurde. Die Spanier aber lösten ihr Versprechen auf Freiheit nicht ein, sondern suchten vielmehr nach einem Grund, Inka Atahualpa zu töten. Letztlich gelang ihnen dies mit einem Trick. Sie beauftragten einen Priester, dem Inka Atahualpa eine Bibel zu geben. Dieser wusste damit nichts anzufangen und warf sie weg. Dadurch konnten die Spanier ihn unter dem Anklagepunkt der Häresie zum Tode verurteilen und hinrichten.

Provinzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region ist unterteilt in 13 Provinzen und 128 Distrikte:

Provinz (Hauptstadt)

  1. Cajabamba (Cajabamba)
  2. Cajamarca (Cajamarca)
  3. Celendín (Celendín)
  4. Chota (Chota)
  5. Contumazá (Contumazá)
  6. Cutervo (Cutervo)
  7. Hualgayoc (Bambamarca)
  8. Jaén (Jaén)
  9. San Ignacio (San Ignacio)
  10. San Marcos (San Marcos)
  11. San Miguel (San Miguel de Pallaques)
  12. San Pablo (San Pablo)
  13. Santa Cruz (Santa Cruz)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einigen wichtigen Straßenanbindungen nach Westen und Osten besitzt Cajamarca auch einen Flughafen, der regelmäßig von Lima angeflogen wird. Es gibt auch regelmäßige Flüge von Cajamarca nach Talara.

„Cuarto del Rescate“ - das Zimmer, in dem Inka Atahualpa gefangen gehalten wurde und das mit Gold und Silber angefüllt wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • José Dammert Bellido: Procesos por supersticiones en la provincia de Cajamarca en la segunda mitad del siglo XVIII. In: Allpanchis. Revista del Instituto de Pastoral Andina, ISSN 0252-8835, Jg. 16 (1984), Themenheft 23: Propuestas. Historia y Religión, S. 179–200.
  • Arbeitskreis „Information aus Südamerika“: „Wir machen unsere Geschichte selbst!“ Bauernkämpfe in Cajamarca. Agrarliteraturvertrieb, Stuttgart 1976.
  • Alexander von Humboldt: Das Hochland von Cajamarca. In: Leo Deuel (Hg.): Kulturen vor Kolumbus. Das Abenteuer Archäologie in Lateinamerika. Ein historischer Überblick mit Originalberichten. C.H. Beck, München, 2., durchgesehene Aufl. 1979, ISBN 3-406-05989-9, S. 19−25.
  • Carlos Frías: Hacia una nueva propuesta tecnológica: el rol de la manufactura y las ciudades en el desarrollo de zonas rurales como Cajamarca. In: Allpanchis. Revista del Instituto de Pastoral Andina, ISSN 0252-8835, Jg. 26 (1994), Themenheft 43/44: El Futuro de los Andes, S. 185–208.
  • Rolando Estela Díaz: Las Devociones a los Santos en Cajamarca, Perú. Lumen Vitae, Brüssel 1996.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]