Cajus Julius Caesar

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Politiker Cajus Julius Caesar. Zum römischen Staatsmann Gaius Iulius Caesar siehe dort
Cajus Julius Caesar (2009)

Cajus Julius Caesar (* 22. Januar 1951 in Rinteln) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war ab 1998 mehrfach Mitglied des Deutschen Bundestages, aus dem er im Oktober 2017 endgültig ausschied.

Cajus Julius Caesar ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein Vater, sein ältester Sohn und dessen Sohn heißen ebenfalls Cajus Julius und sind wie er selbst nach dem gleichnamigen römischen Staatsmann benannt,[1] von dem die Familie abzustammen für möglich hält.[2]

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Mittleren Reife 1967 an der Realschule in Lübbecke absolvierte Caesar eine Forstlehre und besuchte anschließend von 1969 bis 1971 die Landesforstschule in Arnsberg, wo er 1971 auch die Fachhochschulreife erwarb. Von 1971 bis 1974 war er Revierförsteranwärter und legte 1974 das zweite Examen zum Diplom-Forstingenieur ab. Im selben Jahr wurde er Revierleiter im Forstamt Lage. 1978 wechselte er zur Forsteinrichtung beim Landesverband Lippe und leitete schließlich von 1980 bis 1998 das Forstrevier Kirchberg in der Gemeinde Kalletal.

Im Jahre 2000 wurde Caesar die Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verliehen.[3][4]

Am 14. Juli 2015 wurde er als neues Mitglied in den Deutschen Forstzertifizierungsrat (DFZR) aufgenommen.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caesar trat 1969 in die Junge Union (JU) und die CDU ein. Er war von 1990 bis 2013 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Lippe und gehört seit 1992 dem Vorstand des CDU-Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe an.[3]

Cajus Julius Caesar vor dem Reichstagsgebäude

Caesar gehörte von 1980 bis 1999 dem Gemeinderat der Gemeinde Kalletal an, von 1984 bis 1999 dem Kreistag des Kreises Lippe sowie von 1986 bis 1999 auch der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. Dort war er Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion.[3]

Caesar gehörte zwischen 1998 und 2017 dem Deutschen Bundestages an, allerdings nicht durchgängig. Bei der Bundestagswahl 2005 hatte Caesar zunächst ein Mandat über den letzten Platz der Landesliste in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Wegen der notwendig gewordenen Nachwahl im Wahlkreis Dresden I am 2. Oktober 2005 verschob sich aber das Verhältnis der Unionsstimmen innerhalb der Länder und Caesar verlor sein Mandat wieder. Am 7. Juli 2007 rückte Caesar für den ausgeschiedenen CDU-Abgeordneten Reinhard Göhner in den Bundestag nach. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde Caesar nicht in den Bundestag gewählt.[2][6] Am 1. Februar 2011 zog er dennoch als Nachrücker für den ausgeschiedenen Leo Dautzenberg erneut in den Bundestag ein.[7] Bei der Bundestagswahl 2013 wurde er über die Landesliste von Nordrhein-Westfalen wiederum ins Parlament gewählt. Zur Bundestagswahl 2017 trat er nicht mehr an.

Cajus Julius Caesar kandidierte immer in seinem Heimatwahlkreis Lippe I. Obwohl er bei allen Bundestagswahlen als Direktkandidat seiner Partei antrat, gewann er nie ein Direktmandat, sondern rückte immer über die nordrhein-westfälische Landesliste der CDU in den Bundestag ein. Nachdem der Mandatsinhaber Dirk Becker (SPD) aufgrund einer neuen politischen Aufgabe im Oktober 2015 sein Bundestagsmandat niederlegte, verblieb Caesar erstmals in seiner Abgeordnetenlaufbahn als einziger Abgeordneter seines Heimatwahlkreises im Bundestag und nahm von Oktober 2015 bis Oktober 2017 die Aufgaben des Wahlkreisabgeordneten wahr.

Caesar war von 2011 bis 2017 ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss[8] und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.[9] Außerdem war Caesar im selben Zeitraum forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cajus Julius Caesar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cajus Julius Caesar zieht in Bundestag ein. In: Augsburger Allgemeine, 21. Dezember 2010, abgerufen am 14. März 2017.
  2. a b „Mein Name ist Cajus Julius Caesar!“ focus.de, 21. September 2013, abgerufen am 18. April 2017.
  3. a b c Vita des Abgeordneten auf der Internetseite der CDU-Lippe, abgerufen am 14. März 2017.
  4. Abbildung der Freiherr-vom-Stein-Medaille auf dem Internet-Portal „Westfälische Geschichte“, abgerufen am 14. März 2017.
  5. AFZ – Der Wald, 16/2015, S. 42
  6. Landesliste der CDU in NRW (Memento vom 6. September 2009 im Internet Archive)
  7. Cajus Julius Caesar erneut Mitglied des Deutschen Bundestags. Europäische Bewegung Deutschland, 5. Januar 2011 (Memento vom 2. August 2012 im Webarchiv archive.is)
  8. Mitglieder Bundestagsausschüsse, Deutscher Bundestag, abgerufen am 14. März 2017.
  9. Mitglieder Bundestagsausschüsse, Deutscher Bundestag, abgerufen am 14. März 2017.
  10. Vita des Abgeordneten auf der Internetseite der CDU-NRW, abgerufen am 14. März 2017.