Cajvana

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Cajvana
Keschwana
Кажване/Kashwane
Wappen von Cajvana
Cajvana (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Bukowina
Kreis: Suceava
Koordinaten: 47° 43′ N, 25° 58′ OKoordinaten: 47° 42′ 31″ N, 25° 58′ 16″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 408 m
Fläche: 24,83 km²
Einwohner: 6.901 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 278 Einwohner je km²
Postleitzahl: 727100
Telefonvorwahl: (+40) 02 30
Kfz-Kennzeichen: SV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 1 Gemarkung/Katastralgemeinde: Codru
Bürgermeister: Gheorghe Tomăscu (PSD)
Postanschrift: Str. Orasului Cajvana, nr. 462
loc. Cajvana, jud. Suceava, RO–727100
Website:
Die jahrhundertealte Eiche in Cajvana

Cajvana (deutsch Keschwana, ukrainisch Кажване/Kashwane) ist eine Kleinstadt im Kreis Suceava in Rumänien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cajvana liegt auf einer Hochebene unmittelbar am östlichen Rand der Obcina Mare, eines Teilgebirges der Ostkarpaten. Die Kreishauptstadt Suceava befindet sich etwa 25 km östlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cajvana wurde im Jahr 1575 erstmals urkundlich erwähnt. Es war zunächst im Besitz moldauischer Adelsfamilien, von 1615 bis 1785 des Klosters in Solca.[2] Seit 1775 gehörte der Ort zu Österreich-Ungarn. Er blieb jedoch nahezu ausschließlich von Rumänen bewohnt. Aus dem Jahr 1797 ist ein Hexenprozess bezeugt, bei dem mehrere Frauen des Dorfes beschuldigt wurden, für eine anhaltende Dürre verantwortlich zu sein.[3] Nach Ende des Ersten Weltkrieges gelangte Cajvana an Rumänien. 2004 wurde der Ort zur Stadt erklärt.

Die wichtigsten Erwerbszweige sind die Landwirtschaft, der Handel, das Handwerk und die Kleinindustrie.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930 waren von den damals ca. 3200 Bewohnern der heutigen Stadt einige Dutzend Deutsche, die übrigen Rumänen. Bei der Volkszählung 2002 lebten in Cajvana 7263 Personen, darunter 7231 Rumänen und 31 Roma.[4] 7128 wohnten in der eigentlichen Stadt, 135 im eingemeindeten Ort Codru.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cajvana hat keinen Eisenbahnanschluss. Es bestehen Busverbindungen nach Gura Humorului und Rădăuți.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die etwa 750 Jahre alte Eiche, hat einen ca. dreieinhalb Meter großen Durchmesser.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Weczerka (* 1930), deutscher Historiker, Herausgeber sowie Sach- und Fachbuchautor

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cajvana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Webdarstellung des Klosters Solca bei crestinortodox.ro
  3. Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, Berlin 1893
  4. Volkszählung 2002, abgerufen am 13. Februar 2009
  5. Angaben und Bilder zur Eiche in Cajvana bei google.com abgerufen am 16. Juli 2016 (rumänisch)